Übersicht der Kommentare von Brauner Schurgers Uhlenhut im Fachwerkhausforum.

Alle 32 Kommentare von Brauner Schurgers Uhlenhut

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Gebühren

Erhebliche Schäden am denkmalgeschütztem Fachwerkhaus

13.05.2005, Sehr geehrter Herr Ochs, Hinweise zu den Gebühren erhalten Sie unter rechtsanwaltsgebuehren.de. Der von Ihnen ausgewählte Anwalt wird Ihnen die Kosten zudem genauer erläutern können, auch bevor Sie ihm das Mandat erteilen. Wenn Sie in Ihrer Nähe einen Anwalt suchen, können Sie - neben möglichen persönlichen Empfehlungen - den örtlichen Anwaltsverein um Hilfe bitten. Sie sollten darauf achten, nicht lediglich einen Anwalt für Vertragsrecht zu wählen. Er sollte sich in erster Linie im Immobilienbereich auskennen. Da es um Mängel an einem Gebäude geht, macht ein Spezialist für privates Baurecht durchaus Sinn. Mit freundlichen Grüßen RA Dr. Bernd H. Uhlenhut

Klärungsbedarf

150 Jahre altes Fachwerkhaus ohne Baunehmigung!

06.05.2005, Wie Herr Kawalek schon deutlich gemacht hat, sind wohl noch einige Dinge zu klären. Sollte das Gebäude "zulässigerweise errichtet" worden sein, sind Instandsetzungs- und -erhaltungsmaßnahmen grundsätzlich vom sog. Bestandsschutz gedeckt. Insbesondere bei Eingriffen in die Statik braucht man dabei jedoch regelmäßig eine Baugenehmigung. Wichtig ist zudem, ob das Gebäude bislang oder bis vor kurzem zu Wohnzwecken genutzt wurde. Falls es mit dem "Bild der Kulturlandschaft" nicht klappt, könnte es dann als Wohngebäude unter § 35 Abs. 4 S. 1 Nr. 5 fallen. In beiden Fällen sind übrigens "geringfügige" Erweiterungen zulässig. Mit freundlichen Grüßen RA Dr. Bernd H. Uhlenhut

Baulast loswerden

kfw-Bank - 30 Jahre leer stehendes Haus

26.04.2005, Sehr geehrte Frau Lutterbüse, nach den bisherigen Beiträgen scheint das wichtigste, die Baulast loszuwerden. Bringen Sie doch mal in Erfahrung, welchem Zweck sie genau dienen soll. Wenn ein öffentliches Interesse daran nicht mehr besteht, müsste die Bauaufsichtsbehörde - auf Antrag - auf die Baulast verzichten. Näheres ist in der jeweiligen Bauordnung geregelt, in NRW in § 83 Abs. 3 S. 2. Mit freundlichen Grüßen RA Dr. Bernd H. Uhlenhut

Bauliche Anlage?

Bauwagen zur Obstbaumpflege

15.04.2005, Sehr geehrte Frau Fischer, die Bauaufsicht ist voraussichtlich an Sie herangetreten, da der Bauwagen länger nicht bewegt wurde. Eine bauliche Anlage im Sinne der Bauordnung kann vorliegen, wenn eine Anlage aus eigener Schwere auf dem Boden ruht. Es genügt regelmäßig eine Verweildauer von mehreren Monaten. Es kommt nicht nur darauf an, ob Sie für ein Gerätehäuschen (auch in Form Ihres Wagens) eine Genehmigung brauchen. Wichtig ist auch, ob eine genehmigungsfreie Anlage materiellrechtlich zulässig ist, also mit den inhaltlichen Vorgaben des Baurechts übereinstimmt. Beides wird allerdings nur relevant, wenn es sich um eine bauliche Anlage handelt, dazu bereits der Tipp von Herrn Seifert. Anderenfalls wäre zu prüfen, ob Sie ein entsprechendes Gerätehäuschen aufstellen dürfen und eine ggf. erforderliche Genehmigung bekommen könnten. Insofern wird voraussichtlich in erster Linie § 35 BauGB (sog. Außenbereich) entscheidend sein. Danach darf - neben vielen anderen Voraussetzungen - das Landschaftsbild nicht beeinträchtigt werden. Mit freundlichen Grüßen RA Dr. Bernd Uhlenhut

