Alle 11 Fragen von Historia

Alter Weißfeinkalk

Interessante Frage. Aber was bedeutet Wasser gezogen? Ich würde einfach mal eine Testfläche anlegen. 1:3 mit Sand mischen und eine Ecke wo es nicht stört verputzen. Nicht zu dick und dann weiß man nach 2 Tagen ob die Mischung überhaupt noch abbindet. Wenn nicht, dann kann man das Material immer noch zur Bodenverbesserung nehmen. Übrigens konnte ich dem alten Post nicht mehr antworten https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/alter-weissfeinkalk-278458.html#281349 ...

Blockbohlenwand

In meinem Fachwerkhaus ist das Fachwerk im Bereich des unteren Wohnzimmers stark gestört. Einige Balken sind dort aus Nadelholz während der Rest des Fachwerks aus Eiche besteht. Wie auf dem Bild zu sehen ist musste auch einer der Balken ausgetauscht werden. Bei der Begehung mit einem Restaurator für ein neues Farbschema für die anstehende Restaurierung von aussen gingen wir einige andere Punkte durch. Unter anderem meinte er, dass das Haus wohl aus dem Mittelalter stammt und nicht wie in der Denkmalliste angegeben aus dem 17./18. Jh. Dabei vermutet er im Bereich des Wohnzimmers eine ursrpüngliche Blockbohlenwand mit entsprechenden repräsentativen Fenstern. Im Verlauf der Jahre wurde diese dann gegen das Fachwerk mit den neuen Fenstern ausgetauscht. Jetzt die Frage: wie muss ich mir die Konstruktion dieser Blockbohlenwand vorstellen und gibt es Beispiele für diese Konstruktionen. Beispiele dieser Blockbohlen habe ich in der Umgebung schon das ein oder andere Mal gesehen, konnte aber im Internet nichts über die Konstruktion finden. Kann eine solche Konstruktion wieder neu aufgebaut werden und ist es möglich, diese dann auch so zu isolieren, dass ein Wohnen in dem Haus noch möglich ist? Über Anregungen würde ich mich freuen. Gruß Herbert ...

Marder und Mäuse

Die letzten Tage kam bei mir das Dach runter und ich konnte mir so ansehen wie natürlich die Mitbewohner so leben. Das Dach war 1954 mit alukaschierter Glaswolle oder so etwas ähnlichem gedämmt worden. Die Woche davor hatte ich eine Zwischendecke entfernen müssen um einen ebenen Boden zu machen. Der bestehende Boden war mit Rahmen und dazwischen Styropor bzw. Styropor-Rigips aufgebaut. Die alten Balken konnten bleiben und der Dielenboden wurde aufgenommen und wieder verwendet. Erkenntnisse daraus waren, dass Mäuse Styropor lieben und überall die Kugeln verwendet habeb, auch großzügig zum Nestbau. Die Marder haben fast die gesamte Glaswolle aus den Fächern geräumt und sich damit unten in der Abseite ein recht dickes Polster gebaut. In einem Fach das mit Stroh gefüllt ist wurden zwar eingelagerte Hühnereier gefunden, vermutlich vom Marder abgelegt, aber darin waren ansonsten eher weniger Spuren häuslicher Mitbewohner. Den Tieren ist es also egal welche Dämmstoffe verwendet werden. Gruß Herbert ...

