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Re

Maximalhöhe Wandheizung

14.06.2018, Und wie kommst du dann von z.B. 1000W Bedarf auf deine nötige Leitungslänge für einen Raum bei einem 16er Rohr? Das ist dann doch aber wieder ne Faustformel ne? PS: Mit "Kleber" meinst du hoffentlich "Lehmputz"? ;-)

@joerjen

Maximalhöhe Wandheizung

14.06.2018, @joerjen jetzt warst du schon schneller.. aber vielen Dank :-) Holzfaserplatten hatte ich auch überlegt allerdings habe ich da Angst, dass dahinter Lufträume entstehen könnten und dann dort Tauwasser entstehen könnte (ich kleide ja dann auf diese Art auch stellen aus, die keine Wandheizung erhalten). Lässt sich diese Gefahr minimieren? PS: u-wert.net ist ein toller tip :-)

re

Maximalhöhe Wandheizung

14.06.2018, Das mit der Konvektion war rein physikalisch gemeint. Die Wärmeabstrahlung steigt exponentiell zur Temperatur des Strahlers was mit der Konvektion nicht der Fall ist. Daher hat die Konvektion bei niedrigeren Temperaturen einen höheren Stellenwert. Nochmal zur Berechnung / wie ich es ursprünglich machen wollte. Wenn ich einfach mal die Formel auf Wikipedia hernehme und vereinfache/kürze kann man die Verlustleistung eines m² Außenwand ja wie folgt berechnen: (lambda) * (delta T) / Wandstärke Nehme ich mal sowohl für Lehm als auch Ziegel 0,6 lambda an (was optimistisch ist aber OK is da ich ja die Schilfmatte außen vor lasse) und nehme ich mal an dass ich an einem Wintertag mit -12 ° drinnen meine 20 ° haben will ergibt sich also folgende Rechnung (angenommen 33 cm Gesamtwandstärke vereinfacht): (0,6 * 32) / 0,33 = 58,2 W pro Quadrahtmehter Außenwand - Die eine Außenwand ist 11 m² groß als verliert 640,2 W - Die unter dem Drempel ist 4,2 m² groß also verliert 244,44 W - Die Dachschräge ist etwa 14 m² groß aber hier kenne ich noch nicht den Dämmwert. Bzw. lässt sich dieser ja auch viel schlechter berechnen da ja hier auch noch Luftströhmungen etc in der Konstruktion berücksichtigt werden müsste. - Wie ich die Fenster berechnen soll ist mir nicht ganz klar. Schließlich kann ich hier ja nicht einfach die Dicke nehmen und dann mittels lambda hier rechnen. Ebenfalls haben die ja Kältebrücken / umschließend viel stärkere Verluste. Insbesondere bei den beiden letzten Punkten muss ich also wieder großzügig mit Annahmen arbeiten um eine Berechnung anstellen zu können. Wie habt ihr das bei euch gemacht? Und wie soll ich dann von diesen Wert (z.B. 2000W) auf die nötige Rohrlänge in der Wand schlussfolgern? Da müsste man doch genau die Rohreigenschaften und Putzeigenschaften kennen um die Wärmeübertragung ermitteln zu können...

Überdimensionierung

Maximalhöhe Wandheizung

14.06.2018, Und wie hast du deinen Bedarf pro m² nun konkret berechnet / überschlagen? Meine Wand ist durchschnittlich 28cm dick und aus Ziegelsteinen inklusive Verklinkerung. Darauf möchte ich eine 3-5cm dicke Schilfrohrmatte im Lehmbett verlegen und darauf die Wandheizung welche dann wiederum mit Lehm verputzt wird. Die Raumgrundfläche ist 4,8 x 4,2 Meter. Es gibt 2 Außenwände wobei die eine etwa 4,5 Meter hoch ist und Dreieckig (ab 1 Meter etwa 45°) und die andere besteht aus Drempel der 1 Meter hoch ist und dann in Dachschräge übergeht (etwa 45° geneigt). Die Dachschräge wird mit Dampfbremse und noch nicht näher festgelegter Dämmung sehr gut gedämmt werden. Die Wärmeleitfähigkeit von Ziegelmauerwerk sollte so zwischen 0,50…1,40 ? liegen Die Wärmeleitfähigkeit von Lehmputz sollte so zwischen 0,47…0,93 ? liegen Die Wärmeleitfähigkeit von Schilf sollte so zwischen 0,09…0,19 ? liegen Welchen Wert soll ich da jetzt nehmen? Den pessimistischsten oder den optimistischsten oder nen Mittelwert? Wir würde die konkrete Berechnung denn dann aussehen? PS: Machen lassen kommt bei mir kategorisch nicht in Frage. Ich habe auch nach 2 Jahren noch viel Freude am bau des Hauses und möchte jeden Aspekt des Hauses selbst durchführen. (darüber hinaus traue ich Handwerkern nicht und habe es in meinen Leben immer bereut, wenn ich Dinge nicht selbst gemacht habe). PPS: zum Thema Strahlungswärme: eine WH erzeugt AUCH Strahlungswärme (und dies mehr als Heizkörper) . Der meiste Wärmeaustausch sollte aber insbesondere bei diesen Temperaturen durch Konvektion erfolgen. Zudem habe ich angst vor Kondenswasser / feuchte in den Wänden (egal nun ob dies begründet ist) und habe einfach ein besseres Gefühl, wenn jede Außenwand ausreichend Wärme abbekommt.

