Übersicht der Kommentare von derPhil im Fachwerkhausforum.

Alle 8 Kommentare von derPhil

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ganz herzlichen Dank!

Schichtdicke Lehmputz?

29.07.2021, Vielen lieben Dank, Karl-Heinz, für die super Erklärung, Info und Tipps!! Jetzt kann ich endlich systematisch rangehen und dieses Versuch-und-Irrtum Gebastel hat hoffentlich ein Ende. beste Grüsse! Phil

was soll ich sagen #2...

Schichtdicke Lehmputz?

28.07.2021, ETA Zulassung. Aber für das unversehrte Bauteil. Stahl im Beton ist drin, aber völlig planlos 'reingeworfen' und meiner Meinung nach auch zu wenig. Ist aber bei der Ausführung des Betons (bröselt an vielen Stellen, hat viel zu wenig Wasser bekommen) sowieso irelevant, von daher kann ich wirklich nur hoffen, dass es gut geht (es ging auch über Jahrzehnte ganz ohne Basis, ist nur ein paar cm gesackt, aber in den letzten Jahren nicht mehr weiter). Aber du hast schon Recht - so hätte man es sich auch sparen können. Ich bin aber bei Beauftragung nicht von derartiger Unfähigkeit eines 'Betriebs für Altbau-Sanierung' ausgegangen. >> dann braucht man sich auch keine Gedanken um den Lehmputz zu machen doch, ich möchte, dass er dran bleibt ;-) Grüsse!

nochmal zum ursprünglichen Thema

Schichtdicke Lehmputz?

28.07.2021, Lieber Karl-Heinz, wo sich jetzt schon ein echter Lehmbauer zu Wort gemeldet hat.. Der Putz der ersten Fächer (eins mit weichgebrannten Ziegeln gemauert und eins mit Lehmziegeln komplett neu aufgemauert) ist einigermassen gelungen und scheint zu halten. Der Putz der letzten zwei/drei Fächer - Lehmziegel, bei denen ich nur die Basis neu aufgemauert habe - löst sich, besonders im Bereich der nicht neu gemauerten Ziegel immer wieder ab. Er 'schüsselt' besonders am Rand und auch an den sich bildenden Rissen. Ich habe jetzt schon den Beitrag https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/lehmputz-lehmoberputz-113145.html gefunden, und daraus mehrere Fehler bei meiner Ausführung erkannt. Ich habe die alten, trockenen Ziegel stärker angefeuchtet (weil es auf dem neu gemauerten, feuchteren Untergrund besser hält), und ich habe die Schichten nicht durchtrocknen lassen. Ich habe den Lehm nicht mit Sand abgemagert, sondern mit altem Heu und Stroh - ist das ok? (innen ist 4..5cm dicker Putz, der nur so von Stroh trotzt und hält und nicht gerissen ist; die Fasern scheinen eine Art Armierung zu bilden). Muss ich zwangsweise eine (magerere) Unterputzschicht und eine (etwas fettere) Oberputzschicht ausführen, auch wenn ich mich mit ein paar (vielleicht wegzuschwammenden) Rissen zufrieden gebe? Und vor allem - was muss ich tun, damit sich der Putz nicht wieder ablöst? allerbesten Dank & Grüsse! Phil

was soll ich sagen...

Schichtdicke Lehmputz?

