Übersicht der Kommentare von Frau Berner im Fachwerkhausforum.

Alle 4 Kommentare von Frau Berner

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Segenswünsche

Alte Handschrift im Balken versteckt

19.04.2004, Hallo Frau Junghans, wir haben bei unserer Haussanierung des Hauses der verstorbenen Großmutter (Baujahr des Hauses ca. 1880) auch zwei Segenssprüche in Briefform im Dachgebälk gefunden (Haus bzw. Feuersegen)... allerdings fein säuberlich auf Papier geschrieben und eingewickelt in Leinen und hervorragend formuliert. Ich weiß, dass diese Arbeit bestimmte Personen im Ort übernommen haben, die entweder im Dienst der Pfarrer oder Bürgermeister tätig und "professionelle" Schreiber waren, denn zu dieser Zeit war es ja noch nicht üblich, dass jeder eine Schule besuchen konnte. Wir haben die "Segenssprüche" übrigens alle wieder mit eingebaut und versteckt... für die Nachkommen. Die Segenssprüche ob in Briefform oder direkt in das Balkenwerk vom Zimmermeister verewigt sind alle sehr ähnlich und und letztlich ist das Ritual des Richtfestes heute nichts anderes. Gruße Sabine B.

Ganz einfach

Finanzielle Unterstützung bei Denkmälern?

29.03.2004, Hallo Familie Krenz, folgende Tips, damit alle Erkundigungen schnell eingeholt werden können. Der Schutzstatus eures Gebäudes ist da natürlich auch ausschlaggebend. Einzeldenkmal oder Ensembleschutz.. künstlerisch, geschichtlich, volkskundlich... Jedes Bundesland hat ein eigenes Denkmalschutzgesetz und auch eigene Fördermittelrichtlinien. Außerdem können auch die zuständigen Denkmalschutzbehörden Fördermittel gewähren. Das ist von Kreis zu Kreis und Stadt zu Stadt unterschiedlich. Nachfragen hilft ! In Thüringen gibt es seit Dezember 2003 eine geänderte Richtlinie und da werden bspw. laufende Untehaltungskosten nicht mehr gefördert ... das kann aber in Baden-Würtemberg ganz anders sein. Informiert Euch über die gesetzlichen Grundlagen und finanziellen Möglichkeiten bitte bei eurer zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde (Freiburg hat sicher eine eigene) oder beim zuständigen Landesamt für Denkmalpflege Stuttgart. Freiburg hat glaube ich auch eine Außenstelle des Landesdenkmalamtes. Überall gleich sind allerdings die indirekte Förderungen durch Steuererleichterung nach dem Einkommenssteuergesetz. Hier könnt ihr alle Aufwendungen zur Erhaltung am Haus geltend machen und über einen Zeitraum von (sieben Jahren zu 9% und in den folgenden vier Jahren zu 7% abschreiben ... diese Regelung ist seit diesem Jahr neu)und müßt auch nicht darin wohnen. Bei Wohnungen im Kulturdenkmal können die Kosten für Baumaßnahmen zehn Jahre lang mit 9% abgeschrieben werden. Die Liste was oder was nicht steuerlich geltend gemacht werden kann ist sehr lang und die Bescheinigungsrichtlinien unterscheiden sich in den Ländern etwas. Hier müßte Euch aber auch die Denkmalschutzbehörde informieren können. In Thüringen gibt es die Formulare für die Steuerbescheinigungen beim Landesdenkmalamt, von dort erhält man dann nach Vorlage aller Rechnungen und Einzahlungsbelege die Bestätigung fürs Finanzamt. Die Baumaßnahmen müssen aber mit den Denkmalbehörden abgestimmt sein ! In Thüringen sind all die Maßnahmen erlaubnispflichtig... Klingt sicher etwas kompliziert, ist aber ganz einfach und die anfängliche Mühe lohnt sich ...zumindest solange die Steuergesetzgebung noch nicht grundlegend umgekrempelt ist. Wenn ihr noch Fragen dazu habt ... ich helfe gern. Grüße Sabine B. Untere Denkmalschutzbehörde ... in Thüringen

Dielung auf Betonestrich

Fußboden/Fußbodenaufbau über Kellergewölbe

16.03.2004, Sehr geehrte Frau Graw, auch wenn Sie über das Hausalter und den Zustand des Estrichbodens und der angrenzenden Wandbereiche keinen Hinweis gegeben haben, so müssen "Betonestriche" nicht schlecht sein. Dielung auf alten oder neuen Estrichboden (egal ob Kalk, Gips- oder Betonestrich)wird häufig praktiziert.Wichtig ist nur, dass der Estrich und die unmittelbar anstoßenden Wandbereiche nicht feucht sind (auch die Raumfeuchte zu den unterschiedlichen Jahreszeiten ist zu beachten), weil sonst Schimmel und Schwamm vorprogrammiert sein können. Ausreichende Belüftung und die Entfernung von PVC bzw. Kunstharzen können also durchaus schon ausgereicht haben, da diese Materialien als Sperrschicht fungiert haben. Grüße S.Berner

Echter Hausschwamm in Balkendecke

Echter Hausschwamm in Holzbalkendecke

16.03.2004, Sehr geehrter Herr Labrenz, ich möchte Ihnen eine Sanierungsmöglichkeit nennen, die Ihnen die Chance gibt nicht die gesamte Decke zu entfernen. Es handelt sich um die sogenannte Beta-Prothese der Firma Bennert GmbH aus Hopfgarten bei Weimar(finden Sie auch im Internet) Diese Prothesen werden an dem noch vorhanden gesunden Holz verdübelt und angegossen. Die Mischung ist ein Geheimnis ... hier hat die Firma ein Patent. Der notwendige Holzschutz in den angrenzenden Bereichen ist natürlich ebenso durchzuführen. Mit dieser Methode erspart man sich schwerwiegende Eingriffe in das Baugefüge. Trotzdem ist diese Methode nicht ganz billig aber den Aufwand müßte man ohnehin gegenrechnen. Wir haben 2003 im Rittergut Knau im Saale-Orla-Kreis in Thüringen diese Sanierungsvariante angewendet, weil wir die unter der geschädigten Deckenbalkenebene liegende bemalte und mit Stuck versehene Decke halten wollten. Mit freundlichen Grüßen S.Berner
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