Übersicht der Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen im Fachwerkhausforum.

Alle 126 Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen

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Tja,

Cordwood (Klafterholz)- Haus in Deutschland

12.04.2015, da dachte ich, ich könnte einer dieser epischen fachwerk.de-Schlachten in sonntäglicher Gelassenheit folgen und mich heraus halten, aber nun muss ich doch ein klein wenig von meinem Senf hinzufügen. Das Wachstum von Bäumen hängt selbstverständlich nicht nur von der Höhenlage, sondern ebenso von den klimatischen Bedingungen und der Nährstoffversorgung ab. Binsenweisheit. Und ich kann es nur dem Eifer des Gefechts zuschreiben, dass ein Mann des Forstes etwas anderes behauptet. Es gibt Flachlandstandorte, die sind so mit Trockenheit und feinem Staubsandboden gesegnet, dass dort sehr sehr langsam Bäume heranwachsen, die enge Jahresringe, hohes spezifisches Gewicht und Dichte sowie gehörige Härte entwickeln. Ich hatte in den vergangenen Tagen das alljährliche Vergnügen, solche Bäume - in diesem Falle Kiefern aus der Mark - aufzusägen und von innen zu besichtigen. Weniger groß ist das Vergnügen, die Bretter aus so einem Baum zu heben - sie sind sauschwer, auch wenn Sie nach den uralten Methoden (deren Wiederbelebung ein Verdienst Thomas sind, vor dem ich meinen Hut tief ziehe)geworben wurden: Die Bäume wurden bei Neumond im Winter geschlagen und mit Krone einige Wochen im Wald gelassen und kommen daher mit unter 30% Restfeuchte auf den Sägeplatz. Friedlichen Sonntag allerseits und herzliche Grüße an die südostdeutschen Nachbarlänfer!
08.04.2015, es geht auch, wie Ihr Uropa es gemacht hätte. Allerdings mit dem Nachteil evtl. aufsteigender Feuchte. Was das Mauerwerk betrifft, wäre eine Horizontalsperre am besten Stück für Stück unter dem Fachwerkbalken einzuziehen. Ist natürlich aufwändig. Beim Fußboden hält sich der Aufwand für Beton + Feuchtesperre + Dämmschüttung in Grenzen, sorgt aber für trockenen, fußwarmen Boden. Falls es wie bei Uropa sein soll: festen Untergrund aus Stampflehm bilden, Sand aufschütten, Traghölzer in den Sand legen, Dielen drauf. Dann müssen aber die Dielen (wie bei Uropa) unterlüftet sein durch Öffnungen im Mauerwerk unterhalb Dielenniveau, ansonsten können das Holz im Boden und die Dielen zu gut und schnell kompostieren. Nachteil der Lüftungsöffnungen nach Vorfahrenart: Fußkalt, höherer Heizaufwand! Die andere Lösung verbindet die Vorteile von traditionellem Fußbodenaufbau mit heutigen Ansprüchen an Wohn- / Arbeitskomfort und Heizstoffersparnis (und verursacht nur unwesentlich höheren Aufwand und Kosten). Schätze, Uropa würde es heute auch so machen! Schöne Grüße!
08.04.2015, - Fundemente prüfen, evtl. gegen aufsteigende Feuchte mit Horizontalsperre sicher. Denn vor dem Fußbodenaufbau kommt man noch gut von beiden Seiten an das Mauerwerk dran. - Wenn bereits genug Tiefe da ist nivelieren mit Kiesschicht - Betonplatte 10 cm. - Feuchtesperre (PE-Material, etwa Teichfolie), an den Wänden hochziehen bis über das Niveau der Dielen-Oberkante. - Kanthölzer, z.B. 8 x 10 hochkant, legen. Abstand bis 80 cm Mitte/Mitte bei 28-30 mm Massivdielung. - Dämmschüttung (ich bevorzuge Blähton) einbringen. - Filzstreifen von der Rolle auf die Kanthölzer tackern. - Dielen mit Dielenschrauben durch die Feder auf die Kanhölzer montieren oder schwimmender Aufbau (Dielen liegen untereinander mit Latten verbunden schwimmend auf den Kanthölzern.) Viel Freude beim Bauen!

Warum nicht mal ganz anders denken ...

Metallortungsgerät/ Leitungsdetektor bei Wandheizung?

