Übersicht der Kommentare von tutnichtszursache im Fachwerkhausforum.

Alle 31 Kommentare von tutnichtszursache

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"nicht tragend aber aussteifend"

Balkenverbindung für BSH Leimbinder

08.11.2022, ...könnte auch bedeuten, dass die Wand zwar nicht die Decke bzw. Deckenlast trägt, aber die Seitenwand am Knicken hindert. Dazu braucht es eine (Wand-)Scheibe oder eine entsprechend wirkende Konstruktion (die fest mit der eigentlichen Wand verbunden ist und sowohl Zug als auch Druckkräfte aufnehmen kann - es kann ja nach beiden Seiten knicken). Das müsste sich dann wirklich ein Statiker mal ansehen... (Viel Glück dabei, einen für so einen kleinen Auftrag zu finden.) Frohes Schaffen!

Überwintern

Fachwerkhaus mit Wasserschaden durch defektes Dach

04.11.2022, Ein Trockenwohnen über den Winter kenne ich nur bei Arbeiten mit Kalkmörteln (insbesondere Kalkputz). Da haben arme Schlucker in frisch verputzten Häusern überwintert, mussten ordentlich heizen und haben auf diese Weise durch ihren CO2-Ausstoß (Atmen) die Kalkhärtung beschleunigt und durch das Heizen das Abtrocknen der Wände vorangebracht. Im Frühjahr zog dann der Bauherr ein. Alternativ dazu soll schon mal der ein oder andere Koksofen auf der Baustelle angezündet worden sein, um ebenfalls CO2 und Wärme zu produzieren... Ohne Heizung ist der natürliche Trocknungseffekt im Winter freilich eher gering (vergleichbar mit Trocknung von Wäsche auf der Leine). Warme Luft (Sommer) nimmt ja mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Da hilft es auch nicht viel, dass bei günstigem Winterwetter die relative Luftfeuchte draußen geringer ist. Ohne Heizung wird also nicht viel trocknen. Aber immer noch mehr, als wenn das Gebäude (kalt und) dicht ist. Frohes Schaffen!

(nur so ein Gedanke)

Fensterfuge 3cm - 4cm zum Balken wie schließen?

14.10.2022, ...wenn man stopfen will: 1. eine Seite zumachen - also z. B. ein Brett anschrauben oder ggf. auch nur klemmen 2. dann von der anderen Seite "gegen das Brett" stopfen und ein Fensterdichtband (innen) bzw. ein Stück Unterspannbahn (außen) kleben/befestigen 3. dann das Brett aus Schritt 1 entfernen und das Werk vollenden (Fensterdichtband bzw. Unterspannbahn). (Hanf "quillt" ja nicht, wenn er erstmal in Form gestopft wurde) ...wenn man mit Platten arbeitet 1. sich ein Passtück mit ein wenig "Luft" fertigen, dieses zunächst mit Klötzchen o. Ä. verkeilen und dann die Ränder ausstopfen oder 2. sich zwei Keile in der richtigen Länge (= Fensterhöhe) schneiden (Schräge der Keile: gering), einen von der Innenseite und einen von der Außenseite mit mäßiger Kraft eintreiben und den Überstand bündig abschneiden. (dann die Dichtbänder bzw. Unterspannbahn wie oben) Frohes Schaffen!

Sinn und Unsinn

risse in bruchsteinmauerwerk

19.05.2022, Vorhandene Bausubstanz zu retten ist mindestens ehrenhaft, meistens sogar sinnvoll. Auf den Bildern sehe ich aber keine vorhandene Bausubstanz mehr, zumal auch größere Steine gerissen sind. Genau die geben der gesamten Mauer aber Halt. Das sind jetzt nurmehr Ruinenmauern, die wohl noch aus Gewohnheit (sich selbst) halten. Will sagen: Wenn Sie vor Ort einen fähigen Handwerker finden, mag dieser aus den Steinen eine neue, dann wieder brauchbare Wand setzen. Frohes Schaffen! P.S.: Was sagen die örtlichen Bauvorschriften? Darf man da einfach wieder was aufbauen? Besser vorher prüfen und schriftlich bestätigen lassen!

