Übersicht der Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen im Fachwerkhausforum.

Alle 126 Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen

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Gemach, gemach,

neue dielen im alten haus kommen hoch... was tun???

15.05.2015, Herr Böhme, Sie hätten eben doch nicht den ganzen Grillteller (den vom Foto) verputzen sollen; macht irgendwie agro das Zeug! Natürlich waren die Schrauben gelockert, z.T. die Köpfe abgerissen (Nägel wie früher wären hier besser gewesen, die hätten mehr Spiel gelassen) und die Dielen hatten sich etwas verzogen; aber erstaunlich wenig. Der Boden musste noch einmal aufgenommen und neu verschraubt werden - aber sonst kein nennenswerter Schaden! Nacht allerseits!

Spannender Fall,

neue dielen im alten haus kommen hoch... was tun???

15.05.2015, auch wenn es für Sie, Kirsten, eine Tortur ist. So sollte Wohnen einfach nicht sein. Und wenn man dann auch noch in die Hände von Cretins fällt... Wie Schwiegermutter (aus Holstein) zu sagen pflegte: "Die Halbheit taugt in keinem Stück, sie tritt noch hinter's Nichts zurück!" Ein unterlüfteter Dielenboden funktioniert ausgezeichnet, hat Jahrhunderte funktioniert und tut es auch heute noch. Ein Beispiel: Kunden von uns haben ein altes Backsteinhaus im Elb-/Havel-Winkel, eine verdammt feuchte Ecke zwischen den Deichen, von wo aus man in beide schöne Flüsse spucken kann. Sie haben neue Dielung von uns verlegt und wie der Teufel so will, kam im folgenden Jahr das schlimme Hochwasser (2013) und das Haus stand hüfthoch komplett unter Wasser. Das Wasser lief nach vier Wochen ab, der Dielenboden war eine epische Berg- und Tallandschaft. Vier weitere Wochen später hatte sich der Dielenboden vollständig wieder gelegt und sah aus wie vor dem Hochwasser. Die Unteronstrunktion besteht aus schlichten Kanthölzern auf Sand; die Mauer hat unterhalb Dielenniveau Löcher im Mauerwerk in regelmäßigen Abständen. So kann man bauen. Man tut es heute nicht mehr und das hat nur einen Grund: SEHR kalte Füße im Winter. Aber bautechnisch völlig o.k. und haltbar. Die vernünftige Lösung für heute wurde hier schon beschrieben: Betonschicht, Nässesperre darüber und an den Wänden hochgezogen. Bitumen geht, PVC geht, besser, weil bedeutend umweltfreundlicher und m.E. baubiologisch vertretbarer ist PE bzw. EPDM. Darauf Aufbau mit Traghölzern und Zwischendämmung (z.B. Perlite, besser Blähton) oder mit Holzfaserplatten (gibt hier eine starke Holzfaserfraktion, der ich immer noch nicht angehöre). Darauf Dielen. Alle Zwischenlösungen, z.B. mit Dampfbremse, sind meiner Erfahrung nach (und das ist ausnahmsweise einhellige Meinung in diesem Forum)Halbheiten und somit Mumpitz. Ich fand Dampfbremsen früher mal ganz gut (wegen der Idee, sie lassen Feuchte raus aber nicht rein - das funzt aber nicht), habe mich auch anhand eines eigenen Projektes (zu Hause, wo es keinem Kunden weh tut) eines besseren belehren lassen. NACH der Behebung der aufsteigenden Nässe, was immer die Ursache ist, würde ich an Ihrer Stelle auf eine solchen Lösung, die keine Halbheit ist, bestehen. Was die Endbehandlung betrifft, haben tausende von Haushalten ausgezeichnete Erfahrungen mit Fußbodenhartöl gemacht (wir schwören auf "Kreidezeit", aber selbstverständlich machen auch "Auro" und andere ausgezeichnete Fußbodenöle). Toi toi toi bei der weiteren Sanierung und am Ende friedliches Wohnen!

Zellulose, Kreuzlage und Sojawurst.

