Übersicht der Kommentare von Lehmbauer Marc im Fachwerkhausforum.

Alle 118 Kommentare von Lehmbauer Marc

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Inspiration

Inspiration

04.06.2018, Hallo Sasa! Also sofern der fingerdicke Spalt zwischen Gefach und Balken nicht gewollt ist, aus welchen Gründen auch immer, würde ich den noch beiputzen. Nicht den Balken überputzen! Sind das Kalkschlieren auf den Balken oder was ist das? Man muss nicht nur etwas machen, weil ein Gerüst steht. Aber was gemacht werden muss oder was man machen möchte sollte man machen :-) Viele Grüße Lehmbauer Marc

Ständerwerk an der Wetterseite

Ständerwerk an der Wetterseite

01.06.2018, Wenn Du die Wetterseite sowieso verkleiden möchtest wäre auch die Frage, inwieweit da überhaupt etwas am Fachwerk gemacht werden muss. Es muss die nächsten 100 Jahre halten und "funktionieren", aber gut aussehen muss es ja nicht... außer wenn Du damit ein besseres Gefühl hättest :-) Zum Thema Fachwerk / Ständerwerk: hmm... eine Trockenbauwand würde ich als Ständerwerk bezeichnen. Eine Fachwerkwand mit Streben, Riegeln etc. nicht, auch wenn da Ständer enthalten sind. Oder zumindest dann als Fachwerk-Ständerwerk oder Ständer-Fachwerk, aber nicht nur Ständerwerk. Ein Ständerwerk hat für mich nur vertikale Balken. Aber ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren :-)

Ständerwerk an der Wetterseite

Ständerwerk an der Wetterseite

01.06.2018, Hallo Yannick! :-) Ja ich habe da eine Meinung: wenn Du mitten in den Kaufverhandlungen steckst, dann investiert ein Bisschen Geld in die fachmännische Beurteilung eines Zimmermanns, Architekten... irgendjemand, der Ahnung von Fachwerkhäusern hat. Das wird dir im Nachhinein viel Geld sparen. Um einen ersten Eindruck vom Zustand des Holzes zu bekommen kannst Du versuchen, einen Schraubenzieher reinzustecken. Bei einem Zentimeter würde ich mir noch keine Sorgen machen, bei zehn schon eher. Dass diese Ecke da rausgebrochen ist könnte mehrere Ursachen haben. Ich schätze das kleine Dreieck konnte die Holzbewegungen nicht aushalten (der Unterputz sieht auch etwas "zementig" aus, könnte damit evtl. in Zusammenhang stehen) Das ist übrigens Fachwerk und kein Ständerwerk :-) Viele Grüße Lehmbauer Marc

Schleppputz

Schleppputz Verarbeitung?

28.05.2018, Hallo Jochen! :-) Einen Unterputz brauchst Du, sonst kannst Du keinen Schleppputz machen. Der Oberputz wird dann maximal so stark wie das größte Korn - also 16mm. Wenn der Putz "glatt ohne die vertikale Rillenstruktur" wird dann hast Du zuviel aufgetragen. Die typische Struktur entsteht ja dadurch, dass das größte Korn mitgezogen / "geschleppt" wird und Rillen hinterlässt. Das funktioniert nur, wenn das Korn zu dem Unterputz und zu deinem Werkzeug Kontakt hat. Die richtige Auftragsstärke hörst Du auch. Wenn Du nichts hörst, ist's zu dick :-) Um die vorhandene Struktur zu treffen musst Du dann etwas rumprobieren. Wenn die Körnung stark hervorsteht würde ich den Putz mit der Kelle anwerfen und auch mit der Kelle abziehen, senkrecht zur Oberfläche. Wenn die Körnung quasi bündig mit der Putzoberfläche ist würde ich den Mörtel eher mit der Glättkelle unter Druck auftragen. Was die Konsistenz betrifft: der Mörtel sollte dir nicht von der Kelle fliesen und Du solltest dir beim Verputzen nicht "den Arm brechen". Wenn Du es schaffst, die vorhandene Struktur zu treffen, dann hast Du die richtige Konsistenz. Und wenn Du sie nicht hast, kriegst Du die Struktur auch nicht hin. Das Wichtigste ist die Auftragsstärke. Viele Grüße Lehmbauer Marc Nachtrag: habe gerade gesehen, dass Du in einer anderen Frage zu dem Putz ein Bild geposted hast... ich nehme mal an um den geht es auch hier. Eine weitere Möglichkeit, die mir inzwischen wahrscheinlicher erscheint ist folgende: den Putz etwas stärker auftragen als das größte Korn (in dem Fall wäre es egal wie Du den Putz aufträgst, könnte evtl. dann auch doch einlagig sein) und die grobe, gesiebte Körnung dann separat anwerfen, solange der Putz noch plastisch ist. Anschließend mit einem Reibebrett verreiben oder vielleicht auch mit einer Latte abziehen.

