Alle 5 Fragen von Christoph

Dachdämmung mit Holzweichfaser, einige unklare Details

Hallo Forum, ich möchte in meinem Fachwerkhaus in der Deele die Dachbodendecke dämmen. Der Raum ist 3,6m hoch, oben sind offene Balken, darüber ca. 2,4 cm starke Holzdielen. Darüber liegt ein zugiger Kaltboden. Ursprünglich lag darauf ein unsortierter Haufen Glaswolle, der ist entsorgt. Nun ist folgendes geplant: Dampfbremse, darüber 8 cm Holzweichfaserplatten, ziemlich verdichtet, dadurch direkt vorsichtig begehbar. Nun meine Detailfragen: 1. Es handelt sich um ca. 30 qm. In der Mitte liegen auf der Decke auf ca. 8 qm ein paar feste, nicht mal eben zu entsorgende Aufbauten (ca. 4 cm stark). Ich würde nun tendenziell mit 4 cm Holzweichfaser ausgleichen und dann den Dampfbremse darüber legen, anschließend noch einmal 4 cm Holzweichfaser oben drüber. 2. Die von unten sehr dunkle Holzdecke würden wir gern wie folgt behandeln: 2 cm Holzweichfaser von unten drunter und mit Lehm verputzen. Klappt das? Ich hätte dann im zentralen Teil des Raumes auf 8 qm von unten: etwas Lehmputz, 2 cm Holzweichfaser, 2,4 cm Holzdecke, 4 cm Holzweichfaser, Dampfbremse, 4 cm Holzweichfaser. Kann ich damit in Problem bei der Funktion der Dämmung bekommen? Muss ich die Dampfbremse immer direkt auf dem Holzboden verlegen und mir überlegen, ob ich einen Weg finde, die Aufbauten zu entsorgen (sind statisch relevant). Und darf ich von unten noch einmal Dämmung unterhalb der Dampfbremse installieren? Über ein paar Hinweise würde ich mich freuen, da ich sehr bald loslegen möchte. Vielen Dank... Christoph Schönbach ...

Deckenvertäfelung mit Holzweichfaser dämmen?

Hallo, ich überlege, wie ich unsere ziemlich undichte Decke abdichte und dämme und dabei kam mir die Idee mit der Holzweichfaser. Aber zunächst der Aufbau: Das Haus Bj. ca. 1792 ist in der Deele 3,6 hoch, darüber ist Kaltboden. Aktuell liegt auf den Holzbalken der Decke eine Vertäfelung, direkt darüber lose ausgerollte und tw. arg herunter getretene Glaswolle. Tw. sieht man durch die Vertäfelung von unten die Alufolie blitzen, im Winter strömt die kalte Luft durch die Ritzen. Optisch ist die Vertäfelung auch kein Brüller. Daher folgende Idee: Zwischen den Balken (Abstand ca. 1 m, ca. 15 cm stark) schraube ich Holzweichfaser, 6 cm, unter die Decke und verputze dann mit Lehm. Die Balken sind dann natürlich ein kleines bißchen eingepackt, aber ich glaube, das ist optisch o.k. Meine Fragen: 1) Es gäbe jede Menge Lufteinschlüsse zwischen Holzweichfaser und Vertäfelung. Ist das ok? Auf Fachwerk haben wir das auch an einer Wand machen lassen, und da wurde vorher mit Lehm eine Ebene hergestellt, damit es keine Lufteinschlüsse gibt, in denen dann Feuchtigkeit ausfällt. 2) Wie würdet Ihr die Platten an der Decke befestigen? Einfach in die Vertäfelung schrauben? Hält das? Rechts und links vielleicht noch Nägel in die Balken, die ein wenig mit tragen? Oder hat jemand eine ganz andere Idee? Gruß... Christoph Schönbach ...

Sandgestrahlte Fachwerkbalken streichen: Leinöl, Lasur oder nichts?

