Alle 3 Fragen von Frank Geppert

Dielen schwimend auf Lehmstaken

Hallo an die Fachwerkhaus-Community! Ich muss in einem alten Fachwerkhaus die Dielen in einem Zimmer ersetzen, da sie nur in der Hälfte des Zimmers verlegt wurden und der Rest mit irgend einem Gips/Zementestrich gefüllt war. Den Estrich habe ich bereits entfernt. Wie auf dem beigefügten Bild dargestellt, liegen in dem Haus Lehmwickel/-staken auf den Balken und nicht wie häufig dazwischen. Darüber wurden Bretter als Unterkonstruktion/Lagerholz verlegt, die zwischen 2 und 3 cm hoch sind und ca. 50 cm auseinander liegen. Die alten Dielen sind 2,8 cm hoch und nicht durch Nut/Feder verbunden. Der Boden ist aber erstaunlich stabil, macht keine Geräusche und schwingt nicht. Heutzutage nutzt man aber höhere Lagerhölzer und verbindet die Dielen mit Nut und Feder. Was spricht jetzt dagegen, nach dem historischen Vorbild weiterhin eine so dünne Unterkonstruktion zu nutzen? Das würde mir ein Kopfhöhenproblem ersparen, denn ich komme derzeit gerade so unter den Deckenbalken durch. Sollte ich den Hohlraum zwischen den Brettern füllen? Viele Grüße, Frank ...

Spritzwassergeschützte Lehmoberfläche für Badezimmer

Hallo an die Fachwerkhaus-Community, ich trage mich mit dem Gedanken, die bereits gestellte Gipskarton-Konstruktion für das Badezimmer wieder abzureißen und die dahinter befindliche Fachwerkwand mit Lehmputz zu versehen, um ein diffusionsoffenes Raumklima zu erzeugen. Den Lehm wollte ich aber vor Spritzwasser schützen. Dazu habe ich gelesen, dass eine Mischung aus Sumpfkalk, Quark und Leinöl eine weiße Oberfläche ergibt, die man gerne als Außenputz nutzt, um den Lehm vor Verwitterung zu schützen. Sollte das nicht auch im Bad funktionieren? Während ich so ein Experiment gerne im Bereich des Waschbeckens wage, glaube ich aber nicht, dass das im Bereich der Dusche ausreicht. Sollte ich da doch lieber auf Trockenbau und Fliesen vertrauen oder gibt es hier alternative Erfahrungen? Vielen Dank im Voraus, Frank ...

Holzparkett auf Lehmbodenzwischendecke

Liebe Forums-Mitglieder, ich schreibe hier das erste mal, habe aber schon viele Beiträge gelesen und bereits viele fachliche Denkanstöße bekommen. Ich mag die professionelle Atmosphäre und wie entspannt mit provokanten oder persönlichen Posts in Diskussionen umgegangen wird (z.B. Lithotherm-Verkäuferin). Zu meiner Frage: Ich habe ein altes Fachwerkhaus entkernt (ca. 1770 erbaut), feuchte Wände trockengelegt, Putz entfernt, diverse Reparaturen vorgenommen, Fenster ausgetauscht und das Dach repariert und gedämmt. Jetzt müssen Wände gedämmt und geputzt werden und Böden neu gelegt werden. Die Wände sollen mit weichen Holzfaserdämm-Matten auf Lehm versehen werden, welche dann mit Putzträgern nochmals mit Lehm überputzt werden. Innenwände will ich so putzen, dass die Holzrahmen der Fächer noch zu sehen sind. Auch Deckenbalken will ich sichtbar lassen. Einige Böden/Zwischendecken sind noch immer intakt, bestehen aus Lehm, der mittels Staaken auf die Holzbalken gebracht wurde (Balken liegen ca. 1 m auseinander). Der alte teilweise gerissene Gips-Estrich, der sich darüber befand, wurde entfernt. Was kann ich jetzt für einen Boden auf der Lehmschicht aufbauen? Wichtig ist auch die geringe Deckenhöhe in den Räumen, so dass ich keinen hohen Aufbau mit diversen Platten planen wollte. Reicht eine ausgleichende Masse gefolgt von einem Holzparkett, oder müssen unbedingt Estrichplatten oder Flüssig-Estrich aufgetragen werden, bevor man Parkett verlegt? Sorry für den langen Text, aber vielleicht fällt ihnen ja auch zu anderen Punkten etwas Korrigierendes ein. Ich bin auf dem Gebiet sehr wissbegierig. Viele Grüße, Frank ...