Übersicht der Kommentare von FassadenGrün im Fachwerkhausforum.

Alle 10 Kommentare von FassadenGrün

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Rosen und Dachrinnen

22.02.2005, ...bei Kletterrosen sehe ich das Problem höchstens in der Sprengwirkung, wenn sie mit ihrem Dickenwachstum dann in den Ritzen und Spalten Teile zerdrücken oder abdrücken. Auf der Internetseite unter "Allerlei" habe ich eine gesonderte Seite zu Bauschäden mit Fotos zum Thema. besten Gruß von Sven!

Höhenbegrenzung

efeu begrenzen

09.12.2003, Hallo, einen waagerechten Vorsprung, eine Art langen Sims usw. mag er nicht, kommt schlecht über die Krümmung im Wandverlauf hinüber, die Triebe gleiten dann nach vorne ab, haben das Gefühl, wie am Wald an alten Baumriesen oben angekommen zu sein und fangen an, die Altersform mit Früchten und dreieckigeren Blättern auszubilden. Aber so einen Sims nachträglich anzubringen dürfte nicht ganz einfach sein....

Weinreben an Fachwerk

Begrünung nur an Putzfassaden? Was ist mit Holzfassade?

13.10.2003, Hallo, also Weinreben an Fachwerk, da komme ich ja gleich ins Schwärmen, das kann ich natürlich auch nur empfehlen, der größte Teil meiner 20 Fotos bei Fachwerk.de widmet sich diesem Thema. Aber direkt vor einem Massiv-Holzhaus - na gut, wenn die Balken vom Fachwerk das mitmachen, warum nicht auch eine massive Holzwand? Zunächst hätte ich an ein noch luftigeres Blätterkleid wie eben Clematis gedacht... Hinzu kommt bei Wein: Um ein Kilo Trockenmasse zu bilden (also ca. 10 kg Trauben), muß der Rebstock sage und schreibe 500 Liter Wasser aus dem Boden ziehen und verdunsten! Vielleicht war der Hausweinstock früher auch eine Art Trockenlegung für unsere Altvorderen?

Bauschäden durch Begrünung

Begrünung nur an Putzfassaden? Was ist mit Holzfassade?

13.10.2003, Hallo, das sind natürlich rundum furchtbar emotionale Themen.... Ich weiß es schlichtweg auch nicht 100%-ig, aber meine paar Kenntnisse der Bauphysik vom Studium her und meine eigenen Erfahrungen mit Holz im Garten lassen mich die Sache so sehen. Mit Holzpilzen und Co. ist echt nicht zu spaßen! Sehe dieser Tage gerade zu, wie die von ca. 6 Jahren sorgfältig um den großen Sandkasten eingebaute Palisadenreihe von reinem, unbehandelten Naturholz aus dem Stadtwald, Holzarten bunt gemischt, sich langsam verabschiedet, allerorten fault und bricht, Schwefelporlinge daneben auf der Wiese als Anzeichen des Pilzbefalls usw.. Hätte ich damals von Robinie gewußt, hätte ich es gleich damit gemacht! Bei einem Haus ist das im nachhinein natürlich noch schwerer zu korrigieren. Bei Eiche, nach DIN Resistenzklasse 2 (Robinie 1-2, Teak 1, Kiefer und Fichte 4-5 glaube ich)würde ich das an der Hausfassade noch nicht als so schlimm einstufen, aber bei Nadelholz.... Näheres zu Robinie auf meiner website www.fassadengruen.de, dann empfehle ich noch ein Bauschadenbuch, daß ich aber selbst auch noch nicht gesehen habe. Als extra Beitrag im Forum, bitte dort gucken, vielleicht kauft es ja mal jemand und kann eine Beurteilung schreiben. Besten Gruß aus Leipzig von Sven Taraba

Begrünung Holzfassade

Begrünung nur an Putzfassaden? Was ist mit Holzfassade?

10.10.2003, Hallo, eine Begrünung als Wetterschutz an einem Holzhaus halte ich für verfehlt. Sie kann meiner Meinung nach dem Holz zwar etwas Schutz bieten gegen Hitze-/Kältespannungen, aber diesen Schutz braucht wohl eher ein Wandputz als eine Reihung von Holzbohlen. Schlagregen wird zwar von einer dichten Grünwand großteils abgewehrt und durch Abtropfung nach unten außen weg von der Wand abgeleitet, aber es kann nicht Hauptsinn der Begrünung sein, das Wasser von der Wand abzuhalten, dafür muß eine ordentliche Schalung / Fugenabdichtung am Holz sorgen. Begrünten Fassaden wird oft eine höhere Lebensdauer eingeräumt, aber ich weiß noch nicht genau, ob dahinter vielleicht manchmal auch ein Wunschdenken der Grünplaner steckt. Wenn langlebiger, dann gilt das auch eher für Putzfassaden wegen der Verminderung der Wärmespannungen und der Farb- und Putzabsandung. Nun gut, bei Holz wird womöglich auch der Ligninabbau in den Holzfasern gebremst durch Abhalten der zerstörerischen UV-Strahlung. Aber - und jetzt kommt der Hammer - alle Begrünungen behindern massiv die Abtrocknung von Bauteilen, auch und gerade nach einem Regen. Und etwas Wasser kommt auch hinter eine dichte immergrüne Laubwand an die Außenhaut, und dann kann es nicht so rasch abtrocknen wie ohne Begrünung. Es kann kapillarmäßig in aller Ruhe in tiefere Zonen des Holzes einziehen, Pilze und Schadtiere anlocken und sein Zerstörungswerk entfalten. Das, was ein Holz kaputtmacht, sind glaube ich die Anzahl der Wechsel zwischen naß und trocken und die Benässungsdauer, und die wäre mehrfach höher als ohne Begrünung. Das gilt ganauso an Metallkonstruktionen, da wird die elektrolytische Korrosion durch eine Begrünung massiv gefördert und beschleunigt. Neulich habe ich mich um einen Auftrag einer Metallzaunbegrünung gebracht, weil ich abraten mußte, ein älterer, nicht verzinkter, nur mehrfach dick gestrichener Stahlrohrzaun, dem man den beginnenden Verfall schon ansah..... Kurz und gut: deshalb mein Tip einer Akzentsetzung, einer wirkungsvollen und kontratsschaffenden Detailbegrünung mit Clematis und ein paar Drahtseilen (oder Draht) nebst Haltern, wegen der Korrosion natürlich in Edelstahl..... Beste Grüße aus Leipzig! Sven taraba