Bodenaufbau mit freigelegten Balken

Irgendwie komme ich nicht weiter. Ich habe in meinem Fachwerkhaus im Obergeschoss freigelegte Balken die ich gerne aus gestalterischen Gründen so beibehalten würde. Der Raum ist schön hoch und sehr angenehm. Darüber sind die Schlafzimmer der anderen Wohnung. Im Zuge des Umbaus sollte ein wenig Schallschutz eingebracht werden, da es leider auch eine Wohnungstrenndecke ist. Gut ich kann den Dispens vom Denkmalamt beantragen, aber dennoch möchte ich schon wenigstens das tun was möglich ist. Die Stehhöhe im Dachgeschoss ist leider jetzt schon mit knapp 2 m an der Unterkante Balken sehr (zu) knapp bemessen, aber dort werde ich selber wohnen und es sind nur Schlafräume. Zwischen den Balken sehe ich 2 Optionen: Holzweichfaserplatte 40 mm mit zwei lagen Lehm verputzt oder Federabhänger 30 mm dazwischen Steinwolle und darunter 2 Lagen Gipsfaserplatte 15 mm Welche Option hätte da die bessere Schalldämmung 50-60 mm Aufbau ist gestalterisch kein Problem bei doch ordentlich dimensionierten Eichenbalken. Auf der Oberseite muss ich fast 15 cm Höhenunterschied ausgleichen. Für diesen Ausgleich habe ich LLS 200 Leichtlehmschüttung vorgesehen. In einem drittel der Fläche kann ich zusätzlich Betonplatten als Auflage für die Schüttung verwenden. Der Rest wird dann nur mit dem Hanf-Leichtlehm ausgeglichen. Darauf sollen 16 mm HWP und 40 mm HWP mit eingelegten Leisten. Abschluss ist ein geschraubter Eichendielenboden mit max. 20 mm Stärke. Macht dieser Aufbau Sinn und ist der Schalldämmwert berechenbar? Es ist mir klar, dass die Werte für Wohnungstrenndecken nicht eingehalten werden können, dennoch sollte dies ein brauchbarer Kompromiss sein. Danke Herbert ...

Fachwerk Auskragung

Meine Deckenbalken sind freigelegt und jetzt habe ich die Platten zwischen den Balken mal geöffnet. Geschlossen ist das mit Styropor/Rigips. Das Stockwerk darüber hat eine Auskragung von ca. 30 cm. Zwischen den Balken nach außen sind nun Hohlräume von 30x30 cm auf Balkenbreite.Bisher ist darin Stopfmineralwolle und macht seit 40 Jahren keine Probleme. Jetzt möchte ich eine Innendämmung mit Lehm und Holzweichfaser innen aufbringen. Ich denke also Styropor und die Mineralwolle zusammen drin zu lassen ist nicht vernünftig. Also sehe ich 2 Möglichkeiten. 1. Stopfwolle und Styropor entfernen, Hohlraum leer lassen und nach innen Strohlehm als Füllung zwischen den Balken einbringen. Der Hohlraum ist von außen belüftet und durch den Balken oben gut geschützt. 2. Hohlraum komplett mit Strohlehmgemisch ausfüllen. Einen dritte Möglichkeit würde darin bestehen nur den Rigips durch Strohlehm zu ersetzen und die Mineralwolle drinnen zu lassen. Mir nicht sympathisch aber vielleicht spricht ja dafür auch etwas. Bisher hab ich nur eines der Fächer geöffnet und es gibt natürlich auch noch den Anschluss des Dachgeschosses zu bedenken. Der Energieberater ist schon angefragt, ich möchte mich aber auch noch von einer anderes Seite informieren. Danke, Herbert ...

