Alle 6 Fragen von Fachwerkkäufer

Bruchstein Wand im EG freilegen und offen lassen

Hallo liebe Community, Ich sanierte gerade im EG das Badezimmer und habe hinter den Fliesen und dem darunter liegenden Lehm-Strohgemisch eine schöne Bruchsteinwand entdeckt. Spricht etwas dagegen die Wand vollständig vom Lehm-Stroh Gemisch zu befreien und dauerhaft offen zu lassen? Alternativ würde ich gern alles abschlagen und einmal neu verputzen um Platz zu sparen, offen lassen ist aber präferiert. Ich freue mich auch eure Antworten Gruß ...

Bodenaufbau, das Parkett gibt nach

Hallo liebe Community, ich habe kürzlich den Boden in meinem Haus fertig gestellt und stelle nun fest, dass dieser bei begehen etwas nachgiebt, was dazu führt, dass das Parkett immer wieder knackt. Das Phänomen tritt in der Regel nur auf wenn man längere Zeit nicht im Zimmer war. Ist man einmal durch das Zimmer gelaufen und der Boden hat geknackt dann geht das darüber laufen geräuschloss von statten. Der Bodenaufbau ist wie folgt: -Eichenbalken ca 120mm x160mm mit einem Abstand von ca 70cm -Darüber sind Fichten oder Kieferdielen in einer Stärke von ca 3,5cm (Uralt und nicht mehr zu gebrauchen) -Trockenperlite (Schüttung) von Fermacell (an niedrigster Stelle 1cm an höchster 8cm)- laut Vorgabe vom Hersteller absolut dafür geeignet -OSB Platte 18mm schwimmend -noch eine zusätzliche Schicht OSB Platte 18mm verschraubt mit der darunter liegenden -Trittschall -Parkett Wie ihr wahrscheinlich richtig bemerkt habt, hängen die DIelen auf einer Fläche von ca. 14m2 zur Mitte des Zimmers hin um ca 8cm durch. Die DIelen waren in Ordnung daher habe ich sie nicht rausgebaut. Die Balken darunter sind die die eigentlich ein bisschen durchängen sind jedoch vom Geschoß darunter sichtbar und völlig in Ordnung. Bevor hier jetzt der ein oder andere Schwarzmaler erzählt, dass das staisch gesehen bedenklich ist und ich dringend einen Fachmann hinzuziehen soll, möchte ich anmerken, dass das Haus seit knapp 300 Jahren steht und auch weiterhin stehen wird. Es geht mit schlichtweg um die Frage, ob jemand aus der Ferne beurteilen kann, was ich evtl falsch gemacht habe und dafür gesorgt hat das der Boden jetzt beim begehen nachgibt. Ich freue mich sehr auf eure konstruktiven Antworten!!! Viele Grüße ...

Zementfliesen Ölen oder imprägnieren

Hallo Zusammen, ich weiss dieses Thema ist hier schon zur gänze behandelt worden, trotzdem habe ich nach durchforstung diverser Foren immer noch nicht so ganz den Durchblick und würde daher gerne Eure Meinung hören. Ich habe kürzlich neue in Marokko gefertigte Zementfliesen verlegt und nun stellt sich die zentrale Frage wie imprägniert werden soll: chemisch oder mittels Öl. So wie ich das ganze verstehe, bringt das Öl gleichzeitig mit der Imprägnierung auch direkt den gewünschten seidenmatten glanz sofern dieses mit einer Poliermaschine eingearbeitet wurde, ist aber dennoch immer noch relativ empflindlich was z.B. Säurehaltige Flüssigkeiten angeht. Die Imprägnierung mit einem chemischen Mittel wie z.B. von FILA (wurde mir vom Fliesenhersteller empfohlen) ist einfacher aufzutragen, schmutzresistenter aber muss von Zeit zu Zeit wieder neu durchgeführt werden und bringt NICHT den gewünschten Glanz mit sich. Mir stellt sich nun die Frage wie es bei einer chemischen Imprägnierung weiter geht wenn man am Ende einen seidenmatten Boden haben möchte und wie hierbei die Vorgehensweise ist? Darüber hinaus stellt sich mir die Allgemeine Frage welcher Ansatz für mich nun der richtige ist. Es handelt sich um einen Hauseingang der von Zeit zu Zeit schon mal mit dreckigen Schuhe begangen werden soll ohne dass ich mir direkt sorgen machen muss, dass die Fliesen den Dreck aufsaugen. Das aussehen soll wie schon vorher beschrieben seidenmatt glänzend sein! ...

