Übersicht der Kommentare von Lehmbauer Marc im Fachwerkhausforum.

Alle 122 Kommentare von Lehmbauer Marc

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Rippenstreckmetall

Lehm, Holz & Rabitzdraht

07.03.2018, @ Michael: warum denn keine "Lehrbuchlösung"? Klingt doch ganz anständig ... überleg mal was heutzutage im "konventionellen Bau" so als Lehrbuchlösung gilt:-) Das ist aber genau das was ich meine... gegen deine Lösung fällt mir kein Argument ein, tatsächlich biete ich meinen Kunden ähnliche Lösungen an, da es eine effiziente, günstige Option ist. In meinem eigenen Haus möchte ich allerdings kein Streckmetall an den Wänden haben ... Bauchgefühl :-) Das muss jeder mit sich selbst ausmachen... Übrigens, Michael, ich meine mich gerade zu erinnern, dass wir vor vielen Jahren mehrmals miteinander telefoniert haben, kann das sein? Ein kleines Fachwerkhaus in Norddeutschland? Da war ich noch Angestellter ... und jetzt trifft man sich wieder :-) Viele Grüße Lehmbauer Marc

Innendämmung

Lehm, Holz & Rabitzdraht

06.03.2018, "Mein Frau hat da eine klarere Meinung, sie findet die Platten furchtbar. :)" Bedenke, warum Du bzw. Ihr den ganzen Aufwand überhaupt treibt: Ihr wollt Euch zu Hause wohlfühlen, darum geht's doch. Dann verbaue nur Materialien, mit denen Euer Bauchgefühl einverstanden ist. Ich bin auch kein Freund von Plattenbaustoffen. Das sagt mein Bauchgefühl, nicht mein Verstand - der findet die teilweise ganz gut. Ich bin eher ein Freund der massiven Bauweise. Dämmputze oder eine Leichtlehmschale wären eine Option. Aber wenn Du die gesamte Planung für die Dämmung nochmal auf den Kopf stellen willst dann besprich das am Besten vor Ort mit einem Fachmann - und nochmal mit deiner Frau :-) Dämmen bringt nur was, wenn's hinterher irgendwie besser ist als vorher. Und der tatsächliche Dämmeffekt ist dabei nur ein Faktor von vielen. Lasst Euch Zeit mit der Planung und fangt erst an zu bauen, wenn Ihr ein gutes Gefühl dabei habt :-)

Lehmputz auf Mutipor/Ytong

Lehmputz auf Mutipor/Ytong

06.03.2018, "dübeln durch das Gewebe"? Interessant :-) Also ich bin der Meinung, der Lehmputz sollte sich selbst tragen bzw. durch die Wand getragen werden. Und dafür braucht's eben eine raue Oberfläche. Keine Dübel. Ich denke uns allen hier ist klar, dass es bei diesem System mehrere "richtige" Vorgehensweisen gibt. Der eine macht's so, und der andere eben so. Hauptsache das Endergebnis passt. Manchmal passiert es auch, dass man selbst mit den Vorgaben der Hersteller nicht konform geht und ein anderes Vorgehen wählt. Sofern man davon überzeugt ist, dass man eine gute Qualität abliefern kann ist das ja auch okay - auch wenn man dadurch evtl. die Herstellerhaftung verliert ... so sehe ich das :-)

Hitzeschutz an Balken

Hitzeschutz an Balken - Ideen

06.03.2018, Natürlich trocknet der Lehmputz irgendwann aus, und das soll er ja auch, so wie jedes andere Baumaterial, sonst... Tatsächlich habe ich schon öfter das Vorurteil gehört, dass Lehm eine gewisse Feuchtigkeit bräuchte, um "fest zu sein". Das ist natürlich Quatsch, und wird, glaube ich, hauptsächlich von Handwerkern gestreut, die sich noch nie mit Lehm beschäftigt haben und evtl. auch eine gewisse Abneigung dem gegenüber verspüren. Wenn Du direkt neben dem Ofenrohr verputzt und anschließend den Ofen anfeuerst, kann der Lehmputz schon nach einer Stunde trocken sein. Tatsächlich kann es auch passieren, dass der Lehm durch die Hitze teilweise "gebrannt" wird und dadurch sogar noch mehr Festigkeit erreicht. So passiert das z.B. bei Lehmbacköfen. Ob ein Ofenrohr mit etwas Luft dazwischen sowas schaffen kann weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ein Ofenrohr kann auch in 10cm Entfernung noch verdammt heiß sein. Biberschwänze! Auch eine schöne Idee :-)

Hitzeschutz an Balken

Hitzeschutz an Balken - Ideen

06.03.2018, Hallo Denise :-) Ein Putzträger mit einem Lehmputz drauf wäre eine schöne Lösung. Die Frage ist, ob Euer Schornsteinfeger damit happy wäre. Unser Schornsteinfeger hat ebenso wenig Bedenken wie ich bei Lehm neben einem Ofenrohr, aber ich habe auch schon andere Geschichten gehört. Viele Grüße Lehmbauer Marc

