Übersicht der Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen im Fachwerkhausforum.

Alle 126 Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen

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Hallo Philipp,

Dielenboden - Aufbau und Material

15.01.2015, ein paar kleine Ergänzungen aus meiner Sicht: Ich weiß nicht, wie lang die Deckenbalken sind, möglich ist immerhin auch, dass die starke Schwingung im Boden durch etwas nachgebende Balken hervorgerufen wird. In diesem Falle hat das Anlaschen von Bohlen außer dem Höhenausgleich den Vorteil der zusätzlichen Versteifung. Dann alle Balken durchgehend mit Bohlen versehen und an genügend Punkten fixieren! Wichtig ist auch, (schon gesagt, aber ich möchte es noch einmal hervorheben), dass die Füllung bis Unterkante Dielen ausgeführt wird, um resonanzverstärkende Hohlräume zu vermeiden. Eine zusätzliche Geräuschentkopplung kann dadurch stattfinden, dass die Dielen nicht unmittelbar auf die Deckenbalken geschraubt werden, sondern nur untereinander verbunden schwimmend auf den Balken bzw. angelaschten Bohlen liegen. (Diese "Floßtechnik" ist, bei Interesse, bei den "Einbautipps" unserer site beschrieben: http://www.holz-lebt.de/gut-verlegt) Ferner würde ich auf die Balken / Bohlen einen Dämmstreifen aus Filz oder Kokos legen und antackern, der zusätzlich geräuschdämmend wirkt. Aus meiner Sicht sind Dielenabschnitte mit umlaufender Nut und Feder nicht so schön, nicht so historisch passend und auf einer Deckenbalkenlage auch bautechnisch nicht so gut wie raumlange Dielen. Eine Stärke von 28 - 30 mm bei Nadelholz, 24 - 26 mm bei Hartholz ist meiner Erfahrung nach unproblematisch bei einem lichten Abstand der Deckenbalken von 80 cm (zumal der sich durch die Bohlen ja noch verringert). Natürlich passt sich das Holz der Raumfeuchte an. Meiner Erfahrung nach muss dieser Anpassungsprozess nicht mit Verziehen oder Verwerfen einhergehen, sofern die Holzqualität stimmt. Die Holzfeuchte sollte freilich nicht zu stark von dem prognostizierten Mittel der Raumfeuchte (normalerweise um 50% +- 5%-Punkte) abweichen. Eiche ist bei den Harthölzern sicher die beste Wahl. Aber es gibt bei Nadelhölzern auch starke Unterschiede in der Härte und Festigkeit, die vom Alter und vor allem von den Wuchsbedingungen abhängen. (Wir haben einen SEHR lebhaften Hund und Kieferndielen, die auch nach 15 Jahren Kindern und 5 Jahren Hund ansehnlich aussehen.) Weiter viel Glück und Erfolg beim Bauen!
14.01.2015, also falls Sie den Höhenausgleich an den Kreuzpunkten mittels z.B. Holzbrettchen vornehmen, die ja angeschraubt werden müssen, würde ich an diesen Punkten die Filz-, Kokos-, oder was auch immer-Puffer nicht einsetzen; könnten rausrutschen. Wir praktizieren das eigentlich immer gerne so: Zum Schluss auf die Lagerhölzer Filzstreifen von der Rolle legen, antackern, darauf die Dielen. Die liegen dann auch ein Mü weicher, federnder. Schönen Gruß!

Hallo Lars,

Holzfussboden im Altbau

12.01.2015, Sie haben anscheinend schon ganz gut im Forum vorrecherchiert ;-) Auch mir scheint Ihr Plan Hand und Fuß zu haben. Vielleicht die Betonschicht auf Stärke und Festigkeit prüfen (Zwei, drei mal bohren) und als Schüttung käme auch Blähton in Frage; bei einer Schicht von 18 cm ist die Dämmwirkung komfortabel. Viel Erfolg beim Bauen!
09.01.2015, denn "bleibt wohl trocken" ist zwar eine schöne Hoffnung und auch durchaus möglich; falls es aber nicht trocken bleibt, gammelt der schöne Fußboden unter den Füßen weg. Keller können eigensinnig sein und sich unversehens entschließen, einen guten Schluck, z.B. vom gestiegenen Grundwasser, zu nehmen ...
09.01.2015, ... nur die Reihenfolge ist etwas durcheinander geraten. 1. Über die Kellerdecke Feuchtesperre, i.d.R. PE-Folie, ausreichend stark, an den Wänden hoch legen bis über Oberkante zukünftiger Fußboden. 2. Kanthölzer bzw. Tragbalken darauf legen, so hoch dimensioniert, dass der Fußboden die gewünschte Bauhöhe erreicht. (Z.B. 8 x 10, 10 x 8, 10 x 12) Kanthölzer in Waage bringen. Lichter Abstand etwa 80 cm (abhängig von Stärke der Dielen.) 3. Dämmschüttung zwischen die Kanthölzer, Blähton ist eine gute Wahl, Perlite oder Hanf-Lehm-Mischung ebenfalls. Dämmschüttung bis Oberkante Traghölzer. 4. Auf die Traghölzer raumlange Dielen schrauben. Bei Abstand der Kanthölzer von 80 cm Stärke der Dielen nicht unter 27 mm. Spanplatten ("OSB") brauchen Sie bei diesem unkomplizierten und vernünftigen Aufbau nicht. Eine Geräuschdämmung ist durch die Feststoff-Schüttung ohne Bildung großer Hohlräume ausreichend gegeben, es sei denn, Sie wollen den Keller untervermieten ;-) Für zusätzliche Geräuschdämmung, falls erfordert, würde ich die Dielen in "Floßmethode" schallentkoppelt legen; Sie finden das bei Interesse etwas genauer ausgeführt bei den Verlege-Tipps auf meiner website (http://www.holz-lebt.de/gut-verlegt). Viel Spaß und toi toi toi beim Bauen!

