Übersicht der Kommentare von Ing.-Büro Dipl.-Ing. Peter Schminder im Fachwerkhausforum.

Alle 6 Kommentare von Ing.-Büro Dipl.-Ing. Peter Schminder

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Bio-Clina-Matten

Wandheizung Bio clina

19.01.2004, Guten Tag Herr Procopius, ich habe dieses System in meinem Haus eingebaut. Ich verwende die Matten als Fußbodenheizung, als Deckenstrahlungsheizung und als Luftkollektor unterhalb der Dachziegel. Die angesprochenen Probleme hinsichtlich der Trennung von der Heizung ist richtig und doch nicht ganz vollständig. Das Bio-Clina-System ist ein O2-offenes System, d.h. alle Metallteile die mit dem Wasser aus dem System in Berührung kommen müssen aus Edelstahl sein. Das ist technisch kein Problem, man muss es nur wissen. Weiterhin muss man die Heizflächen richtig bestimmen. Daraus ergeben sich dann die Vor- und Rücklauftemperaturen. Flächenheizungen kommen mit geringen Vor- und Rücklauftemperaturen aus. Die Bio-Clina-Matten lege ich mit ca. 35° C Vorlauf aus und mit ca. 31° C Rücklauf aus. Wenn im System nun ein anderer Heizkörper eingebunden werden soll, der höhere Temperaturen benötigt, muss das Bio-Clina-Mattensystem einen separaten Heizkreis erhalten. Das ist technisch kein Problem, aber es kostet auch etwas mehr. Das System ist im übrigen seit einigen Jahren auf dem Markt (mehr als 10 Jahre). Anfänglich wurde es für Kühldeckensysteme eingesetzt. Als Referenz kann im übrigen der Reichstag herhalten. Für Sanierungszwecke gibt es seit einem halben Jahr Lehmwandheizelemente. Bei diesem System sind die Heizmatten schon auf einer Platte vormontiert, die nach der Installation mit einem Lehmputz und bei Wunsch mit einem Metallgitter (Strahlenschutz) versehen werden. Diese Platten eignen sich gut für Sanierungsvorhaben, bei denen Trockenbauarbeiten anstehen. Mit freundlichen Grüßen Peter Schminder

Deckenaufbau

Holzbalkenboden - Schall- und Wärmeisolierung?

18.01.2004, Guten Tag, um den notwendigen Schallschutz zu erzielen, sind einige umfangreiche Arbeiten nötig. Da die Balken direkt mit dem statischen System verbunden sind, wird auch der gesamte Trittschall und andere Geräusche über das statische System (Außenwände, tragende Innenwände, Stützen usw.) im ganzen Haus verteilt. Daher müssen die Balken weitestgehend entkoppelt werden. Das kann z.B. mit folgendem Aufbau realisiert werden (von unten nach oben): - GK-Decke im Raum darunter - Federbügel an Balken - Mineralwolle zwischen den Balken und seitlich an den Balken 80 mm (auch Lehm möglich, aber wie schon in den anderen Beiträgen gesagt, die höheren Lasten beachten) - Deckenbalken - ev. notwendiger Höhenausgleich auf den Balken - Spanplatte V20, 28 mm - Trittschalldämmung 28/25 mm (ev. auch 22/20 mm möglich) - Spanplatte V100G, 22 mm - gewünschter Bodenbelag mit dem systembedingten Aufbau, schwimmende Verlegung. Dieser Vorschlag ist natürlich von den konkreten Bedingen, wie möglichen Aufbauhöhen usw. im entsprechenden Obergeschoss abhängig. Das alte Dämmmaterial sollte ausgetauscht werden, da die Dämmeigenschaften dieser Stoffen bei weitem hinter den heute üblichen Materialeigenschaften liegen. Einen großen Teil der Arbeiten am Deckenaufbau kann durch Eigenleistung realisiert werden, damit können die Kosten in überschaubare Größen gehalten werden.

