Alle 10 Fragen von Baudenkmalpfleger.de

Hallo, ich war lange hier nicht online gewesen, aber auch ich brauche mal Hilfe. Ein Bauherr hat mir ein Foto von einem akutem Insektenbefall in seinem Fachwerkhaus (Heimatstil) zugesendet. Das Gebäude hat einen sehr große Garten und befindet sich in unmittelbarer Nähe eines Waldes (Köln-Königsforst). Seine Kinder sind tagsüber in einem Waldkindergarten in unmittelbarer Nachbarschaft untergebracht. Richtig akut war der Befall in seinem Haus im Spätherbst. Meine kurze Recherche in meiner Fachliteratur konnte mir nicht weiter helfen. Danke schon einmal für die ersten Hinweise. Grüße Bernd Kibies ...

Zementäre Nivelliermasse lösen

Ich benötige mal Hilfe. In einem Hausflur liegen wahrscheinlich alte Zementfliesen o.ä., schwarz mit Muster. Darauf wurde vor etlichen Jahren PVC-Platten mit Nivelliermasse verlegt. Die Nivelliermasse mit geringen Kleberesten hält höllisch, auch mechanisch ist dem kaum beizukommen, außerdem besteht dadurch die Gefahr, daß der Plattenbelag bricht oder anderweitig beschädigt wird. Hat jemand schon Erfahrungen mit einer schonenden Methode zur Freilegung gemacht? Gute Erfahrungen in einem ähnlich gelagerten Fall habe ich z.B. mit einem Entlacker von Scheidel gemacht. Damals wurden schwarze Fliesen auf einer Kellertreppe von Kleber und etwas Nivelliermasse befreit. Hier ist aber nun der Anteil an Nivelliermasse etwas größer. Für Tipps bin ich dankbar! Bernd Kibies ...

Ich suche für Rothenburg o.d.T. einen Sachverständigen, Fachkundigen oder eine Fachfirma, der/die einen Befall an Trockenholz (Eiche - Dachstuhl) in Augenschein nehmen kann. Ich selber kenne den Schaden und Umfang nicht, scheint aber wohl geringfügig zu sein. Eine Bauherrin, die dort noch das Gebäude der Eltern besitzt, hat mich darauf angesprochen. Auf der Seite des DHBV habe ich schon nachgesehen, evtl. gibt es aber noch eine örtliche Empfehlung. Gerne werde ich die Empfehlung/Adresse weiter geben. Besten Dank schon einmal im voraus. Bernd Kibies ...

Fensterladenbeschläge in Dresden und Umgebung

Ich benötige sehr kurzfristig, am besten gestern, Schraubkloben, Langbänder, Torfeststeller, Bodenschieber und Überwurf in unterschiedlichen Abmessungen und Stückzahlen (überschaubar) für ein Bauvorhaben in der Nähe von Dresden. Die Ware wurde zwar vor 3 Wochen beim Händler geordert, dieser ist aber aus der Welt und nicht mehr erreichbar. Einige Dresdener Händler habe ich abtelefoniert, es ist aber wohl alles nur Bestellware. Hat jemand einen guten Kontakt in Dresden und Umgebung, der evtl. auch einiges auf Lager hat? Das wäre sehr schön. Somit würde es auf der Baustelle weiter gehen. Über eine kurze Info würde ich mich freuen, gern auch per E-Mail (siehe Profil). Diese ereichen mich dann direkt und ich kann sie sofort an die Handwerker weiter geben. Vorab schon einmal danke für die Hilfe. Grüße, Bernd Kibies ...

Schwengelverschluß

Benötige für ein Fenster noch einen Schwengelverschluß (Weiterentwicklung der Basküleverriegelung), Länge ca. 125 cm. Der Schwengel (Messing) verschiebt durch eine Auf-und Abwärtsbewegung über ein Zahnrad die Triebstange. Meine Recherche im Internet war bislang leider nicht erfolgreich. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp. Grüße Bernd Kibies ...