28.07.2021, Vielen Dank auch für deinen Beitrag, Karl-Heinz, wobei er mir ja nicht gerade Mut macht... Ein Statiker ist involviert, der hat ja angeblich diese Baumarktträgerchen als Alternative vorgeschlagen. Der 'Sanierer' hat mir auch versprochen, dass ich da was Schriftliches zu bekomme, schon wegen der Versicherung. In Z-Richtung ist jeder dieser Blechdinger für >8.5t ausgelegt, es sind jeweils zwei davon montiert (meist einer innen, einer aussen), wobei über eine gleichmässige Lastenverteilung nur der Himmel weiss. In horizontaler Richtung ist meiner Meinung nach keine Aussage mehr aus dem Datenblatt abzuleiten, weil es ursprünglich ein U-Träger war, bei dem ein Schenkel abgeflext wurde. Dafür sind aber um die bis zum Kragen eingegossene (soweit ich erinnere) 16mm Dolle zwei 10er Schrauben in die Stirnseite geschraubt (noch mehr Metall im Holz...) und dürfte >1t / 10kN sein. Stimmt - es gibt keine Horizontalsperre. Der Beton (soweit man bei dem oftmals nur Gebrösel von Beton sprechen kann) ist WU Beton. Klar, auch bei dem zieht das Wasser oberflächlich ein. Ich habe jetzt eine ~40° Schräge mit ~2cm Hinterschnitt angebracht. Die Luftspalte unter den Balken kann ich von Zeit zu Zeit mit Pressluft freiblasen. Es ist übrigens kein Wohnbereich, sondern nur Werkstätten/Lager, die von überall gut durchlüftet sind... Die erste Reihe mit Ziegeln zu machen ist ein guter Tipp, leider für's Erste zu spät jetzt. Das linkeste Fach ist rein mit weichgebrannten Ziegeln gemacht, ich werde den Unterschied zu den Lehmziegelfächern beobachten und im nächsten Frühjahr mal berichten. Es ist ja nun so, dass die Wand die vergangenen Jahrzehnte im Boden stand (zumindest von aussen). Ich denke, der WU Beton Sockel ist da die bessere Alternative. Der Dachüberstand ist üppig, ich habe letztens bei Regen an der Wand gewerkelt und nur weinige Tropfen abbekommen. Klar kann der Wind auch mal aus der anderen Richtung kommen, aber grundsätzlich ist es die wetterabgewandte Seite. Klar ist auch, dass eine sachgerechte Lösung mit neuer Fussfette, ordentlichen Holzverbindungen, Horzontalsperre und und und natürlich die bessere Lösung gewesen wäre, preislich aber nicht im Verhältnis zum Kaufpreis des Hauses (ich habe den Grundstücksrichtwert bezahlt) gestanden hätte, welches in der nächten 'Generation' wohl eh abgerissen werden wird. Für die Hinzuziehung eines weiteren Statikers, Gutachten, Anwalt, Gericht usw dürfte das Gleiche gelten, die Chancen stehen in Anbetracht des Fehlens jeglicher schriftlicher Vereinbarungen zur Ausführung (ausser ein paar Handskizzen, von denen der 'Sanierer' jetzt schon behauptet, ich hätte sie im Nachhinein angefertigt) nicht unbedingt gut. Sauer bin ich wie gesagt, weil von meiner ziemlich grundlegenden (und meiner Meinung nach immer noch einen guten Kompromiss darstellenden) Vorgabe zur Holz-Beton Anbindung (siehe oben) aufgrund unverantwortlichen Projektmanagements und -durchführung (Haus 'in die Luft hängen, bevor die Träger da waren) abgewichen wurde, und dass der 'Sanierer' nicht einmal den Beton auch nur halbwegs vernünftig hinbekommen hat. Alles andere (Lehm auf Beton und so) habe ich mir selber zuzuschreiben, aber das kann ich - wenn es nicht hält - auch jederzeit wieder revidieren. soweit erstmal, danke für eure Anteilahme und (gern auch weitere) Tipps! beste Grüsse! Phil

Kind im Brunnen

Schichtdicke Lehmputz?

