Übersicht der Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen im Fachwerkhausforum.

Alle 126 Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen

Seit 2002 online


Leider doch, Kollege, ...

Fussbodenaufbau - Ideensuche

15.12.2014, mit etwas Pech, die Feuchte "krabbelt" drunter und die Dielen, wenn sie aus Nadelholz sind, werden BLAU.

Hallo Lutz,

Dielenboden

15.12.2014, diese Erfahrungen kenne ich sehr gut: Kinder mit Spielzeugautos, brmmm, brmmm; Hunde: sich freu, heraumras, Vollbremsung auf 20 Krallen > KEIN Lack hält dem stand! Und eine Mischung aus Lackresten und ungeschützt vergrauendem Holz ist das Schlechteste aus beiden Welten. Daher rate auch ich zu der Behandlung mit einem guten Fußbodenöl, das ein klein wenig einsickert und die Oberfläche härtet. Keine Garantie gegen Kratzer, aber ein deutlicher Schutz und eine gleichmäßig patinierte Oberfläche. Man kann das Öl heiß einlassen, man kann es aber auch einfach mit einem Schwämmchen "einmassieren" - ACHTUNG, überständiges Öl sofort wegwischen! Der weitere Vorteil gegenüber Lack ist ein relativ diffusionsoffener Boden, der ökologisch und gesundheitlich unbedenklich ist. Außerdem kommt es definitiv nicht nur auf die Holzart, sondern auch auf den Aufwuchs an. Kiefern, die auf sehr nährstoffarmen Böden aufwuchsen (wie z.B. bei uns in Brandenburg), wuchsen langsam > engere Jahresringe, höhere Dichte, höheres Raumgewicht > bessere HÄRTE. Das macht eine Kiefer noch nicht zu einer Eiche, sie bleibt ein Nadelholz; aber eine Märkische Kiefer von armem Standort ist deutlich härter als der Rest der Nadelgewächse. Wir haben so einen Kieferndielenboden, der inzwischen wilde Kerle, Hunde, Partys und Arbeitsschuhe gesehen hat. Man sieht die Beanspruchung, man sieht die Mikrokratzer der Hundekrallen, man sieht aber trotzdem eine insgesamt lebhafte, lebendige und trotzdem saubere und gleichmäßige Dielenfläche. Schönen Gruß nach Bayern!

Hallo Mirko,

Fussbodenaufbau - Ideensuche

14.12.2014, kleiner Tipp am Rande: an den Wänden rundum Latte aufschrauben mit Unterkante etwa Höhe der zukünftigen Dielung. Die Latte in der Stärke des vorgesehenen Lehmputzes. Dann ist die Latte 1. das Auftragemaß für den Putz, also quasi fixierte Putzschiene unten und 2. Sie können dann problemlos zum Schluss auf diese Latte Ihre Fußleisten aufschrauben (weil Dübel im Lehmputz nicht gut!) Ich würde ebenfalls unbedingt raumlange Dielen verwenden, das erspart den Unterbau und ist bei 90 cm lichtem Balkenabstand und einer Dielenstärke von 27 -30 mm auch meiner Erfahrung nach vollkommen unproblematisch. Aus Trittschallgründen würde ich die komplette Raumdielung auf die Balken bzw. zur Höhennivellierung angelaschten Bohlen nur auflegen und miteinander verbinden mit durchlaufenden Latten, die neben den Deckenbalken unter den Dielen liegen. Also durch die Feder jeweils in die Latte schrauben, die damit an die Diele gezogen wird. Dazu Dielenschrauben verwenden. Die selbstbohrenden Modelle spalten das Holz nicht und ziehen sehr gut an. Bei tausenden eingeschraubten Exemplaren ist mir eigentlich noch die die Feder abgeschert. Am Ende liegt die Dielung wie ein Floß freischwimmend auf den Balken > keine konstruktive Verbindung > Trittschallreduzierung! Auf unserer website habe ich diese "Floßtechnik" noch etwas detailierter beschrieben. Für die Verputzungarbeiten würde ich die eh vorhandenen OSB-Platten provisorisch (und natürlich durchtrittsicher) auslegen und verschrauben. Wenn der Lehmputz gut abgebunden hat und die Raumfeuchte nicht mehr über 60% liegt: Platten raus, Dielen rein! ACHTUNG! Wenn Sie KIEFERNdielen vor Lehmputz reinlegen, werden die bei der entstehenden hohen Raumfeuchte im Splint DEFINITIV BLAU! (Holzbläuepilz!) Auch unter einer Abdeckfolie! Viel Glük und Freude beim Bauen und Wohnen! Erik Heinrich.