Klimmer an Holzfassaden

Begrünung nur an Putzfassaden? Was ist mit Holzfassade?

26.09.2003, Hallo, Hier habe ich noch ein schönes Bild von einer begrünten Holzfassade, im letzten Urlaub auf Rügen in Middelhagen aufgenommen. Eine reich rotblühende Clematis, leider weíß ich nicht welche Sorte. Aber so ein Farbtupfer auf dem später ja womöglich auch silbergrauem Holz sieht einfach super aus!

Immergrünes für Elfgeschosser

Fassadenbegrünung

26.09.2003, Hallo, das ist eine sehr spezielle und kaum lösbare Aufgabenstellung. Das Problem ist der fehlende Erdkontakt der Pflanzen, sie müssen ja wohl in Kübeln gezogen werden. Und dann so ein Winter wie Anfang 2003, da wird an mehrjährigen Kübelpflanzen so ziemlich alles hinweggerafft, zumindest bei uns in Sachsen mit strengem Kontinentalklima und Frösten bis minus 20 Grad. Meist kriegen es die Leute dann auch nicht hin, immergrüne Pflanzen über den Winter ordentlich zu pflegen. Zum einen sollten die Kübel sehr groß und eingepackt sein in Luftpolsterfolie oder Laubsäcke, wegen der Kältedämmung. Zum anderen muß das Substrat ständig feucht bleiben, die aktiven Blätter verdunsten ja auch im Winter Wasser. Also ab und an etwas gießen, wenn gerade kein Frost ist, schauen, daß sich keine Nässe staut und dann bei Frost zum Platzen des Kübels führen kann. Ist der Kübel zu einem Eisklumpen durchfroren (die Wurzeln und die Pflanze sind dann nicht automatisch tot!), in frostfreien Perioden auftauen, also Dämmung mal abmachen. Drainage und Wasserabfluß unten sind natürlich ganz wichtig. Das allgemein. In Frage käme aus meiner Sicht höchstens die Kletterspindel "Euonimus fortunei", da gibt es viele panaschierte Formen, ich kenne und verwende aber nur "Colorata", die purpurrote Kletterspindel. Sie hat angenehm dunkelgrünes Laub, färbt im Winter dann teils dunkelrot aus. Sie klettert sehr langsam, ist ziemlich frostfest, aber bei der Kübelkultur käme es auf einen Versuch an. Auf jeden Fall große Solitärpflanzen nehmen, bei dem langsamen Wachstum... Höhere Geschosse sind weniger gefährdet als das Erdgeschoß, da sich unten in klaren Nächten die Kaltluft sammelt. Immergrünes Geißblatt ist, glaube ich zu frostempfindlich und bräuchte auch Spanndrähte, Euonimus klettert mit Haftwurzeln wie Efeu, ist überhaupt eine Art Efeu-Ersatz.

Begrünung einer Bohlenfassade

Begrünung nur an Putzfassaden? Was ist mit Holzfassade?

25.09.2003, Hallo, Selbstklimmer wie Efeu und Wilder Wein scheiden wahrscheinlich aus, da sie negativ phototrop sind, also die Dunkelheit suchen, in Löcher und Spalten eindringen und mit ihrem Dickenwachstum lockere und schwache Teile absprengen können. Wein am Lattenspalier, auf meiner Website sind viele Fotos dazu zu sehen. Es brauicht nicht hunderte, sondern ca. 10 bis 20 Schrauben, um die tragenden Querholme anzubringen, die dann einen gerwissen Abstand herstellen. Die senkrechten Latten werden wiederum in die Holme geschraubt.
24.09.2003, Hallo Jürgen, wenn früher beim Neusetzen von Hochspannungsmasten Bäume im Weg waren und sie auf legalem Weg nicht wegzukriegen waren, haben die Monteure Kupfernägel in den Stamm getrieben.... Ich habe es mal bei einem ungeliebten Ahorn probiert, der sich aber nicht darum geschert hat. Wie Efeu darauf reagiert, weiß ich nicht. Die Befürchtung von Schäden, besonders im Bereich der Traufe ist begründet und sehr ernst zu nehmen. Ich würde mit dem Denkmalschutz reden und den Efeu durch eine andere immergrüne, aber schwach wachsende Kletterpflanze ersetzen, nämlich Kletterspindel Euonimus fortuneii Colorata. Vielleicht rufst Du mich ggf. an. Beste Grüße von Sven

(Wilder) Wein am Haus

Wein am Haus

24.09.2003, Hallo Gabriele, ein Jahr verspätet diese Antwort, aber vielleicht noch interessant: Von einem Maler weiß ich, daß die Reste solcher Wilder Weine, also die Saugfüßchen abgebrannt, abgeflammt wurden vor dem Anstrich. Grüße von Sven
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