Übersicht der Kommentare von Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle im Fachwerkhausforum.

Alle 2912 Kommentare von Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle

Seit 2002 online


Deckenscheibe

Die Sache mit der statischen Scheibe (bei Dielenböden)

23.12.2013, Guten Morgen Melanie, hallo Herr Böttcher, Ich möchte zu diesem Thema ein paar Anmerkungen machen. Herr Böttcher hat Recht, wenn er sagt, dass nach der heute geltenden Holzbau DIN für die Aussteifung von Gebäuden und damit die Scheibenwirkung von Holzbalkendecken über Holzwerkstoffplatten zu regeln ist. Dies führt zu 2 Feststellungen. 1. Die Aussteifung über Deckenscheiben ist erforderlich! (nicht immer in einer Kehlbalkenlage, dies müsste im Einzelfalle überprüft werden.) 2. In der heute geltenden Holzbau-DIN wird die Aussteifung über Beplankungen mit Dielen nicht mehr behandelt. Es gibt aber keine Aussage darüber, dass eine solche Konstruktion nicht mehr erlaubt ist. So wurden meine Nachfragen jedenfalls in entsprechenden Veranstaltungen beantwortet. Darüber hinaus befinden wir uns hier im Altbaubereich. Dort sollten alte DIN- Normen und alte Konstruktionsweisen auch weiter Bestand haben. Drei Quellen möchte ich stellvertretend für viele andere hier nennen. 1. Für den Mauerwerksbau: EGH-Bericht Informationsdienst Holz: Aussteifende Holzbalkendecken im Mauerwerksbau. 2. Für den Holzrahmenbau: Holzrahmenbau vom Bund deutscher Zimmermeister, mit Bemessungstabellen und Ausführungshinweisen 3. Fachwerkgebäude: Fachwerkinstandsetzung nach WTA VIII: Tragverhalten von Fachwerkgebäuden. Zitat: Die Geschossdecken ... haben eine große Bedeutung für die Gesamtstandsicherheit des Gebäudes ... Die Scheibenwirkung der Decken kann in folgenden Varianten erfolgen: 1. Dielenbretter, direkt auf den Balken, kraftschlüssig mit den Balken verbunden... Natürlich ist es so, dass die Scheibenwirkung bei Plattenware eine größere ist. Eine Holzfaserplatte zwischen Dielung und Balkenlage macht die statische Funktion von Dielenbelägen unwirksam und entspricht nicht den an mehreren Stellen empfohlenen Konstruktionen. Die Verschraubung oder Nagelung darf nicht in den unterseitigen Ausfräsungen der Dielenbretter erfolgen, sondern an den Stellen an denen das volle Holz vorhanden ist.

?

Dampfbremse notwendig Ja oder nein?

02.01.2013, Was bedeutet der Satz:"...oder macht so dicke Isolierungen aus Mineralwolle, Hanf oder Zellulose, die jegliche Diffusion wie in diesen Foren beschrieben, ins Gegenteil verkehren..." ? Der Taupunkt bei allen Konstruktionen ohne eine Dampfbremse liegt unter der äußeren Schalung nicht in den ersten 10 cm der Dämmung. Natürlich ist der äußere Bereich der Dämmung von der auftretenden Feuchtigkeit betroffen und es ist auch richtig, dass die Naturdämmstoffe mit dieser Feuchtigkeit besser umgehen können als die syntetischen Dämmstoffe. Die Menge der Feuchtigkeit ist bei den Naturdämmstoffen größer (im Vergleich mit PU-Dämmungen), da sie diffusionsoffener sind und kommen schnell an die Grenze der nach DIN zulässigen Tauwassermenge. Aus diesem Grund ist die Empfehlung des Handwerkers eine Dampfbremse einzubauen richtig, wie Flarez richtig schreibt. Ob sich zu irgendeinem Zeitpunkt die Normen ändern, hat natürlich mit diesen Betrachtungen nichts zu tun, denn für die alten Häuser gibt es bis heute keine Nachrüstpflicht, sie sind also von Änderungen in Normen nicht betroffen, es sein denn, es werden sowieso Bauarbeiten in einem bestimmten Umfang durchgeführt. Es kann also jeder für sich entscheiden, ob er lieber mehr Energie verbraucht oder ob er durch Dämmmassnahmen den Energieverbrauch reduziert und damit in vielen Fällen natürlich auch das Wohnklima verbessert.

Entweder

Fußboden auf Holzbalkendecke

14.12.2012, hier unter Marktplatz nachschauen oder bei der Ingenieurkammer des Bundeslandes nach Holzbaustatiker. www.ingkbw.de/

Statische Scheibe

Fußboden auf Holzbalkendecke

14.12.2012, die statische Scheibe wird beim groben Betrachen zu nächst einmal in jeder Etage erforderlich sein. Allerdings kann man sich Konstruktionen vorstellen, mit deren Hilfe man auf diese Scheiben verzichten, oder teilweise verzichten kann. Das können z.B. Ringbalken, Aussteifungsstützen oder spezielle Holzkonstruktionen sein. Beurteilen kann man das nur, wenn man das gesamt Hauskonstrukt betrachtet. Das kann nur ein Statiker, der vor Ort die Möglichkeit hat diese Dinge zu prüfen und rechnerisch nachzuweisen. Will man nicht rechnen lassen gilt, lieber eine Deckenscheibe zu viel, als eine zu wenig ;-)

mit einer Schüttung kann man

Sanierung Holzbalkendecke

14.12.2012, die Aussteifung nicht herstellen, auch keine gebundene und mit einer Holzweichfaserplatte geht das auch nicht. Nehmen sie statt der 30 mm Holzweichfaserplatte 24 mm Rauhspundschalung als Scheibe verlegt und vernagelt und bauen sie darauf ihren Fußboden auf. Zu den Gewichten kann ich natürlich nicht viel sagen, das soll der Statiker klären. beste Grüße Fred

Welche Funktion hat der Raum:

Glasdach dämmen!