Dachisolierung

Dachisolierung

20.08.2003, Die Wahl des richtigen Dämmstoffes hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtig dabei ist der notwendige errechnete Wärmeschutz und der daraus resultierenden Wärmeleitgruppe. In der Regel besitzen die natürlichen Dämmstoffe eine WLG ab 040. Das wird oft auch ausreichen. Ein weitere Punkt sind die Materialkosten. Seit Mitte Juli 2003 gibt es die Förderung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (siehe unter Internet: www.fnr.de, Email: info(at)fnr.de). Die angesprochenen 40,00 €/m³ gelten aber nur für Dämmstoffe der Kategorie I. Die Dämmstoffe die in Kategorie II eingestuft wurden, werden nur mit 30,00 €/m³ gefördert. Nur Dämmstoffe die in Liste der im Rahmen des Markteinführungsprogramms "Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" förderfähigen Dämmstoffen" (Förderliste-Dämmstoffe) aufgenommen wurden werden gefördert! Hier muss nachgesehen werden, ob der ausgesuchte Dämmstoff auch gefördert wird. Die Auswahl richtet sich also nach den technischen, örtlichen und den finanziellen Bedingungen. Mineral- oder Steinwolle sind wohl die geläufigsten Dämmstoffe. MfG. Peter Schminder

Holzfarbe oder Holzlasur

Für Fensterläden: Holzfarbe oder Holzlasur?

20.08.2003, Lasuren sind in der Regel lösungsmittelarme, wasserverdünnbare Kunstoffdispersionen mit transparenten oder farbigen Pigmenten. Daneben gibt es auch Naturharzlasuren auf Basis natürlicher Öle. Ihre Anwendung ist aber eingeschränkt. Eine Lasur kann das Holz langfristig gegen die Witterungseinflüsse schützen, wenn sie richtig aufgetragen wird. Empfohlen wird als erster Arbeitsgang das Abschleifen der alten Farbe wenn vorhanden. Der Schleifstaub muss natürlich nach jedem Schleifgang beseitigt werden. Dann können kleine Löcher und Schadstellen ausgebessert werden. Anschließend wird das Holz mit einem Schwamm angefeuchtet, es darf aber nicht tropfen. Danach erfolgt ein Feinschliff. Der erste Anstrich ist eine wasserverdünnte Dünnschichtlasur für außen mit hoher alterungs-, UV- und Wasserbeständigkeit, ohne Bläueschutz, jedoch Fungizid, lichtecht und er sollte frei von PCP und Lindan sein. Nach dem Abtrocknen und Anschleifen kann dann die wasserverdünnte Dickschichtlasur für außen aufgetragen werden. Sie sollte auch eine hohe alterungs-, UV- und Wasserbeständigkeit aufweisen und wetterbeständig sein. MfG.Peter Schminder

Gerüche

Gerüche im Altbau

29.04.2003, Erst einmal Lüften. Dann müsste der Geruch verfliegen. Bleibt der Geruch bestehen, sollte die Wände untersucht werden. Sind die Wände trocken oder sind sie durchfeuchtet? Der Geruch kanne auch von aufsteigender Feuchtigkeit in den Wänden stammen.

Wandheizung im Fachwerk

Wandheizung im Fachwerk

29.04.2003, Die bisherigen Angaben zum Wandaufbau sind leider etwas ungenau. Generell gibt es einige Wandheizungssysteme, die eingesetzt werden könnten. Dabei sind aber einige Dinge zu beachten. Neben der schon angesprochenen Winddichtheit ist sicher das Erscheinungsbild wichtig. Wenn das Fachwerk auch im Fußbereich (Schwelle) sichtbar ist und bleiben soll, ist eine verdeckte Rohrführung für den Vor- und Rücklauf wahrscheinlich kaum machbar. Dann kann die Wandheizung aus dem Budget gestrichen werden. Es ist ein weiterer Punkt zu beachten. Dort wo eine Wandheizung eingebaut wurde, kann kein Schrank, Bild oder Ähnliches an oder vor die Wand gebracht werden. Ansonsten ist die Heizfläche wirkungslos. Daher ist eine Kombination von Fußboden- und Wandheizung recht sinnvoll. Sollten dennoch all diese Schwierigkeiten überwunden sein, kann z.B. eine Heizmatte von Bio-clina (http://www.heizmatte.de) eingesetzt werden. Hier sollte ein Heizungsbauunternehmen zwecks Planung und Ausführung beauftragt werden. Weiterhin kann eine fertige Platte mit integrierter Heizung vorgesehen werden. Die Firma lehm Tec (http://www.lehmtec.de/) bietet unter anderen ein solches System an. Es gibt auch in Berlin einen Künstler, der eine Heizwandplatte herstellt. Die Oberfläche wird künstlerisch gestaltet. Die Wand kann wie ein Bild an die vorhandene Wand angebracht werden. Gruß aus Hönow
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