Laienhaftes Testen

Ist der Balken noch zu retten?

12.05.2022, - Balken abklopfen (bester Fall: überall gleicher Klang) - Schraubenziehertest (der Zimmermann nimmt einen Latthammer): Mit ordentlich Kraft/Wucht in den Balken stechen. Man sollte nicht über den äußersten Rand (ca. 1-2 cm) hinauskommen. Den Test sollte man natürlich dort ansetzen, wo die Klopfprobe eine Schwachstelle vermuten lässt. - Holzfeuchte-Messgerät kann nicht schaden - wer Muße hat, bearbeitet den Balken äußerlich mit Bürsten und/oder Geräten "gutes Ergebnis": unter einer äußerlichen Patina kommen einige Fraßgänge (1-2 cm Tiefe) zutage, gefolgt von Kernholz. "schlechtes Ergebnis": der Schraubenzieher verschwindet bis Anschlag, in der tief gehenden "Fraßzone" liegt ein Fraßgang neben dem anderen und ein tieferliegender (Rest-)Kern kann nur vermutet werden. Tatsächlich ist es übrigens so, dass die fiesen Käferlein das äußere Splintholz viel lieber "benagen" als das härtere Kernholz. Frohes Schaffen!

Denkfehler?

Beton ohne Bewehrung? Oder gehts auch ohne Beton?

10.12.2021, "Legt man die Folie unter den Rohboden/Unterbeton (was ich bevorzuge), kann sogar eine Unterkonstruktion für einen weiteren Bodenaufbau in dem Beton verdübelt werden, weil der Beton selbst schon "im Trockenen" liegt." Damit würde die dichtende Bahn - also nicht nur die das Weglaufen des Betons während des Einbaus hindernde Behelfsschicht - zwischen Untergrund (Schotter) und Unterbeton liegen. Was dann wieder zur Überlegung führt, was - selbst bei schonendem Einbau [Filzpantoffeln statt Gummistiefel?] - Eigen- und Verkehrslast mit der Dichtbahn über die Jahre machen... (Relativiert sich natürlich, falls man als Untergrund Sand hat und als Dichtbahn eine Elefantenhaut nimmt.) Frohe Adventszeit an alle (Bau-)Schaffenden!

the devil is in the details

Beton ohne Bewehrung? Oder gehts auch ohne Beton?

09.12.2021, Die Funktion des Schotters ist zutreffend. Manche weisen ihm eine (zusätzliche) Dämmfunktion zu und nehmen dann Glasschaumschotter. Ist aber in aller Regel unwirtschaftlich und nicht zu empfehlen (Herr Böttcher legt das gut dar). Auch die Folie und ihre Verklebung an der Seite (hochziehen bis Oberkante Fertigfußboden) ist erkannt. Nächste Überlegung: Was macht der Schotter mit der Folie, wenn von oben Last wirkt? Deshalb bringt man zwischen Schotter und Folie üblicherweise eine erste Beton-/Estrich-Schicht, auf der die Folie dann (lage- und durchdringungs)sicher ruht. Den Schotter brauchen Sie übrigens nur, wenn nennenswert mit kapillar aufsteigendem Wasser zu rechnen ist. Sonst können sie die Folie auch direkt auf geeigneten Untergrund legen. Damit hätten Sie den ersten Teil der Antwort: ob Sie diese (erste) Beton-/Estrichschicht brauchen. "Nach oben" stellen sich dann die Aufgaben der Wärmedämmung und eines tragfähigen Untergrundes für den Fußbodenbelag. Das geht mit und ohne (weiteren) Estrich. Frohes Schaffen! (Anmerkung: Sie brauchen für jede Beton-/Estrichschicht etwas, was während des Betonierens ein "Herunterlaufen" in drunterliegende Schichten verhindert. Das kann eine weitere Folie oder ein Baupapier sein (über Schotter) oder Dämmplatten, deren Fugen abgeklebt sind. Dies ist quasi ein "Wegwerfartikel" und hat nach dem Einbau keine weitere Funktion. Deshalb kann diese Folie auch ruhig später durchscheuern.)