Fußbodenaufbau wer kann bei der Entscheidung helfen

15.05.2015, Beim Dämmen von Fußböden würde ich immer Schüttungen den Vorzug gegenüber Zelluslose geben. Die Vorzüge der Zelluslose sind ja die "Blasbarkeit" und das lückenlose Verfüllen von Nischen zwischen Sparren. Das braucht's beim Fußboden nicht, daher ist ein rieselndes Material wie Blähton (der außerdem kaum staubt) wesentlich komfortabler zu verarbeiten. Dann eine Frage zu der sehr oft beim Bodenaufbau propagierten Kreuzlage, also zwei Lagen von Konstruktionhölzern, die rechtwinklig übereinander verschraubt werden. Ich habe bis jetzt nicht erkannt, welche Vorteile das hat oder haben soll gegenüber einer einfachen Lage Traghölzer. Welche wären das? Ich lasse mich da von guten Argumenten gerne überzeugen. Bisher habe ich aber nie welche gehört. Auf dem Sojawurstgebiet ist der Fortschritt übrigens in den vergangenen Jahren nicht stehen geblieben. Vor zehn Jahren waren die Dinger ungenießbar - heute gibt es da einige leckere Produkte. Ein großer Wursthersteller erzielt mit den frisch in die Produktpalette aufgenommenen fleischfreien Erzeugnissen erstaunliche Umsatzsprünge. Man kann das (analog zum "greenwashing", wenn sich Unternehmen einen ökologischen Anstrich geben) Wurstwashing nennen. Aber immerhin sieht es so aus, als würden immer weniger Grillfreunde für ihren Genuss Tierquälerei in Kauf nehmen wollen ... aber das ist eine andere Baustelle.

Nicht scheinbar (im Sinne von der Schein trügt),

Fußbodenaufbau wer kann bei der Entscheidung helfen

14.05.2015, sondern anscheinend (im Sinne von es ist wie der Schein - sorry, soviel Theorie muss sein) beruhen die Hinweise zum Beton auf praktischer Erfahrung. Fertigbeton fließt nicht einfach so zu einer gleichmäßigen waagerechten Fläche. Er muss verdichtet werden. Spätestens dabei bilden sich Unebenheiten, die durch Abziehen ausgeglichen werden müssen. Auf großer Fläche eine Sauarbeit, die je nach Verzögererzusatz ggfs. auch noch recht rasch unternommen werden muss. Wenn Ihr mich fragt, Arbeit für einen Profi. Eine Betonschicht selbst fertigen macht zwar auch eine Menge Arbeit, lässt sich aber deutlich relaxter und preiswerter auch für einen Laien durchziehen. Was mich im Ernst interessiert: Wie soll das Verlegen von Holzfaserplatten unkomplizierter bei den Wandabschlüssen sein, mit HWPI oder nicht, als eine Schüttung, die sich in alle Lücken fügt? Schönen Gruß alle! P.S.: Verdammt gruseliges Bild, Herr Böhme!

Das Wort "Rüttelplatte" ...

Fußbodenaufbau wer kann bei der Entscheidung helfen

14.05.2015, ... bei einem tief, vielleicht zu tief ausgekofferten altehrwürdigen Gebäude bitte nicht mal DENKEN! Und wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht? Das In-Waage-Bringen und die Anschlüsse an den Rändern sind bei einer Tragholz-/Dämmschüttungkonstruktion deutlich einfacher als bei einem Holzfaserplattenaufbau. Und, Herr Böhme, ich dachte, sie wären längst am Grill und schmurgelten das tote Tier? Jetzt aber echt Zeit für FEIERabend heute. Prost Väter!

also, da würde ich mal sagen ...

Fußbodenaufbau wer kann bei der Entscheidung helfen

14.05.2015, ... da das Risiko einer Absenkung kaum bestehen dürfte, reicht unser guter, alter märkischer Sand; etwas befeuchten, damit er sich setzt und dann 10 cm Beton - das reicht bei uns daheim für ein Klavier und ich würde mal sagen, es reicht auch für einen Konzertflügel. Und beim Beton selber machen rede ich nicht von Fertigmischung, sondern vom guten alten selber Mischen Kies/Zement, die besonders hier im Osten beliebte "stramme Mischung" (3-4 : 1). Soll es doch Fertigbeton sein, ist Verzögerer ein guter sachdienlicher Hinweis, sonst weiß man vor lauter Verdichten und Abziehen gegen die Uhr nicht mehr, wo einem der Kopf steht. (Verdichter mieten!) Ich habe beide Methoden ausprobiert, da fand ich das Selbermachen mit netten Kumpels irgendwie schöner, preiswerter (wenn man die Selbstausbeutung nicht rechnet), sorgfältiger und ich war am Ende stolz, wie wir das geschafft haben. P.S.: Randstreifen nicht vergessen! Schönen Gruß und frohes Schaffen!

