Alle 4 Fragen von JR

Vorwand setzen - Lehmbauplatten/Gipskarton - Aufbau?

Hallo zusammen, im Obergeschoss meines Fachwerkhauses stellt sich der Wandaufbau in jedem Raum durch diverse Renovierungseskapaden des Vorbesitzers wie folgt dar: Oberfläche Raufaser mit diversen Anstrichen. Darunter stösst man meist auf Gipsputz. Dieser Gipsputz wurde aufgetragen auf ca. 6-7 Lagen alte Tapeten aus allen Jahrzehnten. Darunter normal verschiedene Farben (Ölfarben o.ä.) auf einem Oberputz - darunter dann die richtige Wand (Lehm mit Stroh) Im letzten Raum habe ich so gut es ging alles runtergeholt und auf die Überreste dann Lehmunterputz/Oberputz/Dekoputz von Claytec verarbeitet. Das war eine echt schwierige Heidenarbeit, und das Endergebnis absolut nicht zufriedenstellend für mich. Im nächsten Raum stehe ich nun vor der gleichen Problematik und würde gerne das Endergebnis verbessern. Dafür würde ich hier gerne mit Ständerwerk arbeiten und Vorwände setzen um am Ende geradere und glattere Wände zu haben. Der geringe Raumverlust durch die Installation spielt keine Rolle. Meine Frage: Wie baue ich eine solche Vorwandinstallation richtig auf? Muss alles komplett runter bis auf den "nackten" Lehm? Oder können die Reste der ursprünglichen Wand drauf bleiben (ggfls. auch alte Tapeten?) Wie wäre der richtige Aufbau? Sollte ich Lehmbauplatten verwenden oder geht auch Gipskarton? Die "neue" Wand soll am Besten nur gestrichen werden, ohne erneute Tapete oder Putz. Sollten die Zwischenräume zwischen alter und neuer Wand mit Dämmung ausgefüllt werden oder können die Zwischenräume auch leer bleiben? Wenn Dämmung rein muss - welche am Besten? Was muss ich beachten um keine Probleme mit Feuchtigkeit zu bekommen (Kondenswasser zwischen den Wänden o.ä.? Könnte mir vielleicht jemand den idealen Aufbau einer solchen Vorwand und die dafür zu verwendenden Materialen beschreiben? Das würde mir sehr helfen - vielen Dank schon jetzt! ...

Schilfmatten für Lehmputz

Hallo zusammen, gibt es bei den Schilfrohrmatten die man als Putzträger z.B. von Claytec kaufen kann und den Schilfrohrmatten die im Baumarkt zu kaufen sind als "Sichtschutz" Unterschiede? Oder kann ich diese Baumarkt-Schilfrohrmatten ebenfalls als Lehmputzträger einbringen? Wenn ich an der Raumdecke die ich neu verputzen will dann komplett die Matten befestigt habe - kann ich auf die Matten direkt den Lehm-Oberputz aufbringen oder muss hier noch ein Unterputz drunter? Also Matte-Oberputz-Lehmfarbe-fertig oder Matte-Unterputz-Oberputz-Lehmfarbe-fertig? Vielen Dank für jede Hilfe! VG JR ...

