Alle 20 Fragen von Tilman

Backsteinmauer verfugen und festigen

Und schon das nächste Problem im Heizungsraum: An einer der vier Wände ist vermutlich über Jahrzehnte der Kalkmörtel gerieselt, bis irgendwer mal auf die Idee kam, die Wand mit Zementmörtel neu zu verfugen. Nach dem Entfernen des Kalkanstrichs zeigt sich jetzt das ganze Ausmaß: Die Zementbrocken lassen sich größtenteils mit der Hand aus den Fugen ziehen, manche mit leichtem Nachdruck mit einem Werkzeug. In vielen Bereichen wurden die Fugen nur oberflächlich verschlossen, so dass dahinter Hohlräume verblieben. Die Rückseite dieser Wand ist ein Silo, dick mit Zementputz verputzt und sämtliche Ecken und Kanten verrundet. Diese Schale ist in sich stabil und rissfrei und soll auch eigentlich bleiben, da ich das Silo mit Schrägböden zum Pelletbunker ausbauen will. Das Problem ist die unverputzte Seite. Mit jedem Stück Zementmörtel mehr, das ich entferne, finde ich mehr Backsteine, die sich im Kalkmörtel schon bewegen lassen. Größtenteils sind es nur längs verbaute Backsteine, im unteren Bereich aber auch der eine oder andere quer verbaute. 1) Reicht ein erneutes Verfugen, um der Wand wieder genug Stabilität zu verleihen? 2) Welche Zusätze im Kalkmörtel wäre für eine bessere Stabilisierung gut? 3/6er Kies? Eventuell ein leichter Zementzuschlag? Wenn ja, wieviel Prozent? 3) Normalerweise würde ich mit Fugenkellen arbeiten, doch da die Wand eh eine Schlämmverfugung kriegen soll, so dass sich die Struktur nur noch weich abzeichnet, stellt sich mir die Frage, ob man die Fugen nicht auch mit einem sehr weich angemischten Mörtel bewerfen kann. Kann jemand mein Bauchgefühl, dadurch eine bessere Füllung der Fugen zu erlangen, bestätigen? Viele Grüße Tilman ...

Stalldecke dämmem

Hallo, ich bin ehrlich gesagt ein wenig planlos, wie ich am besten die Decke in unserem zukünftigen Heizungsraum dämmen soll. Der Raum ist ein ehemaliger Stall, oben drüber ist die Tenne. Aktuell liegen nur Bohlen auf Balken. Geplant ist bisher nur, die Decke abzuhängen oder zu verkleiden, Einschübe zwischen die Balken zu setzen und irgendeine Schüttung/Dämmung von oben einzubringen, damit der Heizungsraum nicht so viel Wärme verliert. Das Problem ist, dass die Tenne zugig is und spätestens bei stärkerem Wind auch immer wieder mal etwas Schnee oder Regen eingetragen wird. Eine Dampfbremse unter den Bohlen dürfte nicht lange halten, da die Tenne oben auch befahren wird. Ideal wäre also eine Dämmung, der etwas Feuchtigkeit ab und zu nichts ausmacht und die einfach wieder ablüften kann. Wäre eventuell eine gebundene Schüttung (z.B. Blähton) eine Lösung? Viele Grüße Tilman ...

Silo zu Pelletbunker ausbauen

Dass das Silo in der Tenne der ideale Pelletbunker wird, war schon bei Hauskauf damals klar. Dieses Jahr wird das Projekt Heizung in Angriff genommen und ich stehe vor einigen Fragen: Die Wände wurden mit einem Zementputz verputzt. Zwischen dem Putz und unzähligen Kalkschichten ist eine für mich undefinierbare schwarze Schicht, etwa 2-3mm dick. Ich tippe mal auf Bitumen oder irgendeine andere feuchtigkeitssperrende Beschichtung. Was wäre die sinnvollste Lösung, um die Wände glatt und feuchtigkeitssperrend zu kriegen? Die gleichen Materialien, wie man sie auch für Kellerwände nutzen würde? Der Boden des Silos liegt ungefähr einen halben Meter unter Erdniveau. Ob die sichtbaren Feuchtigkeitsschäden auch daraus resultieren, kann man wohl nicht so genau sagen, da in dem Silo frisch gemähtes Gras gelagert wurde, was auch Feuchtigkeit von innen bedeutet. Der zweite Punkt, über den ich grübele, ist die Decke. Dem Schornsteinfeger reicht zwar doppelter Gipskarton zur Erfüllung von F90 aber bei Stürmen kommt es immer wieder mal vor, dass ein paar Dachpfannen abgedeckt werden und es dann hineinregnet, bis man das Dach wieder ausgebessert hat. Die Gipskartonplatten müssten daher zumindest oberflächlich komplett versiegelt werden. Lieber wäre mir jedoch irgendwas solideres. Ich habe hier mal einige weitere Fotos vom Silo hochgeladen, damit man sich einen besseren Eindruck verschaffen kann: https://www.hausen8.de/unveroeffentlicht/pelletbunker Viele Grüße Tilman ...

