Übersicht der Kommentare von Meisinger Ingenieurleistungen im Fachwerkhausforum.

Alle 421 Kommentare von Meisinger Ingenieurleistungen

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Das angesproche Rinnsal ...

Frage Kellerfeuchte:

20.06.2013, ... ,das mir jetzt erst beim nochmaligen Lesen aufgefallen ist, kann darauf hindeuten, dass Grund- bzw. Schichtenwasser durch das Mauerwerk dringt. In unserem alten Gewölbekeller (knirsch gesetzte, gut behauene Kalksteine) ist dies auch der Fall. Bei den letzten Starkregen haben wir es sogar erlebt, dass im Bereich der unteren Lagerfugen richtige kleine Quellen sprudelten. Die Bodenverhältnisse bei uns sind wohl allerdings etwas anders, d. h. wir haben hier plattige Kalksteinbänke und dazwischen gelagerte Tonschichten. Letzte führen temporär Schichtwasser. Als kritisch hat sich in diesem Zusammenhang auch der vor zig Jahrzehnten mal eingebrachte Betonboden erwiesen. - Durch die Spannung des unter der Platte drückenden Wassers, tritt dies durch jede Ritze und jeden Spalt (insbesondere an den Rändern) nach oben aus. Ich würde von daher empfehlen, zu untersuchen, wie die Natursteine gesetzt sind (in Lehm, Kalkmörtel o. ä.), wie die Gründung ausgeführt ist und ob es eine äußere Abdichtung (z. B. Ton) gibt. In Abhängigkeit von den Untersuchungsergebnissen sollte dann alles Weitere konzipiert werden. i. V. Dirk Meisinger

Ich möchte mich ...

Frage Kellerfeuchte:

20.06.2013, ... Ihrem Bauberater anschließen. Den Vorschlag von Sascha finde ich da schon zielführender. Im Übrigen hoffe ich, dass die "Katja" nicht Indiz dafür ist, dass es sich bei dem nicht näher bezeichneten Estrich um Gipsstrich handelt. In Räumen wo mit Feuchte im Bodenbereich zu rechnen ist, ist Gipsestrich m. E. absolut fehl am Platz! i. V. Dirk Meisinger

So lange ...

Bruchsteinmauer (im Erdreich) verkleiden/verputzen

20.06.2013, ... nicht geklärt ist, woher die Feuchtigkeit stammt (z. B. Kondensat, durch die Wand tretende Feuchte), würde ich auf keinen Fall irgendwelche Maßnahmen am Mauerwerk durchführen. Ausnahme: Den Versiegelungslack entfernen! Feuchtigkeit und Holz sowie Gips passen nunmal überhaupt nicht zusammen. Hier gilt es m. E. zuerst einmal, eine fundierte Ursachenforschung zu betreiben. i. V. Dirk Meisinger

Eindeutiger Schwachpunkt ...

Tauwasser im Fussboden

15.06.2013, ... der Konstruktion ist m. E. der Fußpunkt der Außenwand. So lange, wie hier keine konstruktiven Veränderungen vorgenommen werden, wird an dieser Kältebrücke auf der Warmseite unweigerlich Kondensat ausfallen und zwar in einer vormutlich solch großen Menge, dass selbst kapillare Dämmstoffe hier nichts wegpuffern können. Vom Einsatz verrottbarer Dämmstoffe - wie z. B. Holzfaserplatten - rate ich insoweit dringend ab, es sei denn, die Dämmung wird oberseitig dampfdicht abgesperrt. Und um nochmal auf die Tauwasserberechnung einzugehen: Das Programm rechnet hier mit 8.760 h, d. h., einen Gesamt-Tauwasserausfall von 2.554 g/m² zugrundelegend, würde dies bedeuten, dass von Mitte April bis Anfang Juni, sprich in etwa 55 Tagen rechnerich 16,04 g/m² Kondensat ausfallen. Unter dem von Herrn Böttcher beschriebenen Aspekt können es allerdings deutlich mehr sein. - Als irrelevant würde ich dies nicht bezeichnen. i. V. Dirk Meisinger

Bei dem Aufbau ...

