Übersicht der Kommentare von Architekturbüro Kornmayer im Fachwerkhausforum.

Alle 2380 Kommentare von Architekturbüro Kornmayer

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Fassadenrenovierung Fachwerkhaus 1709

26.01.2017, Anfang 18. Jhd. in Hochheim. Das dürfte im wesentlichen der Bereich südöstlich der Mainzer Straße sein? Stell doch mal ein Bild ein um welche Rissbildungen es geht. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

WDVS

Kalkputz oder Gipsfaserplatte

23.01.2017, Das Ganze muss man mal hinsichtlich Wärmedurchgang und Tauwasserausfall einmal durchrechnen. Außendämmung der Gebäudehülle: Die Besten Erfahrungen habe ich mit hinterlüfteten Systemen gemacht, beispielsweise Holzweichfaserdämmung hinter Boden-Deckel-Schalung oder aber auch Stehfalz. Tauwasser kann hier problemlos abtransportiert werden, während dieses ein herkömmliches WDVS oft erst zögerlich verlassen kann. Innen kann herkömmlich verputzt oder auch auf einer Holzweichfaserplatte (ggf. in Kombination mit Wandflächenheizung) verputzt werden. Konstruktionen die nicht zu überwachende Hohlräume enthalten würde ich vermeiden. Die Arbeit mit Dampfbremsen ist für den Ungeübten nicht zu empfehlen. Selbst Profis müssen sich gelegentlich vor Gericht vertreten lassen. Ich würde versuchen rechnerisch das Ganze so hinzubekommen, dass möglichst kein Tauwasser ausfällt, bzw. die Austrocknungszeiten ausreichen. Bei Kunden würde ich (bis auf wenige Ausnahmen) niemals darauf verzichten, das System aber so dimensionieren, dass auch ein Einbaufehler verziehen werden kann. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer Das Bild zeigt ein Gebäude mit herkömmlichen WDVS

Trägerbalken bei unserem PMF-Fachwerkhaus ist wetterseitig durchgefault

16.11.2016, Hallo Carolyn, stelle doch mal ein Bild ein, dann kann man sich das besser eine Vorstellung machen, wie weit das gehen kann. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Darf ein liegender Dachstuhl gekürzt oder abgeschnitten werden?

06.11.2016, Eingriffe in statische Bauteile oder Änderungen an der Kubatur sind in der Regel genehmigungspflichtig. Je nachdem was dort passiert - z. B. eine Nutzungsänderung - bedarf das Ganze evt. auch einer Zustimmung der Nachbarschaft. Ist einzelfallabhängig. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Kernsaniertes, feuchtes Sandsteinhaus mit Bad im Keller trockenlegen

04.10.2016, Man darf nicht einfach einen Teil der Mauer untergraben ohne umgehend für eine sichere Unterfangung zu sorgen. Im Besonderen nicht wenn es schon eine Vorschädigung gab. Hier besteht die Gefahr das weiteres in die Grube laufendes Wasser den tieferen, bisher festen Boden aufweicht und dass durch die Last des Hauses der Untergrund in Bewegung gerät. Die Dachentwässerung der Scheune sorgt zuverlässig für Wassernachschub, auf dem Bild ist stehendes Wasser zu sehen. Ein Streifenfundament kann ich nicht erkennen. Es ist nicht ausreichend ein paar Eisen in den Beton zu stecken. Da gehört eher ein Korb hinein, vom Statiker bemessen und vor dem betonieren ggf. mit weiteren Eisen verdrillt (Rödeldraht). Bewehrungsabnahme durch den Statiker. Schleunigst muss hier dafür gesorgt werden das anstehendes Wasser abgeleitet wird und kein neues Wasser in die Mulde gerät: Also oben dafür sorgen das Regenwasser nicht mehr zwischen die Häuser gerät und unten dass alles abläuft. Das Regenwasser der Scheune muss weit weggeführt werden. Plane über alles drüber und einen Statiker gesucht. Gestern. Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

Lagerhölzer auf Sand, auf Holzkohle oder auf Mineralisch ummantelte Holzspäne?