25.07.2021, Moin Harald, danke auch für deinen Beitrag! Der 'Sanierer' hätte in meinem Sinne gehandelt, wenn er die Sache so ausgeführt hätte, wie es besprochen war. Ich habe Projektmanagement gelernt und weiss, dass bevor man einen Schritt tut, der einen unter Zeitdruck/Zugzwang setzt, man alles parat haben muss, um da auch wieder passend rauszukommen. Dass der Metallbauer insolvent ist, konnte man schon Monate vorher im Netz lesen... Der Pfostenträger oben ist keine 'Klammer' (U) sondern ein Winkel (L). Ein U könnte man nie passgenau gestalten (unterschiedliche Balken, teilweise wiederverwendet und noch behauen). Den vertikalen Schenkel des L nach innen war schon ein guter Plan, weil da klimatisch weniger 'belastet' als in der Wand oder aussen, und man hätte den Bolzen gegebenenfalls nachziehen können (eigentlich hätte man ihn wahrscheinlich sowieso erst nach dem Einbetonieren angezogen...). Flanke in der Wand geht schon wegen den diagonalen Ständern nicht. Ich werde mir nach dem Wochenende die große Flex nehmen und die Vorderkante des Betonsockels bearbeiten, dass kein Spritzwasser mehr an die Wand hüpft. Blöd ist, dass ich schon mit der Schruppkrone ein völlig unkontrolliert eingelegtes Moniereisen frei gelegt habe... Das ist echt alles ein einziger grosser Pfusch :-( Glücklicherweise ist der Dachüberstand auf der Längsseite recht groß, so dass da kaum überhaupt Regen hinkommt. Ja, die Gefache sind jetzt mit Lehm verputzt (fast komplett). Die bekommen einen Kasein-Kalk Anstrich. Wenn das abfallen sollte, ist es ja kein Drama - es ist einfach nur Lehm und ich kann es wieder dran machen, dann unter Beachtung von Ralfs Tipps oben. Aber Die Fächer mit altem Lehmputz stehen da schon seit hundert Jahren. was abfällt, ist der mal nachträglich drübergemachte Zementputz... beste Grüsse! Phil ps. kann ich hier eigentlich Bilder mittels HTML oder BB Code oder so in den Beitrag bringen?

Verankerung

Schichtdicke Lehmputz?

25.07.2021, so war die Verbindung Ständer - Beton übrigens besprochen.... ich schätze, der 'Altbausanierer' (lt. Visitenkarte) hat nicht einmal verstanden, wodrauf die Details abzielen. Auf meine Erklärung zum Niederschlag der Holzfeuchte an direkt berührendem Metall sagte er "In 30 Jahren bist du eh tot und so lange hält das". Meine Einwände, dass wir solche Häuser garnicht hätten, wenn alle so denken würden bzw. gedacht hätten, verhallte ebenfalls.... Aber was will man von jemandem erwarten, der (wie ich inzwischen erfahren hab) sogar bei geschützten Denkmälern nicht davor zurückschreckt, die Gefache mit Zement in und an das Holz zu mauern... (keine Ahnung, wie er das dem Denkmalpfleger vorenthalten hat)

die Leidensgeschichte...

Schichtdicke Lehmputz?