Pfettenbretter korrekt montieren

Hallo, im Gegensatz zu den meisten anderen alten Bauernhäusern hier im Allgäu hat unser relativ schlicht gebautes Haus keine Pfettenbretter. Nicht zuletzt auch aus optischen Gründen würde ich gerne welche nachrüsten. Im Regelfall dürften sie einfach auf den Balkenkopf genagelt worden sein aber ich frage mich, ob das die optimale Befestigung ist. Es wird zwar der meiste Regen vom Balkenkopf abgehalten, doch auf der anderen Seite ist es auch keine wasserdichte Verbindung. Wasser, welches zwischen Pfettenbrett und Balkenkopf eindringt, kann schlechter ablüften/abtrocknen. Wäre es möglicherweise von Vorteil, (zum Beispiel mit Distanzscheiben) für einen kleinen Spalt zwischen Pfettenbrett und Balkenkopf zu sorgen? Viele Grüße Tilman ...

Korrekte Bezeichnung?

Hallo Leute, kann mir jemand mit einer Bezeichnung für die abgebildete Schraube weiterhelfen? Auf kunstbeschlag.de wird sie als Ringschraube bezeichnet, doch woanders komme ich mit dem Begriff nicht weiter. Ich brauche noch wenigstens 20 Stück, vorzugsweise alt, gerne auch überlackiert. Wenigstens auf ebay-kleinanzeigen.de müsste ich eigentlich fündig werden aber ohne dem richtigen Suchbegriff bin ich aufgeschmissen. Viele Grüße Tilman ...

Fensterbank anpassen

So langsam muss ich mir Gedanken machen, was ich mit den Fensterbänken außen mache. Aktuell sind die Fensterbänke aus Blech über die gesamte Sohlenbank bis unter die Wetterschenkel der Flügel gezogen und mit einer Reihe Nägel befestigt. Auf der Grafik habe ich die Fensterbank ein paar Zentimeter abgezogen. Abgesehen davon, dass ich die neuen Fensterbänke auf jeden Fall mit Putzkanten (im Bild rot) versehen werde, habe ich das Gefühl, dass die Nägel stark dazu beigetragen haben, dass die meisten Rahmen unten verrottet sind und ausgetauscht werden müssen. Ich sehe jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder klebe ich die nächste Fensterbank auf, damit sich kein Wasser mehr drunter ziehen kann. Oder aber ich amputiere die Fensterbank oberhalb der Putzkante,so wie die meisten Blechfensterbänke gearbeitet sind. In dem Fall stellt sich die Frage, wie man sie am besten wasserdicht an den Fensterrahmen anschließt. Einfach Profilgummi und Schrauben? Beide Möglichkeiten haben ihre Schwächen. Gibt es noch eine bessere Lösung? Viele Grüße Tilman ...

Quelle Fensterladenhalter gesucht

Hallo, hat jemand vielleicht eine alternative Bezugsquelle zu Ladenhaltern in dieser Art: https://www.kunstbeschlag.de/kbh/detail/fensterladen-halter-fensterladenhalter.html Vom Stil würden sie weitaus besser zu unserem Bauernhaus passen, als die weit verbreiteten Römerköpfe/Männchen/Damen. Ich bin ja gerne bereit, mehr dafür auszugeben, doch bei Hummel kostet diese Variante das 10fache im Vergleich und bei insgesamt 60 Klappläden summiert sich das trotz Staffelpreisen zu einem grenzwertigen Betrag. Viele Grüße Tilman ...

Fensterlaibung ausarbeiten

Hallo, ich wollte nächste Woche die ersten sanierten Kastenfenster wieder einbauen. Geplant ist, den Holzrahmen mit einem Kompriband gegen die äußere Laibung abzudichten, die Hohlräume mit Stopfhanf auszustopfen und innen ein Fensterdichtband anzubringen. Ich bin verschiedentlich auf den Hinweis gestoßen, das Mauerwerk vor dem Fenstereinbau glattzuputzen. Einleuchtend ist, dass dadurch keine versteckten Hohlräume verbleiben, die eventuell nicht mit Stopfhanf gefüllt werden. Ebenso einleuchtend ist, dass das Dichtband innen besser gegen das Mauerwerk abdichten kann. Auf der anderen Seite würde man mit einem zementhaltigen Material die Kapillaraktivität in meinen Augen stark herabsetzen. Eventuell eindringende Feuchtigkeit dürfte vom nackten Backstein weitaus besser aufgenommen werden können. Ist es trotzdem ratsam, das Mauerwerk komplett zu glätten oder sollten nur eventuelle Fugen aufgefüllt und der Bereich, in dem das innere Dichtband anliegt, geglättet werden? Viele Grüße Tilman ...

