Übersicht der Kommentare von Walter im Fachwerkhausforum.

Alle 23 Kommentare von Walter

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Auflistung oder mehr?

Sackware verstehen

31.10.2017, Ich habe tatsächlich in den letzten Tagen etwas darüber nachgedacht. Schwanke zwischen Begeisterung über die Idee und Entsetzen über den Aufwand, von der Frage der Selbstüberschätzung ganz abgesehen. Auch das Thema Smart-Home, speziell im Altbau, wird immer interessanter. Ich melde mich. Viele Grüsse, Walter

Zauberlehrling

Sackware verstehen

28.10.2017, Ich glaube ich verstehe jetzt wo Sie der Schuh drückt bei meiner Frage Herr Böttcher: Die Frage nach der Bedeutung der Parameter ist ungefähr so wie wenn man Bauchweh hat, im Medikamentenschrank ein Mittel dagegen findet und im Beipackzettel genau die Inhaltsstoffe beschrieben sind. Aber passt es zu MEINEM Bauchweh? Was ist, wenn es der Blinddarm ist? Dazu braucht es theoretischen Hintergrund. Ich mache meinen Putz und Mörtel oft wie Olaf: Weisskalkhydrat, Sand, Wasser und ab und an die Schippe Zement. Und dann sieht man die Sackware mit ihren Parametern und denkt sich: Mein Gott, mache ich das wirklich richtig? Oder ist gerade diese einfache Mischung robust für einen großen Anwendungsbereich? Aus diesen Überlegungen entstand mein Interesse an den Parametern der Sackware. Zum Googeln: Ich komme aus der Softwareentwicklung und sehe dort ähnliche Effekte wie Sie sie beschreiben. Auf der Seite "Stackoverflow" werden Fragen kompetent und schnell beantwortet. Studierende (und nicht nur die) haben sie praktisch dauernd offen während der Entwicklung von Software. Sie entwickeln aber dadurch keinerlei Konzept von Dingen sondern finden nur schnelle Detaillösungen. Das ist völlig in Ordnung, solange sie die Konzepte (Theorie) anderweitig vermittelt bekommen. Das Forum hat gegenüber Googeln den großen Vorteil, dass GENAU gestellte Fragen (Umgebung, Ziel etc.) nicht nur kompetent beantwortet werden sondern auch dass unterschiedliche Meinungen deutlich zu Tage treten. D.h. zumindest wird das Spektrum der Lösungen klarer. Ich habe selber bereits etliche Male davon profitiert. Nur können weder das Forum noch Google die nötige Theorie vermitteln oder verschieden Theorien kritisch vergleichen. (Deutlich ablesbar an Frustkommentaren: Was ist denn nun "richtig"?) Zur Entwertung von Wissen, die kochende Küchenmaschine: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ Arthur C. Clarke. (Danke Wikipedia!). Und Magie bedeutet, ich muss nicht wissen, wie etwas technisch funktioniert. Wir sehen diesen Effekt überall: Die ersten Autofahrer waren Schrauber, jetzt braucht man den Deckel nicht mehr aufmachen. Oder im Ausbildungsbereich: Müssen Informatikstudierende noch Elektrotechnik lernen? Gehen doch eh in die Softwareentwicklung in den meisten Fällen. Aber auch im Studium ist die Zeit begrenzt und permanent fallen Themen weg, die früher "Grundlage" gewesen wären. ich denke, das ist ein normaler Vorgang, auch wenn er weh tut, weil er eigenes Wissen teilweise entwertet. Interessanter ist die Frage, wieso Kochsendungen geschaut, Kochbücher gekauft werden und kaum noch jemand selber kocht. Diese Frage kann derjenige beantworten der weiss, wieso Menschen in Städte ziehen und tonnenweise "Landlust" kaufen und lesen (momentan sind ganze Gänge in Zeitschriftenläden durch Magazine mit "Land" im Titel belegt. Aber was macht man nun als Besitzer eines Resthofs, der seit 7.5 Jahren saniert/renoviert wird? Man liest: Und so habe ich alle PDFs auf Ihrer Seite gelesen, Eduard Bromms Erklärungen zu Schimmel, Bücher zur Sanierung von Häusern, mich durch Konrad Fischers Seite gewühlt und Dissertationen zu historischen Putzen und Mörteln durchgesehen. Was hat es gebracht? Ich konnte dadurch klären, wieso der Sockelputz an den Stellen wo Gewölbekeller drunter sind, runtergefallen ist. Ich konnte einem Freund mit Herrn Bromms Paper wesentlich weiterhelfen beim Schimmelproblem und habe eine Erklärung gefunden, warum mein Putz mit ungewaschenem Sand auch bappt. Ich weiss, warum wir keinen Schimmel haben und was wir dafür tun mussten. Und vieles mehr. Das Lesen von Theorie hilft schon, auch dem Laien. Viel gelernt habe ich von meinen Handwerkern. Es geht nichts über 30 Jahre Berufserfahrung im Altbau. Aber dieses Wissen ist oft stark fallbezogen und erklärt nicht die Hintergründe bzw. hilft nicht bei grundsätzlichen Entscheidungen welcher Theorie bezüglich Materialien etc. man anhängt. Und viele junge Handwerker haben alte Baustoffe gar nicht mehr kennengelernt, das habe ich selber erlebt. In der Realität ist der Besitzer so eines Hofes tatsächlich ein Zauberlehrling mit jeder Menge gefährlichem Halbwissen. Es ist ökonomisch unmöglich, die Arbeit komplett Handwerkern zu überlassen. Zumindest beim Normalsterblichen. Viele Reparaturen sind "Kleinkram" und bei uns in der Gegend heisst es bei vielen Handwerkern ab Jahresmitte: Aber nicht mehr dieses Jahr! Letztlich muss der Besitzer auch grundlegende Entscheidungen treffen, z.B. in Bezug auf Heizsysteme (mit Lüftung, Fenster, Wände, Heizkörper, Energieform etc.). Und die Auswahl ist ja nicht klein und wird durch eine Spezifikation der Form "schnell, gut, billig" auch nicht kleiner. So ein Hof hat mehr Gewerke als man je kennenlernen wollte. Unmöglich, sie alle zu kennen oder gar zu beherrschen. Und da ist man manchmal doch froh über Google, kurze Videoclips und natürlich das Forum. Ich denke, man sollte versuchen, grundlegende Zusammenhänge zu lernen, sich nicht blind irgendwelchen Ideologien verschreiben und sich bewusst bleiben, dass man doch nur ein Zauberlehrling ist. Vielen Dank für die guten Kommentare und die Erklärung zu den Parametern, Walter

