Übersicht der Kommentare von Tilman im Fachwerkhausforum.

Alle 287 Kommentare von Tilman

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Dielen erhalten

Dielenboden aufarbeiten

09.06.2021, Wir haben uns entschieden, alles alte Holz, was rettbar ist, zu erhalten und aufzuarbeiten. Der Flair ist ungleich schöner und ich würde mir die Arbeit immer wieder machen. Hier im Haus waren auch einige Dielenböden noch ohne Nut und Feder. Ich habe einfach beidseitig Nuten mit der Oberfräse gesetzt und eine Leiste als Feder eingesetzt. Diese sollte jedoch auf einer Seite mit Leim in die Nut eingesetzt werden, denn sonst erzeugst Du eine Hebelbelastung beim Darüberlaufen auf die Verbindung. Hier findest Du ein paar Fotos von unseren Böden: https://www.hausen8.de/fotos Viele Grüße Tilman

Keller ohne Putz

Alter Keller - kann man auf Putz verzichten? Z.B. nur Sumpfkalkfarbe auftragen?

05.05.2021, Hallo Malte, auf den Putz kannst Du verzichten, sofern die Fugen dann nicht zu stark sanden. Wenn das der Fall ist müsstest Du diese wenigstens sanieren, damit es nicht rieselt. Wir haben den Putz auch komplett entfernt, da er hoffnungslos tot war und das Mauerwerk nur gereinigt. Auf die Sumpfkalkfarbe habe ich verzichtet. Dann fallen nur die Spinnen optisch stärker ins Auge und meine Frau traut sich nicht mehr in den Keller. ;) Ich hab dir hier mal den Blogeintrag rausgesucht, falls es Dich interessiert: https://www.hausen8.de/artikel/kellersanierung Viele Grüße Tilman

So lassen?

Wieder mal Dielenboden

17.04.2021, Ich würde es einfach so lassen. Wir haben im Dachboden auch einige solcher Stellen. Wenn der Boden ordentlich geschliffen und geölt ist, merkt man davon nicht mehr, selbst wenn man mit Socken drüber läuft. Ich finde sogar im Gegenteil, dass das in einem Altbau wirken kann, solange es standesgemäß ist. Sprich: In einem einfachen Bauernhaus kann man so etwas erwarten, in einer Stadtvilla dagegen wäre es eher unpassend. EDIT: Ich habe auch anfänglich zwei drei solcher Fehlerstellen mit Epoxidharz gefüllt, doch an den Stellen wird das Öl nicht aufgenommen. Schöner wurde es am Ende jedenfalls nicht dadurch. Viele Grüße Tilman

Elektroinstallation

Elektroinstallation im Neubau

17.04.2021, Auch wenn ein AFDD (umgangssprachlich auch Brandschutzschalter) nicht vorgeschrieben ist, ist er ab einer gewissen Menge Holz möglicherweise trotzdem gut für das Bauchgefühl. Ansonsten sehe ich es wie Mario: Wenn das ordentlich gemacht wurde, besteht auch kein Risiko. Allerdings verstehe ich nicht, warum man Kabel direkt in die Dämmung setzt und mit OSB verkleidet. Ganz abgesehen davon, dass auch Kabel altern und irgendwann ausgetauscht werden müssen, gibt es unzählige dumme Zufälle (Nagel ins Kabel geschlagen, Kabel in der Dose zu kurz abgelängt oder gebrochen), die einen Austausch erforderlich machen. Man kann Leerrohre von Dose zu Dose verlegen und darin Einzeladern einziehen. Wird jemals der Austausch einer oder mehrerer Adern erforderlich, ist das eine Sache von wenigen Minuten, ohne dabei irgend etwas aufbrechen zu müssen. Viele Grüße Tilman

Das leuchtet mir nicht ein

Suche Ideen für Verbindung alter Balken, GKP und Tür

20.02.2021, Wozu kauft man sich einen Altbau, wenn man ihn anschließend mit Gipskarton zukleistern will, nur um schneller fertig zu werden? Gerade wenn man durch Corona mehr zu Hause ist, hat man doch auch die Zeit, es richtig zu machen. Ich kaufe mir doch auch keinen Oldtimer, um dann die Karosserieschäden mit Spachtelmasse zu kaschieren, damit es schneller geht. Ich habe übrigens bis vor 4 Jahren auch noch keine Erfahrungen gehabt und es dann einfach ausprobiert. Das erste Zimmer dauert noch ein bisschen länger aber die Routine hat man sich schneller angearbeitet, als man glaubt. Viele Grüße Tilman

Ungewissheit ist normal

Baujahr im Vertrag ist "ca. 1918" - die Behörde schreibt mir "ca. 1880"

