Übersicht der Kommentare von Meisinger Ingenieurleistungen im Fachwerkhausforum.

Alle 421 Kommentare von Meisinger Ingenieurleistungen

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Ist der geplante Wandaufbau ...

Burchsteinwand vor Neubau

10.04.2013, ... schon mal einer Dampfdiffusionsberechnung unterzogen worden? Es kann gut gehen, muss aber nicht! i. V. Dirk Meisinger

Dämmung oberster Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume

Lehmschlagschicht in oberster Geschossdecke

07.04.2013, Beflügelt durch die in der EnEV 2009 verankerte Pflicht zur Dämmung oberster Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume - Stichwort "Dämmpflicht 2012" - liegt das Dämmen oberster Geschossdecken voll im Trend. Viele Hauseigentümer sind der Meinung, dass mit relativ wenig Einsatz - sowohl finanziell wie auch arbeitsmäßig - mit der Dämmung oberster Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume eine deutliche Verbesserung der energetischen Bilanz erzielt werden kann. Auch wird häufig davon ausgegangen, dass nur geringe oder gar keine Maßnahmen bzw. Veränderungen am vorhandenen Bestand erforderlich sind. Was liegt also näher, als in den Baumarkt zu fahren, dort den "passenden" Dämmstoff und bei Bedarf noch Span- oder OSB-Platten zu kaufen, das Ganze geschwind nach Hause zu schaffen und im Kreise der Familie oder mit Unterstützung aus dem Freundeskreis bzw. der Nachbarschaft zu verbauen. - Geht ja ganz fix und macht mit ein paar leckeren Bierchen sogar noch Spaß. Das kann gutgehen, muss es aber nicht. - Sach- sowie fachlich richtig und damit zielführend ist dieses Verfahren leider nur in den seltensten Fällen! Was bei der Dämmung oberster Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume nämlich oftmals völlig unbeachtet bleibt bzw. nicht berücksichtigt wird und sich dann früher oder später rächt: Die klimatischen Verhältnisse im Dachbodenraum verändern sich! - Und das hat Folgen, die nicht zu unterschätzen sind! Hierzu sollte man Folgendes wissen: In der Heizperiode lassen Decken über beheizten Räumen je nach ihrem Wärmedurchlasswiderstand mehr oder weniger Wärme in darüber befindliche unbeheizte Dachräume durch. Sie wirken dabei quasi wie eine Fußbodenheizung. Folglich herrschen selbst in eigentlich unbeheizten Dachräumen immer höhere Temperaturen als außerhalb der Gebäudehülle, sprich des Daches. Hinzu kommt, dass die Dachkonstruktion (Dachstuhl, Pfetten, Sparren, Dachlatten, Dachziegel u. a.) durch die vom Luftwechsel unabhängige Strahlungswärme, die die Decke abgibt, kontinuierlich erwärmt wird und daher immer etwas höhere Temperaturen aufweist als die Außenluft. Andererseits sind ältere Decken nie luftdicht. In der Folge werden über die nach oben strömende warme Luft zum Teil erhebliche Feuchtemengen in den Dachraum eingetragen. Im Regelfall ist dies alles bauphysikalisch so gut wie nie ein Problem, denn der Dachboden wird praktisch immer - wie vorab erläutert - trockengeheizt und der Luftwechsel durch die Fugen des Daches ist groß genug, um Feuchte auszulüften. - Die Kehrseite der Medaillie ist allerdings ein hoher Energiebedarf. Wenn nun die "Fußbodenheizung" durch das Aufbringen einer Dämmung außer Betrieb gesetzt wird, hat dies weitreichende Konsequenzen: Die Lufttemperatur im Dachraum sinkt und die Strahlungswärme entfällt. - Dies wird daran ersichtlich, dass eingetragener Flugschnee erst anfängt abzutauen, wenn die Außentemperatur über den Gefrierpunkt steigt. Auch vereisen die Holzbauteile und die Unterseite der Dacheindeckung rascher und häufiger als früher. Wenn dann noch der Versuch unternommen worden ist bzw. wird, durch Bekleidungen der Dachunterseite und den Einbau von Isolierglasfenstern und -dachluken die Wärmeverluste noch weiter zu minimieren und gleichzeitig den Eintrag von Staub und Feuchte von außen zu unterbinden, ist der bauphysikalische GAU vorprogrammiert. Von nun an wird mit der aus dem beheizten Gebäuteteil in den Dachraum zwangsläufig einströmenden warmen Innenluft Feuchte eingetragen, die in Folge des eingeschränkten Luftwechsels nicht mehr ausreichend abtransportiert werden kann und demzufolge frühzeitiger und in größeren Mengen als vorher an kalten Bauteilen kondensiert. Dies gilt im Übrigen auch bei geringen Feuchteströmen. - Und die hat man eigentlich immer. Zum Beispiel über Dachbodenzugänge wie ausklappbare bzw. faltbare Bodentreppen und Spalten an diversen durch die Decke führenden Bauteilen wie