Alle 4 Fragen von Koarl

Rezept sperrender Lehmputz gegen durchschlagenden Ruß

Hallo, nach der Suche hier im Forum habe ich verschiedene Kuhfladen-Kalk-Rezepte gefunden und auch ein Magerquark-Kalk-Lehm-Gemisch, um durchschlagenden Ruß abzusperren. Wir haben in unserem Flur eine Decke aus mit Lehm verputzten Lehmwickeln. Nach lokal stark durchschlagendem Ruß beim Trocknen des neuen Feinputzes (auf alten Lehmputz), haben wir soweit möglich den alten Lehmputz entfernt. Der Ruß scheint aber weit drin zu sitzen, da auch bei erneutem Verputzen der Ruß wieder durchschlägt. Später soll nach einer Grundierung mit Sumpfkalkfarbe gestrichen werden. Um den Rußdurchschlag zu verhindern, möchte ich das gefundene Magerquark-Kalk-Lehmgemisch ausprobieren. Es besteht aus 4 Raumteile Kalk, 1 Raumteil Magerquark, 10 Raumteile sandigem Lehm. Der Beitrag ist 10 Jahre alt, ich habe dazu noch folgende Fragen und hoffe, dass Sie mir dabei ein paar nützliche Tips geben können: a. Wir wollen nur einige Millimeter Putz auftragen, trocknen lassen und hinterher einen Feinputz auftragen. Halten Sie das Rezept für sinnvoll anwendbar? b. Gibt es bezüglich des Kalkes etwas bestimmtes zu beachten, oder kann ich nehmen, was ich im Baustoffhandel bekomme? c. Gibt es bei der Verarbeitung etwas zu beachten, was von der Ausführung eines "reinen" Lehmputzes abweichend ist? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antworten! Koarl ...

Fußbodenaufbau EG / Fußbodenheizung

Guten Tag, in unserem Fachwerkhaus wollen wir den EG-Fußboden auf ca. 150qm komplett neu aufbauen (in diesem Bereich ist er nicht unterkellert). Folgender Aufbau ist geplant (von unten nach oben): 1. Geotexmatte (damit sich beim Verdichten der Glasschaumschotter nicht in den Erdboden drückt) 2. 26cm Glasschauschotter 3. 1cm Betonsauberkeitschicht 4. Dörken-Feuchtigkeitssperrbahn 5. 10cm Heizestrich 6. 4cm für Mörtel (1,5cm) und keramischen Belag (2,5cm) oder 6cm für Lattung (4cm) und Eichendielen (2cm) - Variante abhängig von den Räumen Nun zu meinen Fragen: a. Bezüglich Glasschaumschotter habe ich von bekannten Handwerkern gehört, dass es teilweise zu Problemen beim Verdichten kam. Allerdings haben diese Bekannten den Schotter auch nicht sonderlich häufig eingebaut und konnten auch nicht benennen, woher sie ihn bezogen haben, etc. Ein Vertreter der Fa. Misapor hat mir auf diese Problematik angesprochen mitgeteilt, dieses Problem würde nicht auftreten, wenn man eine leichte Schnellläuferrüttelplatte (60-120kg) nimmt und über Kreuz rüttelt (Probleme gäbe es nur beim Wettbewerb oder bei zu schweren Rüttlern). Haben Sie schon Erfahrungen mit dem Glasschaumschotter von Misapor gemacht und können das bestätigen oder weitergehende Tips dazu geben? b. Da die Heizungsschläuche bei diesem Fußbodenaufbau nicht einfach auf eine Dämmung aufgetackert werden können, sollen sie entweder auf einer Stahlmatte fixiert werden (wenn ich richtig gegooglet haben z.B. per Purmo clickjet) oder ein cufix-System genutzt werden. Ist eines dieser beiden oder auch ein anderes System zu empfehlen? c. Bzgl. der Eichendielen auf dem Heizestrich habe ich folgende verschiedene Meinungen gehört: I. Eichendielen müssen auf den Heizestrich geklebt werden - Aussage Fachhandel II. Eichdielen sollen auf Lattung verlegt werden - Aussage Architekt III. Eichendielen sollten gar nicht eingesetzt werden, weil sie Ihre Form zu stark verändern werden. Es sollte stattdessen Parkett genutzt werden - Aussage Tischler Hier im Forum habe ich gelesen, dass Dielen sowohl auf den Estrich geklebt als auch auf Lattung verschraubt funktioniert. Welches System ist zu bevorzugen? Was ist dabei besonders zu beachten? d. Natürlich bin ich auch offen gegenüber Kommentaren zum Fußbodenaufbau generell, wenn dieser optimierungsbedürftig erscheint. Vielen Dank für Eure Kommentare! Koarl ...

