Alle 15 Fragen von Tilman

Fensterbank anpassen

So langsam muss ich mir Gedanken machen, was ich mit den Fensterbänken außen mache. Aktuell sind die Fensterbänke aus Blech über die gesamte Sohlenbank bis unter die Wetterschenkel der Flügel gezogen und mit einer Reihe Nägel befestigt. Auf der Grafik habe ich die Fensterbank ein paar Zentimeter abgezogen. Abgesehen davon, dass ich die neuen Fensterbänke auf jeden Fall mit Putzkanten (im Bild rot) versehen werde, habe ich das Gefühl, dass die Nägel stark dazu beigetragen haben, dass die meisten Rahmen unten verrottet sind und ausgetauscht werden müssen. Ich sehe jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder klebe ich die nächste Fensterbank auf, damit sich kein Wasser mehr drunter ziehen kann. Oder aber ich amputiere die Fensterbank oberhalb der Putzkante,so wie die meisten Blechfensterbänke gearbeitet sind. In dem Fall stellt sich die Frage, wie man sie am besten wasserdicht an den Fensterrahmen anschließt. Einfach Profilgummi und Schrauben? Beide Möglichkeiten haben ihre Schwächen. Gibt es noch eine bessere Lösung? Viele Grüße Tilman ...

Quelle Fensterladenhalter gesucht

Hallo, hat jemand vielleicht eine alternative Bezugsquelle zu Ladenhaltern in dieser Art: https://www.kunstbeschlag.de/kbh/detail/fensterladen-halter-fensterladenhalter.html Vom Stil würden sie weitaus besser zu unserem Bauernhaus passen, als die weit verbreiteten Römerköpfe/Männchen/Damen. Ich bin ja gerne bereit, mehr dafür auszugeben, doch bei Hummel kostet diese Variante das 10fache im Vergleich und bei insgesamt 60 Klappläden summiert sich das trotz Staffelpreisen zu einem grenzwertigen Betrag. Viele Grüße Tilman ...

Fensterlaibung ausarbeiten

Hallo, ich wollte nächste Woche die ersten sanierten Kastenfenster wieder einbauen. Geplant ist, den Holzrahmen mit einem Kompriband gegen die äußere Laibung abzudichten, die Hohlräume mit Stopfhanf auszustopfen und innen ein Fensterdichtband anzubringen. Ich bin verschiedentlich auf den Hinweis gestoßen, das Mauerwerk vor dem Fenstereinbau glattzuputzen. Einleuchtend ist, dass dadurch keine versteckten Hohlräume verbleiben, die eventuell nicht mit Stopfhanf gefüllt werden. Ebenso einleuchtend ist, dass das Dichtband innen besser gegen das Mauerwerk abdichten kann. Auf der anderen Seite würde man mit einem zementhaltigen Material die Kapillaraktivität in meinen Augen stark herabsetzen. Eventuell eindringende Feuchtigkeit dürfte vom nackten Backstein weitaus besser aufgenommen werden können. Ist es trotzdem ratsam, das Mauerwerk komplett zu glätten oder sollten nur eventuelle Fugen aufgefüllt und der Bereich, in dem das innere Dichtband anliegt, geglättet werden? Viele Grüße Tilman ...