04.10.2016, Viel besser als Herr Böttcher kann man das kaum erklären. Gruß, Christoph Kornmayer

Welche Dämmung Decke Badezimmer

04.10.2016, Hallo Nadine, das sehe ich genau wie Udo. Hanf ist denkbar und gut möglich, es kommt darauf an was über dem Bad liegt - weshalb gedämmt werden soll. Außenwände sind auch ein Thema. Pläne / Bilder wären gut, bei Bedarf kann ich mir das einmal anschauen. Gruß, Christoph Kornmayer

Fachwerk Dämmen

04.10.2016, Hallo Thomas, besteht dieser Aufbau bereits oder ist er erst vorgesehen? Wenn es in der Nähe ist kann ich mal einen Blick darauf werfen. Gruß, Christoph Kornmayer

Bodenplatte im Keller naß - Neubau

19.09.2016, Neben den bereits im Februar geschilderten Mängeln habe ich da noch etwas anderes im Visier. Ich sehe auf dem Baustellenbild, aufrecht stehende Bewehrungseisen. Wurden die Kellerwände betoniert? Wenn ja, wurde hier auch das Quellband eingebracht? Wie wurde später abgedichtet? Gibt es hiervon Bilder? Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer

wenn Sie es doch schon wissen ...

OKAL wie lange Geruch nach Sanierung

13.09.2016, "sanare" lt. für heilen ist namensgebend für die umgangssprachliche Sanierung. Die meisten "Sanierungen" die mir begegneten gingen mit der schadstoffbelasteten Substanz nicht "allumfänglich final" um – im Besonderen, wenn die Innenverkleidungen (Innen- und Außenwände) am Haus belassen wurden. In solch einem Falle wird offensichtlich davon ausgegangen, dass eine Dampfbremse / dampfbremsende Wirkung dieser inneren Schicht funktioniert. Wenn dem so wäre - weshalb riecht das dann eigentlich so seltsam? Solange die ursprünglichen Spanplatten an Wänden, Böden und Decken verbleiben, verbleibt eben auch immer belastetes Material im Haus. Gerade beim Einsatz von Wärmedämmverbundsystemen – am Ende noch mit aufgeklebten Riemchen ist ein besonderes Augenmerk auf die Bauphysik zu richten: Die alten Fassaden haben überhaupt nur so lange gehalten, da die äußere Schicht in der Regel hinterlüftet wurde. Das Dampfdruckgefälle nahm nach außen ab und von innen durch diffundierende Feuchtigkeit (und auch ein Teil an Schadstoffen) wurden mit der an der Dämmung entlang streichenden Luft abgeführt. Auf dem Bild ist eine solche Fassade zu sehen. Das System funktioniert und wird in dieser Weise auch wieder hergestellt. Die außenliegende, verputze Spanplatte wird nun nach über 40 Jahren ausgetauscht. Wenn die Hinterlüftung wegfällt sollte sich einem die Frage aufdrängen wie in Zukunft der bisherige Austausch stattfindet. Zwar geht es hier - wenn man das Gesamtvolumen des Hauses betrachtet - wahrscheinlich nur um wenige Prozent, die durch die Wand hindurch diffundieren, doch scheint alleine dies in der Vergangenheit ausgereicht zu haben um Belastungen in solchen Häusern nachweisen zu können. Mit der Fassadensanierung kommen in der Regel dann auch neue Fenster in das Haus, da diese nun ja auch den Dämm-Standard der neuen Dämmung erfüllen müssen. Fenster und Anschlüsse werden auch hier dichter. Ein Kunstharzputz oder auch ein Bekleben mit Keramik behindert / unterbindet die Dampfdiffusion. Es kommt zum Ausfallen von Kondensat hinter dieser Schicht und der Feuchtigkeitsgehalt in der Dämmlage steigt langsam an. Abgesehen von sinkender Dämmwirkung kann auf Dauer mit Frostschäden gerechnet werden. Wurde am Haus auch das Dach erneuert? Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer P.S.: Vielleicht ist es nicht so, dass es eine Weile dauert bis sich der Geruch verflüchtigt, sondern dass es eine Weile dauert, bis der Geruch wiederkommt? :-(