10.02.2021, Bei älteren Häusern ist das durchaus nicht unnormal, dass es verschiedene Schätzungen gibt. Spätestens in den Wirren des zweiten Weltkriegs, in denen auch deutsche Städte teils stark zerstört wurden, sind massenweise Dokumente auf immer verloren gegangen. Für unser Haus gab es von offizieller Seite praktisch gar nicht mehr. Das hiesige Bauamt hatte nichts, im Staatsarchiv fanden sich lediglich Baupläne der Tenne, die allerdings stark abgewandelt waren. Auf dem Bauamt hieß es einfach: Sofern es keine Unterlagen gibt, gilt ein Bau als genehmigt, wie er in den Katasterplänen eingezeichnet ist. Hätte keine Baugenehmigung vorgelegen, wäre er so auch nicht eingezeichnet worden. Um mehr über so ein Haus zu erfahren, muss man selber recherchieren, denn die Ämter interessieren sich nicht unbedingt dafür. Wir haben unter anderem im Haus noch alte Dokumente gefunden. Zudem konnte uns die Erbengemeinschaft, deren Urgroßeltern das Haus ca. 1913/1914 gebaut haben, noch mit alten Fotografien dienen, die teilweise handschriftliche Notizen auf der Rückseite hatten. Die Baumaterialien können auch Aufschluss über das Alter geben, können aber auch stark verwirren. In unserem Fall wurde zum Beispiel ein vorher an dieser Stelle stehendes Haus abgerissen, um dieses Haus zu bauen. Dabei wurde einiges an Baumaterialien wiederverwendet. Ungefähr 1/5 der Deckenbalken war zum Beispiel schon mal an anderer Stelle verbaut, was sich unschwer an alten Zapflöchern erkennen lässt. In einem Zimmer wurden darüber hinaus die Fensterläden des abgerissenen Hauses als Deckeneinschübe verwendet, was uns einen unerwarteten Fundus an handgeschmiedeten Beschlägen beschert hat. Wir hatten einfach Glück, dass das Haus bis zu unserem Kauf in Familienbesitz war und Fotos sowie Dokumente über Generationen aufgehoben wurden. Hat man dieses Glück nicht und haben die offiziellen Anlaufstellen keine Unterlagen mehr, kann man sich halt oftmals nur auf einige Indizien stützen oder raten. Viele Grüße Tilman

Mit hoher Wahrscheinlichkeit: Ja

Müssen unbehandelte Dielen vorm Ölen geschliffen werden?

23.01.2021, Letztendlich wirst du die Entscheidung erst dann fällen können, wenn der Boden verlegt ist. Es soll Ausnahmen geben, wo der Untergrund so eben ist und die Dielen so perfekt sind, dass ein glatter Boden entsteht. Die Regel ist das jedoch nicht. Du musst daher davon ausgehen, dass es kleine Kanten von Diele zu Diele gibt, die ein Überschleifen erfordern. Ein Ölen der Dielen vor dem Einbau ist jedenfalls sinnfrei. Viele Grüße Tilman

Deckenaufbau

Trittschall und Masse in neu aufzubauender Balkendecke

21.01.2021, Stefan, das hier ist der letzte Beitrag zu dem Thema in unserem Baublog. Du findest aber noch einige Beiträge mehr dazu. Einfach mal rechts bei den Themen Decken oder auch Böden anhaken. https://www.hausen8.de/artikel/der-letzte-dreck Viele Grüße Tilman

Deckenaufbau

Trittschall und Masse in neu aufzubauender Balkendecke

21.01.2021, Hallo Stefan, nein, soweit kam es nicht. Bei den weiten Balkenabständen von 80cm haben sich die OSB-Platten nach einem halben Jahr um 5-6mm durchgebogen. Da ich bei den OSB-Platten nicht abschätzen konnte, wie der Prozess weiter verläuft, habe ich sie lieber stabilisiert. Da ich zu diesem Zeitpunkt die Dielen im Stockwerk darüber noch nicht verlegt hatte, war das keine große Sache. Ich habe von oben 40x40mm Vierkanthölzer im Abstand von etwa 1 Meter quer über die OSB-Platten geschraubt. Die Verstärkung ist somit nicht sichtbar in der Schüttung. Auf die Weise wurden die Deckenbahnen wieder gerade gezogen und sind es seither auch geblieben. Viele Grüße Tilman

Deckenaufbau

Trittschall und Masse in neu aufzubauender Balkendecke

21.01.2021, Hallo Stefan, ich habe 18mm OSB verwendet, doch das war mit Sicherheit nicht die beste Wahl. Wir haben bis zu 80 cm Spannweite zwischen den Balken und die OSB-Platten neigen nach ein paar Monaten zu leichtem Durchhängen. Ich habe das damit korrigiert, indem ich oben nochmal Querbalken (40x40) verschraubt habe, doch wenn Du von Anfang an etwas solideres wählst, wirst Du Dir das sicher sparen können. Wir haben bei der Schüttung keinen besonderen Wert auf Trittschall gelegt, sondern eher auf das Raumklima, da wir das Haus nur zu zweit bewohnen. Meine Wahl fiel daher auf Blähton. Im OG befinden sich zudem Schlafzimmer, unsere beiden Arbeitszimmer und ein Ankleidezimmer. Da ist von viel Gepolter eh nicht auszugehen. Zwischen OG und Dachboden ist die Schüttung zwecks Dämmung allerdings über 20cm stark, weshalb hier einiges an Gewicht eingebracht wurde. Was den Trittschall betrifft, wollten wir ursprünglich eigentlich die Dielen schwimmend verlegen. Nach dem ersten Zimmer (Dielen auf 10mm Filzstreifen gelagert und parallel neben den Balken mit Kanthälzern verschraubt) haben wir aber festgestellt, dass der Unterschied zu marginal ist, um den Aufwand weiter zu betreiben. Eine nennenswerte Dämpfung des Trittschalls ist nur bei harten Straßenschuhen festzustellen, nicht jedoch bei weichen Hausschuhen oder Socken. Da im OG eh Straßenschuhverbot herrscht, hat das einfach keinen Sinn gemacht. Viele Grüße Tilman