Tauwasser im Fussboden

14.06.2013, ... wundert es mich nicht, dass sich auf der Folie Kondensat bildet. Ich habe mit unserer ROWA-Software in Ermangelung von Daten für Stroh mal 200 mm Hanfdämmung angesetzt und damit das Programm unter den normierten Randbedingungen rechnen lassen. Im Ergebnis steht ein U-Wert von 0,207 W/m²K und eine verbleibende Tauwassermenge von 0,421 kg/m², die nicht verdunsten kann. Wenn die relative Luftfeuchte mit 70 % statt der normierten 50 % angesetzt wird, steigt die Tauwassermenge auf sage und schreibe 2,554 kg/m² an! Der Tauwasserausfall wird sich nur vermeiden lassen, wenn die Konstruktion grundlegend verändert, d. h. die Dampfbremse / -sperre oberhalb der Dämmung angeordnet wird. Soll bzw. muss unterhalb der Dämmung eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit vorgesehen werden, so ist diese so zu wählen, dass auf ihr kein Kondensat ausfallen kann, denn selbst eine PE-Folie mit einem sd-Wert von 100 ist noch dampfdurchlässig! i. V. Dirk Meisinger

Frostsicher ...

Häßliche betonierte Hoffläche...

07.06.2013, ... auf den Beton zu pflastern, geht m. E. nicht. i. V. Dirk Meisinger

Wir haben uns ...

Welche Art von Holzfenster soll ich nehmen?

05.06.2013, ... für Fenster aus europäischer Lärche entschieden, die aber "nur" geölt worden sind. Dazu muss ich allerdings sagen, dass das Holz beim Großhändler persönlich ausgesucht wurde, sozusagen handverlesen ist. Allerdings sollte man sich dessen bewußt sein, dass selbst bei bester Holzqualität nicht auszuschließen ist, dass im Laufe der Zeit noch etwas Harz austritt. Dieses Risiko besteht jedoch auch bei Fichten- und Kiefernholz, wenn dieses Harzgallen enthält. Wenn man ganz auf Nummer Sicher gehen möchte und besonders hohen Wert auf Langlebigkeit legt, ist m. E. Eiche die erste Wahl. i. V. Dirk Meisinger

Wie wär's denn ...

Fußboden im Bad

13.05.2013, ... mit Thermoholz-Dielen, wasserdicht verlegt? Einige Bilder hierzu: http://www.thermoholz-deutschland.de/Bilder/Innenb%C3%B6den%20Massiv/Wellnessb%C3%B6den%20Feuchtraum%20Bad/index.html i. V. Dirk Meisinger

Wenn ich lese ...

Innendämmung Flachdach

12.05.2013, ... dass man von unten durch die Dämmung Tageslicht erblicken kann bzw. konnte und dann noch auf dem Bild sehe, wie die Dämmung eingebaut ist, kommen mir doch erhebliche Zweifel an der Tauglichkeit der Konstruktion. Hier kann davon ausgegangen werden, dass die Dämmebene löchrig ist und damit die bestimmungsgemäße Wirkung nicht erfüllen kann. Im Übrigen sollte auf jeden Fall abgeklärt werden, ob es zwischen der Steinwolle und der Dachschalung eine funktionierende, d. h. wirksame Hinterlüftungsebene gibt und wenn ja in welcher Höhe und mit welchen Ein- / Auslaussöffnungsquerschnitten in Bezug zur Dachfläche. Falls es keine Hinterlüftung geben sollte, wäre zur genauen Festlegung der raumseitigen Dampfbremse / - sperre zu recherchieren, um was für eine Dachdichtungsbahn es sich handelt. Falls eine zweifelsfreie Typisierung nicht möglich sein sollte, würde ich auf Nr. Sicher gehen und raumseitig eine hochwirksame Dampfsperre anbringen. Aber wie gesagt: Für sinnvoll würde ich eh eine Sanierung halten. i. V. Dirk Meisinger

Nach jahrelanger Bewitterung ...

Feuchtigkeit im Aussenwand?

11.05.2013, ... gedeihen auf Asbestzementplatten Algen und Flechten, oftmals sogar Moose. Die Verwitterung der Platten und die Freisetzung von Asbestfasern wird durch die biogenen Ausscheidungen von organischen Säuren verstärkt. Eine Reinigung, bei der Asbestfasern gelöst werden können (z. B. mit Hochdruckreinigern), ist nicht zulässig und kann strafrechtliche Folgen haben. Mehr hierzu ist recht aufschlussreich auf der Website der Stadt Marburg beschrieben: http://www.marburg.de/de/17896 Von daher würde ich zu einer Sanierung der Fassade raten. Das Abnehmen und die Entsorgung der Asbestplatten sollte nicht in Eigenleistung sondern von einer Fachfirma übernommen werden, die eine entsprechende Zulassung hat. Die Beachtung der Arbeitsschutzbedingungen ist dabei oberstes Gebot. i. V. Dirk Meisinger