Übersicht der Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen im Fachwerkhausforum.

Alle 126 Kommentare von HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen

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Danke ...

Altes Bauernhaus - neuer Dielenboden - Bodenaufbau?

14.04.2014, ... Herr Böhme, für's nicht-Missionieren. Man freut sich ja bereits über kleine Zugeständnisse. Lernen tue ich hingegen sehr gerne. In der Sache halte ich weder den Stampflehm-Untergrund, noch die Nutzung eines Filzstreifens für widerlegt. "Bewährt" hat sich außer Beton eben auch Lehm. Und für die Kapilarbrechung hatten Sie doch bereits Bitumenbahnen oder Folie in Stellung gebracht?! Was Getreidedämmung betrifft, so bin ich hier garantiert nicht der Anwalt eines Produzenten, dennoch muss ich der Richtigkeit halber anmerken, dass der Befall nach Ihrer Beschreibung nicht auf den Dämmstoff an sich zurückzuführen war, sondern darauf, dass er feucht wurde. Und nur so stimmt dann auch der von Ihnen ins Feld geführte Wikipedia-Einttrag, der KORREKT lautet: "Ceralith bezeichnet einen Baustoff, welcher aus Roggenschrot, Roggenkleie, Molke und zwei mineralischen Komponenten (Kalkhydrat, Wasserglas) besteht. Ceralith ist ein Dämmstoff, der sich zum Schütten und Einblasen eignet. Es ist diffusionsoffen und soll resistent gegen Nager, Schimmelpilz und Insekten sein, hat aber in Einzelfällen auch zu Problemen geführt, wenn Feuchtigkeit in die Dämmung eingetreten ist." WENN. Wenn Feuchtigkeit eintritt führt wohl jeder natürliche Dämmstoff zu Problemen, oder? Ich habe meinerseits sehr gute Erfahrungen mit gepopptem Getreide gemacht. Und wenn wir schon so weit ausholen: Jeder, der ein Schnitzel isst, verbraucht die etwa 10fache Menge an pflanzlicher Nahrung gegenüber dem ernährungsphysiologischen Wert des Schnitzels. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ... Wie gesagt, schönen Feierabend, aber wie ich Sie so kenne, werden Sie sich das "letzte Wort" nicht nehmen lassen.

Eine Schaufel ...

Altes Bauernhaus - neuer Dielenboden - Bodenaufbau?

14.04.2014, ... mit einer guten Portion Jauche darauf pflegen Sie selbst, Herr Böhme, geübt zu schwingen. Durchaus unterhaltsam stellenweise, gleichwohl, mir wäre an Sachlichkeit gelegen. Ich gebe zu, man kann von Ihnen allerhand lernen (habe ich für mein Teil bereits). Es wäre allerdings schön, wenn Sie Ihre Weisheiten nicht als unumstößliche Dogmen verbreiten würden und sich selbst als lernoffen zeigen könnten. Die Ratsuchenden hier im Forum würden Sie im übrigen als glaubwürdiger und kompetenter erleben, kämen Sie ohne Beleidigungen aus. Also sachlich: Mir erschließt sich immer noch nicht, warum auf einem, sofern tragfähigen und ebenen, Stampflehm noch eine Betonschicht aufgebracht werden sollte. Zur Dämmstreifendiskussion: Ohne mich in Erbsenzählerei verlieren zu wollen: Die Gesamt-Dielenplatte, schwimmend auf den Traghölzern, ist mit diesen nicht fest verbunden, ergo kann es kein Knarzgeräusche an den Schraubenhälsen geben. Und dass Dielen, die auf einem Filzstreifen liegen, sich etwas weicher, federnder verhalten und es sich besser darauf läuft, halte ich nicht für rätselhaft, sondern für logisch. Schließlich: Gepopptes Getreide als Dämmstoff zu nutzen ist nicht mehr oder weniger ethisch als die Verwendung anderer Stoffe aus agraischer oder forstlicher Produktion. Übrigens ist unter dem Aspekt des Energieaufwandes und der Ressourcenausbeutung die Verwendung von, sagen wir mal, Beton oder Thermoholz, ethisch mindestens ebenso kritisch zu betrachten. Im übrigen wüsste ich gerne Details über den angeblichen Schädlingsbefall von Ceralith (ein Produkt von mehreren auf der Basis von Getreide)auf Ihrer Baustelle in Berlin. Ist der Befall eindeutig nachweisbar auf Ceralith zurückzuführen und um welche Schädlinge soll es sich handeln? Einen besinnlichen Feierabend!