Lieber Patrik,

Holzwurm Anobium punctatum

12.12.2014, da stimme ich Ihnen zu. Sie sehen aber auch: 2 Fachleute, 3 Meinungen! Daran erkennen Sie auch, dass das Thema komplex ist. Ich fasse aber mal, damit Sie geholfen ist, zusammen, was in etwa Konsenz ist: - Schädlingsfachmann hinzuziehen. Klären, ob NUR Befall mit "Holzwurm", was nicht so gravierend wäre. - Feuchte messen (kann sowieso nie schaden). Wenn Sie ein einfaches Digitatgerät nutzen, ein zweites, evtl. drittes hinzuziehen > Mittelwert nehmen. - Dem Schädling Lebensgrundlage entziehen: Holz mit aktivem Befall austauschen, Balken abbeilen > beobachten, ob weiter lebender Befall vorhanden. Vorbehaltlich der fachlichen Prüfung würde ich sagen: Nur Holzwurmbefall ist kein Grund, vom Kauf Abstand zu nehmen. Viele von uns, die wir hier den lebenden Befall des Forums bilden, wohnen in Häusern, in denen das Gebälk tausende von Löchern des Anobium Punctatum aufweist, ich auch. Ist er einmal draußen, befällt er trockenes Holz (< 20% Restfeuchte) nicht mehr. Schöne Grüße!

Ich habe mal nachgezählt,

Holzwurm Anobium punctatum

11.12.2014, es sind 738.111 Erbsen. Herzlichen Glückwunsch! Der Gewinn ist ein nacktes Pferd! Darauf ein Erbslikörchen. Soll der Verdauung zuträglich sein. Hilft auch gegen geistige Flatulenzen, heißt es. Im Ernst: mea culpa (kann ich auch mit Kleinem Latinum). Es handelt sich selbstverständlich um den Gemeinen Nagekäfer, vulgo "Holzwurm"; da habe ich mich schriftlich versprochen, passiert mir aber auch manchmal mündlich; ärgerlich, denn hier sehe ich ein: Präzision hilft bei Definition. Allerdings haben es alle trotzdem verstanden. Fast alle. Zum Punkte Feuchtemessgeräte: Da hatte ich auch schon etliche Geräte in vielen Preisklassen in der Hand und am Start. Auch teure Präzisionsinstrumente haben manchmal erstaunliche Abweichungen. Indes habe ich auch schon mit mehreren preiswerten Digitalmessern dieselbe Stelle gemessen und sehr ähnliche Ergebnisse bekommen. Zwei Skalen-Messgeräte nebeneinander zu stellen und der eine Zeiger hakt an einer anderen Stelle als der andere - eine wissenschaftliche Untersuchung würde ich das nicht nennen, eher bildmäßige Effekthascherei. Fehlt mir nur noch eine Übersetzung für "forensische Mimosen", klingt super. Aber bedeutet es auch was? Prösterchen, die Herren, der kleine Harmoniker.

Sehr schön,

Holzwurm Anobium punctatum

10.12.2014, wer Solinger Tradition lebt, kennt sich aus! Danke! Erik.

Genausoisses ...