OT Bastler

Ich habe mich ja schon in meinen Beiträgen als Bastler ausgewiesen, was mir von den Fachleuten vorgeworfen wird. Gut, ich bin in einem Fachwerkhaus geboren, aufgewachsen und habe viel auch an Fachwerkhäusern mit meinen Händen gearbeitet. Teilweise mit hervorragender fachlicher Anleitung. Gut ich habe dann Geschichte statt Bauingenieur studiert, durfte aber dennoch sowohl in der Restaurierung von Fachwerkhäusern als auch in historisch verwandten Bereichen arbeiten. Was ich feststelle ist, dass vieles was etablierte Handwerker seit etwa nach dem Krieg vielen Fachwerkhäusern antun dem Tatbestand der fahrlässigen Tötung nahekommt. Jetzt bin ich in der Rolle des Bauherrn und muss mir die Handwerker suchen. Da kommen dann auch Bemerkungen wie "am besten warm abbrechen". Im besten Fall sagt der Handwerker, ich soll ihm sagen was er machen soll. Also versuche ich mich in die Thematik einzuarbeiten und habe auch festgestellt, dass hier bessere Antworten kommen wenn konkrete, teilweise vollkommen falsche Thesen angeboten werden. Natürlich werden die Arbeiten an meinem Haus fast komplett von Fachleuten durchgeführt werden, ich habe auch nicht die Zeit dafür. Aber ich bin sicher, dass mir viele Fachleute ein WDVS oder 20 cm Styropor Innendämmung für mein Eichenfachwerk verkaufen würden. Ich habe also nur eine Chance wenn ich die richtigen Fragen weiß die ich stellen muss um die richtigen Handwerker zu finden. Das Forum hilft dafür und ich habe bestimmt auch schon ein Großteil der Artikel aus diesem Grund gelesen. Die Antworten hier im Forum sind gut. Aber ich habe schon einige gute Leute hier identifiziert die mit viel Fachkenntnis Thematiken bearbeiten, aber in anderen Teilbereichen schon fast ausfällig werden wenn bestimmte Baustoffe oder Techniken genannt werden. Das hilft nicht. Merkwürdigerweise tauchen auch viele Bauherren einfach nach einigen Monaten wieder unter, ab und zu zeitlich zusammenhängend mit sehr bösartigen Kommentaren von den Fachleuten. Das Forum lebt von den Fehlern der "Bastler" und von dem was die Bauherren so in ihren Häusern vorfinden. Viele Grüße Herbert ...

Badezimmer über Gewölbe

In meinem Fachwerkhaus 18. Jh. oder älter gibt es eine Kammer die als Abstellraum genutzt wurde. Der Raum hat nur ein Fenster direkt auf Nachbars Mauer, also als Zimmer eher nicht geeignet. Aber ein Bad würde gehen. Die Außenwand werde ich mit reichlich Lehm egalisieren. Der Boden ist ein mehrfach geflickter Dielenboden, vermutlich wurde da bei einer früheren Restaurierung etwa ein Meter an der Außenwand angeflickt. Der Boden ist auch abschüssig gegen die Wand. Der Dielenboden ist trocken und auch in einem einigermaßen Zustand, wenn man bedenkt, dass er 40 Jahre unter PVC verbringen musste. Der Raum ist direkt über dem mittelalterlichen Gewölbekeller. Die Zu- und Abwasser erfolgen durch den Keller und die Leitungen zum darüber liegenden Bad laufen durch. Ich würde jetzt gerne das Gefälle für eine offene Dusche nutzen. Der Boden muss wohl in jedem Fall raus und ich würde auch nicht gerne sehr viel höher kommen, da der Raum schon jetzt etwas nieder ist und ich nicht in allen Zimmern die Balken freilegen will. Was braucht man da als Unterbau? Ich dachte an Boden herausnehmen. OSB-Platten, sauber abdichten und dann eine Duschsystem mit Sperrfolie unter dem eigentlichen Duschteil dann Fliesen. Es gibt da Teile, da sind alle Komponenten bis zu den Randleisten mit eingearbeitet. Im Bereich des Abflusses kann ich sicher im Bereich der bisherigen Schüttung, was immer das ist einen tieferen Abfluss legen. Es ist ja ganz außen am Gewölbe und der Gewölbescheitel ist ca. 1 m tiefer als die restliche Kellerdecke. Die Frage ist ob eine zusätzliche Abdichtung für die Fliesen ausserhalb der Dusche notwendig ist. Zweiter Teil betrifft die Fliesen oder Tadelakt auf der Außenwand. Was nehme ich da am Besten. Gruß Herbert ...