... und ruhig Blut, also ...

Altes Bauernhaus - neuer Dielenboden - Bodenaufbau?

14.04.2014, ... meine Schuld ist, dass ich "feuchteregulierend" nicht präziser ausgeführt habe. Selbstverständlich muss die Stampflehmschicht von der Fußbodenkonstruktion getrennt werden. Und selbstverständlich sollte es wenn, dann eine einseitig diffusionsoffene Sperre sein, die Feuchte heraus-, aber nicht herein lässt. Fände das soweit Euren Zuspruch, oder gibt es da Einspruch, Euer Ehren? Würde mich freuen, Eure kompetente Meinung dazu zu hören. Und wärt Ihr auch einverstanden mit der These, dass die Stampflehmschicht STATISCH zureichend für den Fußbodenaufbau ist? Die Unterkonstruktion aus Kanhölzern ist offensichtlich unumstritten (puh!)Wir legen (wie im übrigen sehr üblich) einen Filzstreifen auf die Kanthölzer, weil die Dielen dann durchaus ein wenig besser federn und Knarrgeräusche zwischen Dielen und Traghölzern vermieden werden. Da wirst Du ganz richtig einwenden, Thomas, Knarrgeräusche entstehen ZWISCHEN den Dielen, wenn sie nicht optimal trocken und ruhig sind und dagegen hilft (wenn überhaupt), sie an den Traghölzern festzuschrauben, ABER wir bevorzugen untereinander von unten mit Latten verbundene Dielen, die frei schwimmend auf den Traghölzern liegen ("Floßtechnik"). Da macht ein Dämmstreifen durchaus Sinn. Soweit d'accord? Oder ist noch ein wenig Häme, Spott und Galle übrig, dann mal her damit! @Alex: Wenn Sie eine wirklich natürliche Dämmschüttung suchen, dann ist der andere Teil vom Stroh tatsächlich sinnvoll: Gepopptes Getreide (aber bitte nicht das Amaranth aus dem Müsli pulen!) - die Schüttung rieselt sehr gut und das hassen Mäuse, die darin keine Tunnel bauen können. Natürlich ist das Zeug gekälkt, damit sich die Mäuse nicht damit vollfressen. Schönen Gruß!

übrigens, Douglas Adams:

Altes Bauernhaus - neuer Dielenboden - Bodenaufbau?

14.04.2014, "Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist."

gemach, gemach, liebe hitzige Kollegen ...

Altes Bauernhaus - neuer Dielenboden - Bodenaufbau?

14.04.2014, ...

Vernünftiger Fußbodenaufbau

Altes Bauernhaus - neuer Dielenboden - Bodenaufbau?

14.04.2014, Lieber Alex, sofern der Bau tatsächlich trocken ist (gründlich prüfen!), bietet sich folgender Kompromiss zwischen "old school" und "modern" an: Alter Fußboden und Schlacke heraus! Den festen Untergrund aus Stampflehm weiter nutzen, denn der ist ja gerade die Gewähr für den günstigen Feuchtehaushalt. Darauf eine diffusionsoffene Dampfsperre, d.h. Feuchte kann hinaus, aber nicht hinein. Darauf die Lagerhölzer, etwa Kanthölzer 8X10 cm, darauf einen Filzstreifen (Thomas schreit jetzt: nein, keinen Filzstreifen! aber wir haben damit gute Erfahrungen gemacht)und darauf die Dielung direkt geschraubt oder frei schwimmend (präziser ist das auf unserer website beschrieben)Eine Betonschicht halte ich wie Thomas für nicht nur überflüssig sondern nachgerade schädlich. Ich würde allerdings die Zwischenräume unter der Dielung mit einer Dämmschüttung ausfüllen (verschiedene Materialien auf unserer website vorgeschlagen), da ist Ihr Geld deutlich besser investiert als in Beton! Viel Glück und Freude beim Bauen!
25.05.2013, auf jede Trittstufe einfach ein Vollholz-Brett zu schrauben, etwa 20-30 mm stark, in den Maßen der darunter liegenden Stufe, aber etwas breiter, Vorderkante gefast. Einziger Nachteil: Der Absatz von der letzten Stufe zur Ebene oben wird etwas kleiner, woran man sich gewöhnen muss. Aber so hat man mehr Trittfläche. Kunden von uns habendas schon des öfteren so praktiziert und sind mit der Lösung zufrieden. Will man ganz sicher gehen, dass das aufgesetzte Brett nicht schüsselt, nimmt man ein Brett aus 3-4 geleimten Abschnitten. Ist es immer noch zu rutschig, gibt es Treppenfliesen, halbrund, auch aus schönem Naturmaterial, z.B: Sisal. Viel Spaß beim Bauen und guten Weg beim Treppenlaufen; schönen Gruß, Erik Heinrich.