Hilfe bei Deckenproblem / Frage zu Deckenaufbau bzw. Erneuerung und verputzen

Hallo liebe Fachwerkgemeinde, bei der Renovierung meines Hauses gestaltet sich ein kleiner Durchgangsraum ein wenig schwieriger als gedacht. Dieser Raum ist mit Abstand auch der, der am "schlimmsten" schief und krumm ist, egal ob Wand, Boden oder Decke. Wie auch immer - ich habe hier zunächst mal zwischen 6-7 Lagen Tapete abgekratzt und bin dann zur Decke gekommen. Beim abziehen der Rauhfasertapete die an der Decke verklebt war, ist der (Ober?)-putz stellenweise mit runtergekommen. Ob das der richtige Putz für Fachwerk war den der Vorbesitzer da irgendwann mal aufgebracht hat, kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Darunter befindet sich soweit ich das beurteilen kann Lehm mit Stroh - ich bin mir nicht sicher ob es auch nochmal einen Unterputz gibt. Vielleicht kann das jemand mit mehr Erfahrung auf meinen Bildern erkennen. Der Lehm der unter dem Putz aufgetaucht ist, ist an den meisten Stellen auch nicht gerade richtig "stabil", mit ein wenig Gegendruck kann man den Lehm ebenfalls 5-10mm hochdrücken. An manchen Stellen (sieht man auch auf dem Bild) kommt zum Teil auch der Lehm ein bisschen runter. Da sieht man auch stabilere Hölzer als nächstes (auch siehe Bilder), allerdings kann man auch die drücken. Meine Frage ist, wie gehe ich hier am besten vor um das vernünftig zu erneuern bzw. zu reparieren? Ich möchte einfach eine brauchbare Decke haben in diesem Raum. Aspekte wie Dämmung etc. erstmal außen vor. Grundsätzlich soll hier "nur" instandgesetzt werden was da ist. Meine Fragen sind z.B.: - wie gehe ich am besten vor? Erstmal mit dem Hammer vorsichtig die Decke weiter abklopfen damit auch wirklich alles runterkommt was schon lose ist? - wenn das geschehen ist, kann ich die Fläche dann mit Lehmputz neu verputzen obwohl ich Sie eindrücken kann? Kann das trotzdem halten bzw. funktionieren? - was mach ich an den Stellen wo gefühlt auch schon viel Lehm mit runtergekommen ist. Muss da erstmal was anderes neu rein? Eine Idee die mir vorgeschlagen wurde (und bitte steinigt mich jetzt nicht), war im Raum quasi einen Käfig aus Holzbalken (Vierkant) zu machen, zunächst an die Wände, dann Querbalken unter die Decke die auf den Wandbalken aufliegen (und somit gewichtstechnisch nicht die Decke belasten sondern eher noch stützen), alles anständig verschrauben, und dann Dämmwolle dahinter, Gipskarton davor und das altere Material dahinter so zu lassen wie es ist inklusive Putzreste, Tapetenreste etc. Für jeden Vorschlag wäre ich dankbar. Gesamtenergetische Sanierung etc. war nicht mein Plan, mir geht es wirklich jetzt nur um den Raum und wie man den Ursprungszustand am besten wieder auf vernünftigem DIY Handwerkerniveau herstellen kann. Danke schon jetzt! ...

Fenster tauschen - Bauschaum... ja/nein? Alternativen?

Hallo zusammen. Ich bin seit gut 3 Monaten Besitzer eines alten Fachwerkhauses, das ich nach mehrfacher Begutachtung (unter anderem auch mit Herrn Pickartz hier aus dem Forum) gekauft habe. Das Baujahr ist nicht bekannt, die ersten offiziellen Unterlagen sind aus dem Jahr 1882. Es wurde im Krieg teilzerstört und danach eben teilweise neu errichtet. Da ich alles nur Stück für Stück renoviere, so wie es Zeit und Geldbeutel eben zulassen - denke ich darüber nach im Zuge der Zimmer für Zimmer Renovierung auch die Fenster auszutauschen. Das Haus ist teilweise ein wenig gedämmt, es gibt einen Scheunenausbau aus den 70ern, bei dem auch Dämmwolle etc. verbaut wurde (auf jeden Fall auch in dem Raum in dem ich nun ggfls. die Fenster austauschen möchte. Aktuell ist es nun so, das in dem betroffenem Raum einfach verglaste Holzfenster verbaut sind. Ich habe nicht vor weitere Dämmung am Haus vorzunehmen - Ich möchte gerne den Charakter erhalten und brauche kein wind- und luftdichtes Haus nach neusten Energieverbrauchsansprüchen... und bin auch nicht der Meinung das das bei einem solchen alten Haus auch nur ansatzweise Sinn macht. Das einzige, was ich eben gerne ändern würde sind die Fenster. Ich habe hier im Forum schon einiges über Bauschaum zum Fenstereinbau im Fachwerk gelesen. Aber im Endeffekt habe ich das Gefühl, einige machen es so und einige eben nicht. Die Fachleute hier (oder gewerbliche Forumsmitglieder) reden von Fachplanern etc... Ich komme nicht aus dem Handwerk, sondern bin Schreibtischtäter. Habe aber den Plan nach Möglichkeit "alles" was irgendwie geht selber zu machen, zu lernen, mir anzulesen etc. Gibt es hier jemanden, der mit Bauschaum seine neuen Fenster eingebaut hat? Was sind am Ende wirklich die Probleme warum man es nicht machen sollte? Was wäre denn die "richtige" Variante um ein neues Fenster abzudichten? Freue mich über Vorschläge und Erfahrungsberichte von anderen "Fenstertauschern". Vielen Dank! Josef ...