Fragen zum Fenstereinbau

Dieses Jahr habe ich mir die Fenster vorgenommen. Die alten Holzfenster werden entlackt, defekte Teile ausgetauscht und alle einfachen Fenster werden in dem Zug zu Kastenfenster umgebaut. Das klappt soweit auch ganz gut. Die alten Flügel und Rahmen sind nur mit Holznägeln in den Verzapfungen verbunden, so dass sie sich zum Aufarbeiten leicht in ihre Profile zerlegen lassen. Das Nachfertigen defekter Profile geht mit etwas Routine sogar erstaunlich schnell. Bei Hummel haben wir für die inneren Fenster Beschläge gefunden, die kaum von den Originalen abweichen. Ein paar Fragen sind allerdings noch offen: 1) Im Haus gibt es nur noch Holz naturfarben und geölt. Das würden wir auch gerne bei den Fenstern konsequent durchsetzen. Was käme im bewitterten Außenbereich als Schutz in Frage? Wäre Tungöl-Lack eine Lösung? Und sollte man irgendwann die Fensterläden doch farblich wünschen: Ließe sich Tungöl-Lack nach dem Anschleifen mit Leinölfarbe überstreichen oder müsste er abgeschliffen werden? 2) Die Außenfassade wird erst übernächstes Jahr saniert. Bisher war die Laibung ohne jegliche Abdichtung ausgeführt, also einfach bis an den Fensterrahmen geputzt. Sollte ich es bis zur Sanierung so lassen oder eine Abdichtung (Kompriband?) zwischen Rahmen und Laibung anbringen? Die Fenster werden zur Sanierung zwangsläufig nach innen aus- und auch so wieder eingebaut. 3) Im Kasten ist nun unten kein Platz mehr für die Ringschraube, in welche die Schubstange eingreift. Sie muss also in den Kasten eingreifen. Da ich davon ausgehe, dass die Bohrung im Holz mit der Zeit auswäscht, suche ich ein Schlossblech mit ausgestanztem Halbkreis, welches ich zur Verstärkung auf das Holz schrauben kann. Im Netz habe ich bisher nichts gefunden. Möglicherweise fehlt mir nur der richtige Fachausdruck dafür. Kann mir hier jemand weiter helfen? Zwischen Mauerwerk und Kasten habe ich im Schnitt 1-2 Zentimeter Hohlraum. Mit was dämme ich den Hohlraum am besten? Hanf oder Zellulose? Der Kasten selbst ist luftdicht mit dem Rahmen verbunden (Nut und Feder, verleimt). Da die Seite hier aktuell nur Fotos im Briefmarkenformat anzeigt, hier nochmal in größerer Auflösung: Altes Fenster mit zwei neuen Flügeln und aufgeleimtem Kasten: https://www.hausen8.de/photos/60/dsc-0694.jpg Die neuen inneren Flügel (Beschläge kommen diese Woche); https://www.hausen8.de/photos/60/dsc-0697.jpg Original und Fälschung: https://www.hausen8.de/photos/60/dsc-0702.jpg Viele Grüße Tilman ...

Anschluss Putz an Türrahmen

Hallo, ursprünglich wurde in unserem Haus überall nahtlos bis an die Türrahmen geputzt. Dies waren jedoch auch die am stärksten beschädigten Bereiche. Fast um alle Türrahmen wurde im Laufe der Zeit ausgebessert, mit allem, was die Bauern damals so hatten. Angefangen von Gips bis hin zu steinhartem Beton. Aktuell habe ich nun um alle Rahmen eine Schattenfuge von 3 Millimeter. Optisch könnte man das durchaus lassen, doch rieselt es immer mal wieder ein wenig hinter den Türrahmenblenden hervor. Um keine Sandkörner in die Dielen zu treten, muss also eine Lösung her. Meine Idee war nun, die tiefere Fuge mit Hanf auszustopfen und darüber mit Putz die Schattenfuge auf etwa 1 Millimeter verringern, damit der Hanf optisch verschwindet. Oder gibt es eine bewährte und bessere Lösung? Viele Grüße Tilman ...

Abstützung Schwellbalken

Das untere Geschoss unserer Tenne ist größtenteils gemauert. Lediglich ein Teil der Nordwand geht als verschaltes Gebälk bis runter auf das Streifenfundament. In knapp Kniehöhe wird der Schwellbalken der Nordseite durch einen Balken abgestützt. Dieser funktioniert nur auf Druck und ist offensichtlich schon vor langer Zeit aus der Verzapfung zur Schwelle rausgerutscht. Der Balken ist beim Arbeiten ein echtes Hindernis, weil man ständig drüber steigen muss. Kann man die Nordwand auch anders sichern, zum Beispiel durch Verankern des Schwellbalkens auf dem Fundament? Oder ist eine Sicherung überhaupt nicht notwendig? Die Wand stützt sich 3 Meter weiter rechts bereits gegen das Mauerwerk ab. Nach links sind es etwa 6 Meter. Die Tenne hat sich in den letzten 120 Jahren im oberen Bereich durch Wind und den Druck des eingelagerten Heus eher knapp 10 Zentimeter Richtung Norden geneigt. Der Schwellbalken liegt jedoch offensichtlich noch unverrückt auf dem Fundament. Viele Grüße Tilman ...