24.07.2021, Die dämlichen Blechwinkel aus dem Baumarkt hat der 'Sanierer' verbockt. Geplant waren große solide individuell angefertigte Winkel mit Dollen drunter, Dachpappe zwischen Holz und Metall (Flanke innenliegend), und weiter oben mit einer Maschinenschraube durchgeschraubt (-> s. nächster Beitrag). Ich habe drauf gedrängt, nicht anzufangen, bevor die Träger da sind. Der 'Sanierer' wurde laut, zeterte er habe nicht ewig Zeit, behauptete, er bekommt die im Handumdrehen, und hat angefangen, die Fächer rauszukloppen (240 Jahre alte Lehmziegel mit dem Hammer zu Staub zerschlagen...) und die Ständer absägen zu lassen. Als das Haus nahezu vollständig in der Luft hing (vereinbart war hingegen abschnittweises Vorgehen...), rief er an und teilte mir mit, dass der Betrieb, in dem er die Träger anfertigen lassen wollte und wo sein Material lagert, Insolvenz angemeldet hat und er weder an das Material kommt noch fertigen lassen kann. Dann kam er mit den Pfostenträgern aus dem Baumarkt an und behauptete, er hätte den Statiker an der Tankstelle getroffen und der hätte gesagt, die wären ok. Da das Haus in der folgenden Nacht schon anfing zu ächzen und zu rumpeln, habe ich mich zähneknirschend auf den Mist eingelassen. Die besprochene Dachpappe wurde dann auch weggelassen, was aber in Anbetracht der Masse an Schrauben im Holz auch nicht mehr so die Rolle spielt... Eine Schräge am Beton war auch vereinbart, ist aber dann nicht ausgeführt worden. Ich habe wie oben geschrieben mit der Schruppglocke eine Schräge dran gemacht. Kann ich auch noch schräger machen. Überhaupt ist der ganze Beton (wie der ganze Rest auch) ein einziges Pfuschwerk und keinesfalls vereinbarungsgemäß ausgeführt... Die Pfostenträger haben den Sinn, sowohl die vertikalen Kräfte, aber auch die horizontalen die Kräfte, die sonst die Fussfette ('Ringanker'...) über den Zapfen aufnimmt, auf den Beton zu übertragen. Wie gesagt, die Ständer haben keinen Kontakt zum Beton. Vielleicht sollte ich mal einen kleinen Hintergrund zu dem Ganzen geben: Das schöne Fachwerk (1779) ist auf der Wetterseite eh schon 1933 'in Klinker aufgegangen' (d.h. kein Fachwerk mehr, da wohl vergammelt gewesen). Die Wetter-abgewandte Seite liegt zum Hang, und der Boden ist über die Jahrzehnte bis Jahrhunderte den Berg runter gerutscht, wodurch die Fussfette dauerhaft in der Erde lag und sich folglich in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Die unteren ~ 15..20 Zentimeter der Ständer waren auch nicht mehr gut. Aufgrund der schon erfolgten 'Missachtung' und Vernichtung eines grossen Teils des Fachwerks und dem Faktum, dass sich der Boden nicht wieder den Berg hoch bewegen wird, habe ich mich entschlossen, keine Original-erhaltende Sanierung mehr vorzunehmen. Mein Plan war eine kosteneffiziente Lösung, die trotzdem 'dem Rest' der Substanz möglichst gute Chancen einräumt. Leider hat aufgrund der unglaublichen Inkompetenz (sowohl sachlich als auch bezüglich Projektmanagement), Geldgier und Vereinbarungsuntreue des 'Sanierers' weder das eine noch das andere geklappt. Vereinbart waren die Betonkonstruktion mit den 'isolierten' Pfostenträgern und sachgerechter Ausmauerung der untersten Gefache für 8,5 kEUR. Als dann alles aufgerissen und abgesägt war, eröffnete er, dass die im Angebot ja nicht enthaltenen 3 Meter Giebelseite (mit eigentlich nur einem tragenden Ständer) zusätzlich 5 kEUR kosten würden (die Front für 8.5k ist knapp 9 Meter mit 7 tragenden Ständern...). Als er dann die Fächer auch noch mit Zement ausmauern wollte, habe ich mich entschlossen, die Fächer selber zu machen. Resultat: eine Preisreduzierung auf 12 kEUR. Dass kaum was so ausgeführt wurde, wie vereinbart, hatte keinerlei Einfluss auf den Preis, da es ja "trotzdem irgendwie geht". Du kannst bestimmt nachvollziehen, dass ich mich völlig verar...t fühle. Leider wurde nichts schriftlich vereinbart, und eine Rechnung habe ich bisher auch noch nicht. Üblerweise scheint heute auf dem Bau nichts ohne Vorkasse zu laufen (jedenfalls sobald der Kunde in eine Situation gebracht ist, dass er nicht mehr zurück kann), und so ist der Betrag auch schon bezahlt. beste Grüsse eines ziemlich frustrierten 'Bauherrn'! Phil PS: Danke für den Tipp mit den Fugen auskratzen und der Jute! Wenn mein bisheriger Versuch abfällt, werde ich es so machen.

Lehmziegel verputzen...

Schichtdicke Lehmputz?

24.07.2021, Guten Morgen! Gibt es denn hier niemanden, der seine Gefache mit Lehm verputzt hat?? Naja, hier ein kleiner Zwischenbericht von mir: Einfach so eine Schicht geht nicht. Wahrscheinlich hängt das primär aber weniger mit der Schichtdicke zusammen, sondern damit, dass die 250 Jahre getrockneten Lehmziegel die Feuchte viel zu schnell aus dem Putz saugen und dann wohl wegen des schnellen starken Schwindens die Verbindung zwischen Ziegeln und Putz flöten geht. Ich habe sie zwar schon in mehreren Durchgängen kräftig angefeuchtet, aber das reicht wohl nicht. Am besten geht es noch bei den Fächern, die ich frisch aufgemauert habe. Dabei hatte ich ja jeden Ziegel in Wasser getaucht, deswegen ist das Gemäuer etwas feuchter. Ich versuche es jetzt mit schichtweise Aufputzen. Berichte folgen... beste Grüsse! Phil
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