Was dient wofür?

Beton ohne Bewehrung? Oder gehts auch ohne Beton?

08.12.2021, Schotter - Folie - Estrich: Was sollen diese Schichten? (Ernstgemeinte Frage! Dann erschließt sich auch, ob sie eine Schicht weglassen oder ersetzen können) => Lesestoff => Sondersammlung Böttcher => Decken und Fußböden => Teil 1 Fußböden über Erdreich (ohne Keller) (kleiner Tip: das ohne Estrich kann funktionieren. Das mit einer verklebten Folie auf Schotter eher nicht)

Funktion und Fehlfunktion

Sandstein und Zementputz ...funktioniert scheinbar doch ab und zu..

26.10.2021, Zementmörtel hat nach meinem Kenntnisstand auf weicheren Untergründen das Problem einer zu hohen Festigkeit und Verbindung. Das ist erstmal unauffällig - bis natürliche bzw. nutzungsbedingte Ausdehnungsvorgänge die Verbindung von Putz und Mauer auf die Probe stellen. Im Extremfall einer sonnenbeschienenen Fassade ggf. mehrfach täglich. Der harte Mörtel als starre Scheibe dehnt sich dann anders aus als der Untergrund und reißt eben die paar Millimeter Wandoberfläche mit ab, in die er sich verkrallt hat. Der gutmütigere Kalkmörtel würde bei selber Belastung die Dehnung länger mitmachen und allenfalls reißen, jedenfalls aber die Mauersteine nicht schädigen. In Deiner Scheune lag wohl ein günstiges Klima vor, so dass sich die Mauer wenig, langsam und/oder selten "strecken" musste. Deshalb kam es "noch nicht" zum Auftreten des vorgenannten Problems. Eigentlich schön, aber jetzt halt blöd beim Abriß. Frohes Schaffen!

Schaun mer mal, da sehmer scho

Vollverkleidetes Haus aus 1898 befreien

08.10.2021, (wie ein erfolgreicher Fußballmagnat geäußert haben soll) Angesichts der doofen Witterungssituation diesen Sommer dürften aktuelle Feuchtemessungen nicht wirklich aussagekräftig sein. Dazu kommt, dass selbst anerkannt schadensträchtige Konstruktionen (Glaswolle hinter Gipskarton auf Fachwerk) MANCHMAL doch funktionieren. Hängt wohl so ein bisschen davon ab, wie Mikroklima und Nutzerverhalten mitspielen. Mein Rat wäre also, (für kleines Geld) viel zu messen und zu beobachten: Digitale Temperatur-/Luftfeuchtemessgeräte in jedes Zimmer (billig im Dutzend kaufen, exakte Messung ist nicht nötig), penibel auf (mehrfach tägliche, kurze Stoß- und Quer-)Lüftung in der kommenden Heizsaison achten und Messwerte aufschreiben. Setzt natürlich einen halbwegs trockenen Winter voraus (Schnee und Kälte gut, Schneeregen mies...). Im besten Fall verzeichnen Sie langsam, aber stetig fallende Werte und am Ende des Winters pendelt sich alles irgendwie zwischen 40-50% Luftfeuchte ein. Wenn Sie jetzt noch mit einem (billigen) Infrarotthermometer auch die Wandtemperaturen der "üblichen Verdächtigen" (Hausecken, Fensterlaibungen etc.) dokumentieren, gewinnen Sie einen guten Überblick über die wahrscheinlichen Probleme des Hauses. Das hilft dann auch, mit begrenzten finanziellen Mitteln die besten Effekte zu erzielen. Frohes Schaffen!