Wand unterfüttern

Da der kleine Kuhstall nächstes Jahr zum Heizungsraum ausgebaut wird, muss ich mich jetzt endlich mal an den einzigen gravierenden Mangel machen. Unter dem Kuhstall befindet sich eine Güllegrube, der Boden ist eine Betonplatte mit Stahlträgern drin, die weder wirklich noch aus Stahl bestehen, geschweige denn ihrer Funktion als Träger noch erfüllen. Die Wand auf dem Querträger ist offensichtlich schon vor langer Zeit um etwa einen Zentimeter abgesunken. Den Bleistift-Notizen zufolge, die sich hier überall an den Wänden finden, dürfte die Wand schon in den 70er Jahren abgesackt gewesen sein und ist offensichtlich seitdem nicht weiter abgesackt. Dennoch muss das jetzt stabilisiert werden. Der Grubenboden ist eine solide Betonplatte, auf der man gut aufmauern kann. Darunter ist steinharter Allgäuer Kiesboden. Ich würde nicht nur den Querträger, sondern auch alle drei Längsträger abstützen wollen. Was wäre die sinnvollste Lösung nach Entfernen von allem losen Material: Nur Mauersteine mit einer möglichst hohen Druckfestigkeit oder Stahlträger und Mauersteine? Ziel ist eine langfristig zuverlässige Abstützung. ...

Holzfenster anfertigen

Jetzt geht es bei uns an die Fenster. Alle alten Holzfenster werden entlackt und aufgearbeitet. Allerdings fehlen dank früherer Umbauarbeiten der Vorbesitzer zwei Fenster, die ich nun ergänzen will. Technisch ist die Aufgabe nicht übermäßig anspruchsvoll, da es sich um schlichte doppelflügelige Weichholzfenster mit Oberlicht handelt, die keine nennenswerten Verzierungen aufweisen. Über den Bau bin ich mir grundlegend im Klaren, doch ein paar Fragen würde ich dennoch gerne stellen, um möglicherweise zu anderen Ansichten zu kommen: 1) Die Flügelprofile sind 30mm stark und aus einteiligen Leisten. Würde man (gutes Material vorausgesetzt) solche Flügelprofile heute auch noch aus einem Stück fräsen oder macht es mehr Sinn, sie aus zwei oder drei Schichten zu verleimen, um einen Verzug zu minimieren? Wenn ich in 3 Schichten fertige, würde auch die konstruktionsbedingten Löcher an den Ecken entfallen, die durch das vorherige Fräsen der inneren Fase bedingt sind. 2) Die vorhandenen Rahmen haben außen ein paar wenige trapezförmige Leisten angenagelt, mit denen sie grob am Mauerwerk festgemörtelt und anschließend nur beigeputzt wurden. Eine weitere Abdichtung von außen gegen Regen oder Wind fehlt. Dichtet eine APU bei einer nicht maschinell ebenen Rahmenfläche noch ausreichend ab oder wäre eine Acrylfuge die zuverlässigere Alternative? Den verbleibenden Spalt zwischen Rahmen und Mauerwerk dachte ich zuvor mit Stopfhanf auszustopfen und auf der Innenseite ein diffusionsdichtes Band anzubringen. 3) Auch wenn die Flügel eine gut ausgearbeitete Wassernase haben, kommt es vor, dass sich Schlagregen an der Fensterunterkante reindrückt. Den glashart gesinterten Leimfarben unter den Fenstern nach zu urteilen dürfte dies kein Problem des Alters sein, sondern schon immer so gewesen sein. Sollte ich einzig auf die Profildichtung zählen, die ich an allen Fenstern nachträglich anbringen will oder gibt es hierfür eine spezielle Lösung? 4) Um die vorhandenen Rahmen aufzuarbeiten, muss ich sämtliche Beschläge entfernen. Die Einschlagkloben der Fensterbänder dürften folglich nicht mehr so gut halten, wenn ich sie später auf die gleiche Tiefe wieder einschlage. Sollte ich die Löcher mit Holzstreifen auffüllen oder gibt es hierfür eine einfachere Lösung? ...

Dehnungskompensation Heizungsrohr

Hallo, gibt es hier auch Heizungsspezialisten? Ich plane gerade die Rohrverlegung für unsere Heizung. Grundsätzlich kommt (bis auf Ausnahme Küche und Bad) vor jedes Fenster ein Flachheizkörper mit Mittenanschluss. Da wir eh keine Fensternischen haben, sind Kupferrohre gelötet Aufputz verlegt geplant. Das passt optisch noch am besten zum Haus und da alle Leitungen nur durch eh beheizte Räume verlaufen, spricht energetisch nichts dagegen. Im 1. Stock habe ich mit der Verlegung keine Probleme, doch im EG fehlt mir eine vernünftige Lösung für einen Dehnungsbogen. Die langen Außenwände in der Grafik sind je gut 8m lang. Da die Mittenanschlüsse knapp über den Leitungen sitzen und nicht viel Verzug verzeihen, sollte die Kompensation ernst genommen werden. im rechten roten Kreis ist das durch einen einfachen und gut bemessenen Dehnungsbogen möglich. Im linken Kreis dagegen ist ein Türdurchbruch im Weg. Ein Dehnungsbogen senkrecht nach oben wäre optisch keine besonders schöne Lösung und Dehnungsmuffen sind meines Wissens nach recht anfällig. Gibt es andere Alternativen zum senkrechten Dehnungsbogen? ...

