Übersicht der Kommentare von chrissy im Fachwerkhausforum.

Alle 40 Kommentare von chrissy

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Fachwerk-Bauernhaus verbaut oder noch zu retten?

24.09.2011, Ich kann damit auch nichts anfangen, ist aber bauphysikalisch anerkannte Regel der Technik.

Fachwerk-Bauernhaus verbaut oder noch zu retten?

24.09.2011, mein abschließender Rat an den Bauherren: einen Architekten, der sich auf Altbaumodernisierung spezialisiert hat hinzuziehen, weil für Ihr Problem eine Besichtigung und Abwägung von Alternativen nötig wäre. Ausserdem müsste die Fachwerksubstanz irgendwie eingeschätzt werden, soweit das möglich ist. Lediglich bei massivem Hintermauerwerk ist die Dämmung zwischen den Schalen möglich. Innendämmung bei Fachwerk gibt es auch, dann lt. Regeln der Technik Dampfsperre und darauf Polystyrol. Dann hat man den Plastiktüten-Effekt. Oder seit neuestem Silikatplatten, da gibt es jedoch noch nicht ausreichende Erfahrungsberichte. Meine Meinung ist: wenn man ein Fachwerkhaus hat, muss man mit den Nachteilen leben. Viele Grüße

Fachwerk-Bauernhaus verbaut oder noch zu retten?

24.09.2011, eines steht fest: Sie wollen mich unbedingt ärgern. Das mein Zitat wohl der Wahrheit entspricht, ist wohl anhand der vielen alten Bausubstanz nicht verwunderlich. Nicht der Fachliteratur entnommen, sondern persönliche Beobachtung und Erfahrung mit alter Bausubstanz. Viele Grüße aus Goslar

Fachwerk-Bauernhaus verbaut oder noch zu retten?

24.09.2011, wieso soll das falsch sein? Niedrigenergiehaus und historisches Fachwerk ist ein Widerspruch in sich. Und über das, was bei NE-Häusern falsch läuft, spricht die Fachliteratur Bände, und damit meine ich nicht die Käsebblättchen, die man in jedem Buchladen kaufen kann.

Fachwerk-Bauernhaus verbaut oder noch zu retten?

24.09.2011, Hallo, generell sollte man keinem alten Haus neue Bauweisen aufzwingen. Ich weiss nicht, was das soll: Haus-im-Haus, außen Klinker ... ich würde mal sagen, dass der Hausbesitzer feststellen musste, dass seine Ideen ins Leere führen und nun das Objekt wegen der hohen Kosten und Risiken los werden will. Aus einem alten Fachwerkhaus ein Niedrigenergiehaus zu machen, das sind so die Werbeansagen der Dämmindustrie vor denen ich nur warnen kann, denn damit macht man die Wohnqualität eines Fachwerkhauses zunichte, ganz zu schweigen von den bauphysikalischen Risiken. Ich möchte nicht in einem Niedrigenergiehaus wohnen, das ist wie wohnen in der Plastiktüte mit Schimmel-und Sporen-Zugewinn. Ehrlich gesagt, mir stehen da die Haare zu Berge, tut mir leid, ist nicht bös gemeint. Aber dieses Objekt ist verpfuscht, und zwar von vorn bis hinten. Viele Grüße

Horizonatlsperre

Innenwände unregelmässig nass

24.09.2011, Hallo, bei den meisten alten Häusern fehlen die Horizonatlsperren oder sind verrottet. Diese sollen verhindern, dass Kapillarfeuchtigkeit aus dem Erdreich die Wände hochzieht. Weiterhin sollte der Sockel ausserhalb von einer "kapillar-brechenden Schicht" umgeben sein (grober Kies), bis zum Fundament hinunter. Da gibt es in Fachbüchern und DIN Normen Zeichnungen, die einem das genau erklären. Weiterhin sollte geprüft werden, ob die Abdichtungsanstriche am Sockel und unterhalb noch intakt sind. Also: Sie sollten den Sockelbereich aufmachen und sich ansehen, was da los ist, ausserden nachsehen, ob drückendes Wasser vorhanden ist. Viele Grüße

Statiker

Stemmarbeiten im Porenbeton (Ytong) bei tragenden Außenwänden

15.08.2011, Hallo, einen Statiker würde ich zur Besichtigung einladen, bevor man etwas unterlässt. Mit zuschmieren allein ist es bei der Tiefe der Schlitze, wo ich annehme, dass es horizontale und vertikale sind, nicht getan. Schlimm ist es schon, den Presslufthammer verwendet zu haben. Soweit ich mich erinnern kann, ist das nicht erlaubt. Hier, zur Bestätigung ein Link: http://www.dgfm.de/pdf-dateien/MB_Schlitze.pdf Nachträgliches Herstellen von Schlitzen allenfalls mit einer Fräse, da sonst das Mauerwerksgefüge beeinträchtigt wird.

ja, auf jeden fall ;-)

Bachlorarbeit Fachwerksanierung

15.08.2011, ja, von Ottfried Rau, hat jeder Architekt neben dem Neufert stehen ;-) es gibt so gewisse Grundlagenliteratur, mehr braucht man eigentlich gar nicht. lg christina

Horizontalsperre

Fussboden / Kellergewölbe

15.08.2011, was heißt nachbeten, zB in der Fachliteratur für Bauten der Gründerzeit (also vor ca. 100 Jahren), hat man schon von der Horizontalsperre gewusst. Die Sockel hat man mit Teer behandelt, da braucht man sich nur die Zeichnungen ansehen. Natürlich, wenn man den Keller nur zur Lagerung von Obst und Kartoffeln oder Kohle nutzt, dann braucht man diese nicht. Dann muss man aber auch Abstriche bei der "Staubtrockenheit" machen. da unsere Ansprüche an Gebäude und Keller aber gestiegen sind, muss man sich um die Horizontale Isolierung auch Gedanken machen. Übrigens sind die alten Klamotten auch in DIN Normen hinterlegt. Ich weiß nicht, was an alt hergebrachtem Wissen falsch ist. Gebaut wird in unserem Kulturkreis seit über 1000 Jahren und mir scheint es, dass die damalige Organisation des Bauens nachhaltiger war, als es heute ist, siehe Stahlbetonbau. Natürlich ist die Horizontalsperre nicht DIE Lösung allein, aber Grundlagen zu wissen, ist schon wichtig. Andere Komponenten müssen auch stimmen, zB die Wahl von Putzen und Anstrichen. Wir hier können ja nur Grundlagen nennen, weil es ohne Begehung witzlos ist, eine Analyse von Bauschäden zu machen.

deswegen habe ich Dir meine Sicht geschrieben.

Bachlorarbeit Fachwerksanierung

14.08.2011, HI Christina, In meiner Diplom-Arbeit damals musste ich auch Wärmeschutzberechnungen machen. Eigentlich ist es immer das gleiche, nur die Gesetze ändern sich. Ich würde Dir auch empfehlen, damit Dich der Prof. nicht kalt erwischen kann, erst einmal die Energieeinsparverordnung (EnEV) und DIN 4108 zu lesen, daraus ergibt sich dann die Arbeit wie von selbst. In dem Buch "Der Altbau" werden die Dämmmöglichkeiten auch betrachtet. Es ist immer so, dass der erste Gedanke meistens in die richtige Richtung zeigt, dann verzettelt man sich und kehrt zum Schluss zum Anfang zurück. Das geht allen so. Ich drücke Dir die Daumen! Lg Christina