Lehmputz auf Mutipor/Ytong

Lehmputz auf Mutipor/Ytong

06.03.2018, Hallo Sebastian, damit die Wand den Lehmputz tragen kann muss die Oberfläche nur rau genug sein. Das gilt natürlich auch für den Spritzbewurf. Dafür muss man Mörtel aber auch "schmeißen" können, sonst wird das sehr schnell frustrierend. Ein Hammer, ein Nagelbrett oder eine Fräse wären eine Option. Viele Grüße Lehmbauer Marc

Putzträger

Lehm, Holz & Rabitzdraht

06.03.2018, Hallo Bernd :-) Rabitzdraht ist eher so ein Sammelbegriff. Wenn Du Ziegeldraht meinst geht das natürlich auch. Wichtig ist nur, dass der Putzträger fest montiert wird und vor allem dass er den Putz umschließt. Bei "Hasendraht" besteht die Gefahr, dass er zu dicht am Holz aufliegt, den Putz nicht umschließt und somit den Putz auch nicht "trägt". Noch ein Tip für die Verarbeitung von kleinen Schilfrohrstücken: zunächst mit einem Klebeband fixieren, passendes Stück schneiden, Bindedraht am Schilfrohr umwickeln (einen Stängel rausnehmen) und an der Wand / am Balken mit zusätzlichem Bindedraht befestigen. Bei dem linken Balken auf deinem Bild wäre diese Methode wahrscheinlich nicht zeitaufwendiger als Rabitzdraht. Hier könnte man auch auf das Klebeband verzichten. Dass ist z.B. bei Dreiecken gut. Viele Grüße Lehmbauer Marc

Alles wird gut!

Ups, sorry .... kurzfristig abgeschossen

06.03.2018, Der Vorteil daran, wenn es mal knallt, ist ja auch, dass man sich hinterher umso mehr freut, wenn es nicht knallt ... :-) Viele Grüße Lehmbauer Marc

Stampflehmwand ausbessern

Stampflehmwand ausbessern

06.03.2018, Hallo Torti! :-) Um eine Wand mit Löchern auszubessern denke ich entweder: 'nimm das gleiche Material' oder 'schau nach was da ist und kuck ob das auch geht'. Hängt natürlich auch von der Größe der Löcher ab was man da nehmen kann. Das mit der Fensternische verstehe ich nicht ganz, was da wo wie hin soll :-) Bilder wären eine tolle Sache! Viele Grüße Lehmbauer Marc

Fuddelchen - das beste Werkzeug

Bruchsteinmauer Verfugen

06.03.2018, Hallo! :-) Für das Verfugen würde ich in diesem Fall nicht zum klassischen Fugeneisen greifen, dafür ist das alles zu unregelmäßig. Fugeneisen eignen sich eher bei einem gleichmäßigen Ziegelmauerwerk. In so einem Fall ist das beste Werkzeug ein "Fuddelchen", auch Stuckateureisen genannt (im englischsprachigen Raum heißt es nur "small tool"). Damit hat man wesentlich mehr Gefühl als mit einem Fugeneisen. Vor dem Verfugen (die Fugen sauberkratzen) und danach (die Fugen nochmal nachbearbeiten, in Form bringen) ist das Fuddelchen natürlich auch ein guter Helfer. Übrigens: nach dem Zollstock ist das Fuddelchen, glaube ich, mein zweitliebstes Universalwerkzeug. Ich kann jedem nur raten, immer ein Fuddelchen einstecken zu haben ;-) Zum Verfugen nehme ich ganz klassisch eine Glättkelle, und eben das Fuddelchen. Keine Spritze irgendeiner Art. Wenn man etwas geübt ist (d.h. nach ca. paar Quadratmetern) geht das auch relativ flott und nicht wesentlich langsamer als mit einer Spritze, zumindest bei gleicher Qualität! Und da kommt wieder mein Vorurteil auf, dass man mit einer Spritze nicht so sorgfältig arbeiten kann wie mit einem Fuddelchen (höchstens in Kombination miteinander). Die Konsistenz des Mörtels ist natürlich auch so ein Faktor. Die sollte sich ja schon nach dem Anwendungsgebiet richten und nicht nach dem Werkzeug, mit dem der Mörtel verarbeitet wird. Ordentliches Verfugen dauert auf jeden Fall eine gute Weile. Und anstatt mich darüber zu ärgern, dass es so lange dauert und so viel Gefuddel ist bin ich inzwischen dazu übergegangen, dabei den Moment zu genießen und mal den Kopf abzuschalten :-) Viele Grüße Lehmbauer Marc