Sogenannter Holzschutz, lieber Jens,

Neue Dielen + alte Balken

25.05.2013, ist hier m.E. unnötig und wegen der Giftigkeit eher kontraproduktiv. Der Fraß an den Balken sieht für mich wie der typische Schaden durch die Larven vom gemeinen Nagekäfer ("Holzwurm") aus, wenn das Holz, wie früher üblich grün, also feucht verbaut wurde. Er befällt nur den Splint und nur so lange die Holzfeuchte hoch genug ist (ab etwa 20% rel. aufwärts). In trockenes Holz geht er nicht mehr. Da er fast nur in den Splint geht, ist die Statik der Balken i.d.R. nicht gefährdet. Der schlichteste Test (den aber auch Holzgutachter praktizieren) ist, mit der Spitze eines Latthammers in das Holz zu schlagen und dann merken sie deutlich, ob das Kernholz fest oder mürbe ist. Aus ästhetischen Gründen kann man abbeilen, abschleifen (Lamellenscheibe) oder sandstrahlen und so das zerfresene Splintholz herunterholen. Der einzige Schädling, der trockenes Nadelholz befallen kann und auch ins Kernholz geht, ist der Hausbock (breite Gänge, nagende, schabende Geräusche). Falls der auftritt, sollte Sie fachlichen Rat suchen, z.B. beim fachwerk-Mitglied und freundlichen Spezialisten Lutz Parisek. Die Dielen können Sie, wenn Sie wollen, roh lassen; ich würde sie aber wenigstens zur Härtung mit einem guten Fußbodenhartöl behandeln (Auro, Kreidezeit, etc.) Schönen Gruß, Erik Heinrich.
18.04.2013, vielleicht horchen Sie sich mal um, ob Sie Terrassendielen aus Robinie bekommen können. Robinie ist ein heimisches (wenn auch "zugezogenes") Holz, das in seiner Härte Verrottungsresistenz tropischen Hölzern nicht nachsteht und außerdem mit seiner feinen Maserung sehr gut aussieht. Schönen Gruß, Erik Heinrich.

Hallo Jens,

Neue Dielen + alte Balken

18.04.2013, es hängt natürlich von der Nutzung des EG und des Dachgeschosses ab; aber mir wird in jedem Fall der Sinn eines Estriches nicht klar. Ich würde entweder EINE Dielung beidseitig nutzen, was am wenigsten Aufwand und Kosten verursacht. Ist unten gut geheizt, profitiert das DG mit. Also kann die Dielung ruhig wärmedurchlässig sein und wird auch nicht fußkalt werden. Soll oben zusätzlich geheizt werden, kann das auch mittels Konvektionsheizkörpern geschehen, oder, wenn der Platz dafür nicht vorhanden ist, oder Ihnen solche nicht gefallen, mit einem Wandheizungssystem oder mit einer Heizung in den Sockelleisten. Hier gibt es ein paar Forumsteilnehmer, die sich damit gut auskennen. Ist eine Fußbodenheizung aus welchem Grunde auch immer oben unerlässlich, würde ich eher auf die Dielung genau über den Balken Traghölzer (wenn es unten kalt ist auf Dämmplatten)legen, dazwischen die Fußbodenheizung und darauf die zweite Dielung; und zwar, falls Trittschall vermieden werden soll, frei schwimmend und die Dielen untereinander von unten mit Dachlatten verbunden.(Ich schwöre auf eine dünne Filzschicht von der Rolle auf den Traghölzern, andere Teilnehmer hier halten das für unnötig.) Holzschutz ist bei trockenem Holz unnötig und im übrigen giftig. Ich habe mich gerade mit einem Kunden unterhalten, der sagt, dass er durch eine Holzschutzmittelvergiftung krank geworden ist. Schöne Gruß und viel Glück beim Abenteuer Bauen! Erik Heinrich.