Übersicht der Kommentare von Architekturbüro Kornmayer im Fachwerkhausforum.

Alle 2380 Kommentare von Architekturbüro Kornmayer

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Dämmung innen oder aussen

28.06.2015, Die von Ihnen getroffene Schlussfolgerung: "Innendämmung = Gefahr das der Taupunkt im Fachwerk liegt Aussendämmung = Taupunkt liegt auf keinen Fall im Fachwerk" ist mit wenigen Ausnahmen vollkommen richtig. Mann müsste die Ebenen einmal durchrechnen um zu sehen ob diese sich hinsichtlich des Feuchtdurchganges ähnlich verhalten, bzw. "kompatible" Wärmedurchgangswerte besitzen. Wichtig wäre vorab zu wissen in welchem Umfang Erneuerungen am Gebäude vorgesehen sind. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Ist das Schimmel? Wie soll ich weiter vorgehen? Frage an die Fachleute

28.06.2015, Normalerweise ist das alles nicht ganz so kompliziert. Ja, es sieht aus wie Schimmel. Das ist aber noch kein Grund den Putz komplett von den Wänden zu klopfen. Das Haus sieht nach einem Erbauungszeitraum etwa 60er / 70er Jahre aus., Wärmebrücken sind hier zu erwarten. Im Besonderen die Gebäudeecken und Bereiche hinter den Heizkörpern sind bei nicht ausreichender Beheizung anfällig für Kondensatausfall und im Laufe der Jahre entsprechend für Schimmelbefall. Derzeit werden Gebäude aus dieser Zeit recht häufig verkauft und die Eigentümer vernachlässigten in den vergangenen Jahren leider oft aus möglicherweise Sparsamkeitsgründen die komplette Beheizung des Gebäudes oder auch dessen Unterhalt. Wenn sich bei der Entfernung des Schimmels herausstellt, dass dieser nur oberflächlich in den Tapeten steckt ist mit anschließender ausreichender Heizung und Belüftung das Thema vom Tisch. Sollten allerdings weitergehende energetische Ertüchtigungen, Fenstertausch oder Dammmaßnahmen vorgesehen sein muss konzeptionell dieses überdacht werden. Das funktioniert ausschließlich mit jemandem vor Ort. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Erfahrungen mit Feuchtehans & Schimmelpeter bzw. IsoTec

18.06.2015, Genau, das ein oder andere Material kann eben besser damit umgehen. Nur wenn beispielsweise Kondensatausfall im erdberührten Bereich vorliegt hilft mir die mehrere Tausend Euro teure Horizontalsperre auch nicht zur Wandtrocknung. Aber das alles ist hypothetisch, den wir wissen nicht wirklich um was für einen Schaden es sich handelt.

Erfahrungen mit Feuchtehans & Schimmelpeter bzw. IsoTec

17.06.2015, Das sehe ich ähnlich wie Herr Struve. Ein große Teil der feuchten Wände resultiert nicht aus aufsteigender Feuchtigkeit, die - so sie denn tatsächlich auftaucht - oft auf falschen Materialeinsatz (Putze, Abdichtungen, Oberflächenbehandlungen .... etc. ) zurückzuführen ist. Das meiste was ich hierzu zu Gesicht bekomme sind falsche Putze in Kellern und an Sockeln. Vor der Behandlung solcher Flächen sollte eine klare Diagnose gestellt werden. Für ein Unternehmen, das auf den Absatz von absperrenden Produkten oder das Trockenlegen von Wänden in anderer Weise lebt, könnte beispielsweise die Diagnose einer ausschließlich falschen Lüftung als Ursache einen Zielkonflikt darstellen. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

muffiger Geruch nach aufwendiger Sanierung

09.06.2015, Hallo André, ich bin vor kurzem einem ähnlichen Schadensbild begegnet bei dem sich eine nicht fachgerecht installierte Lüftungsanlage als ursächlich herausstellte. Schreib doch mal etwas mehr zu der Lüftungsanlage, im Besonderen wo diese die Frischluft ansaugt und die Raumluft wieder abgibt. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Brauche ich eine Genehmigung

03.06.2015, Hallo Anna, im Innenraum und ohne Eingriff in die statische Substanz ist die Errichtung einer Wand i. d. R. genehmigungsfrei. Die Änderung der Dachform ist i. d. R. nicht genehmigungsfrei. Das hängt von Nutzung und Größe des Gebäudes ab. Möglicherweise lässt sich das Gebäude in der Auflistung unter §63 der Sächsischen Bauordnung einordnen und wäre genehmigungsfrei. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Das eigentliche Investment ist die Zeit.