Fragen zum Fenstereinbau

Dieses Jahr habe ich mir die Fenster vorgenommen. Die alten Holzfenster werden entlackt, defekte Teile ausgetauscht und alle einfachen Fenster werden in dem Zug zu Kastenfenster umgebaut. Das klappt soweit auch ganz gut. Die alten Flügel und Rahmen sind nur mit Holznägeln in den Verzapfungen verbunden, so dass sie sich zum Aufarbeiten leicht in ihre Profile zerlegen lassen. Das Nachfertigen defekter Profile geht mit etwas Routine sogar erstaunlich schnell. Bei Hummel haben wir für die inneren Fenster Beschläge gefunden, die kaum von den Originalen abweichen. Ein paar Fragen sind allerdings noch offen: 1) Im Haus gibt es nur noch Holz naturfarben und geölt. Das würden wir auch gerne bei den Fenstern konsequent durchsetzen. Was käme im bewitterten Außenbereich als Schutz in Frage? Wäre Tungöl-Lack eine Lösung? Und sollte man irgendwann die Fensterläden doch farblich wünschen: Ließe sich Tungöl-Lack nach dem Anschleifen mit Leinölfarbe überstreichen oder müsste er abgeschliffen werden? 2) Die Außenfassade wird erst übernächstes Jahr saniert. Bisher war die Laibung ohne jegliche Abdichtung ausgeführt, also einfach bis an den Fensterrahmen geputzt. Sollte ich es bis zur Sanierung so lassen oder eine Abdichtung (Kompriband?) zwischen Rahmen und Laibung anbringen? Die Fenster werden zur Sanierung zwangsläufig nach innen aus- und auch so wieder eingebaut. 3) Im Kasten ist nun unten kein Platz mehr für die Ringschraube, in welche die Schubstange eingreift. Sie muss also in den Kasten eingreifen. Da ich davon ausgehe, dass die Bohrung im Holz mit der Zeit auswäscht, suche ich ein Schlossblech mit ausgestanztem Halbkreis, welches ich zur Verstärkung auf das Holz schrauben kann. Im Netz habe ich bisher nichts gefunden. Möglicherweise fehlt mir nur der richtige Fachausdruck dafür. Kann mir hier jemand weiter helfen? Zwischen Mauerwerk und Kasten habe ich im Schnitt 1-2 Zentimeter Hohlraum. Mit was dämme ich den Hohlraum am besten? Hanf oder Zellulose? Der Kasten selbst ist luftdicht mit dem Rahmen verbunden (Nut und Feder, verleimt). Da die Seite hier aktuell nur Fotos im Briefmarkenformat anzeigt, hier nochmal in größerer Auflösung: Altes Fenster mit zwei neuen Flügeln und aufgeleimtem Kasten: https://www.hausen8.de/photos/60/dsc-0694.jpg Die neuen inneren Flügel (Beschläge kommen diese Woche); https://www.hausen8.de/photos/60/dsc-0697.jpg Original und Fälschung: https://www.hausen8.de/photos/60/dsc-0702.jpg Viele Grüße Tilman ...

Anschluss Putz an Türrahmen

Hallo, ursprünglich wurde in unserem Haus überall nahtlos bis an die Türrahmen geputzt. Dies waren jedoch auch die am stärksten beschädigten Bereiche. Fast um alle Türrahmen wurde im Laufe der Zeit ausgebessert, mit allem, was die Bauern damals so hatten. Angefangen von Gips bis hin zu steinhartem Beton. Aktuell habe ich nun um alle Rahmen eine Schattenfuge von 3 Millimeter. Optisch könnte man das durchaus lassen, doch rieselt es immer mal wieder ein wenig hinter den Türrahmenblenden hervor. Um keine Sandkörner in die Dielen zu treten, muss also eine Lösung her. Meine Idee war nun, die tiefere Fuge mit Hanf auszustopfen und darüber mit Putz die Schattenfuge auf etwa 1 Millimeter verringern, damit der Hanf optisch verschwindet. Oder gibt es eine bewährte und bessere Lösung? Viele Grüße Tilman ...