Alle 3 Fragen von Haiko Kuntze

Obere Geschossdecke dämmen

Kann ich eine Schüttung aus Asche als Dämmung auf meine obere Geschossdecke aufbringen? Wenn ich morgens die Asche raus nehme, erlebe ich welch gute dämmeigenschaften Asche hat. In der Asche befindet sich immer noch Glut. Auch auf Wikipedia wird das bestätigt und das man früher Geschossdecken mit Asche gedämmt hat. Wenn ich die Begriffe bei Google eingebe finde ich nur Beiträge, wie man diese Dämmung zurück baut. Meist, weil das Holz darunter alt und marode ist, oder weil es den neuen Bauherren zu dreckig vorkommt und in der Asche (meist Hochofen Asche) Giftstoffe vermutet werden. Wie verhält es sich mit der Braunkohle und Holzasche aus meinen beiden Öfen? Muss ich hier gesundheitliche Bedenken haben? Was sollte ich als rieselschutz auf meine Lehmstaken Decke aufbringen? Was haben die Baumeister früher beachtet? Warum wird Asche heutzutage nicht mehr verwendet? Gibt es Literatur oder einen Link zu diesem Thema? Sicher würde es ewig dauern den gesamten Bereich zu dämmen. Aber es scheint mir sinnvoller die Asche nach oben zu tragen und Meter für Meter zu dämmen als sie nach unten zu tragen und Tonne für Tonne zu bezahlen. Vielen Dank und viele Grüße Haiko ...

Obere Geschossdecke von oben oder von unten dämmen?

Liebe Community, im Moment ist noch alles offen. Im warhsten Sinne des Wortes. Jetzt stehe ich vor der Entscheidung die obere Geschossdecke von oben oder von unten zu dämmen. Welches atmungsaktive Material welches dem Lehm und den Holzbalken gerecht wird würdet ihr verbauen? Zu den Fakten: Das Bauernhaus ist von 1906 mit gebrannten Ziegeln 2 geschossig gebaut. Es sind Holzbalkendecken mit Dielenfußboden. Um die Wärme nicht entweichen zu lassen möchte ich die Decke dämmen. Hierzu habe ich die Täfelung entfernt. Diesen Bereich nutze ich um meine elektro Kabel darunter verschwinden zu lassen ( die Elektrik machen wir auch komplett neu) Anschliessend wird eine neue Decke mit Trockenbau eingezogen. In 2 Räumen war auch eine gelbe Mineralwolle drin. Diese ohne Dampfbremse, sodas das Material schon klamm war. Holz oder Deckenteile waren nicht angegriffen. Jetzt stehe ich vor der Entscheidung ein Dämmmaterial zu finden welches die feuchtigkeit auch wieder abgiebt oder jene Mineralwolle wieder von unten, aber mit entsprechender Dampfbremse. Alternativ kann ich auch die Decke von oben dämmen. Also den laufbereich vom Dachboden. Aktuell wollen wir ihn nicht ausbauen. Aber eine Querlattung mit entsprechender Verfüllung und anschliessendem Rauhspund hat auch ihren Charme. Aber welches Material als Dämmung? Und dann mit Dampfbremse? Dann würde ja die Feuchtigkeit im darunter liegenden Lehm und Holz hängen bleiben? Das Dach( also unter den Ziegeln ist nicht gedämmt und soll auch in naher Zukunft nicht ausgebaut werden. Zur Info noch ein entsprechendes Bild vom geöffneten Fußboden auf dem Dachboden. Die Decke ist einlagig. Holzstaken mit Stroh und Lehmputz und von oben mit Lehm ausgeschmiert. Danke für eure Hilfe Haiko ...

Hüllflächentemperierung mit Infrarot Heizfolie als alleinige Heizung?

Ein herzliches Hallo in die Runde Wir,Haiko, meine Frau und unsere fast erwachsenen Mädels planen ein Bauernhaus von 1906 zu kaufen. Massiv und nicht kaputsaniert. Fast nicht. Zur Straßenseite sind die beliebten doppelverglasten Kunststofffenster eingebaut. Zur Hofseite herrliche einfachverglaste nach aussen zu öffnende Fenster. Instinktiv möchte ich nicht dämmen , die Fenster belasssen, die im OG verbauten Berliner Fenster gegen die zwischengelagerten einfachverglasten wieder eintauschen. Etwas verunsichert bin ich in der Wahl meiner Heizung. Aktuell ist eine Nachtspeicherheizung verbaut. Nach langen Recherchen soll es eine Infrarot Strahlungsheizung von Gestelit werden. Diese arbeiten im Niedervoltbereich. Es ist ein Heizflies, gelocht, mit Raumthermostat. Es wird auf Wand oder Decke aufgespachtelt. Geplant war eine Deckenmontage weil augenscheinlich die geringste verschattung. Nun bin ich nach vielen Recherchen auf Konrad Fischer gestossen. Dieser befürwortet die *Hüllflächentemperierung* mittels wassergeführter Kupferrohre. In den Foren nicht unumstritten, aber es gibt auch zahlreiche Beispiele wo es funktioniert. Da meine Wände im UG 38 cm und im OG 28 cm (aussen Klinker innen Putz ohne Dämmung) sind möchte ich diese als Speicher nutzen. Nur lese ich bisher in Sachen Hüllflächentemperierung immer von wassergeführten Rohren. Mit den Jahren haben sich auch die Möglichkeiten der Heizflächen verändert. Auch die Möglichkeit selbst produzierten Strom zu nutzen. Da Strom anliegt und ich keinen Brenner installieren möchte stellt dies Heizvlies eine individuelle Alternative dar. *Wer hat Erfahrung?* Kann diese Infrarotheizung auch als Sockelheizung eingesetzt werden? Oder würden die Möbel vor den Wänden eine zu große Verschattung bedeuten? Es gibt auch Heizbahnen mit 20 cm breite. Könnt ihr euch eine Kombination Sockel und Decke vorstellen? Ich bin gern bereit ein gewisses Risiko einzugehen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit Infrarot Flächenheizkörper nachzurüsten oder in kalten Tagen auch mal einen Ofen anzuheizen. Vielleicht hat ja auch jemand einen Link einer Firma der meine Gedanken bestätigt oder wiederlegt. Vielen Dank und viele Grüße, Haiko Kuntze ...