Schornsteinen, Abwasser-, Lüftungsleitungen, Kabeln u. ä. Das etwas nicht stimmt, wird spätestens dann ersichtlich, wenn sich an Verkleidungen oder Holzbauteilen Schimmelpilzkolonien entwickeln, unter Umständen sogar Wassertropfen oder Vereisungen an der Innenseite der Dachhaut bilden. Und noch ein Problem: Während alte Dachfußböden, wie z. B. einfache Bretterbeläge ohne Nut und Feder oder Dielungen, einen regen Luftaustausch zwischen den unter ihnen befindlichen Schichten und dem gut durchlüfteten Dachraum ermöglichen, sind die "modernen" Baustoffe von heute, wie z. B. Span- oder OSB-Platten, relativ luftdicht. Wird nun auf einem vorhandenen Bodenbelag eine Dämmung und abschließend eine verhältnismäßig luftdichte Abdeckung aufgebracht, können unter dem alten Bodenbelag befindliche Hohlräume nicht mehr ausreichend in vertikaler Richtung be- und entlüftet werden. Lediglich über seitliche Undichtigkeiten oder gar Öffnungen, z. B. an den Traufseiten, findet dann noch eine Belüftung statt und dies ist bei älteren Gebäuden konstruktiv bedingt eigentlich immer der Fall! Wenn jedoch von den Seiten her Kaltluft einströmt, d. h. die Hohlräume stark auskühlen, kann es in ihnen zur Kondensatbildung kommen. Hohe Holzfeuchte, Fäulnis, Schimmelbildung und schlimmstenfalls der echte Hausschwamm können dann die Folge sein! In der Praxis ist auch zu beobachten, dass sich die warme feuchte Luft aus den Deckenzwischenräumen, sozusagen den Weg des geringsten Widerstandes suchend, durch Risse und Löcher in den seitlichen Anschlüssen den Weg ins Freie bahnt. Begünstigt durch den beim Austreten entstehenden Druckabfall kondensiert die Feuchtigkeit dann schlagartig an den angrenzenden Bauteilen. Meist sind dies Sparrenfüße und Deckenbalkenköpfe. Bei Minusgraden sind zentimeterstarke Vereisungen dann keine Seltenheit und aus Dachkästen hängende Eiszapfen sind eindeutige Warnsignale, Indiz dafür, dass hier etwas im Argen liegt! Besonders massiv treten derartige Erscheinungen auf, wenn Dämmungen auf hohl liegenden alten Bodenbelägen (Bretter, Dielen u. a.) aufgebracht, die traufseitigen Öffnungen der Hohlräume jedoch nicht gut luftdichtverschlossen und abgedämmt werden. Abgesehen von den bauschädlichen Auswirkungen wird auch die deckenoberseitige Dämmung ad absurdum geführt! - Oberhalb von stark belüfteten Luftschichten angeordnete Bauteile, d. h. auch Dämmungen sind nämlich energetisch wirkungslos! - Die Einzigen, denen sie etwas bringen, sind der Hersteller, der Händler und der verarbeitende Betrieb. Letztendlich kann aber auch der nicht fachgerechte Einbau eines Bodenbelages fatale Folgen haben: Spanplatten und OSB-Platten werden in der Regel mit einer extrem niedrigen Holzfeuchte gefertigt. Diese kann zum Zeitpunkt des Einbaus durchaus rd. 5 % betragen. Nach dem Einbau kann sich die Feuchte jedoch erheblich erhöhen, was zu einem Quellen, d. h. insbesondere zu Längen- und Breitenzunahmen führt. An den Bodenflächenrändern sind demnach in Abhängigkeit von den Abmessungen der Bodenfläche ausreichend breit dimensionierte Fugen, sprich Bewegungsspielräume vorzusehen, die die Ausdehnungen problemlos aufnehmen können. Geschieht dies nicht, können die enormen Kräfte, die beim Quellen auftreten, erheblichen Schaden anrichten. Fußpfetten werden, u. U. mitsamt ihren Ankern, gewaltsam nach außen gedrückt oder der gesamte Boden wölbt sich auf und stemmt alles auf ihm Gelagerte bzw. Aufgebaute in die Höhe. Alle diese Aspekte und Faktoren haben Einfluss auf die Wahl des Dämmstoffes, die Bestimmung des konstruktiven Aufbaus und die Festlegung der begleitenden Baumaßnahmen wie z. B. das nachträgliche Einziehen einer luftdichten Ebene, das Abdichten von Fugen an die Decke durchdringenden Bauteilen, das höhenmäßige Anpassen von Bodenzugängen etc. Hierüber wird doch wohl recht deutlich, dass die Planung und der Einbau einer Dämmung von Decken unter unbeheizten Dachräumen kein Kinderspiel ist. Und: Jeder Einzelfall ist ein Unikat und als solches zu behandeln. Zu groß ist die bauliche Komplexität und die Breite der Nutzungsanforderungen, als dass hier mit einheitlichen Rezepturen gearbeitet werden kann. Die Frage "wie und womit soll ich dämmen" wird von keinem gewissenhaften Verkäufer im Baumarkt oder Baufachhandel mit hinreichender Bestimmtheit beantwortet werden können. Quelle: http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/78-daemmung-oberster-geschossdecken-gegen-unbeheizte-dachraeume i. V. Dirk Meisinger