Feinsteinzeug reinigen

Liebe Gemeinde, eine Bauherrin möchte/muß die Feinsteinzeugfliesen ihrer Kellertreppe, schwarz 10/10 cm, reinigen. Diese sind mit unterschiedlichen Materialien verschmutzt bzw. verklebt. Mörtel bzw. Fliesenkleber lassen sich noch relativ gut mit einem Spachtel entfernen. Besonders schwierig wird es bei Dispersions- und anderen Teppichklebern. Diese sind mechanisch mit einfachen Mitteln nicht weg zu bekommen. Da die gute Dame am Ende der Baumaßnahme steht, muß Sie die Arbeiten in Eigenleistung über die Bühne bringen. Handwerklich ist Sie aber nicht besonders beschlagen. Vielleicht kennt jemand eine effektive Methode, wie man diese Fliesen wieder in halbwegs erträglichen Zustand bringen kann. Diese Reinigung sollte für kleines Geld möglich sein. Historich wertvoll sind die Fliesen nicht, das Gebäude ist aus den 20er. Besten Dank schon einmal für sinnvolle Tipps. Grüße Bernd Kibies ...

Hau weg, die Häuser!

Stand letzte Woche in "DIE ZEIT". Stimmt es so? Vielleicht gibt es ähnliche Erfahrungen. Grüße, Bernd Kibies Hau weg, die Häuser! Von Georg Etscheit Erst wurden viele Altbauten in Görlitz aufwendig saniert. Nun droht der sächsischen Stadt der Kahlschlag Wäre die Revolution in der DDR nur ein paar Jahre später gekommen, Görlitz wäre wohl kaum noch zu retten gewesen. Doch nach der Wende strömte Geld aus dem Westen in die Stadt und nährte den denkmalpflegerischen Eifer. Heute nennt sich Görlitz wieder stolz die »Perle an der Neiße«. »In der ersten Dekade des Aufschwungs Ost wurde eine kaum vorstellbare Leistung vollbracht, um die historischen Bauten in fast allen ostdeutschen Städten zu sichern und wiederherzustellen«, sagt Jürg Sulzer, der eine Stiftungsprofessur für Stadtumbau an der Technischen Universität (TU) in Dresden innehat. »Doch jetzt droht uns auf den letzten hundert Metern die Puste auszugehen.« Wie gefräßige Dinosaurier machen sich die Abrissbagger mit ihren stählernen Mäulern über die Stadt her. Nicht nur in Görlitz. In der Neißestadt fallen ihnen reich verzierte Gründerzeithäuser und denkmalgeschützte Siedlungsbauten aus den zwanziger und dreißiger Jahren zum Opfer. In Chemnitz und Leipzig erwischt es außer Gründerzeithäusern auch mal ein historisches Fabrikgebäude wie die Aktienbrauerei Gohlis. Und im sächsischen Freiberg soll eine kulturhistorisch wertvolle Gartenstadtsiedlung mit Appellplatz aus den dreißiger Jahren platt gemacht werden. »Ich fühle mich da lebhaft an den Abrisswahn der sechziger Jahre in der alten Bundesrepublik erinnert«, sagt Jürg Sulzer. Der Wahnsinn hat durchaus Methode. Im Jahre 2002 hatte die rot-grüne Bundesregierung ein Programm für den »Stadtumbau Ost« aufgelegt, das auf die Abwanderung vieler Menschen aus dem Osten und den demografischen Wandel reagieren sollte. Dem dramatisch wachsenden Leerstand sollte durch planvollen »Rückbau« von Wohnungen in den Außenbezirken und »Aufwertungsmaßnahmen« in den Sanierungsgebieten begegnet werden. Der Abriss hat Methode, der Bund zahlt mit Dafür gibt es reichlich Geld aus der Staatskasse. Die kommunalen Immobiliengesellschaften, denen die meisten Wohnungen gehören, streichen je abgerissenen Quadratmeter 50 bis 60 Euro ein, zusätzlich werden pro Quadratmeter 70,65 Euro Altschulden aus DDR-Zeiten gelöscht. »Wenn man die billigste Firma mit dem Abriss beauftragt, bleibt unter dem Strich einiges über für die Gesellschaften«, sagt Andreas Vogel vom Verein Haus & Grund Görlitz, der Unterschriften gegen geplante Abrisse sammelt. Die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Görlitz (WGB) überweist jedes Jahr einen Millionenbetrag an die Görlitzer Stadtkasse. So finanzieren sich überschuldete Kommunen durch die planmäßige Vernichtung der eigenen Bausubstanz. Für Gerd Kolley, Geschäftsführer der WGB, ist Abriss ebenso wie Vermietung und Neubau ein ganz normales Geschäft. 