Übersicht der Kommentare von Tischlerei und Restaurierungswerkstatt im Fachwerkhausforum.

Alle 31 Kommentare von Tischlerei und Restaurierungswerkstatt

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Gut verpackt...

Fassadendämmung bei feuchter Wand

10.08.2014, Wenn die Balken/ Fachwerk Schaden genommen haben, zeigt sich hier erst, wenn es zu spät ist, sprich die Fassade in sich zusammen sackt, Verwerfungen und Risse an der neuen Fassadendämmung entstehen. Das Haus steht auf einem Natursteinfundament, ist sicher aus einer Zeit, in der keine Sperrschicht wie heute üblich ist, ausgeführt wurde!? Das sorgt für eine Feuchte aus dem Fundament, die u.U. von den Wänden aufgenommen und weitergeleitet wird. Wichtig hier, das die Styropurdämmung hinterlüftet ist. Es kann auch von innen geprüft werden, ob hier eine Feuchtesperre gegen entstehende Feuchte aus der Nutzung, eingebaut wurde. Jedenfalls ist diese Kaufabsicht? mit Vorsicht zu behandeln, streubt sich der Verkäufer gegen eine genauere Begutachtung, wäre ich mehr als skeptisch. Holger Heerdegen Tischlerei und Restaurierungswerkstatt www.restaurieren-tischlern.de

länger als 20 Jahre

Insektenschäden am Balken

03.08.2014, sicher Originalzustand. Geringfügiger Schädlingsbefall ist an fast jedem alten Fachwerkhaus zu beobachten, bedingt u.a. durch Feuchte im Holz z.T. noch aus der Zeit, in der der Balken noch nicht restlos ausgetrocknet war. Das kann Jahre dauern. Wichtig ist hier einfach, für einen optimalen Feuchte- und Witterungsschutz zu sorgen. Fehlt den tierischen und pflanzlichen Schädlingen die Feuchtigkeit, fehlt auch die Lebensgrundlage. Trotzdem sollten solche Spuren auch beobachtet werden. Holger Heerdegen Tischlerei und Restaurierungswerkstatt www.restaurieren-tischlern.de

Passende Tür zu Zeit und Stil

Wie alt ist diese Haustür ?

27.07.2014, Solche originalen Türen sollten unbedingt erhalten werden. Fehlendes Fußbrett ersetzen und passende Drückergarnitur suchen, egal ob originale oder Nachbau. Einfach mal beim Fachmann anfragen, es gibt spezielle Kataloge für solche Garnituren, die garnicht so teuer sind. Das dargestellte Wagenrad kann auf das ausgeführte Gewerk des Bauherrn hinweisen, eventuell ein früher Spediteur, aus einem Fuhrwerksgeschäft herstammend. Holger Heerdegen Tischlerei und Restaurierungswerkstatt www.restaurieren-tischlern.de
24.07.2014, Hallo, Kieferdielen in dieser Dimension arbeiten nicht so stark wie z.B. Lärche oder Eiche. Hier ist also eine spezielle Dielenschraube nicht nötig, wenn für eine gleichmäßige Feuchte gesorgt ist. Wenn die Dielen die Zeit zum Nachtrocknen haben, kann hier auch verdeckt geschraubt werden, sprich jeweils schräg über die Feder. Verleimt sollte nur bei der schwimmender Verlegung werden, dafür ist aber eine Massivdiele nicht geeignet, da sie sich zu sehr wirft und das Holz ggf. schwindet. Holger Heerdegen Tischlerei und Restaurierungswerkstatt www.restaurieren-tischlern.de

Hallo Herr Böttcher

Fachwerkschwelle austauschen gegen Beton???

01.06.2014, selbst ein hochfester Granit nimmt gewisse Fechtigkeit auf und leitet sie kapilar weiter, siehe Wendehorst> Wasserdampf Diffusionswiederstand Gestein, erst recht ein Fundament aus Ziegel. Auch die Vermörtelung ist keine Feuchtesperre. Und dann noch diverse andere Umstände. Holger Heerdegen Tischlerei und Restaurierungswerkstatt

Feuchtigkeit aus dem Fundament

Fachwerkschwelle austauschen gegen Beton???