Wie kriege ich Tapete von Lehmputz?

29.05.2015, – Boden sicher abkleben – Papiertapeten unverletzt vorsichtig mit Wasser besprühen (z. B. Gartenspritze). Wenn es runterläuft war es zu viel. Man kann zusehen wie das Wasser aufgenommen wird. Warten. Warten. (oder die nächsten beiden Räume weiterbehandeln) - Den Vorgang so oft wiederholen bis nichts mehr aufgenommen wird ( je nach Tapete fünf bis zehn mal ) - Viele Tapeten lassen sich dann in Bahnen oder großen Stücken abnehmen. => Dann die nächste Schicht .......... Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Mehrere Fragen bezüglich meines Dachstuhles

29.05.2015, Hallo Karsten, ich gehe mal von einem Ausbau des Dachgeschosses aus. Das Ganze sollte sich einmal jemand ganz genau ansehen – von oben bis unten. Auf dem Bild ist zu erkennen dass es sich nicht mehr um die Originaleindeckung des Daches handelt. Vor Entnahme von Bauteilen oder Ausbau (zusätzliche Last durch Dämmung und Wandverkleidung) muss geprüft werden ob die dünnen Sparren das Vorhaben tragen können. Wenn das Ganze ausgebaut werden soll handelt es sich um eine Umnutzung des Dachgeschosses und dies ist in der Regel genehmigungspflichtig. Nichts ohne Genehmigung machen! Während früher gelegentlich mal ein Auge zugedrückt wurde wenn ein Eigentümer sich dachte "... das merkt doch keiner ..." ist in den letzten Jahren zu beobachten das genauer hingesehen und durchgegriffen wird. Auch dürfte in den meisten Verträgen der Versicherer ein Klausel über die "Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen sowie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften" enthalten sein was dazu führen kann das beispielsweise eine Brandversicherung im Schadensfall (je nach Grad der Verletzung der Obliegenheit) gar nicht oder nur Teilweise leisten wird. Ich kenne solch einen Fall. Das ist bitter. Suche Dir einen altbauerfahrenen Fachmann in der Nähe, der sich das Ganze einmal ansieht und die richtige Vorgehensweise abwägt. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Dachkonstruktion mit Holz oder Stahltrager

29.05.2015, In solch einer Größe dürfte das problemlos in Holz funktionieren. Vor einer Errichtung sollte aber mal ein Blick in die Bauordnung BaWü (§49-52) geworfen werden ob das Gebäude so errichtet werden darf. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Fertighaus oder wurden die Gewerke einzeln vergeben?

Korrekter Einbau von Fenstern in Fachwerk

27.05.2015, Gibt es weitere Risse im Haus? Ein Anwalt würde zunächst im Hinblick auf den § 634a BGB die Verträge mit dem Fensterbauer und dem Errichter des Hauses durchsehen und sich an jenen halten, dessen Gewährleistung noch läuft. Er würde erwägen, dass ein Haus sich nicht so bewegen darf, dass sich die Fenster verziehen. Der Errichter des Hauses wird vermutlich erklären, dass die Bewegungen im Toleranzbereich liegen und es obliegt einem Gutachter festzustellen ob dem so ist oder ob die Fenster falsch montiert wurden. Wenn kein vernünftiger Vertrag mit dem Fensterbauer abgeschlossen wurde oder die Fenster gar selbst eingebaut wurden sieht das ggf. düster aus. Wenn allerdings Errichter und Fensterbauer identisch sind ist das alles etwas einfacher. Hier dürfte die Gewährleistung dann noch laufen und es besteht voraus. Nachbesserungsanspruch. (Dies ist keine Rechtsberatung) Zunächst würde ich versuchen das einvernehmlich zu klären und im Falle des Unwillens einen Anwalt hinzuziehen. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer