Alle 5 Fragen von Basti

Bieberschwanz Dachziegel reinigen?

Hallo, ich bin dabei das Dach meiner Scheune mit alten Bieberschwanz Dachziegeln neu einzudecken. Viele der ursprünglich roten Tochdachziegel sind im laufe der Jahrzenhnte komplett schwarz geworden. Mit gefällt durchaus wenn die Ziegel etwas Patina haben und wenn man die dunklen mit roten Ziegeln mischt kommt ja ein sehr schönes Muster raus. Nur sind es mir doch etwas zu viele schwarze und sie sind zum Teil auch eben komplett rabenschwarz und nicht mehr nur etwas patiniert. Hat jemand eine Idee, wie man diese Ziegel (siehe Foto) wieder etwas sauber bekommt und mehr richtung ihrer ursprünglichen Farbe? Gibts da einen Trick? Danke für Hinweise. Grüße Sebastian ...

Gefache vorbereiten für Putz

hallo zusammen, ich möchte die Gefache in unserem Fachwerkhaus neu verputzen und frage mich nun, wie ich den Untergrund am besten vorbereite. Es gibt am Haus 3 verschiedene Typen von Ausfachungen: - der größte Teil ist mit Staken und Stroh-Lehm gefüllt, der balkenbündig glattgeschmiert wurde und mit diversen Mustern versehen wurde (gestippt). (Typ1) - Eine Hausseite hat ebenfalls solche Staken/Stroh-Lehmausfachungen, die aber bis zu 2cm hinter den Balken zurück bleiben und auch nicht (mehr) glatt sind sind, sondern ausgebrochen wirken. (Typ2) - wo neu ausgefacht werden musste, wurde mit Leichtlehmsteinen ausgemauert. Dort bin ich auch ca. 2cm hinter den Balken zurückgeblieben (Typ3) Wie und worauf hält der Kalkputz am besten? Sollte ich die balkenbündigen Gefache 1-2cm abschlagen und damit 'aufrauhen' damit sie so aussehen wie Typ2? Das wäre ja auch vorteilhaft damit der Putz nicht so bauchig wird. Denn das würde ich am liebsten natürlich so gering halten wie möglich, da ich es nicht so schön finde. Oder eher anders herum die ausgebrochenen gefache erst mit Lehm reparieren und glätten und mit so einem Muster versehen? Was meint ihr wie ich am besten vorgehen sollte. Danke für jeden Hinweis. Grüße, Sebastian ...

Trasskalkmörtel mur 956 als Putz verwendbar?

Hallo, nach der grundlegenden Restaurierung unseres Fachwerkhauses soll es demnächst außen losgehen, d.h. mit dem Verputzen der Gefache. Für die Restaurierung des Sockels hatte ich maxit mur 956 Traskalkmörtel und davon habe ich noch einige Säcke übrig. Spricht was dagegen, das als Putz zu verwenden? Technische Daten: http://www.franken-maxit.de/fileadmin/user_upload/Produkte/pdfs/TM_maxit_mur_956.pdf Es sind zum größten Teil alte Stroh-Lehmausfachungen mit Staken. Was neu ausgefacht werden musste wegen Zimmermannsarbeiten, wurde mit Leichtlehmsteinen 2DF 700 wieder gefüllt. Die Frage also nochmal: Kann ich den maxit mur 956 bedenkenlos als Putzmörtel für die Gefache verwenden? ...

Ofenbauer im Raum Erfurt bis Gera

Hallo, ich bin auf der Suche nach einem Ofenbauer, der bereit und in der Lage ist, einen Grundofen aus alten Kacheln in unserem Fachwerkhaus aufzubauen. Wir haben die Kacheln eines schönen alten Ofens erworben. Die Kontaktaufnahme zu einem ortsansässigen Ofenbauer war enttäuschend. Der hat dazu geraten, den "alten Kram in die Tonne zu kloppen und gleich was neues richtiges zu kaufen" und er hat damit wohl nicht nur den Ofen, sondern wahrscheinlich das ganze Haus gemeint. :-( Als ich ihm sagte, dass der Strohlehm in den Wänden des Hauses erhaltenserte Bausubstanz sei, hielt er das für "Hippie"-Kram. Kurzum, die Chemie hat nicht gestimmt. Wer kennt einen oder ist ein Ofenbauer im Raum Erfurt, Weimar, Jena, Gera, der Freude daran hat altes zu bewahren? Viele Grüße, Sebastian ...

Fußbodenaufbau im EG eines teilunterkellerte Hauses

Hallo, wir haben vor kurzem ein Fachwerkhaus, BJ 1800, in Thüringen gekauft und sind aktuell dabei es zu sanieren. Im gesamten Haus sind noch die originalen Kieferdielen-Fußböden vorhanden und sollen auch erhalten bleiben. Nur im Haupt-Raum im Erdgeschoss, unser zuküntiges Wohn-/Esszimmer, sind sie leider schon stark vom Wurm befallen gewesen und wir mussten auch den Fußboden öffnen um Versorgungsleitungen zu legen und weil der Steinmetz etwas Platz brauchte um den Fundamentsockel neu aufzumauern. Es ist mir leider nicht gelungen, die Dielen zerstörungsfrei auszubauen. Aber wie gesagt war auch schon der Wurm drin. Aber: Sie waren nicht feuchtegschädigt! Ein Teil des Zimmers/Hauses ist mit einem Gewölbe unterkellert. Der Fußboden besteht aktuell nun einfach aus den alten Balken (halbierte Baustämme), die direkt in den 'Dreck' gelegt sind. Es ist eine trockene Mischung aus verschiedenfarbigen Schutt und Kohle/Asche. Nur einer der Balken ist auf einer Seite etwas angefault gewesen. Es sollen wieder massive Kieferdielen rein. Jetzt stellt sich die Frage, wie der Fußbodenaufbau gestaltet wird. Ich habe mich in diversen Informationsquellen belesen. Hie rim Forum und z.B. auch im Buch von Wolfgang Lenze, das ich sehr schätze. Aber was dort empfohlen (20cm Kies, Folie, 15cm Beton, Folie, Balkenlage, Dielen) wird, wiederstrebt mir irgendwie total. Ich will keine Betonplatte ins Haus gießen und auch nicht 50cm ausschachten. Abgesehen davon, dass das wegen dem Kellergewölbe wohl kaum gehen würde. Wir wollen vieles im Haus historisch Original belassen und dem Haus keine modernen Baustoffe oder Techniken auzwingen aber natürlich trotzdem einen Kompromiss finden zu einem mehr oder weniger hohen Wohnkomfort. Jetzt kommt ( endlich ;-) ) die eigentliche Frage: Aktuell tendiere ich dazu, einfach alles so zu lassen, bzw. wieder aufzubauen, wie es war. Ich lasse den ganzen trockenen Dreck drin, tausche ggf, die Balken aus und verlege direkt darauf die neuen Dielen. Hat doch jetzt auch 214 Jahre lange gehalten. Was würde denn eurer Meinung nach dagegen sprechen? Ich finde diese Lösung sympathisch weil sie authentisch/historisch original und unschlagbar schnell und günstig umzusetzen ist. Viele Grüße, Sebastian ...