7500 Wohnungen verwaltet die WBG. Seit 2002 wurden etwa 1000 Wohnungen durch Abriss »vom Markt genommen«, trotzdem stehen immer noch 1800 leer. Kolley gibt offen zu: »Ohne die Unterstützung durch die Förderung und den Altschuldenerlass würden wir die leer stehenden Häuser nicht abreißen können, sondern müssten sie stehen lassen.« Dass es im Zweifel eher historisch wertvolle Bauten aus den Innenstädten trifft als Plattenbausiedlungen, daran tragen nicht nur die Wohnungsbaugesellschaften Schuld. Sie reagieren mit ihrer Abrisspolitik einfach auf die Nachfrage der ostdeutschen Mieter. Junge Familien seien zwar wieder daran interessiert, in der City zu wohnen. Doch die seien äußerst rar, sagt Kolley. Dagegen gebe es in den Siedlungen an der Peripherie eine stabile Mieterschaft. »Es ist sehr schwierig, denen zu erklären, dass ihr Haus bald abgerissen werden soll.« Eine Altbauwohnung erscheine vielen Menschen im Osten als zu groß und zu teuer, allein schon wegen der hohen Räume. »Heizen sie die mal!« »Die Bewohner der Plattensiedlungen sind kaum zu bewegen, in die innenstadtnahen Gründerzeitquartiere zu ziehen«, bestätigt Lothar Hofner vom sächsischen Innenministerium. Achtzig Prozent des Leerstandes konzentrierten sich im Osten auf diese Viertel, um deren Wohnungen sich in Städten wie München die Leute reißen würden. »Die Zahl der rückzubauenden Häuser der Gründerzeit und der zwanziger Jahre wird zunehmen«, prophezeit Hofer. »Eine Schweinerei hoch zehn« sei das, echauffiert sich Andreas Vogel. Der Görlitzer Denkmalschützer hat zwar vom Oberbürgermeister Redeverbot bekommen, was ihn aber nicht davon abhält, über eine »Vernichtung von Volksvermögen« zu schimpfen. Vogel kritisiert die »kurzfristige ökonomische Sichtweise« der kommunalen Wohnungsunternehmen. »Man muss doch nicht alles gleich zur Pflaume machen. Man könnte die Häuser doch einmotten und auf bessere Zeiten warten.« Auch Stadtforscher Sulzer rät zu Geduld. »Dächer sichern, Fenster zumauern und abwarten« lautet das Rezept des gebürtigen Schweizers. Städtebau erfordere einen langen Atem, bloß »in Deutschland muss immer alles hau ruck gehen«. Nun gibt es auch Bürger, die zu retten versuchen, was zu retten ist. »Bei uns wird jetzt alles weggekloppt«, ärgert sich der Abrisskritiker Andreas Vogel. »Die lassen die Häuser sogar absichtlich verfallen, um einen Grund zu haben, sie wegzuhauen.« Ganz ohne Folgen bleiben der Proteste nicht. Der Bund hat die Rückbauprämie gesenkt. Außerdem wird nun bei der Bemessung der Prämie zwischen niedrigen und hohen Häusern unterschieden. Für Gebäude ab sieben Stockwerken, also den industriellen DDR-Wohnungsbau, gibt es mehr Geld als für ältere Häuser. »Wir sind doch kein Freilichtmuseum« Doch das Land Sachsen treibt den Kahlschlag unverdrossen voran. Für Bauten, die nach 1850 entstanden, sollen in Zukunft überhaupt keine Aufwertungsmittel aus dem Bundesprogramm zum Stadtumbau mehr gewährt werden – was den bereits sanierten Plattenbausiedlungen nicht schaden, aber viele Gründerzeitviertel dem Bagger ausliefern würde. Gerd Kolley von der Görlitzer Wohnungsbaugesellschaft findet das ganz richtig. Mit Blick auf die 1800 freien Wohnungen in Görlitz hält er den Rat, die Bausubstanz für bessere Zeiten zu sichern, für unrealistisch. »Leer stehende Häuser kosten Geld«, sagt er. Und: »Wir sind doch kein Freilichtmuseum.« © DIE ZEIT, 03.01.2008 Nr. 02 ...