Im Dorf

Ziergiebel erneuern - welches Holz?

27.10.2017, haben wir viel Lob bekommen für den neuen Ziergiebel. Und so sieht er eingebaut aus.
27.10.2017, speziell: Druckfestigkeit: hängt das mit der Festigkeitsklasse zusammen? Und welche brauche ich für Sockel, Fassade und Innenputz ungefähr? Wie ist der Zusammenhang zwischen Festigkeitsklasse, Mörtelgruppe und Putztyp? Was braucht man für Sockel, Fassade und Innenputz (Bad/Küche) ungefähr? Und die Wasseraufnahme ist mir ein Rätsel: Eine Putzglätte desselben Herstellers hat Kategorie W0. Was ist der Unterschied zu W2? Spielt das eine Rolle, wenn es um ein Bad geht? Bei der Renovierung der Fassade habe ich auch sg-weber 172 verwendet, einen hydraulischen Kalkgrundputz. Kann ich mit dem auch Stellen im Sockel ausbessern? Und letztlich hätte ich gerne gewusst, welche Parameter machen einen Putz zum Aussenputz, und welche zum Innenputz? Ich lese mich da gerne ein wenig ein, nur fehlt mir der geignete Einstiegspunkt. Vielen Dank und Grüsse, Walter

Fertig!

Ziergiebel erneuern - welches Holz?

27.10.2017, so, jetzt ist es vollbracht und ich wollte das Ergebnis einfach noch zeigen. Es wurde letztlich Douglasienholz, dreischicht-verleimt. Ich hätte gerne Lärche genommen, aber die Lieferzeit war nicht verträglich mit der Gerüstzeit... Ich konnte das Original mit Hilfe von Brettern abbauen (eine Seite nur) und dann abpausen. Die neuen Dreiecke wurden eingepasst und dann mit der Stichsäge ausgeschnitten. Kantenversiegelt und mit Osmo Sonnengelb gestrichen und montiert. Nochmals vielen Dank für all die guten Ideen dazu. Viele Grüsse Walter

Vielen Dank

Ziergiebel erneuern - welches Holz?