Innen Vorsatzfenster

Ich habe ja schon einige Fragen zu Einzelproblemen gestellt. Jetzt überlege ich mir ob es sinnvoll ist Innenvorsatzfenster zu verwenden. Meine Fenster sind eigentlich nicht richtig historisch. Vermutlich sind sie 1954 doppelverglast eingebaut worden. Also die mit 2 Einzelscheiben in einem Flügel. Die Dämmwirkung ist nicht ganz schlecht, aber auch nicht besonders gut. Die Fenster sind tadellos gepflegt und dreiteilig und passen zum Haus. 2 Fenster sind älter und einfachverglast. Das eine davon in der Waschküche, das andere im zukünftigen Bad. Die Fenster von Pax sehen übrigens ziemlich exakt so aus wie die Fenster auf einem Foto von 1925. Von der Optik würde da das Denkmalamt nichts zu bemängeln haben. Dennoch würde ich gerne innen Vorsatzfenster verwenden und hätte auch nichts gegen rahmenlose Scheiben einzuwenden, die im Sommer einfach nach innen gegen die Wand geklappt komplett offen sind. Aber das scheint es ja nicht zu geben. Abgesehen von den ID 2400 die wohl nicht auf den Markt gekommen sind. Ich werde innen eine zusätzliche Isolationsschicht machen, evtl. auch nur eine etwas dickere Schicht Leichtlehm. Jetzt stelle ich mir vor die Innenscheibe vor die bisherige Fensterlaibung zu setzen, also innen ein etwas größeres zweiflügliges Fenster davorzusetzen. Im Forum habe ich zwar schon Hinweise gefunden, dass andere Teilnehmer Vorsatzfenster vom lokalen Schreiner machen lassen, habe aber noch keine entsprechenden Bilder gesehen. Oder sollte ich die Idee einfach einstampfen und eben bei den alten Fenstern bleiben? ...

Fachwerk dämmen

ich gehe so nach und nach meine Punkte durch die ich bis zum Baubeginn geplant haben sollte. Eichenfachwerk als Sichtfachwerk vermutlich 18. Jh. letzte größere Renovierung des Fachwerks war wohl 1954 oder früher und außer ein paar Verwitterungsschäden hat sich in der Zeit nur wenig getan. Jetzt würde ich gerne doch ein ganz wenig isolieren. Ich habe mir gedacht die Wand (Gips, Kalk?, jedenfalls älter) die ca. 2 cm Unebenheit Richtung Mitte aufweist mit Lehm egalisieren, trocknen lassen und dann eine Holzfaserplatte 20 mm mit Lehm aufkleben und mit ca. 5 mm Jute verstärktem Lehm verputzen. Jetzt ist noch eine Styropor Untertapete aus den 70er Jahren drauf, die aber wohl noch nicht so viel Schaden angerichtet hat aber natürlich nicht bleiben kann. An den Fenstern kommt noch genügend Luft in die Konstruktion. Nach allem was ich so gelesen habe ist die Dämmwirkung gering, dafür ist das ganze dann winddicht und das Fachwerk kann im Sommer wieder abtrocknen. Die Giebelwand geht nach Süden und so sollte eine Abtrocknung sogar teilweise noch im Winter möglich sein. Hat schon jemand eine solche Konstruktion erfolgreich verwendet oder lohnt das den Aufwand nicht? Danke schon mal ...

Fußboden über Scheune

Ich habe ein ziemlich großes Wohnzimmer, es ist der ehemalige Heustock der 1954 neu angebauten Scheune. Der Boden hat von unten Alu-kaschierte Glaswolle so um die 10 cm stark zwischen den Balken, darauf grobe Dielen, Spanplatten und Teppichboden. 40 Jahre alter Teppichboden ist keine Frage. Der Boden ist nicht eben und wird deshalb entkernt. Die 50er Jahre Rauspund werden auch nicht erhaltenswert sein und im Kaminofen recycled. Der Boden ist über der nicht ausgebauten Scheune. Unten ist also kalt und oben dann hoffentlich warm. Geplant sind Eichendielen direkt auf Balken genagelt, Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle und OSB von unten. Die Balken sind 10/20cm. Laut U-Wert.net muss ich dann unter den Eichendielen eine Dampfsperre verlegen sonst gibt es Feuchteschäden in der Decke. U-Wert ist 0,207. Nicht übermäßig, aber dafür gibt es in der Scheune auch nie Frost. Im Moment laufen dort munter ungedämmte Wasserrohre, die auch bei 2-stelligen Minusgraden keine Probleme haben. Ist das ein brauchbarer Aufwand oder sollte da noch etwas ergänzt werden. Ausbau der Scheune ist nicht geplant, aber wer weiß ... Grüße Herbert ...