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Aufsteigende Feuchte in Sandstein

Trockenlegung Fundament aus Sandstein/ Granit

04.08.2005, Herr Bromm hat Recht mit seinem Hinweis, dass Hohlräume innerhalb der mit dem Infusionsverfahren zu behandelnden Mauer eigentlich zugemacht werden sollten, bevor man die Infusion vornimmt. Es gibt dazu auch eine spezielle Schlämme, die mit der Infusionsflüssigkeit angemacht wird. Aber: Das ist eher Theorie, denn die Schlämme läuft nicht durch die Kanüle und nicht durch das Bohrloch und verstopft alles schon sehr bald, auch wenn sie noch so dünnflüssig gemacht wird. Mit seiner Beanstandung des Begriffs Verkieselung liegt er allerdings wohl daneben. Denn es geht hier genau um eine solche. Hier soll natürlich vor allem der Mörtel verkieselt werden, aber auch der Sandstein (bei dem das Verfahren wunderbar klappt, sofern man ihn direkt angehen kann ), nicht aber ein bereits "verkieselter" Bruch- oder Feldstein. Granit erst recht nicht, der braucht das nicht. Was Uwe Werthebach sagt bezüglich der Größe der Steine, ist sicherlich zutreffend. Je kleinformatiger diese sind, desto mehr Mörtelfugen habe ich, desto öfter duchschneidet mein Bohrloch eine Fuge und umso mehr habe ich die Gelegenheit die aufsteigende Feuchte zu stoppen. Übrigens: das Verfahren setze ich fort, die Bohrlöcher habe ich offen gelassen, alle paar Tage stecke ich die Infusionsflaschen um, nachdem ich die Kanüle gereinigt und wieder durchgängig gemacht habe, gebe etwas Flüssigkeit hinein und lasse diese langsam in das Mauerwerk tropfen. Ich hoffe, dass in einem weiteren Jahr (es sind insgesamt ca. 26 lfdm zu behandeln) das Optimum erreicht sein wird.

Aufsteigende Feuchte in Sandstein

Trockenlegung Fundament aus Sandstein/ Granit

03.08.2005, Sehr geehrter Herr Schneider, ich kenne das von Ihnen beschriebene Problem und das von Ihnen genannte Produkt. Bei mir sind es ca. 150 Jahre alte Natursteinwände, die grundsätzlich aus Feldsteinen und einer Art Lehmmörtel hergestellt sind, die aber auch an Türen und Fenstern Sandsteinlaibungen aufweisen. Die Feuchtigkeit ist fast bis an die Decke gestiegen, ganz besonders über den Sandstein.Über zwei Jahre habe ich gemäß Anleitung des Produktherstellers direkt über dem etwas aufgegrabenen Boden (zu tief graben ging nicht, da das Fundament ziemlich wacklig ist)versetzt in zwei Reihen alle 15 cm schräg nach unten ein Loch gebohrt, so tief es ging, meist 30 bis 40 cm. Dann habe ich die 30 Infusionsflaschen, die ich mir gekauft hatte, in die Löcher gesteckt und mit der Infusionsflüssigkeit gefüllt, zuerst zu viel. Später war ich klüger und habe von dem teuren Zeug immer nur soviel eingefüllt, dass möglichst nichts daneben ging und nichts überlief. Jetzt, nach zwei Jahren, werden die Wände allmählich trockener, leider aber wohl nie ganz trocken, denn in meiner Mauer gibt es zu viele Kavernen, zu viele Löcher, wo also auch gar kein Mörtel ist. Wenn das Zeug in so einen Hohlraum läuft, kann es natürlich nichts bewirken. Meines Erachtens ist die Unterbindung der Kapillarwirkung, die ja für die aufsteigende Feuchtigkeit verantwortlich ist, in einem durchgängigen (Lehm-)Mörtel und in Sandstein durch dieses Verfahren sehr gut möglich. Ich hoffe, Sie lassen sich nicht entmutigen. MfG G. Scherer
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