22.09.2017, für die guten und für mich überraschenden Tipps. MDF Platten kannte ich bisher nur als Schrankrücken. Und vom Acetylieren hatte ich auch noch nichts gehört (was übrigens auch bei den Tricoya MDF Platten verwendet wird). Als Hirnholzsiegel werde ich wohl das von Osmo nehmen in der Hoffnung, dass es mit ihren Farben verträglich ist. Accoya Holz klingt auch sehr interessant. Jetzt sind es schon 5 Alternativen, aus denen ich wählen kann. Eines der Dreiecke im Bild konnte ich gestern relativ wenig zerstört aus dem Giebel lösen und evtl. als Vorlage auf dem neuen Holz verwenden. Nochmals vielen Dank und Grüsse, Walter

Genau so...

Gästeklo dämmen

24.07.2017, werde ich es machen lieber Herr Böttcher. Die Lüftung allerdings besteht momentan nur aus dem Fenster. Und das bleibt leider manchmal zu lange offen im Winter, daher möchte ich zusätzlich ein Lüftungsrohr mit Nachlauf-Ventilator einbauen. Innendämmung mit 20mm wäre tatsächlich noch möglich vom Platz her. Vielen Dank für den guten Tipp! Grüsse, Walter

Selbstbau mit Klemmprinzip

Holztor zimmern, Tips/Erfahrungen/Literatur gesucht

21.07.2017, Hallo, vor ein paar Jahren ist unser originales Hoftor - nachdem Lothar es mehrere Meter durch die Luft befördert hatte - letztendlich fast auseinandergefallen und musste ersetzt werden. Das ging recht schnell und unproblematisch: Douglasienpanele 2m lang gekauft. Die schmiedeeisernen Querriegel mit Hammerschlaglack neu gestrichen (unglaublich wie das heutzutage hält) und dann neu aufgebaut. Dabei war das größte Problem für mich, wie ich den Anfang mache. Ein Freund hat mir dann den Trick verraten: mit zwei langen Schraubzwingen die Querriegel in gewünschter Stellung zusammenquetschen und dann gleich die ersten Panele von der Mitte aus aufschrauben. In einem Buch zu Holzkonstruktionen habe ich davor noch gelesen, dass der Z-Rahmen für jedes Teil in der Diagonale mindestens 60 Grad Steigung braucht, damit er den Druck auf das untere Lager ableiten kann. Das alte Tor hatte die Z-Diagonale über die ganzen Hälfte des Tores und hing entsprechend in der Mitte nach unten. Der Verschluss ist ganz einfach im Baumarkt zu kaufen und hält keinen großen Winddruck aus ohne Verstärkung. Geöffnet wird das Tor, indem die übereinandergeklemmten Querriegel auseinandergezogen werden. Eine Stange im Boden gibt es nicht. Die Flügel müssen vorsichtshalber an den Seiten beim Öffnen eingehakt werden, sonst haut der Wind sie gegen ein Auto. Wenn ich das Tor neu machen würde, würde ich für die Querbalken Eichenholz nehmen. Und das Holz VOR dem Einbau bereits imprägnieren und lasieren. Beim ersten Regen wurden ca. 20 cm unten gleich dunkel gefärbt. Ein automatisches Tor wäre praktisch gewesen, aber hätte wohl unsere Katzenbuckelpflasterung gekostet... Zeit: Holzarbeiten grob einen Tag. Verschraubungen, Lasieren etc. 2 Tage. Oben auf den Profilen sitzt ein einfaches Douglasienkantholz das ausgefräst wurde in Panelstärke und Eindringen von Wasser verhindert. Das Klemmprinzip ist scheinbar in Südbaden verbreitet. Ich fand es am Anfang komisch und evtl. anfällig, aber bis jetzt funktioniert alles noch. Wenn man das Tor nicht jede Stunde aufmachen muss, passt es auch von der Bequemlichkeit. Viele Grüsse, Walter