Ich denke ...

Lehmschlagschicht in oberster Geschossdecke

05.04.2013, ... dass es hier um die Frage nach der Pflicht zur nachträglichen Dämmung geht, oder? Also: Es besteht keine Pflicht zur nachträglichen Dämmung, wenn die oberste Geschossdecke oder das Dach bereits über eine durchgehende, allenfalls durch Balken oder Sparren unterbrochene Schicht eines Dämmstoffes verfügt oder die Decke den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2:2003-07 erfüllt. Dieser beträgt 0,90 m²K/W für Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen, bekriechbaren oder noch niedrigeren Räumen sowie belüfteten Räumen zwischen Dachschrägen und Abseitenwänden bei ausgebauten Dachräumen bzw. 1,20 m²K/W für Decken und Dächer, die Aufenthaltsräume gegen die Außenluft abgrenzen. Nach den vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 30.07.2009 bekanntgegebenen Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung im Wohn- und Nichtwohngebäudebestand kann davon ausgegangen werden, dass seit 1969 errichtete massive Deckenkonstruktionen sowie Holzbalkendecken aller Baualtersklassen dem v. g. Mindestwärmeschutz für Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen, bekriechbaren oder noch niedrigeren Räumen sowie belüfteten Räumen zwischen Dachschrägen und Abseitenwänden bei ausgebauten Dachräumen entsprechen. Das heißt, dass Holzbalkendecken mit Lehmschlagfüllungen als gedämmte Decken gelten. i. V. Dirk Meisinger

Ein Umnutzungsantrag ...

Wohnungsausbau.... Fachwerk

02.04.2013, ... wird mit Sicherheit auf jeden Fall zu stellen sein. Ob ein Bauantrag erforderlich ist, hängt vom Einzelfall ab, wäre also noch detailliert zu prüfen. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Brandschutz (1. und 2. Rettungsweg / angrenzende Nutzungen / Brandwände zwischen den Gebäuden bzw. Gebäudeteilen usw.). Gruß i. V. Dirk Meisinger

Wenn gewünscht ...

Wohnungsausbau.... Fachwerk

02.04.2013, ... würden wir gern helfen - nicht nur die Sanierung betreffend, sondern auch hinsichtlich des erforderlichen Bau- / Umnutzungsantrages. Eine Besichtigung des Objekts wäre allerdings erforderlich. Mehr über uns ist über unser u. a. Profil zu erfahren, über das man auch direkt auf unsere Website (Homepage) gelangt. Grüße aus Thüringen i. V. Dirk Meisinger

Einem geschenkten Gaul ...

Fachwerkhaus wieder zurecht machen! Balken weggeknickt und abgesackt!