Nanu,

Fußbodenaufbau wer kann bei der Entscheidung helfen

14.05.2015, war denn gestern schon Herrentag? Der bisherige Verlauf des threads erinnert an eine Grillabend-Diskussion. Vermutlich brummt dem Fragesteller, ohne Eigenverschulden hineingeraten, der Schädel. Schlicht und preiswert: Ich würde von oben nach unten denken, d.h. 3 cm Dielung, 10 cm Dämmschicht, 8-10 cm Beton. Alles was darunter noch ausgekoffert ist, mit Kies verfüllen, abziehen. Trennvlies. Darauf Beton. Entweder liefern lassen (Achtung, muss rasch verdichtet und abgezogen werden, was bei größeren Flächen schwierig werden könnte) oder selbst herstellen. Zu dritt und mit guter Mischmaschine kann man 50 m² an einem Wochenende schaffen, an dem andere um den Grill stehen. Streifen von 1,5 m mit Schalbrett hochkant abtrennen, erdfeuchten Beton einbringen, verdichten, glätten, abziehen jeweils zwischen zwei Schalbrettern auf Kantenhöhe. So Streifen für Streifen betonieren. Die Schalbretter können drin bleiben. Auf die ausgehärtete Betonfläche Folie auslegen (ich bin auch für epmd- bzw. Teichfolie, hohe Qualität und der am wenigsten umweltbelastende Kuststoff, Ausdünstung: keine - im Gegensatz zu PVC) und hochziehen bis Oberkante zukünftige Dielung. Kanthölzer 8 x 10 hochkant auslegen im lichten Abstand von ca. 80 cm, evtl. mit flachen Hölzchen oder Gummigranulatstücken nivellieren. Dazwischen Dämmschüttung (Perlite, Hanf-Lehm-Schüttung, oder was ich bevorzuge: Bläton) ohne Hohlraum unmittelbar unter der Dielung. Dielen durch die Feder auf die Traghölzer schrauben, dafür spezielle Dielenschrauben verwenden (vorbohrend), voilá! Holzfaserplatten sind auch prima, aber der beschriebene Aufbau ist preiswerter und lässt sich ungleichmäßigen Wänden besser anpassen. Für die zu verfliesenden Räume natürlich Aufbau mit Estrich. Aber auch in Küchen, Bädern kann ein Dielenfußboden (Hartholz, z.B. Eiche, Robinie, Esche) gut funktionieren. Fröhliches Herrendasein allerseits!

... und schmaler,

Dielenboden erneuern oder abschleifen?

05.05.2015, aber das ist reine Geschmacksache. Ich kannte mal einen, der ließ sich über 30 cm breite Dielen dreiteilen in Dielen-Streifen à 10. Ansonsten bin ich immer für's Erhalten - sofern es geht.

Die Frage ist ,...

Dielenboden erneuern oder abschleifen?

05.05.2015, ob es sich hier um einen aktiven, oder "zur Ruhe gekommenen" Befall handelt. Und das hängt von der aktuellen Feuchtesituation ab. Ist das Holz (messen!) feuchter als etwa 15% in beheiztem Raum, stimmt was nicht mit der Umgebungsfeuchte im Raum, von irgendwoher werden die Dielen feucht und bleiben es; damit finden die Schädlinge (so wie es aussieht "Holzwurm" = gemeiner Nagekäfer) eine günstige Ernährungssituation vor und es muss sich im Haus etwas sehr grundsätzlich ändern, nicht nur für die Dielen. Sind die Dielen jedoch trocken, können Sie von einem vergangenen aber abgeschlossenem Befall ausgehen; eine im Altbau ziemlich gewöhnliche Situation, die sich sehr gut in Berliner Altbauten mit kriegsbedingt zerstörten Fenstern beobachten lässt > von Fenstern aus raumeinwärts immer geringerer Schaden. Der Splintanteil ist dann wesentlich stärker betroffen als der Kern. Ich würde dann testen, inwieweit die Dielen an Nut und Feder noch gut schließen und ob sie dort wackeln und knarren, kurz: ob der Substanzverlust hoch oder verschmerzbar ist. Wenn die Dielen noch fest liegen und Sie optisch damit leben können, spricht nichts dagegen, sie drin zu lassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie bedenken, dass abschleifen und ölen viel Arbeit und Kosten macht und die Dielen davon dünner, d.h. weniger tragfähig werden. Eine neue, massive Dielung in trockenem Milieu verschafft Ihnen Ruhe auf Lebenszeit und für die nächsten drei Generationen gleich mit. Schöne Grüße!

fachwerk-kabarett?

Cordwood (Klafterholz)- Haus in Deutschland

14.04.2015, Ich höre immer nur fachwerk-Kabarett? Merken Sie denn gar nichts, lieber Gevatter ZZ? Wir SIND HIER im fachwerk-Kabarett! Längst. Viel gelacht. Viel gelernt. Und wer sagt, dass das eine das andere ausschließt? Auf meinem Nachtisch verstauben Tolstoi und Karl Ove Knausgard - ich lese die fachwerk-threads. Gute Nacht und auf Wiederlesen! Erik.