Übersicht der Kommentare von Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle im Fachwerkhausforum.

Alle 2912 Kommentare von Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle

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30.12.2013, Die Intello von Proclima auch! Aber es stimmt schon besser unter den Balken neu!

30.12.2013, zu 1 Wir haben selber mal ein paar Versuche zum sommerlichen Wärmeschutz durchgeführt und fanden die bekannte Aussage "je schwerer der Dämmstoff, je besser der sommerliche Wärmeschutz" bestätigt. zu 2 Auf jeden Fall die genannten Nachteile. Heut zu Tage besteht das größere Risiko für die Bewohner bei einem Brand nicht mehr im Feuer selber sondern durch die entstehenden Gase aus den "modernen" Baustoffen und Möbeln. zu 3 Die Folie muss nicht an den Seiten der Balken angeschlossen werden, sondern kann in "Berg und Tal" Verlegung eingebaut werden. Gut wäre es dann, wenn die Balken noch etwas überdämmt werden könnten, soweit das die Statik zulässt. Bei einer Dämmung auf der Verbretterung empfehle ich statt Styropor, Holzweichfaserplatten. Bei dieser Ausführung dürfte aber auf jeden fall der Anschluss zur Dachschrägen etwas schwieriger auszuführen sein.

Schrauben

Welche Schrauben für sichtbare Verschraubung von Hobeldielen

30.12.2013, Spax-S 4,0 * 70 Mindestbalkenbreite 6 cm, wenn Bretter auf dem Balken gestoßen werden Mindestbalkenbreite 10 cm Erf. Einschraubtiefe 32 mm Unterlegen mit Vollholz, mögl. durchlaufende Keile, Mindestbreiten wie oben angegeben einhalten

@ Georg , schlechtes Mauerwerk

Die Sache mit der statischen Scheibe (bei Dielenböden)

28.12.2013, Wenn die Wände so schlecht sind wie beschrieben, sollen sie über die Verbundanker dann dennoch Lasten übernehmen (fällt mir schwer zu glauben), oder werden die Deckenlasten über den Stahlrahmen mit Stützen und neuen Fundamenten bis zur Gründung geführt? Wenn das Mauerwerk so schlecht ist wie beschrieben könnte ich das dann nachvollziehen. Ich habe das schon einmal mit einer neuen innen liegenden Holzrahmenwand und ausreichend Abstand mit Hinterlüftung zum alten Mauerwerk ähnlich gelöst. Gruß Fred

@ Andreas

Die Sache mit der statischen Scheibe (bei Dielenböden)

28.12.2013, Beispiel 1 Aus meiner Sicht ja, auch wenn die gültige DIN hierzu keine Angaben mehr macht. Genaue Anweisungen dazu gibt es in der schon mehrfach erwähnten EGH-Bericht „Aussteifende Holzbalkendecken im Mauerwerksbau“ des Informationsdienstes Holz. (Den Informationsdienst Holz gibt es leider nicht mehr. Ich habe aber gehört, dass man die Veröffentlichungen wieder im Netz finden kann.) Die neue DIN macht auch keine Angaben mehr zu diagonal verlegten Dielen bei Holzbalkendecken, sondern lediglich bei Wänden. Beispiel 2 Die Ansicht, dass die Aussteifung bei einem Holzständerbau oder einem Rahmenbau ausschließlich über die Wände funktioniert teile ich nicht. Eine Berechnung mit einem solchen Ergebnis würde ich mir gerne einmal anschauen, denn man lernt ja immer gerne dazu. Die Sichtschalung auf der Decke könnte die gleiche Funktion ausüben wie schon im Beispiel 1. (Auch hierzu noch einmal ein Literaturhinweis Holzrahmenbau des Zimmerhandwerks.) Allerdings könnte eine Beplankung mit Gipsfaserplatten o.ä. auch eine aussteifende Wirkung erzielen. Mir ist allerdings keine Information bekannt, dass dies auch bei Decken mit einer Zwischenlage aus Brettern funktioniert. Vielleicht handelt es sich beim Verlegen dieser Platten nur um eine Schallschutzmaßnahme durch den Einbau von Last.

@2 Georg

Die Sache mit der statischen Scheibe (bei Dielenböden)

28.12.2013, Die Problematik mit dem Stall bzw. Lagergebäude verstehe ich zunächst einmal nicht so ganz. Warum müssen hier ausgesteifte Stahlrahmen mit Klebeankern eingebaut werden. Es sind doch Holzbalkendecken eingeplant, die man nach alter Väter Sitte (Dielenbelag) oder auch nach moderneren Ideen (Holzwerkstoffplatten) aussteifen kann. Dann können sie auch das Ausknicken der Wände verhindern. Deckenbalken Parallel zum Giebel macht Sinn, wenn der Giebel dann aber durch Anker in ausreichender Zahl, und in der richtigen Konstruktion und Lage (du hattest dass schon mal beschrieben) eingebaut werden, sollte auch der Nachweis für das Giebelmauerwerk kein Problem darstellen. Ich gehe mal davon aus, dass das Mauerwerk min. 24 cm Stark ist. Wilde Stahlkonstruktionen braucht man hier meiner Meinung nach nicht (aber ich hab ja auch nur ein Foto gesehen). Gruß Fred

