Alle 2 Fragen von flammable

"Schatz, haben die auf Kompost gemauert oder ist das ein Balken?"

Hallo liebe Forumfreunde, ich bin momentan mit der Entkernung eines FWH von ca. 1890 beschäftigt. Durch div. Recherche habe ich herausgefunden das um 1958-ca. 2005 dort ein Maurer gewohnt hat. Er war wohl Meister seines Faches, nicht aber des Fachwerkes :-) So begab es sich zu der Zeit als ich im Keller die Einschübe herausnahm und eine zärtliche Stimme klang in meinem Ohr. "Boah kacke... Was ist das denn für ein Scheiß." Nein, keine kleine Elfe! Es war mein Helfer der eine tolle Entdeckung machte und diese in Worte fasste. Die pulverisierte, an Kompost erinnernde modrige Masse wurde als Schwellbalken erkannt. Bei weiteren Nachforschungen haben wir festgestellt das dieser Schwellbalken kompletten Bodenkontakt hat. Dies wahrschienlich seit 1959 als der liebe Maurer von aussen Zementputz auf die Schwelle aufgetragen hat und dann Erde davorkippte um die Terrasse anzuheben. Nun haben wir Ecken gefunden wo der Schwellbalken komplett entfernt wurde und dort wo der Balken mal saß ausgemauert wurde. Einige Ständer stehen also direkt auf den Ziegeln auf. Diese sind aber trocken weil, so schlau war man früher die Ständer um ca. 1 Meter gekürzt wurden. Der Zimmermann ist alamiert und wird in den nächsten Tagen bei uns vorbeikommen. Blöde Frage: Könnte man im äussersten Notfall den Schwellbalken komplett entfernen und die Stellen mit alten Ziegeln ausmauern? Sollte dies möglich sein, ist eine Abdichtung (horizontal) in Form von Bitumen etc. erforderlich um das Wasser von den Ständern fernzuhalten? Ich danke vielmals für eure Hilfe. Lukas ...

Leise rieselt das Holz...

Guten morgen, ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Lukas und ich komme aus NRW, genauer aus dem Ruhrgebiet. Wir haben ein Fachwerkhaus von 18xx erstanden (genaues Datum unbekannt, ich denke um 1890). Leider wurden hier viele Unsachgemäße Veränderungen und Renoviereungen durchgeführt welche teilweise bedenklich sind, teilweise erträglich und nicht so gravierend. Das große Problem momentan ergibt sich aus einem wohl aktiven Befall mit Holzschädlingen in der Kellerdecke (Tragbalken, Einschübe und Holzdielen). Der Keller ist aus Sandstein gemauert und liegt an der einen Seite komplett in der Erde, an der anderen Hausseite nur ca. zur Hälfte. Da das Haus in zwei Wohnungen unterteilt ist, ist der Keller das auch. Schadbild: Löcher in den Balken und in jeglichem Holz welches im Keller zu finden war. Selbst Besenstiele bröselten ausseinander. Mir ist aufgefallen das 3 sehr dicke Balken, vermutlich Eiche nicht angegriffen waren. Alle anderen weisen aber die o.g. Befunde auf. Neben, bzw. auf den Löchern befindet sich Sägemehl welches wohl von dem "Quälgeist" rausgeschmissen wird. Teilweise gibt es hölzerne Stützen (Baumstämme) im Keller welche punktuell noch berindet sind. Diese werden, neben allen Holzregalen, Lagerkörben etc. als erste weichen und durch Stahlbaustützen ersetzt. Nun bin ich einige Zeit im Bausektor (Bautrockung, Schimmel) tätig, hatte aber mit Fachwerk und Holzschädlingen nur sporadisch zu tun. Da wir ein starkes Ozongerät besitzen wäre die Frage nach der Wirksamkeit dieser Behandlung. Ich denke zu aller erst wäre eine Bestimmung des Schädlings eine gute Sache. Leider hat sich der Ganove noch nicht gezeigt. Gibt es Lockmittel für die Viecher? In wie weit kann man überhaupt selber Herr über einen Holzschädlingsbefall werden? Ich habe mir den Dachstuhl noch nicht genau angesehen, hoffe aber das dieser "Clean" ist. Grüße Lukas ...