Keller trockenlegen

Als wir vor 2 Jahren unser Bauernhaus im Allgäu gekauft haben, wurden wir schon darauf hingewiesen, dass im Keller bei Regen oft Wasser steht. Den älteren Nachbarn nach besteht das Problem seit ca. 20 Jahren und ist vermutlich auf ein gebrochenes Erdrohr der Regenentwässerung zurückzuführen, da es damals plötzlich auftrat. Die Erklärung klang zunächst plausibel, da das Fallrohr vom Wohnhaus direkt an der Ecke vom Keller ins Erdreich geht, an der bei Regen das Wasser aus der Fuge zwischen Backsteinwand und Betonboden gedrückt wird. Direkt nach dem Einzug mussten wir zunächst die Betondecke von der Auffahrt bis vor das Haus entfernen, um uns an den Abwasserkanal anzuschließen, da das Haus noch an einer Güllegrube hing. Diesen Sommer haben wir die alte und völlig unbrauchbare Regenentwässerung in der Erde gefunden. Die Betonrohre waren an mehreren Stellen gebrochen und mit Humus und Wurzelwerk gefüllt. Alles Wasser von der Ostseite des Wohnhauses musste zwangsläufig direkt neben der Kellerwand versickern. Danach war das Problem bei normalen bis starken Regenfällen komplett beseitigt und der Keller blieb trocken. Nun hat es in der letzten Woche erst 30cm geschneit und danach stark geregnet, so dass große Mengen Wasser anfielen. Nun steht auch im Keller wieder Wasser. Herr Böttcher beschreibt auf seiner Seite, dass Wasser im Keller bei einem alten Haus üblicherweise auf eine Veränderungen der Umgebung zurückzuführen ist, was durchaus Sinn macht. Die verstopfte und funktionsuntüchtige Regenentwässerung zu erneuern hat zwar viel gebracht, scheint aber nicht alles zu sein. Ich bin aber im guten Glauben, dass das Haus ursprünglich durchaus einen trocknen Keller hatte und das Problem erst später auftrat. Wenn die Regenentwässerung vom Wohnhaus intakt ist, kommt mir als weitere Ursache nur die entfernten Betonplatten um das Haus in sen Sinn. Der Hof hat ein gutes Gefälle vom Haus weg, doch das komplette Regenwasser der Südseite von der Tenne läuft über den Hof ab. Das sind immense Mengen an Wasser, wovon ein nicht geringer Teil nun sicher vor dem Haus versickert, seitdem die Betonplatten fehlen. Das Foto zeigt die Ostseite des Wohnhauses. Das Haus ist nur teilunterkellert, von der Haustür bis an die Südost-Ecke mit dem Fallrohr und etwa 3m in Richtung Westen. Das Wasser kommt auch an dieser Südost-Ecke zwischen Mauer und Bodenplatte durch. Das Haus steht größtenteils auf dem typischen Kies der von den Gletschern im Alpenvorland angetragen wurde, doch weiß ich, dass zumindest unter der Straße auch Lehm vorhanden ist. Es wäre also möglich, dass auf Kellerboden-Niveau ebenfalls Lehm ist, der das Versickern des Wassers verhindert. Der Keller muss nicht trocken im Sinne von bewohnbar sein. Er soll uns zur Lagerung von haltbaren Lebensmitteln und Getränken, also seiner ursprünglichen Bestimmung dienen. Allerdings wäre es ganz schön, wenn man keine Gummistiefel braucht. Diesen Sommer ist geplant, den Hof und de Auffahrt neu zu pflastern. In diesem Zuge wird die Regenentwässerung der Tenne, die aktuell noch über den Hof abfließt, an das Entwässerungsrohr angeschlossen. Dennoch wird der Hof aufgrund seiner Größe eine Menge Regenwasser abbekommen und ich frage mich, ob nicht zuviel versickern wird, wenn wir Pflastersteine im Splitbett setzen, wo vorher eine wasserundurchlässige Betonschicht war. Die Fugen sollten eigentlich nur mit einem Sand verfüllt werden, damit später Moose und Gräser wachsen können. Gibt es eine Möglichkeit, das Pflaster dennoch wasserabweisender zu machen? Ich würde ungerne allein darauf vertrauen, dass mit der neuen Regenentwässerung der Tenne das Problem schon beseitigt sein wird. ...