schräge Kante und Holzrahmen

fehlendes Gewand an 2 Fenstern

06.07.2017, Lieber Herr Lingl, liber Grizzly, herzlichen Dank für die Ratschläge. Falls ich es probiere, dann werde ich eine leicht schräge Kante oben machen (das sieht man kaum und die Winter sind bei uns ohnehin nicht stark). Und wenn es geht einen Holzrahmen um das Fenster, den ich nachher wieder wegmachen kann. Dann geht das Verputzen einfacher. Oder ich bleibe bei etwas Farbe (:-) Vielen Dank und Grüsse, Walter

Ofenwahl

Welcher typ Kaminofen

08.10.2016, Hallo Hans Peter, ich bin auf der Suche nach einem Ersatz für einen Gussofen in unserem Ferienhaus. Momentan ist dort ein alter englischer Gussofen (hat kein Schamott innen), den aber der Schornsteinfeger nicht mehr so recht mag und ich auch nicht: zu viele Brandflecken in den Dielen von den Vorbesitzern des Hauses haben recht schnell deutlich gemacht, dass die Feuerung damit vielleicht nicht ganz so einfach ist. Zuerst zu den Vorteilen, dann den Nachteilen und dann mein Wunschofen (:-) Vorteile: Wird schnell warm, macht ordentlich heiss, lädt von der Seite und nimmt 50 cm Stücke, wie mein Grundofen. Kein herausnehmbares Aschefach. Rost, aber nicht für Luft von unter, daher rostloser Betrieb. Ich leere einfach die Asche lange nicht aus, wie beim Grundofen (dort leere ich einmal im Jahr bei täglichem Betrieb im Winter) Schönes Feuerbild vorne durch kleines Fenster, das leider oft verrusst. Nachteile: SEHR heiss, Gefahr für Kinder. Großer Abstand nötig. Spezielle Bodenplatte nötig für Seitenladung. Bekommt Luft durch ein verschliessbares "Löchlein" in der seitlichen Ladetür und eine Mechanik hinten. Brennt entsprechend schlecht an (nur sehr trockenes Bucheholz). Darf wahrscheinlich auch gar nicht viel Luft bekommen, um nicht zu glühen.. Gut Abstand nötig wegen Hitze. Schnell kalt aber für das schnelle Hochheizen ideal. Rest macht Zentralheizung. So, jetzt zum Traumofen: Ich habe lange überlegt, einen Grundofen zu nehmen. Aber da das Haus nicht dauernd bewohnt ist, macht das keinen Sinn. Kein Langzeitspeicher sondern schnelle Hitze möglichst großes Holz (50cm) Seitliche Ladung wäre nett, denn meine Bodenplatte passt jetzt dazu. Rostloser Betrieb (das macht RIESIG etwas aus in Bezug auf Holzverbrauch und Leerung der Asche!!). Dafür braucht er eine große Brennkammer mit hochgezogenen Wänden damit die Asche beim Öffnen der Türe nicht rausfällt. Und ausserdem muss er eine gute Regelung der Luft die oberhalb bzw. seitlich aufs Holz trifft (Sekundärluft). Mein kleiner Wamsler Werkstattofen im Arbeitszimmer hat leider nur Löcher in der Rückwand für die Sekundärluft. Ein kleines Glasfenster reicht völlig für die Stimmung. Und ganz wichtig: Sehr einfach zu bedienen, auch für Feriengäste. Last but not least: Bezahlbar. Ich will damit schlicht heizen. Da sollte man doch was für ca. 2000 Euro kriegen können? Probleme: Eine größere Scheitlänge und der rostlose Betrieb scheinen das größte Problem zu sein. Beim Googeln erfährt man zwar, dass rostloser Betrieb toll ist, viele Hersteller erwähnen das aber gar nicht in den Details. Und dann verstehe ich auch nicht ganz, wieso etwas teurer wird, wenn man es weglässt (Rost)??? Zumindest waren die Öfen eher auf der sehr teuren Seite.. Ich werde sicher auch nochmal bei den Gussöfen schauen, allerdings da auch auf die nötigen Standards achten. Für Tipps bin ich sehr dankbar. Viele Grüsse, Walter
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