Übersicht der Kommentare von Patrick im Fachwerkhausforum.

Alle 25 Kommentare von Patrick

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Porotonstein als Innendämmung bei Mauerwerk

Fermacell Innendämmung Diffusion Tauwasser

22.01.2018, Nach einigem Nachgrübeln tendiere ich zu folgender Lösung: OG(Fachwerk): Außendämmung mit Vorsatzschale (Detailausführung noch unklar), Innen neuer Lehmputz EG: 24er HBL-Stein: 11,5 er Porotonwand von innen vormauernvon Zwischenraum entweder Luftraum kleiner 3cm oder Leichtmauermörtel oder Lehmmörtel Frage: Gibt es bei der Porotonwand von innen auch Kondensatprobleme wie bei der ursprünglich für das OG angedachten Vorsatzschale mit Fermacell? Alte Backsteinbauten wurden ja regelmäßig auch mit Hohlräumen zu Dämmzwecken gebaut und die Porotonsteine selbst bestehen ja schließlich zu einem großen Teil aus Hohlräumen. Ich wäre Euch sehr dankbar für Eure Hilfe, auch bin ich sehr gespannt auf Ihren Rat, Herr Böttcher, um den ich Sie bitte

Außendämmung

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22.01.2018, Hallo Herr Böttcher, ich will es mal so hinnehmen weil ich es nicht besser weiß und Ihren Ansatz theoretisch völlig nachvollziehen kann und teile. Da das Thema "Dämmen" zwischenzeitlich ideologisch dermaßen aufgeladen ist und (auch für die Industrie) Naturgesetze keine Rolle mehr spielen müssen weiß ich als Laie nicht mehr wo hinten und wo vorne ist und was man glauben kann. Auch deshalb habe ich mich in diesem Forum angemeldet: Um mich nicht von einem Produkteverkäufer beraten lassen zu müssen. Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe. Hallo Herr Teich, eine Auskragung des OG ist sogar erwünscht, allerdings max 12cm. Da der erste cm am meisten dämmt, dachte ich 60-80mm reichen aus. Der Lichteinfall wird ja geringer und somit die Solarausbeute. Das ist auch das Stichwort für das massive EG. Hier würde ich bei Dämmung nicht hinterlüften, oder? Wie viele Jahrzehnt hält denn so eine verputzte Holzfasterplatte auf der Wetterseite am Rande des Westerwaldes? Können wir bezüglich der Außendämmung telefonieren? Gruß und Dank!
22.01.2018, Theoretisch kann ich das Kondensatproblem nachvollziehen. Warum funktioniert die Bauphysik und -biologie bei den tausenden von innen mit Holz vertäfelten Backsteinhäusern seit Jahrhunderten? Die sind ungedämmt und schimmelfrei, die Wandoberfläche innen durch den Holzeinsatz wärmer. Obwohl ich den kompletten Dachstuhl und alle Fenster tausche möchte ich bei der Außendämmung (nur OG = Fachwerk) mit Holzweichfaser bei 60mm Dämmstärke bleiben um zum einen den Schießscharteneffekt zu minimieren und zum anderen eine Dämmung des EG (24er Hohlblockstein) zu umgehen, der sich schon rein optisch wegen des Vorsprungs des OG aufzwängen würde. Im Bad (OG)würde ich gerne zur Sicherheit die Fachwerkwand von innen gerne durch Vormauern von Lehm-NF-Steinen oder einer Vorsatzschale mit Leichtlehmschüttung erdfeucht verstärken. Meine Ansatz dabei ist, durch mehr Lehm mehr Sicherheit zu erlangen, da das Feuchtegleichgewicht besser reguliert würde. Gibt es Bedenken, einzelne Räume wie das Bad anders zu dämmen (Wärmebrücken)? Im EG habe ich das gleiche Problem. Beabsichtigt: Keine oder Innendämmung. Bestand: 24er HBL-Stein. Waschküche, Gästebad Flur und Vorratskammer möchte ich nicht dämmen. Büro und Esszimmer würde ich gern von innen mit Holzweichfaserplatte dämmen (im EG habe ich da weniger Bedenken als im OG da kein Fachwerk darunter).Im Bad EG Würde ich hingegen wieder mit Lehmsteinen arbeiten, darauf Kalkputz. Spricht eigentlich etwas dagegen vor die 24er HBL-Steine 11,5 er Porotonsteine zu mauern und den Zwischenraum mit Leichtmauermörtel oder Lehmmörtel auszufüllen? Dann bliebe man doch eher im System als bei der Verwendung von Lehm? Mittlerweile bin ich mir sehr unsicher und kurz davor mich mit den höheren Heizkosten abzufinden und alles zu lassen wie es ist. Ich danke Euch für Eure Antworten.

Isofloc

Fermacell Innendämmung Diffusion Tauwasser

20.01.2018, Danke! Andreas, wie ist der Aufbau beim Ausflocken bei der Außendämmung mit Hinterlüftung? Horizontallattung in Dämmstärke, Unterspannbahn diffusionsoffen (sd-Wert??), Hinterlüftungsebene, Schalholz, Schiefer? Könnte mir außen auch ne Holzverkleidung in Boden-Leisten Schalung vorstellen. Dachte an Lärche mit Standölfarbe in ochsenblutrot. macht bei 130qm Holzfläche bei Kreidezeit 1500€ nur für die Farbe. Kennt jemand Alternativen? Leinölpro ist genauso teuer. Osmo soll -obwohl ölbasiert- filmbildend sein und nach dem 8ten Anstrich doch irgendwann blättern.

Fermacell Innendämmung Diffusion Tauwasser

Fermacell Innendämmung Diffusion Tauwasser

20.01.2018, Vielen Dank für die schnellen Antworten. Die Kondensatproblematik habe ich erkannt. Im kenne zwar einige Fachwerkhäuser, die vor Jahrzehnten mit Gips von innen beplankt wurden bei denen keine Probleme sichtbar sind und es auch nicht nach Schimmel riecht, trotz fehlender Außendämmung, aber Wetterschutz. Aber gut, die Oma wird ja auch nicht 90 weil Sie raucht, sondern obwohl sie raucht. Ich will möglichst wenig riskieren. Von der Schilfrohrmatte wurde mir durch Klaus Schilberg während eines Lehmbauseminars dringend und kategorisch abgeraten. Nur einlagig als Putzträger denkbar, nicht zur Dämmung. Die Holzweichfaserplatte könnte theoretisch funktionieren weil sie ohne Schaden zu nehmen etwa 20% ihres Eigengewichts an Feuchte aufnehmen kann(hohe Sorptionsfähigkeit). Das grundsätzilche Problem der Taupunktverschiebung nach innen besteht trotzdem. Ein ausgezeichneter Lehmbauer dieses Forums hat mir auch von der Holzfaserplatte abgeraten, da in der Praxis regelmäßig Schäden auftreten.Ich habe noch(!) keine Erfahrung im Lehmbau.Ich wage aber zu behaupten, dass ein nicht zu unterschätzendes Risiko besteht hinsichtlich entstehender Hohlräume zwischen Faserplatte und Lehm. Hat jemand Erfahrung mit der Innenvorsatzschale und der Lehmschüttung erdfeucht? Speziell um die Problematik der Lastabtragung. Ich danke Euch!