@1 Georg

Die Sache mit der statischen Scheibe (bei Dielenböden)

28.12.2013, Andreas wünscht sich, dass wir uns hier im Forum weiter austauschen, also tue ich das nun und versuche den Beitrag knapp zu halten: „Es geht hier nicht um die Funktion einer horizontalen Aussteifung des gesamten Gebäudes, das übernehmen im klassischen Mauerwerksbau die tragenden Wände, die über Dicke und Abstand zu einbindenden Querwänden ausgesteift werden … „ das kann funktionieren, aber nicht in jedem Falle. Dies hängt von den Wandhöhen, den Abständen der Querwände und der Wanddicke ab. „Eine Holzbalkendecke ist aber keine starre Scheibe im statischen Sinn.“ Doch, ist sie bei richtiger Ausführung wohl. Ich verweise noch einmal auf die bereits genannte Veröffentlichung zu Holz-Deckenscheiben im Mauerwerksbau des Holzbauvereins Düsseldorf „Die Funktion der starren Scheibe zur Horizontalaussteifung ist eine Spezifik des Bauhausstiles und damit unserer modernen Stahlbetonbauweisen.“ Das sehe ich anders und finde dies auch in der Literatur. Allerdings wurden die Grundrisse im Bauhausstil immer weiter aufgelöst, so dass sie mit Deckenscheiben aus Holz häufig nicht mehr zu stabilisieren sind, jedenfalls nicht mehr über eine Beplankung mit parallelen Dielungen. „Tragende Längswände und aussteifende Querwände, in sich pro Geschoss stabil.“ Das ist richtig, aber eben nur pro Geschoss. Damit sie zwischen den Querwänden nicht ausknicken, müssen sie durch die Decke gehalten werden, was aber nur durch die Scheibenwirkung der Decke funktionieren kann, da sich einzelne Balken ansonsten wie ein Parallelogramm verschieben würden. „…aber ich wehre mich gegen die pauschalisierte Annahme das sie automatisch hergestellt werden müssen wenn ich im Altbau eine Decke anfasse.“ Eben nicht pauschal, sondern immer dann, wenn sie vorher vorhanden war. Gruß Fred

@ Andreas

Die Sache mit der statischen Scheibe (bei Dielenböden)

28.12.2013, Zu 1 ja Zu 2 ja Zu 3 nein Die Meinung von Herrn Holzleitner teile ich natürlich, aber ich denke, das habe ich bereits geschrieben. Gruß Fred

e-Mail an Georg Böttcher

Die Sache mit der statischen Scheibe (bei Dielenböden)

27.12.2013, Hallo Melanie, den Kontakt über eine E-Mail an Herr Böttcher habe ich gesucht, da ich den Eindruck habe, dass diese Diskussion das Forum total überfordert. Da Georg nun seine Antwort veröffentlicht hat möchte ich hier wenigstens meine Schlusssätze zu dieser E-Mail übermitteln: "Die Funktion von Anker und Scheibe sollte man nicht trennen. Und eine solche Tragsituation war auch vorher vermutlich gegeben. Du schreibst weiter oben:“ Man muss wissen was man tut“. Genau das meine ich. Wenn man eine Dielung entfernt muss man wissen, dass diese häufig zur Stabilität des Gesamtgebäudes beiträgt. Wenn man dann die Gesamtsituation nicht beurteilen kann, sollte man den ursprünglich vorhandenen Zustand wieder herstellen. Im Fachwerkhaus gehe ich noch einen Schritt weiter. Selbst wenn die Deckenscheibe für die Ursprungskonstruktion nicht benötigt wurde, macht es Sinn sie einzubauen, weil sie die Stabilität erhöht und viele der alten Verbindungen nicht mehr in der Lage sind die ursprüngliche Funktion zu 100% zu erfüllen. Siehe auch WTA. Darum geht es mir, wenn ich immer wieder darauf hinweise, dass Dielen nicht nur als Fußboden dienen sondern durchaus eine tragende Funktion über die Verteilung der vertikalen Lasten (Eigenlasten, Verkehrslasten), hinaus haben. Also, entweder wieder so einbauen wie‘s gewesen ist, oder das Tragwerk neu beurteilen lassen. Und an der Stelle denke ich, dass dann viele Zimmerleute überfordert sind."

Zu Punkt 3 Bestandsschutz

Die Sache mit der statischen Scheibe (bei Dielenböden)

24.12.2013, Bestandschutz gibt es immer nur für einen vorhandenen Bestand! Werden die Bretter ausgebaut, gibt es keinen Bestand und somit auch keinen Schutz mehr. Streng genommen müsste ein neuer Nachweis erfolgen. Ich kenne durchaus Behörden, die das fordern würden. Wird keine neue Beurteilung vorgenommen, sollte der alte Zustand (vorausgesetzt der alte Zustand war wirklich alt), oder durch Ausgleichsmaßnahmen eine vergleichbare Situation hergestellt werden.