Amtshaftung

Langzeitschäden am Gebäude durch Angebung des Strassenkörpers

28.02.2005, Sehr geehrter Herr Brunner, Grundlage für einen Schadensersatzanspruch in Deutschland ist die Amtshaftung aus § 839 BGB in Verbindung mit Art. 34 GG. Dafür ist eine schuldhafte Amtspflichtverletzung erforderlich. Vorgaben zu Bodenerhöhungen gibt es in den Nachbarrechtsgesetzen. Diese sind allerdings wenig konkret. Zudem sind Fragen des Niederschlagswassers im Landeswasserrecht spezieller geregelt. Die Schweizer Rechtslage kenne ich nicht. Offensichtlich haben Sie jedenfalls schon hinreichende (private) Gutachten, die Fehler und ihre Folgen darlegen. Notfalls müssen Sie eben klagen, was im Rahmen der Amtshaftung in Deutschland regelmäßig erforderlich ist. @ Bernd Fröhlich: Selbstverständlich haben wir auch einen Kommentar zum NachbarrechtsG NRW. ;) Mit unserer Bibliothek zum öffentlichen (BauGB, BauO ...) und privaten Baurecht (HOAI, VOB usw.) helfen wir gerne weiter. Mit freundlichen Grüßen Dr. Bernd Uhlenhut

Rechtsfragen

Dachfenster

24.02.2005, Sehr geehrter Herr Krüger, auch die Nutzungsänderung könnte genehmigungsfrei sein nach § 50 Abs. 2 BauO BW oder lediglich dem Kenntnisgabeverfahren unterliegen. Denkmalrecht ist in jedem Falle zu beachten. Ich teile die Ansicht von Herrn Kurz, dass Dachgauben eher Aussicht auf Zustimmung des Denkmalamts haben als Dachfenster. Rechtzeitige Abstimmung schützt vor Überraschungen. Viel Erfolg und Spass mit bzw. im Dachgeschoss! Dr. Bernd H. Uhlenhut

Diebstahl

Wie die Zeugen Jehovas meinen Hund beklauten

23.02.2005, Klauen ist immer besonders schlecht, wenn es "Zeugen" gibt ... Dr. Bernd Uhlenhut

Alte Scheune abreißen und neuen Teil ausbauen

16.11.2004, Lieber Sven, in welchem Bundesland soll das ganze stattfinden? Wenn Ihnen die Bauaufsichtsbehörde ihr Ergebnis mitgeteilt hat, sollten Sie es noch einmal überprüfen. Es sollen da schon mal Fehler passiert sein ;) Mit freundlichen Grüßen RA Dr. Bernd H. Uhlenhut

"Überbau"

Haus oder Grundstücksgrenze verschieben?

17.08.2004, Sehr geehrter Herr Müller, ein zumindest ähnlicher Fall ist im Bürgerlichen Gesetzbuch als sog. Überbau geregelt. Nach § 912 hat ein Nachbar ein über die Grundstücksgrenze hinaus errichtetes Gebäude zu dulden, wenn er nicht sofort nach Überschreitung Widerspruch erhoben hat. Weiterhin gibt es Regelungen zu einer Geldrente für den Nachbarn (§§ 912 Abs. 2, 913 f. BGB) und zum Abkauf (§ 915 BGB). Geregelt ist eigentlich nur der Fall, dass jemand über die Grenze baut. Wie falsche Flurkarten zu beurteilen sind, lässt sich nicht ohne Weiteres sagen. Ich hoffe, Ihnen mit meinen allgemeinen Informationen gedient zu haben. Mit freundlichen Grüßen RA Dr. Bernd H. Uhlenhut

Quelle suchen

Motten

26.05.2004, Sehr geehrte Frau Brandt, bei uns im Haus stammten die fast täglich auftauchenden Motten von einem alten Teppich auf dem Dachboden. Nach dessen Entsorgung hörte die Plage fast schlagartig auf. Aufgrund dieser Erfahrung empfehle ich zunächst, noch einmal gründlich nach einer Quelle der Besucher zu suchen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Bernd H. Uhlenhut