Holzwurm Anobium punctatum

10.12.2014, ... dafür gibt es ein Spezialwerkzeug, mit dem man zum einen in die tieferen Schichten kommt und evtl. lebenden Befall finden kann und zum anderen die Balken kosmethisch behandeln kann. Wartense, wartense, mal eben knipsen ... hier! Schönen Gruß in's gute, alte Bergische Land!

Hallo Patrik,

Holzwurm Anobium punctatum

10.12.2014, der Holzwurm - sprich die Larve des Gemeinen Splintkäfers - braucht in der Regel eine Restfeuchte von um die 20%. Es macht also Sinn, die Dielen mit einem Feuchtemesser zu prüfen (einfache Geräte für 10 - 20 Euro tun es für diesen Zweck); einstechen und ablesen! Oftmals ist der Befall lokal begrenzt auf feuchtere oder ehemals feuchtere Stellen. Typisches Beispiel sind Altbauwohnungen in Berlin: Je näher man den Fenstern kommt, die im Krieg zerstört waren, desto stärker sind die Dielen im Splint zerfressen. Ist der Befall wirklich lokal begrenzt, dann genügt in der Regel der Austausch der unmittelbar befallenen Dielen, evtl. muss man Deckenbalken unter der Dielung abbeilen. Obwohl ich Dielen verkaufe, trete ich immer dafür ein, bestehende Dielung zu erhalten. Ist allerdings der Splint stark zerfressen, dann funktionieren die Nut- und Feder-Verbindungen nicht mehr und ein Austausch wird unumgänglich. Bitte auch noch einen echten Holzschutz-Fachmann fragen wie Lutz Parisek, der sich auch auf diesem Portal tummelt. Unbedingt ausschließen, dass sich noch weitere Holzschädlinge breit gemacht haben, schlimmstenfalls der Hausbock - aber das erkennt ein Fachmann! So weit ich es sagen kann, macht ein reiner Holzwurmbefall eine sehr aufwändige thermische Bekämpfung noch nicht notwendig. Toi toi toi beim eventuellen Hauskauf und der Renovierung! Erik Heinrich.

o.k., nach dem Nachmittagsnickerchen ...

Ersetzen des Dielenbodens auf Holzbalkendecke

27.11.2014, ... habe ich mich getraut und auch die selfie-Bauseite aufgemacht. Dabei sind mir beinahe die Finger am touchpad festgeklebt. Und ich fühlte mich in die Klebematte eingezwangsjackt und bekam die beklemmende Vision, bei der Arbeit mit so was hochzugehen wie einst das HB-Männchen, falls Sie das noch kennen, meine Damen und Herren. Mir wurde dabei auch Florians spontaner Brechreiz plötzlich plausibel. Zurück zum (Er)baulichen: Ein entkoppelter ud schwimmender Dielenboden bringt durchaus was zur Geräuschreduzierung, wenn man es auf die simple und klassische Weise macht: Raumlange Dielen von unten miteinander mit Querlatte verbinden, dieses raumgroße "Floß" frei auf den Traghölzern SCHMWIMMEN zu lassen. Verbessern lässt sich die Wirkung, indem man auf die Traghölzer einen dicken Filzstreifen legt. Das trägt den besonderen Eigenschaften von Holz Rechnung und funktioniert sehr gut OHNE jegliche Kleberei. Einer Zwischenschicht aus (m.E. eh überbewerteter) Spanplatte (neudeutsch OSB) bedarf es in diesem Fall nicht. Einen erbaulichen Abend, lieber Bauherr, und für die anderen Forumanden!

Hä?

Ersetzen des Dielenbodens auf Holzbalkendecke

27.11.2014, Wilde Worte! Aber ich verstehe nicht so recht. Kann es sein - ich war den ganzen Tag im Wald -, dass ich etwas verpasst habe? Bitte auch um Erläuterung, Florian! Sich am slow-Holz-Kopf kratzend: Erik Heinrich.