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Alle 6 Kommentare von Baubiologisches Büro Dr. Eiserhardt

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Mängelnachweis erforderlich

Mäusekot hinter Holzvertäfelung im Spitzdach

07.05.2006, Sehr geehrter Herr Gröger, der Vermieter ist zwar zuständig für die Beseitigung eines objektiven Mangels an der Mietsache, nicht aber für ursächlich ungeklärte Befindensstörungen seiner Mieter. Dies bedeutet, dass Sie zumindest einen Anfangsverdacht konkretisieren müssen. Vermutungen reichen leider nicht aus. In vielen Fällen sind die Vermieter kooperativ, weil die Zufriedenheit des Mieters für den Bestand des Mietverhältnisses sehr wichtig ist. Solche verständigen Vermieter sind oft mit einer Teilung der Inspektionskosten einverstanden und übernhemen die Kosten in voller Höhe, wenn dabei ein objektiver Mangel festgestellt wird. Sprechen Sie also Ihren Vermieter vertrauensvoll an. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist allerdings, wer die Holzverkleidung zu vertreten hat, Sie - oder Ihr Vermieter. Die von Ihnen geschilderten Symptome sind ernst. Sie könnten durchaus Hinweis auf chemische Verunreinigungen der Raumluft sein (Holzschutzmittel und/oder Formaldehyd). Hierfür spricht die Verstärkung im Sommer (durch Thermodesorption). Viel Erfolg Freundliche Grüße aus Hamburg. Baubiologisches Büro Dr. Klaus H. Eiserhardt 22399 Hamburg www.GuteOrte.de Telefonische Beratung kostenlos
13.02.2006, Die Reihenfolge muß stimmen. (1) Vorhandenen Schimmel mit Peroxycarbonsäure entfernen. Die Säure ist das Lockmittel, der Aktiv-Sauerstoff die tödliche Waffe. (2) Feinreinigung der Wohnung (HEPA/K1 Sauger, Staubbindetücher usw.) (3) Ursachen ggfs. erhöhter Baufeuchte suchen und beseitigen. (4) Schaffung eines baustofflich alkalischen Milieus. (5) Innenraumquellen beseitigen (geeignetes Müll- und Vorratsmanagement, Blumentopf-Erde tauschen, Verzicht auf Hydrokulturen, usw.) (6) Angemessenes Raumklima einstellen (Temperatur, Luftfeuchte, Luftwechselraten optimieren) Wenn bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen von Bewohnern gegeben sind, sollte zunächst (vor der Beseitigung und Sanierung) ein spezifisches Luftkeimprotokoll erstellt werden - damit der Umweltmediziner weiß, mit welchen biogenen Störfaktoren sein Patient vergesellschaftet war. Weitere Informationen gern über mein Büro. Baubiologisches Büro Dr. Eiserhardt Am Bronzehügel 86 D-22399 Hamburg Tel.: 040-6062953 www.GuteOrte.de
12.02.2006, Ich möchte Ihnen noch eine klare Handlungsanweisung nachreichen. (1) Holen Sie ein baugrundgeologisches Gutachten ein. Das gibt es bereits ab 200 Euro. (2) Wenn das Gutachten ergibt, dass die Kellersohle das ganze Jahr über weder von Grund- noch von Stauwasser erreicht wird und auch kein drückendes Wasser gegen eine Kellerwand gerichtet ist, dann graben Sie auf und schaffen Sie eine neue "Perimeterdämmung". Bei saisonal seitlich drückendem Wasser benötigen Sie zusätzlich eine leistungsfähige Drainage. Bei saisonalem Grund-oder Stauwasserkontakt der Kellersohle müssen Sie die aufsteigende Feuchte in den Kellerwänden durch horizontales Eintreiben von Sperrflächen unterbinden (Edelstahlbleche, Injektagen). Perimeterdämmung bekommen Sie in Eigenleistung hin. Alles andere über Fachbetrieb. Glück auf! Baubiologisches Büro Dr. Eiserhardt D-22399 Hamburg 040-6062953 www.GuteOrte.de
12.02.2006, Hier möchte ich noch zwei wichtige Hinweise nachreichen. (1) Schimmelpilze kommen mit alkalischen Baustoffen nicht zurecht. Beispiele: Silikatfarben, Kalziumsilikat-Dämmplatte. (2) Eine moderne Schimmelbeseitigungsstrategie nutzt Peroxycarbonsäuren. Schimmelpilze sehen Fruchtsäuren als Nahrung an und öffnen in diesem Milieu Ihre Zellmembran. Wenn die Fruchtsäuren zugleich kleine Mengen von Sauerstoffperoxyd enthalten, wird dieses in das Zellinnere mit eingeschleust. Nach 20 Minuten ist der Schimmelpilz sterilisiert. Peroxycarbonsäuren haben den großen Vorteil der Ungiftigkeit für Mensch und Tier. Weitere Informationen gern über mein Büro. Baubiologisches Büro Dr. Eiserhardt D-22399 Hamburg, 040-6062953 www.GuteOrte.de

PCP Verbot 1989

OKAL-Haus Renovierung

12.02.2006, Sie irren sich. PCP wurde erst 1989 verboten. In vielen Fertighäusern haben Sie überdies mit Formaldehyd zu rechnen. Emissionsspitzen treten bei sommerlichen Temperaturen auf (Thermodesorption). An Ihrer Stelle würde ich eine sVOC-Raumluftanalytik aus Hausstaub erstellen lassen und separat die Formaldehyd-Belastung abklären (z.B. über Draeger-Test). Dafür zahlen Sie keine 200 Euro und können nach dem Ergebnis Ihren Renovierungsaufwand ausrichten. Viel Erfolg! Baubiologisches Büro Dr. Eiserhardt D-22399 Hamburg www.GuteOrte.de

Kalziumsilikatplatten

Außenwand Rotsandstein Innen dämmen

12.02.2006, sind hoch wärmedämmend, diffusionsoffen, sehr schimmelresistent und im Grunde die einzige bauphysikalisch und baubiologisch befriedigende Innendämmung. Thermische Aktivierung über Fußleistenheizung ist möglich. Baubiologisches Büro Dr. Klaus H. Eiserhardt Am Bronzehügel 86 D-22399 Hamburg
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