11.12.2012, Wohnraum oder Wintergarten?

Kein Freund von Fußbodenheizungen

Sanierung Holzbalkendecke

11.12.2012, Aus diesem Grund kann ich leicht nach anderen Lösungen suchen. Ich möchte ein paar Gedanken weiter geben, die vielleicht noch einmal in eine andere Richtung denken lassen: - Filzstreifen auf die Holzbalken geht vermutlich aus statischen Gründen nicht. Sprechen sie den Statiker darauf an. Aus meiner Sicht bildet die Schalung zusammen mit den Deckenbalken eine Scheibe, die das Gebäude aussteift. Entkopplungen zwischen Dielen und Holzbalken würden diese Funktion aufheben. - Eine Fußbodenheizung benötigt eine Dämmung und oberhalb der Heizung die Masse (Estrich). Bei Holzbalkendecken erreicht man bessere Schallschutzwerte wenn die Masse direkt auf oder zwischen den Balken bzw. der Verbretterung untergebracht wird und darüber eine weicher / leichter Fußbodenaufbau. (Messungen der Fa. Fermacell) - Hohlräume in den Decken vermeiden - Wenn sich darunter eine Wohnung befindet ist mit einem nennenswerten Feuchtetransport durch die Decke nicht zu rechnen, da sich das Raumklima ähnelt. - ich kenne die österreichichen Baugesetze nicht, bei uns müssen zwischen fremden Wohnungen Grenzwerte des Schallschutzes eingehalten und nachgeweisen werden. Sprechen sie ihren Statiker darauf an. - Habe ich einen Dielenboden als Fußbodenbelag benötige ich keine Fußbodenheizung um die Oberflächentemperaturen in einem angenehmen Rahmen zu halten. Nun zu den beiden Varianten: 1. Estrich oben aus Schallschutzgründen eher schlecht. 2. Variante aus statischen Gründen vermutlich nicht durchführbar. Beste Grüße Fred ;-)

Die Hälfte soll reichen,

poröser Balken

06.12.2012, Aber nicht, wenn er wie es scheint bis in eine Höhe von 70 cm reduziert wird, und wenn er unten auf einer Schwelle oder einem Wandriegel aufsteht wäre ich auch skeptisch. Aber der Zimmermann hat mit Sicherheit einen Statiker an der Hand, der ihm das bestätigen kann. Das wäre mir ein paar € Wert.

EnEV

Dachdämmung mit Hanf / Zellulose bei nicht diffusionsoffener Unterspannbahn

06.12.2012, Nun, die EnEV ist keine Empfehlung, sondern Gesetz und weniger ist mehr, stimmt in diesem Falle sicherlich nicht. Klar, wenn ich Dämmung habe und 8 cm einbaue ist das eine riesige Verbesserung. Wenn ich bereits 12 cm habe und 8 dazu tue, haben diese 8 cm nicht die gleiche Wirkung wie im ersten Falle. Wenn ich meine Sparren komplett dämme, also von Unterkante Sparren bis direkt unter die Folie, habe ich damit der EnEV genüge getan. Wenn ich allerdings sowieso die Sparren aufdicken muss, dann muss ich das auch so tun, dass die EnEV eingehalten wird. Das ist bei einer Dachdämmung ein Wert von max 0,24 W/m²K. Dies dürfte mit 18 cm Hanf mit dem Dämmwert 0,04 erfüllt sein, bei ca. 10 % Holzanteil. Handelt es sich um einen neuen Dachausbau, gelten unter Umständen andere Regeln. Die letzte Frage kann man so nicht beantworten.

Entscheidung

Kerndämmung

06.12.2012, ob es möglich ist ein Material komplett wieder aus der Schale herauszuholnen, wird wohl keiner mit Sicherheit sagen können. Am besten funktionieren dann aber sicher körnige Materialien wie z.B. Perlite oder Isofloc H2Wall. Wer schon einmal eine mit Perlite gefüllte Wand öffnen musste, weiß dass das Material wie Wasser durch Öffnungen abfließt. Ob so allerdings wirklich alle Körnchen die Wand verlassen, wage ich nicht zu beantworten. Eine andere Sache ist die Setzungssicherheit, diese dürfte bei einem fasrigen Material größer sein. Alsomuss man wohl eine Entscheidung zwischen Ausbaubarkeit und höherer Setzungssicherheit treffen. Als letzte Frage bleibt dann noch die Frage nach dem Kondensat, dass auf jeden Fall anfällt. Gefühlsmäßig wäre es mir am liebsten, wenn es möglichst ungestört nach unten abfließen könnte. Da ist sichherlich das Körnige material wieder im Vorteil.