Gestaltung sichtbarer Zwischenraum zwischen Schwelle und Fundament

Hallo! In unserem Fachwerkhaus sind relativ viele Schwellen von unten "angegammelt". Während der Komplettsanierung sollen (so der Vorschlag von Architekt und Zimmermann) die schadhaften Schwellen ausgebaut, der untere schadhafte Teil abgesägt, und dann der gute obere Schwellenteil mit einer feuchtigkeitssperrenden Folie o.ä. darunter wieder eingebaut werden. Dabei entsteht ein Zwischenraum zwischen Schwelle und Fundament, der ausgemauert werden soll. Beim Sichtfachwerk stellt sich die Frage, wie diese Ausmauerung gestaltet werden soll, weil diese dann auch sichtbar bleiben wird (die darunter liegenden Sand- oder Muschelkalkfundamente werden weitestgehend im Fußbodenaufbau verschwinden oder nur geringfügig zu sehen sein). Wir dachten an die Ausmauerung mit vorhandenen alten Ziegelsteinen einreihig quer unter den Balken, deren Köpfe dann sichtbar bleiben. Ist diese Lösung sinnvoll, oder sollte ggf. ein dämmendes Material verwendet werden (das müsste dann ja einiges an Last tragen können - Formglas)? Über Eure Ideen und Anregungen oder auch Bildern von schon realisierten Aufbauten als Referenz würde ich mich sehr freuen - vielen Dank dafür vorab! Koarl ...

aufwändiges Glastor / Tageslichteinleitung

Guten Tag! Wir planen die Sanierung unseres Fachwerkhauses. Die Strukturen wollen wir weitestgehend erhalten, wollen in diesem Zuge die Nutzung der Räume aber verändern. Aufgrund der Hausbreite von 12,5m und dem Aufbau des Hauses ist es eine Herausforderung, Tageslicht in die Mitte des Hauses zu bringen. Bevor Sie sich die lange Beschreibung unseres Falles durchlesen, möchte ich zuerst einmal unsere Fragen stellen, damit Sie beim Lesen schon einmal wissen, worauf wir hinauswollen: a. Kennt von Ihnen jemand einen solchen schon realisierten Toraufbau? Wir sind auf der Suche nach Vorlagen für unsere Lösung. b. Kennt jemand einen Handwerksbetrieb, der Erfahrung mit solchen Aufbauten hat und so etwas realisieren könnte? c. Falls Sie der Meinung sind, dass eine solche Lösung nicht praktisch umsetzbar ist oder einfach unbezahlbar, wären wir auch über weitere Ideen dankbar, Tageslicht in das Hausinnere zu leiten (Dachöffnung im Süden aufgrund Denkmalschutz nicht möglich. Auf der Nordseite aufgrund begrenztem Einblick von außen vielleicht möglich, würde aber nur den Raum im 1.OG beleuchten, wenn wir dort die Decke zusätzlich öffnen. Spiegel oder Glasfaser als weitere Option zur Tageslichtumleitung hören sich auch sehr aufwändig an.). Zur Orientierung habe ich eine Skizze des Erdgeschosses angefügt. Die mittig liegende Essdiele wird nur begrenzt Sonnenlicht über die beiden Durchbrüche zur Küche und die drei Küchenfenster (Südseite) bekommen. Da der Raum dadurch nicht ausgeleuchtet werden wird, ist eine Idee, zusätzliches Licht über ein Glastor der daneben liegenden Sommerdiele in die Essdiele zu bekommen. Weitere Informationen zum Verständnis: - Die Wand zwischen Essdiele und Sommerdiele trennt den beheizten Raum (Essdiele) und den unbeheizten Raum (Sommerdiele), sie soll mit Fensterelementen als Lichtdurchlass versehen werden. - Das Haus steht unter Denkmalschutz, dieser bezieht sich auf die Außenansicht und einen Flur (der aber nicht in diesem Bereich liegt). Aus diesem Grunde müsste sich die Ausführung des Glastores an einem Brettertor orientieren (z.B. abwechselnd schmale senkrechte Holz- und Glaselemente). Da ursprünglich das Tor nach innen zu öffnen war, würde ein neues Glastor wahrscheinlich dann auch so eingebaut werden. - Im 1. OG sind die Räume genauso angeordnet, allerdings sind die Wände dort so ausgeführt, dass kein Tageslicht über die Räume an der Außenwand einfallen kann. Auch hier soll Tageslicht über die Sommerdiele einfallen (die Sommerdiele ist entsprechend hoch). - Das Tor ist ca. 4m hoch. - Die Breite der Küche beträgt 3,5m. - Die Höhe der Essdiele unter den Deckenbalken im EG beträgt ca. 2,2m; im 1.OG ca. 1,80m, unter Umständen wird die Decke im 1.OG auch noch angehoben. Da ich nur ein Foto anhängen kann, schreibe ich gleich weiter mit einem Foto der Außenansicht. ...