Übersicht der Kommentare von Ing.-büro Böhm im Fachwerkhausforum.

Alle 82 Kommentare von Ing.-büro Böhm

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Sandstein

Morschen Sandstein Balkon sanieren

08.01.2011, Das ist doch eine gute Idee ... ich schätze die damalige Bauqualität sehr. Viel wissenswertes findest du hier: http://www.keimfarben.de/fileadmin/pdf/produktkataloge/Restauro_012010.pdf Balkon absägen wird sicher nicht so einfach genehmigt und das finde ich auch gut so. Bräuchtest dann vermutlich einen Steinmetz, -restaurator und/oder einen Steintechniker ! Viele Grüsse,

Kräfte

Sanierung Sparrenfusspunkte

06.01.2011, Die Länge der abzustemmenden Flanken wird sich nach der Beanspruchbarkeit und den Mindestabständen der Verbindungsmittel (z.B. Bolzen) richten. Was ist das überhaupt für ein Statisches System? Wenn´s keine Firstpfette gibt ist es ein reines Sparrendach und es treten erhebliche Schubkräfte auf. Undeutlich auf dem Bild erkennbar ist dafür eine Zapfenverbindung vorgesehen, welche aber nur funktioniert wenn sowohl Zapfen als auch Vorholz noch in Ordnung sind ! Die Übertragung der Horizontalkräfte vom Sparren in den Deckenbalken ist hier das Hauptproblem. Viele Grüsse,

Zum Fundament

Mauerbau zum Hochwasserschutz

25.12.2010, Kiesschicht ist nicht erforderlich - Betongüte ist ausreichend - aber auf ausreichende Betondeckung achten (z.B. 3,5 bis 5cm) für einen dauerhaften konstruktiven Rostschutz. Wasserdruck: Das Mäuerchen kann theoretisch auf Schub in den Fugen (maßgebend unterste Fuge) oder auf Umkippen versagen. Bei ausreichender Breite wird aber vermutlich das Gewicht der Steine in beiden Fällen ausreichen. Vielleicht müßte man auch darüber nachdenken, ob das Wasser dann nicht einen anderen Weg findet - z.B. unten oder seitlich? Bzgl. Mörtel laß ich mangels Erfahrung lieber jemand anders sprechen ... Viele Grüsse,

Einzeldenkmal

Allgemeine Frage zur Defininition Einzelbaudenkmal vs. Bauliche Anlage

23.12.2010, ich denk mal, daß das Anwesen dann zu einem Ensemble gehört, welches Denkmalschutz genießt und sich die denkmalpflegerischen Auflagen mindestens bezüglich der Fassadengestaltung danach richten werden ... Viele Grüsse,

Wow

Material und Festigkeit

30.11.2010, vielen Dank für den tollen link :D Ich hätte nicht gedacht, daß Schwindrisse bis zur Hälfte noch S10 und unbedenklich sind ... Zur Schubfestigkeit: Zwischen 2004 und 2005 ist also die Schubbeanspruchbarkeit von Nadel-Vollholz gesunken ... oder das Sicherheitsbedürfnis gestiegen ... um den Faktor 1,35 ! Vielleicht hatte das auch etwas mit den Software-Herstellern zu tun. Die angesprochenen Schäden könnten z.B. daraus resultieren, daß die Torsion bei exzentrischen Sparren-Pfetten-Verbindungen unberücksichtigt blieb. Nach meinen Berechnungen kann diese Torsion die aufnehmbare Querkraft der Pfetten fast um die Hälfte verringern ... Wie dem auch sei ... ich nehm jetzt jedenfalls C24 fvk=2,0 Dank & Grüsse, PS: Zum Thema noch ein interessanter, kritischer link: http://www.bayika.de/de/service/publikationen/pdf/SD_Bautechnik_10-09_Normen.pdf

Schubfestigkeit

Material und Festigkeit

28.11.2010, Soweit ich weiß gilt heute die DIN 1052-2004 unter Berücksichtigung der Berichtigung des Normenausschuß Bau von 2006 - also fcv = 2,0 Nebenher gilt weiterhin der Eurocode 5 ... Was mich beunruhigt ist der große Unterschied, die fast willkürlich erscheinende Änderung von 2,7 auf 2,0 - ist das Holz schlechter geworden ? Unabhängig davon, was gilt und was nicht, bleibt die Frage, was stimmt und was nicht ...

Holzsortierung im Bestand

Material und Festigkeit

28.11.2010, Hallo Herr Leyh, vielen Dank für das Feedback ! Im Zweifelsfall nehme ich halt S10 - C24 Dann kommt das nächste Verwirrspiel unserer Normengeber: Um einen möglichst scharfen Nachweis bzgl. Schub und Torsion durchführen zu können, brauche ich den Wert der Schubfestigkeit fcv EC5-1995: fcv = 2,5 N/mm² DIN 1052-2004: fcv = 2,7 N/mm² NA Bau-2006: fcv = 2,0 N/mm² Im Zweifelsfall immer das niedrigste - dann schimpft wieder der Zimmerer wegen zu großer Querschnitte ... Viele Grüsse, Dipl.-Ing.Univ. Nikolaus Böhm EUR ING

Standsicherheit

Statik?!?! Was das?

22.11.2010, rein verbal geht sowas nicht ! Der erste Schritt ist immer ein ordentliches Aufmaß z.B. im Maßstab 1:50 (Querschnitt und Längsschnitt) mit Vermaßung aller Bauteile, aller Holzverbindungen, aller Abstände und der Dachneigung ... Das kannst du dann einem Statiker geben, damit er die weiteren Arbeitsschritte machen kann: 1. Statisches System 2. Lastermittlung (Eigengewicht, Wind, Schnee) 3. Statische Berechnung 4. Bauteilnachweise 5. Nachweis der Verbindungen 6. Weiterleitung der Auflagerkräfte .. Erst danach kann dieser eine verbindliche Aussage treffen. Gruss,

Der Holzweg

Wer kennt Brettstapelholzdecken?

20.11.2010, ich denke auch, daß elementweises Verlegen möglich ist. Im vorliegenden Fall wäre die Elementbreite also durch die Türhöhe begrenzt. Wie will man die Elemente im Altbau zusammenspannen? Ein umlaufendes Auflager bräuchte man genauso wie bei der Filigran-Decke des Nachtgespenstes. Auch wenn es möglich ist halte ich eine Brettstapeldecke über einem unbeheizten Keller aber für einen groben konstruktiven Fehler - man denke nur an die vielen Ritzen, in denen die Feuchtigkeit kapillar hochsteigt. Das Holz quillt auf, Schimmel ist vorprogrammiert und die ersten Mängel werden meiner Meinung nach nicht erst nach 40 sondern schon nach 3 Jahren oder früher zu beklagen sein ... Grüsse,

Ziegel - Einhängedecke

Wer kennt Brettstapelholzdecken?

19.11.2010, ... das ginge auch ... hätte sogar ein bißerl besseren Wärmeschutz Für die erforderlichen Gitterträger müßte man aber evtl. neue Auflager brechen, weil die Systemweite schwerlich mit dem Bestand zusammenpaßt. Ob es ohne Aufbeton geht (auch wegen Querverteilung der Lasten) müßte anhand von Stützweite und Belastung statisch überprüft werden ... Grüsse,