26.03.2013, ... schaut man nicht ins Maul; einem geschenkten Haus sollte man doch etwas genauer auf die Substanz schauen, wenn sich deutliche Schäden zeigen. Wie bereits gesagt, halte auch ich eine Inaugenscheinnahme durch jemanden, der sich mit historischer Bausubstanz bestens auskennt, für dringend angeraten. - Handwerker sollten erst zum Einsatz kommen, wenn klar ist, woran das Gebäude "krankt" und wie die "Heilung" erfolgen soll. Auf unserer Website haben wir unter der Rubrik "Bauberatung" einen Beitrag "Bauschäden - Analyse als Voraussetzung für sinnvolles Handeln" eingestellt, in dem anhand eines realen Beispiels aufgezeigt wird, wie Ursachenforschung betrieben werden und was sie alles zu Tage fördern kann. Über unser unten stehendes Profil gelangt man - wenn man möchte - direkt auf unsere Website. Ansonsten können wir natürlich auch anbieten, uns der Schadensanalyse anzunehmen. Wäre im Übrigen ein schöner Anlass, mal wieder nach Morschen zu kommen, wo ein Teil meiner Familie gewohnt hat und ich als Kind gern zu Besuch gewesen bin. Viele Grüße i. V. Dirk Meisinger

@De Meinweg

Wie heißt der Farbton?

18.03.2013, Wenn Sie meinen Beitrag richtig gelesen und verstanden hätten, dürfte Ihnen aufgefallen sein, dass er sich ausdrücklich auf einen Vergleich zwischen NCS und RAL bezogen hat. Davon, dass man mit einem Laptop einen Abgleich am Original vornehmen solle, steht darin nichts. Es gibt m. E. somit keinen Grund sich in Beleidigungen bzw. in anklingende Unterstellungen ("...für ein Ingenieurbüro schlicht unseriös") zu versteigen. i. V. Meisinger

Einen Weg des direkten Vergleichs ...

Wie heißt der Farbton?

17.03.2013, ... der Farben nach NCS und RAL gibt es über die RGB-Farbwerte. Eine Tabelle mit RGB-Werten für die RAL-Farben findet sich unter: http://www.bergziege-owl.de/farbcodetabelle-ral-farben/ Die RGB-Werte der NCS-Farben und der RAL-Farben kann man sich als PDF-Datei hier herunterladen: http://www.kabe-farben.ch/typo3/fileadmin/bau/pdf/NCS_S-RAL--Machbarkeitsliste_mit_Y-Werten_052012m.pdf i. V. Dirk Meisinger

Es gib zig verschiedene Grüntöne ...

Wie heißt der Farbton?

17.03.2013, ... und von daher wird eine konkrete Antwort wohl nicht zu bekommen sein. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit einer speziell für uns nach RAL angemischten Leinöl-Lasur von leinölpro gemacht. Neben den Leinöl-Lasuren bietet leinölpro auch Leinöl-Farben an. Hier die standardmäßig angebotenen grünen Leinölfarben: http://www.leinoelpro.de/leinoelfarben_gruen.0.html i. V. Dirk Meisinger

Die Dinge,

"Eingepacktes" Fachwerkhaus 1687

16.03.2013, die zu beachten sind, sind zumeist so vielzählig, -fältig und komplex, dass mit ruhigem Gewissen eigentlich keine selektive "Checkliste" an die Hand gegeben werden kann. Außerdem wissen wir aus Erfahrung heraus, dass viele Unzulänglichkeiten oder Mängel von Laien gar nicht erkannt werden (können). Vermeintliche "Schnäppchen" oder "Traumhäuser" entpuppen sich oftmals als Fass ohne Boden, wenn es an die Sanierung oder den Umbau geht. Unlängst hatten wir z. B. den Fall, dass ein vermeintlich ohne nennswerte Aufwendungen zu beziehendes Objekt jetzt, nachdem eingebaute Innendämmungen wegen Tauwasserbildung und Durchnässung entfernt werden mussten, ein klassischer Sanierungsfall ist. Von daher kann ich nur eindringlich empfehlen, schon bei der ersten eingehenderen Besichtigung einen fach- und sachkundigen Architekten, Ingenieur oder Gutachter hinzuzuziehen, der über viel Erfahrung mit älterer Bausubstanz und über alle Gewerke hinweg, d. h. von Dach und Fach bis hin zur Haustechnik verfügt. i. V. Dirk Meisinger