Und noch ein kleiner Tipp am Rande:

Decke und Balken womit wachsen/ ölen?

07.01.2015, Grobe, verbaute Balken und Bretter abschleifen geht wunderbar mit kleiner Flex und sog. Lamellenschleifscheiben drauf. (Atemschutz!) Allerdings sollten Sie deutlich grobkörniger als mit 120er beginnen, eher 40er! Ach, noch was: Schutzbrille natürlich auch, es werden manchmal ganz schöne Bröckchen losgerissen und per Zentrifugalkraft in die Welt katapultiert - damit nicht ;-( Schönen Gruß!

Nee, Ente oder Trente,

Fußboden im Erdgeschoss dämmen

05.01.2015, die sicherste Lösung ist, eine Sperrfolie komplett unterhalb der Tragkonstruktion durchzuziehen. Wenn das nicht geht, dann ist es so lassen wie es ist das kleinere Übel gegenüber der Idee, zwischen den Traghölzern Folie zu legen. Falls Sie dieses Risiko aber eingehen, dann vorher Feuchte am Boden zum Keller an vielen Stellen messen. Aber wie gesagt, das ergibt keine 100%ige Sicherheit vor Feuchteschäden. Ich würde jedenfalls Dämmschüttung verwenden, keine Mineralwolle, der ich baubiologisch nicht traue (> http://www.wissenwiki.de/Mineralfaser). Der Aufwand ist nicht so erheblich. Vielleicht lassen Sie doch mal, wenn die alten Dielen runter sind, mal einen Fachmann / eine Fachfrau hineinschauen, ob dir Unterbringung einer Feuchtesperre so schwierig wäre. Schönen Gruß noch mal!

Hm, tja,

Fußboden im Erdgeschoss dämmen

04.01.2015, nicht gut ist jedenfalls, die Traghölzer seitlich feuchtesperrend einzupacken und nicht von der Kellerdecke zu trennen. Evtl. entsteht dann ein feuchtes Milieu, das zu einer beschleunigten Verrottung der Balken führen kann. Was also tun? Bitte erstmal forschen: an einer oder zwei Stellen alten Fußboden abnehmen, Schüttung herausnehmen und die Balken unter die Lupe nehmen, Fotos machen, hier einstellen! Wenn der ganz Unterbau mitsamt Balken trocken ist, würde ich ihn so lassen und nur alles zwischen den Balken heraus nehmen und durch Dämmschüttung ersetzen. Aber ACHTUNG, das ist persönliches Bauherren-Risiko, denn wenn irgendwo doch vom Keller her Nässe hoch kommt (und das kann sich jahreszeitlich oder im übernächsten Jahr ändern), morscht der Fußbodenaufbau langsam unter Ihren Füßen weg. Sicherer ist es, wenn Sie eh schon den Boden aufmachen, die Traghölzer herauszunehmen, Folie einzulegen und dann die Balken, sofern sie gut sind, wieder hinein! Schadhafte Exemplare ersetzen! Im übrigen ein wenig abwarten; garantiert melden sich noch andere Forumisten mit Ratschlägen. Schöne Grüße aus dem schönen Havelland!

Da nich' für,

Beratersuche Oderbruch

04.01.2015, übrigens, Sie sind nicht zufällig verwandt oder verschwägert mit CHRISTOPH Nickel, ebenfalls Oderbruch?

Hallo Jana,

Fußboden im Erdgeschoss dämmen

04.01.2015, liegen die Balken unmittelbar auf der Kellerdecke auf? Denn besser wäre es, UNTER den Balken eine Feuchtesperre (PE-Folie) einzuziehen und an den Wänden entlang hoch zu legen bis unter die zukünftigen Fußleisten. Wenn die Balken noch in Ordnung und trocken sind, lassen sie sich für den neuen Fußbodenaufbau verwenden. Dazwischen eine Dämmschüttung einfüllen: Blähton, Perlite oder Hanf-Lehm-Gemisch (gibt es alles sackweise beim Natrubaustoffhandel Ihres Vertrauens) bis Oberkante Balken. Auf die Balken die raumlangen Dielen direkt aufschrauben, oder zuvor einen Filzstreifen (von der Rolle) auf den Balken tackern, das verbessert das sanfte Federn der Dielen. Wenn der Balkenabstand wie früher üblich um die 80 - 100 cm beträgt, sollten die Dielenbretter stark genug sein, um sich nicht durchzubiegen (min. 27 mm). Schöne Grüße!