Alle 2 Fragen von mruehrig

Fussbodenheizung auf Holzbalkendecke (Denkmalschutz)

Hallo, ich renoviere derzeit ein denkmalgeschütztes Sandsteinhaus. Da die Fehlböden der Holzbalkendecke zwischen EG und OG teilweise durchgebrochen waren und dei Schüttung nach unten gerieselt war, habe ich die Schüttung von oben entfernt und die Einlegebretter erneuert. Dazu habe ich die Holzdielen im OG entfernt. Diese sollen später aufgearbeitet und wieder originalgetreu verlegt werden. Die Holzbalkendecke hat sich in der Raummitte etwas durch gebogen und ich möchte über die neu eingebrachte Schüttung (zementgebundener Blähton) ein möglichst ebenes Niveau herstellen. Außerdem möchte ich eine Fussbodenheizung einbauen. Die Rohre sollen in eine etwa 25 mm dicke Trittschalldämmung verlegt werden. Darauf Aluplatten zum Wärmeausgleich und darauf wiederum Farmacell Trockenstrich. De Holzdielen sollen darauf dann vollflächig verklebt werden. Soweit der geplante Aufbau. Der Denkmalschutz trägt diese Pläne nicht mit. Das Argument gegen die wassergeführte Fußbodenheizung ist eine mögliche unbemerkte Undichtigkeit mit Schädigung der Holzbalkendecke. Auch das Verkleben der originalen Dielen wird nicht abgesegnet (angeblich wegen Irreversibilität). Kann man das nachvollziehen?. Fußbodenheizungen in Holzbalkendecken sind ddoch mittlerweile gut erprobt. Wo sollen da unbemerkte Undichtigkeiten auftreten. Das Wasser würde doch sofort durch die Decke sickern und im EG von der Decke tropfen... Statt den Faramcell Platten könnte ich auch OSB Platten schwimmend verlegen/verkleben und die Dielen darauf verschrauben. Das wäre hoffentlich reversibel genug. Bin auf eure Kommentare gespannt. Manfred ...

Aufdachdämmung von DS abgelehnt

Liebe Forumsmitglieder, villeicht kann mir an dieser Stelle jemand helfen. Ich habe ein großes Problem mit dem DS bei der Planung der Umbaumassnahmen an meinem DS geschützten Sandsteinhaus. Ich würde gerne auf Anraten meines Architekten/Energeiberaters eine 10 cm PUR Aufdachdämmung einbauen. Der DS hatte bereits im Vorfeld Bedenken angemeldet wegen der veränderten Trauf und Ortgangansicht. Trotzdem haben wir die Aufdachdämmung in die Eingabeplänen aufgenommen. Als Alternative haben wir auch eine Ausführung gezeigt, die der DS vorgeschlagen hat. 4 cm Holzweichfaserplatten und den Rest als Zwischensparrendämmung um die EnEV zu erfüllen (KfW Darlehen) Hab schon bei der Teilung der Fenster energetische Kompromisse schließen müssen und wenn ich jetzt beim Dach auch noch die schlechtere Variante nehmen muss, dann kann ich eine energetische Sanierung wie ich sie ursprünglich geplant hatte eigentlich fast anbschreiben. Die Nachteile der DS Variante liegen auf der Hand. Meine Sparren sind relativ schwach (12 cm) und relativ weit auseinander (120 cm). Wenn ich nur 4 cm Holzweichfaserplatten geenhmigt bekomme, dann ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich müssten nämlich zusätzlich wischen den Sparren dämmen. Am besten wäre dann wohl ausblasen. Da die Sparren sehr weit auseiander sind, kann man von der Innenseite nur eine Verschalung vernünftig anbringen, wenn diese entweder sehr dick ist (>22mm) oder man fügt (aufwändig) Zwischensparren ein. Was erstens ein massiver eingriff in die historische Bausubstanz wäre, zweites der Dachstuhl wäre nicht mehr sichtbar und kontrollierbar. Weiter lägen die Balken auf auf der kalten Außenseite bzw. in der Dämmebene und die Dämmwerte wären deutlich schlechter als bei meiner Variante. (100 mm PUR). Der Ortgang würde sich bei der DS Variante ja ebenfalls verändern (mindestes um die 40 mm der Holzweichfaserplatte - wahrscheinlich noch mehr wegen der zusätzlichen Konterlattung). Meine favorisierte Variante (100 mm PUR) würde von außen aufgebracht die EnEV Werte einhalten, ich hätte den Dachstuhl stets im Blick, würde zusätzlichen Wohnraum gewinnen, der Dachstuhl wäre auf der warmen Seite der Dämmhülle und ich bräuchte keine Zwischensparren. Alles Argumente, die wir ausführlichst dem DS gegenüber schon vorgebracht haben, dort aber auf taube Ohren gestossen sind. Ich will nicht so leicht aufgeben und vielleciht kann mir jemand von euch einen Tipp geben, wie man gegen die Entscheidung des DS Einspruch einlegen kann. Gibt es Rechtmittel gege solche Entscheidungen? Wenn ja, welche? Kann doch nicht sein, dass augenscheinliche Argumente einfach ignoriert werden und zu einer zweifelaften (II.Wahl) Lösung geraten wird. Hatte ansonsten mit dem DS noch keien Probleme und wir waren immer zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen. Alledings scheint die Aufdachdämmung hier ein rotes Tuch zu sein. Ind der Traufe haben wir übrigens einen Lösung gezeigt, die gänzlich unsichtbar wäre. Es geht nur um den Ortgang. Dort kann man doch mit Abdeckbrettern ganz schöne Lösungen zur Verkleidung der Lücke finden. Eine Lücke entsteht ja auch bei der DS Variante (4 cm Holzweichfaser)). Der Unterschied liegt bei gerade mal 6 cm. Verstehe nicht dass meine Umbaupläne daran scheitern sollen. Wenn ich keine PUR Dämmung bekomme, dann lasse ich das Dach wie es ist und dämme die oberste Geschoßdecke. Dann wird der Dachboden halt nicht ausgebaut.... Gerade das Dachgesschoss war ein Argument für den ursprünglichen Kauf des Objekts... Viellicht bekomme ich hier aber ja auch den entscheidenden Tipp wie ich gegen die Entscheidung des DS bestehen kann. Schöne Grüße, Manfred ...