Hallo Forum, ich habe mein 220 Jahre alten Fachwerk inzwischen einigermaßen in Schuss. Letzte Woche sind die Balken sandgestrahlt worden, etliche Riegel und u.a. auch die Schwellen sind erneuert, außerdem Riegelanschlüsse im Dutzend überarbeitet. Nun soll gestrichen werden. Und dazu brauche ich das Forum. 1. Optik: Es gibt einen Mix aus ganz alten, relativ alten und neuen Balken, Oberflächenstruktur sehr unterschiedlich, außerdem viele ausgebesserte Stellen. Ein Anstrich würde das wohl etwas egalisieren. Eigentlich bin ich aber ein Freund von hellem Holz und würd's auf keinen Fall schwarz oder Palisander streichen. 2. Holzschutz: natürlich offenporig. Mein Händler bietet mir Leinölfirnis von Kreidezeit an (20 Liter, ca. 140 €). Alternativ Lasur von Auro. Er sagt, Lasur hält länger und ist einfacher zu verarbeiten. Mein Zimmermann sagt, die neuen Leinölprodukte sind so super, die halten länger als Lasur und sind besser. Was empfiehlt das Forum? Und habt Ihr Tipps zur Verarbeitung? Gruß aus Paderborn Christoph Schönbach ...

Kann man im Fachwerk zu viel isolieren?

Hallo, ich habe jetzt mit meinem Fachwerksanierer für mein Fachwerkhaus folgenden Wandaufbau für die Ost- und Südwand mit Sichtfachwerk besprochen (von außen): Kalkputz im Gefach / Leichtlehmsteine bzw. noch alte Backsteine / 16 (!) cm isofloc / Lehmbauplatten / 2 cm Lehmputz. Ich habe hier und da gehört, dass man Fachwerkhäuser nicht zu dolle dämmen sollte. Welche Gründe hat das? Wie steht Ihr zu 16 cm isofloc? Die Alternative Holzweichfaserplatte schied aus, da wir tw. mehr als 5 cm Lehmputz hätten aufbringen müssen, um eine ebene Oberfläche zu erhalten. Die hätten wir mitten im Winter nicht trocken bekommen. Daher der Trockenbau mit isofloc. Grundsätzlich andere Aufbauten möchte ich auch gar nicht mehr unbedingt durchspielen. Die isofloc-Lehmbauplatten-Variante scheint schon o.k. Es geht mir tatsächlich nur um die Dicke der Isolierung. Der Raum hat übrigens Fußbodenheizung. Vielen Dank für Eure Hinweise und herzliche Grüße... Christoph Schönbach ...

Wandinnenschale mit Lehmsteinen, Lehmbauwand oder Rigips?

Hallo, wir haben vor ein paar Monaten ein Fachwerkhaus gekauft und sind an ein paar Stellen negativ überrascht worden. Ausmauerungen sind vielfach mit Ytong oder Kalksandstein erfolgt, einige Riegel fehlen oder waren nicht gut zurecht. Kurz: Wir haben eine Außenwand fast komplett neu aufgebaut. Fachwerk steht jetzt, Ausmauerung erfolgt mit Lehmsteinen. Meine Frage betrifft den Wandinnenaufbau. Mein Fachwerksanierer bietet dreierlei an: 1. Wand aus Lehmsteinen innen vorbauen, mit farbigem Lehmfeinputz verputzen. Zwischenraum wird mit Blähton (?) ausgestopft (muss mich noch einmal genau erkundigen, was da hinein kommt). 2. Trockenbauwand mit Lehmbauwänden, mit farbigem (weißem) Lehmfeinputz verputzt. Zwischenraum wird mit isofloc ausgeblasen. 3. Trockenbauwand mit Rigips, Oberfläche glatt gespachtelt und gestrichen. Zwischenraum: isofloc. Mein Favorit ist derzeit die 2, der preisliche und konzeptionelle Mittelweg. Preislich ist die Reihenfolge klar. Gibt es weitere Kriterien, die für oder gegen das eine oder andere sprechen? Ist eine Rigipswand überhaupt ausreichend atmungsaktiv, um im Fachwerk eine Berechtigung zu haben? Der Raum, um den es geht, ist die Küche, die zur Deele hin sehr offen ist. Ich freue mich auf ein paar Hinweise. Grüße... Christoph Schönbach ...