Re Planung

Maximalhöhe Wandheizung

14.06.2018, Das mit den Berechnen hab ich aufgegeben / bezweifel dessen Sinnhaftigkeit inzwischen. Im Internet wird z.B. überall was anderes erzählt. Auch von sog. Fachmännern. Ich komme z.B. für mein Zimmer auf einen Bedarf von 800 bis 2500 KW je nachdem nach wen man geht / welcher Empfehlung man folgt, welche Annahmen/Puffer/Berechnungsgrundlagen man trifft. Das fängt ja schon beim Lehmputz an. Jede Wand und jeder Lehmputz in jedem Haus ist unterschiedlich. Sowohl was die jew. Putzstärke oberhalb der Rohre betrifft als auch der Wärmeleitkoeffizient des jeweiligen Lehmputzes, Verlustleistung des Rohres bis es am Feld eingetroffen ist, Verlustleistung zur Außenwand. Einflussfaktoren angrenzender Bauteile wie Balken, Luft-Zirkulation auf der Wand (bei mir vermindert da ich z.B. auf der Wand aufgesetzt viele Balken habe), Verlegemuster der Wandheizung - man könnte diese Liste noch ewig fortsetzen. Worauf ich hinaus will: Du hast am Ende so viele Freiheitsgrade, welche sich ja gegenseitig via Multiplikationen noch verstärken, dass je nachdem ob du diese optimistisch oder pessimistisch auslegst du auf derart große Spannungsweiten kommst was dein "Berechnungsergebnis" angeht, dass man auch gleich nach Faustformeln vorgehen kann. Dann "belügt" man sich wenigstens nicht selbst man wüsste genau was Sache ist. Und als Faustformel habe ich (je nach Quelle) gelesen dass man 20-40% der Quadratmeter Grundfläche eines Zimmers als Wandheizfläche benötigt. Aber ich lasse mich auch gerne noch von einer "Berechnung" überzeugen. Aber dann bitte genau angeben nach welchen Lehrbuch / welche Berechnungsformel genau gemeint ist. Und zur DIN EN 12831 (vorweg ist es eine Frechheit dass man sich zwar an DIN/ENs halten soll aber diese dann geheim gehalten werden / hinter für Privatpersonen kaum sinnvoll bezahlbaren Paywalls verborgen werden). Hier steht zwar welche Werte alles in die Berechnung einfließen sollten, aber wie man diese konkret ermittelt eben nicht. Unsere Ziegel sind z.B. über 100 Jahre als und aus der Ziegellei des Dorfes (welche nicht mehr existiert). Die Qualitätsschwankungen waren damals derart unterschiedlich dass wohl kaum ein Pi x Daumen Lamda-Wert angenommen werden kann. Ebenso beim Mörtel - k.A. wie die den hergestellt haben (sieht rot aus - also auch Ton-Anteil). Soll ich jetzt wissenschaftliche Paper über mein Haus anfertigen und X-Wärmeleitkoeffizienten mittels aufwändigen Experimenten ermitteln um nicht mit Fantasiezahlen rechnen zu müssen? Die Berechnungen die es gibt sind meiner Meinung nach entweder nicht praktikabel oder nicht aussagekräftig.

Vielen Dank für die Antwort.

Maximalhöhe Wandheizung

14.06.2018, Es spricht also nichts dagegen ein "Register" oberhalb der Fenster in den Höhen von 2,5 Meter bis 4 Meter zu verbauen OK. In dieser einzigen Außenwand, welche durch das Dach Dreieckig ist, kann ich zirka 40% der Raumfläche verlegen. Nach Faustformel sollte das genug Reserven bringen. Wenn ich zu viel Fläche verbaut habe kann man ja die Heizung auch immer noch etwas runter regeln. Die Register möchte ich in den Flächen zwischen die Balken auslegen und die Zuläufe hinter den Balken entlang führen (ggf. mit ein wenig Isolation um das Rohr wenn das passt..) PS: Wenn man sich zu diesen Themen technisch einlesen möchte, welche Bücher oder Webseiten könntet ihr da empfehlen?
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