Dachschaden - Aufregung in Norddeutschland:Bedroht ein geheimnisvoller Pilz die Reetdach-Idylle? Weit gefehlt

Liebe Forums-Gemeinschaft, in der aktuellen Ausgabe (Nr.32) der Wochenzeitung "DIE ZEIT" habe ich einen interessanten Artikel über das auch hier diskutierte Thema gefunden. Siehe: http://www.zeit.de/2007/32/reetdach Interessantes insbesondere auch über Ulrich Schäfer, wwww.reetdach-sterben.de "An den wilden Spekulationen beteiligen sich nicht nur engagierte Laien, sondern auch die Fachleute der Reetbranche – und schieben sich die Schuld an schadhaften Dächern mit Vorliebe gegenseitig in die Schuhe. Dachdecker klagen über die sinkende Qualität des verfügbaren Schilfrohrs, Händler verweisen auf Baufehler, Architekten auf schlechtes Handwerk. Die naheliegendste Erklärung ist hierzulande dagegen überraschend unpopulär und kommt aus unserem Nachbarland mit seiner wesentlich höheren Reetdachdichte. »In den Niederlanden hatten wir vor zehn Jahren die gleichen Probleme wie in Deutschland«, erinnert sich Henk Horlings, Geschäftsführer der Vakfederatie Rietdekkers, in der alle 750 niederländischen Reetdachdecker zusammengeschlossen sind. Damals hat sein Verband jedes von Pilzen befallene und vorzeitig gealterte Dach unter die Lupe genommen. »Das Ergebnis war immer das gleiche: Das Reet war zu feucht geworden.« Der Befund hatte mindestens eine, meistens aber die Kombination aus zwei der drei Ursachen für Reetdachfeuchte: zu viel Kondenswasser aus dem Hausinneren, ein zu geringer Neigungswinkel des Daches, schlechte Reetqualität. »Jeder Einzelfall war leicht zu klären«, sagt Horlings und fügt in Richtung Norddeutschland hinzu: »Geheimnisvolle Pilze gibt es nicht.« Ulrich Schaefers Versuch, seine Therapie für Reetdächer auch in den Niederlanden zu vermarkten, hat der Rietdekker-Verband folglich sofort unterbunden. »Wir haben das Mittel im Labor testen lassen«, sagt Horlings, es handele sich um ein ganz normales Fungizid, »das einzig Besondere ist der völlig überhöhte Preis«. Dass seine deutschen Kollegen die Spekulationen über ein rätselhaftes Dächersterben nicht sofort mit Aufklärung und einer offenen Informationspolitik bekämpft haben, kann sich Horlings nur mit einem »gewissen Hang zur Selbstzerstörung« erklären." Grüße Bernd Kibies ...

"Ein Land auf Abriß"

Liebe Forumsmitglieder, Baudenkmale hegen i.d.R. in der öffentlichen Wahrnehmung und in der publizistischen Darstellung (wenn, dann nur in der Fachpresse) ein Nischendasein. Nun hat sich die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ ausgiebig im Feuilleton (wo auch sonst) dem Thema („Ein Land auf Abriß“) angenommen. Insbesondere die schleichende 3. Abrißwelle der kleinen und alltäglichen Bauten wird thematisiert, Fachwerkhäuser fallen oftmals auch darunter. Leider ist der Beitrag online nicht einsehbar. Grüße Bernd Kibies ...

Leitungsverlauf Wandheizungen erkennen

Hallo, vielleicht kann mir jemand bezüglich einer Wandheizung weiter helfen. Als problematisch empfinde ich, daß der genaue Leitungsverlauf in den wänden später nicht bestimmt werden kann. Es gibt hier zwar Wärmefolien, die mir bekannte ist allerdings unzureichend. Bei Temperaturen über 30°C werden die Leitungen nicht mehr angezeigt. Habe ich eine Temperatur von 29°c, dann wird es schon ungenau. Optimal Ergebnisse erzielt man wohl nur beim Hochfahren der Heizung. Aber jedes Mal die heizung runterfahren, wenn man etwas in der Wand befestigen will. Außerdem erscheinen mir die Thermofolien sehr klein, dafür sündhaft teuer. Kennt jemand eine besonders zuverlässige Folie, wenn möglich bezahlbar und kann auch detailierte Angaben zur Anwendung machen. Wäre schön. Unter umständen gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Auf die zahlreichen Beiträge freue ich mich schon. Grüße Bernd Kibies ...