26.03.2015, ... und lieber keine Löcher bohren! Man könnte umlaufend an dem Wänden unter der Deckenkante eine starke Leiste aufschrauben (Dübel tiefsitzend), eventuell profiliert als Pendant zur Fußbodenleiste, in die man Haken setzen kann, an denen sich Bilder etc. mit einem Galeriesystem (Nylonschnüre + Bilderhaken mit Klemmschrauben) aufhängen lassen. Klar, nicht für jeden Fall das Ei des Kolumbus, aber möglicherweise eine ganz gute Alternative zum Herumbohren im Lehmputz, was ja fast immer mit Abplatzungen und Schönheitsreparaturen verbunden ist ... Schöne Grüße aus dem schönen Havelland (BuGa Region 2015!)
26.03.2015, ... gibt es bei Ihnen eine Horizontalsperre zwischen dem Feldsteinfundament und dem darauf liegenden Maueraufbau. Das jetztige Fußbodenniveau befindet sich ca. 15 cm unterhalb der Sperre. Wenn das so ist, warum dann nicht das Beste aus beiden Vorschlägen kombinieren: Mit EPDM-Folie ("Teichfolie") eine Abdichtung nach unten gegen den Beton schaffen und an den Wänden hochziehen ÜBER das Niveau der Horizontalsperre. Darauf der denkbar einfachste Fußbodenaufbau: Kanthölzer mit 12 cm Höhe (oder Kreuzlattung 2 x 6 cm) im Abstand von etwa 80 cm Mitte-Mitte einlegen, dazwischen Dämmschüttung, vorzugsweise Blähton, und darauf raumlange Dielen (am besten 28 - 30 mm stark) verschrauben - pronto! (Haben wir in unserem alten Gemäuer so gemacht > trockene Räume, fußwarmer Boden!) Schönen Gruß!

Bei weitgehender Zustimmung,

Schimmel oder Feuchtigkeitsflecken

10.03.2015, vor allem auch was den Einsatz von Öl betrifft (Heißöl toll, aber hier vielleicht ein wenig überambitioniert), glaube ich nach wie vor, dass die Dielen nicht oberflächlich verschmutzt sind, sondern "verblaut" - der Schleiftest wird es weisen. Wie gesagt, Karin, weder statisch noch gesundheitlich, sondern nur optisch ein Problem. (Was heißt Problem, viele Leute finden inzwischen Verblauung janz toll, vintage chic und so ... ;-)

Liebe Karin,

Schimmel oder Feuchtigkeitsflecken

08.03.2015, bin gespannt! Bitte machen Sie den Schleiftest und berichten Sie! Schöne Grüße!

Ein Pilz durchaus,

Schimmel oder Feuchtigkeitsflecken

07.03.2015, wenn mich meine Augen nicht täuschen, aber ein harmloser. Nämlich der Bläuepilz, kurz "Bläue" genannt, der für das Vergrauen oder Verblauen des Holzes sorgt. Es gibt eine Reihe von Arten, die besonders Kiefern- aber auch, wie Sie hier sehen, Fichtenholz und andere Nadelhölzer, manchmal auch Buche befallen. Bläuepilze ist gesundheitlich und statisch absolut unbedenklich. Soweit die guten Nachrichten, und jetzt die schlechten: Er ist gekommen um zu bleiben! Genauer: er ist in dem getrockneten Holz inaktiv, aber die Pigmente bleiben. Abschleifen ist also vollkommen zwecklos. Wenn Sie mit dem Schönheitsfehler leben können, können Sie mit den Dielen alt (und grau) werden. Nebenbei, ist so ein Hochwasserschaden nicht u.U. ein Versicherungsfall? Ich hatte unlängst Kunden, bei denen es so war. Schöne Grüße, Erik Heinrich.

Auch gut,

Wie sollte der Unterbau für Dielen sein?

06.03.2015, aber teurer, oder? Ein Holzfaserplatten-Traglatten-Komplettsystem ist durchaus bestechend (mal außer dem kleinen Nachteil, dass sich Kabel durch eine Schüttung besser legen lassen), aber was kostet die pro m² bei der erforderlichen Stärke?

Sehe ich auch so,

Wie sollte der Unterbau für Dielen sein?

06.03.2015, einfacher Aufbau mit Kanthölzern, etwa 8 x 8 oder 8 x 10 cm auf Granulatgummi. Ich würde als Schüttung aber eher Blähton oder Perlite bevorzugen. Prakatischer und bei Fußböden besser geeignet als Zelluslose, die ja zum Einblasen gedacht ist. Blähton oder Perlite verfüllt auch besser kleine Hohlräume als Faserplatten. Wenn die Dielenbretter vernünftig schließen, dringt von der Dämmschüttung nichts heraus. Ich würde auch eher eine 28 - 30 mm starke Dielung nehmen. Die lässt sich öfter abschleifen und hält mehrere Generationen lang. Außerdem kann man dann den Abstand der Konstruktionshölzer durchaus auf 80 - 90 cm erweitern, ohne dass sich was durchbiegt. Viel Freude beim Bauen! Erik Heinrich.