01.06.2014, Es taucht hier wieder die Frage nach der Fechtigkeit auf. Diese Fundamente aus Naturstein sind vor 100 Jahren nicht wie unsere Stahlbetonkonstruktionen ausgeführt. Die Natursteinfundamente leiten ganz natürlich Feuchtigkeit nach oben, und da keine Sperrschicht -Bitumenbahn- damals eingebaut wurde, wird der Schwellbalken feucht. Da muss keine aufwendige Ursachenforschung betrieben werden. Beim Ersatz der Schwelle wird heute keiner mehr auf diese Sperrschicht verzichten. Die Ertüchtigung des Fundaments sollte im jetztigen Bauzustand auch erfolgen. Holger Heerdegen Tischlerei und Restaurierungswerkstatt

Schwellenerneuerung

Fachwerkschwelle austauschen gegen Beton???

31.05.2014, Die Schwelle mit Beton ersetzen? Eiche (?) als Schwelle ist so resistent, das sie diese hundert Jahre auch feucht einigermaßen übersteht. Hier sollte geprüft werden, ob die Schwelle durchgehend in der Tiefe ersetzt werden muss. Falls das nicht ausreicht, sollte die Schwelle stückweise mit einer Längsverbindung ersetzt werden. Optisch lassen sich die Verbindungen auch hinter einem durchgehenden Brett verbergen ( den Ersatz zurückstehen lassen ), dieses sollte selbstverständlich den restlichen Fachwerk entsprechen. Holger Heerdegen Tischlerei und Restaurierungswerkstatt

Lehmputz wiederverwerten

Gefache verputzen

30.05.2014, Lehmbaustoffe werden heute im Handel und Baumarkt richtig teuer vermarktet, bestehen aber nur aus Ton und Sand und sind in vielen alten, zu sanierenden Häusern reichlich vorhanden. Um den Lehmbau und -verputz kostengünstig zu machen, kann man, wenn vorhanden, alten Lehm wieder nutzen. Auch der alte Lehmoberputz lässt sich so wiederverwerten. Hier wurde oft mit Spreu, was aus dem Getreideanbau übrig war, gearbeitet. Der alte Lehm muss nicht entsorgt werden und neue Lehmaustoffe gekauft und transportiert werden. Die Wärmedämmeigenschaften sind, auch unter Zuhilfenahme von Schilfmatten, Holzfasern, Stroh u.a. recht gut, sehr gut auch das Diffusionsvermögen. Einfach den alten Lehm wieder in Wasser anlösen..... Holger Heerdegen, Tischlerei u. Restaurierungswerkstatt

Schleifen.....

Was mache ich am einfachsten mit dieser Treppe

29.05.2014, Hallo Claudia, um diese Treppe wieder einigermaßen ansehlich zu bekommen, wäre der beste Weg, so viele wie mögliche Farbschichten zu entfernen. Dafür gibt es mehrere Wege, z.B. mit einem Heißluftgerät, optimal mit einstellbarer Temperatur allmählich die Temperatur hochfahren und mit einem Spachtel die alten Farbschichten vorsichtig lösen. Danach ist Feinarbeit, sprich Schleifen angesagt. Ablaugen der Treppe, wie vorher empfohlen, ist an die Holzart gebunden, Eichestufen werden durch Lauge neutralisiert! Möglich wäre ein Abbeizer. Einmal am Arbeiten wäre es sinnvoll, die komplette Treppe zu bearbeiten, da hier eine enorme Staubbelastung entseht. Sollte das Geländer, Wange deckend gestrichen werden, ist ein Anschleifen, eventuelles Spachteln der Unebenheiten, ausreichend. Die holzsichtig geschliffenen Stufen können mit Öl behandelt werden. Holger Heerdegen Tischlerei und Restaurierungswerkstatt