Suche themen für Fachbericht

Suche themen für Fachbericht

15.03.2018, Hallo John :-) Wenn dich Tiffany-Glaskunst interessiert könnte ich dir evtl. den Kontakt zu meiner Nachbarin herstellen. Sie hat Ahnung davon und würde dich vielleicht sogar bei deinem Bericht unterstützen. Viele Grüße Lehmbauer Marc

Putzrisse an Holzbalken mit Rippenstreckmetall

Putzrisse an Holzbalken mit Rippenstreckmetall

15.03.2018, Hallo Rosie, wie's ausschaut wurde das Streckmetall in der Mitte der Balken nicht ordentlich genug befestigt. Auf deinem Bild wirft es teilweise große Schatten. Putzträger sollten gut befestigt werden, so dass sie nicht nachgeben, wenn man mit der Hand dagegen drückt. Zumindest in so einem Fall. Da muss der Stuckateur wohl nochmal kommen. Hat er eigentlich Erfahrung mit Altbauten? Viele Grüße Lehmbauer Marc

Rippenstreckmetall

Lehm, Holz & Rabitzdraht

07.03.2018, @ Michael: warum denn keine "Lehrbuchlösung"? Klingt doch ganz anständig ... überleg mal was heutzutage im "konventionellen Bau" so als Lehrbuchlösung gilt:-) Das ist aber genau das was ich meine... gegen deine Lösung fällt mir kein Argument ein, tatsächlich biete ich meinen Kunden ähnliche Lösungen an, da es eine effiziente, günstige Option ist. In meinem eigenen Haus möchte ich allerdings kein Streckmetall an den Wänden haben ... Bauchgefühl :-) Das muss jeder mit sich selbst ausmachen... Übrigens, Michael, ich meine mich gerade zu erinnern, dass wir vor vielen Jahren mehrmals miteinander telefoniert haben, kann das sein? Ein kleines Fachwerkhaus in Norddeutschland? Da war ich noch Angestellter ... und jetzt trifft man sich wieder :-) Viele Grüße Lehmbauer Marc

Innendämmung

Lehm, Holz & Rabitzdraht

06.03.2018, "Mein Frau hat da eine klarere Meinung, sie findet die Platten furchtbar. :)" Bedenke, warum Du bzw. Ihr den ganzen Aufwand überhaupt treibt: Ihr wollt Euch zu Hause wohlfühlen, darum geht's doch. Dann verbaue nur Materialien, mit denen Euer Bauchgefühl einverstanden ist. Ich bin auch kein Freund von Plattenbaustoffen. Das sagt mein Bauchgefühl, nicht mein Verstand - der findet die teilweise ganz gut. Ich bin eher ein Freund der massiven Bauweise. Dämmputze oder eine Leichtlehmschale wären eine Option. Aber wenn Du die gesamte Planung für die Dämmung nochmal auf den Kopf stellen willst dann besprich das am Besten vor Ort mit einem Fachmann - und nochmal mit deiner Frau :-) Dämmen bringt nur was, wenn's hinterher irgendwie besser ist als vorher. Und der tatsächliche Dämmeffekt ist dabei nur ein Faktor von vielen. Lasst Euch Zeit mit der Planung und fangt erst an zu bauen, wenn Ihr ein gutes Gefühl dabei habt :-)

Lehmputz auf Mutipor/Ytong

Lehmputz auf Mutipor/Ytong

06.03.2018, "dübeln durch das Gewebe"? Interessant :-) Also ich bin der Meinung, der Lehmputz sollte sich selbst tragen bzw. durch die Wand getragen werden. Und dafür braucht's eben eine raue Oberfläche. Keine Dübel. Ich denke uns allen hier ist klar, dass es bei diesem System mehrere "richtige" Vorgehensweisen gibt. Der eine macht's so, und der andere eben so. Hauptsache das Endergebnis passt. Manchmal passiert es auch, dass man selbst mit den Vorgaben der Hersteller nicht konform geht und ein anderes Vorgehen wählt. Sofern man davon überzeugt ist, dass man eine gute Qualität abliefern kann ist das ja auch okay - auch wenn man dadurch evtl. die Herstellerhaftung verliert ... so sehe ich das :-)

Hitzeschutz an Balken

Hitzeschutz an Balken - Ideen

06.03.2018, Natürlich trocknet der Lehmputz irgendwann aus, und das soll er ja auch, so wie jedes andere Baumaterial, sonst... Tatsächlich habe ich schon öfter das Vorurteil gehört, dass Lehm eine gewisse Feuchtigkeit bräuchte, um "fest zu sein". Das ist natürlich Quatsch, und wird, glaube ich, hauptsächlich von Handwerkern gestreut, die sich noch nie mit Lehm beschäftigt haben und evtl. auch eine gewisse Abneigung dem gegenüber verspüren. Wenn Du direkt neben dem Ofenrohr verputzt und anschließend den Ofen anfeuerst, kann der Lehmputz schon nach einer Stunde trocken sein. Tatsächlich kann es auch passieren, dass der Lehm durch die Hitze teilweise "gebrannt" wird und dadurch sogar noch mehr Festigkeit erreicht. So passiert das z.B. bei Lehmbacköfen. Ob ein Ofenrohr mit etwas Luft dazwischen sowas schaffen kann weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ein Ofenrohr kann auch in 10cm Entfernung noch verdammt heiß sein. Biberschwänze! Auch eine schöne Idee :-)