Treppensanierung

Hallo Liebe Fachwerkforummitglieder, ich habe eine Frage zur Sanierung meiner Eichentreppe, aber vorab erstmal eine kurze Info was schon alles gemacht worden ist: Die Treppe war ursprünglich komplett blau lackiert und wurde von mir erst einmal vollständig mittels eines Heissluftföhns und einem Spachtel von sämtlichen Lackrückständen befreit und anschliessend geschmirgelt. Nach langem hin und her überlegen wie die Treppe nun in Zukunft aussehen soll, habe ich mich für eine Versiegelung der Treppenstufen mittels Hartöl entschieden. Man stösst, wenn man sich über Öle informiert, immer wieder auf den Hersteller Kreidezeit. Von dem ich dann letztenendes auch das Produkt "Fussbodenhartöl" gekauft und verwendet habe. **Ganz am Rande für die die es interessiert: Feuert schön an, ist einfach zu verarbeiten, sehr ergiebig und preislich sogar billiger als enstrpechende Lacke, ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden! Die Wangen, Setzstufen und Geländerstäbe widerrum sind mit Varicolor Lack von Adler versehen worden. Soweit so gut, nun zu meiner Frage: Ich habe nun beim Übergang von den Trittstufen zu den Setzstufen eine kleine Spalte (vllt. eine Dehnungsfuge), sowie das Problem, dass beim Übergang von den Wangen zu den Trittstufen (also von Lack zu Öl) keine saubere und nahtlose Lackierung möglich ist. Deshalb habe ich mir überlegt an beiden Stellen jeweils eine kleine Schicht Maleracryl einzuarbeiten, mit der man erstens einen sauberen Abschluss erreicht und zweitens auch gewährleistet, dass sich das Holz weiterhin bei den Veränderungen der Temperatur zwischen Sommer und Winter gut ausdehnen und wieder zusammenziegen kann. Ich bin mir hier aber wirklich nicht sicher, ob das ganze eine praktikable Lösung darstellt oder ob es hier auch noch bessere Alternativen gibt. Fällt euch hierzu etwas ein? ...

Feuchtigkeit im Kriechkeller

Hallo liebe Community, in dem von mir anvisierten Fachwerkhaus befindet sich ein Kriechkeller mit einer Höhe von ca. 1,20m. Der Boden besteht aus Lehm, die WÄnde aus alten Sandsteinen oder ähnlichem. Quer durch den Kriechkeller, an der Decke, verlaufen dicke Stahlbalken darüber ist der Fussboden des WOhnzimmers sichtbar (USB Platten). Jetzt im Winter herscht dort zwar eine reltiv hohe Luftfeuchte, jedoch würde ich nicht sagen dass es zu viel ist. Der Boden ist Feucht, aber es steht kein Wasser, die Wände sind Trocken. Nun ist es so das ich an den Stahlbalken minimal Rostansätze in Tropfenform festgestellt habe was darauf schliessen lässt das der Kriechkeller im Sommer wohl eher einer Tropfsteinhöhle gleicht als einem Keller ;) Die Frage ist jetzt wie man dem entsprechend entgegenwirken kann um zu vermeiden das der Boden irgendwann Feucht wird und die Stahlbalken im Laufe der Zeit richtig anfangen zu rosten. Meine Handwerkliche Laienlösung hierzu wäre ein anstrich mit einer Latexfarbe (wie z.B. auch bei Duschen verwendet) über die komplette Decke und ansonsten keine Baulichen Veränderung um möglichst nicht das "eigene Klima" des Hauses/Kellers zu gefährden oder Verändern. Was haltet ihr davon? ...

Fachwerksanierung, worauf muss ich achten

Hallo Liebe Community, ich bin neu hier daher stelle ich mich erstmal kurz vor: Ich bin 27 Jahre alt, Handwerklich sehr geschickt und plane in nächster Zeit ein kleines süsses Fachwerkhaus zu kaufen. Dieses habe ich bereits mit dem mir zur Verfügung stehendem Wissen auf Herz und Nieren geprüft. Da es bei Fachwerkhäusern doch so einiges zu beachten gibt und es teils widersprüchliche Aussagen zum Thema Putz, Feuchtigkeit in Kellern usw. gibt, habe ich mir gedacht mal einen neuen Thread aufzumachen wo es dann tatsächlich spezifisch um meinen Fall geht und ich mir das ganze Wissen nicht aus den verschiedenen Foren zusammen suchen muss mit dem Nachteil das ich manches vllt falsch angehe. Es geht also um folgendes: Fachwerkhaus, Baujahr 1850, kein Denkmalschutz, Wohnfläche ca. 65 m2 (also wirklich klein) Das Haus wird mittels abgenommenem und genehmigtem Kamin sowie einer Gasheizung beheizt, es hat einen Kriechkeller (höhe ca 1,20m), zwei Etagen, Stromleitungen nach neuer DIN (von 1997). Das gleiche gilt für Wasser und Rohre, die letzten grossen Sanierungsarbeiten fanden 1997 statt. Leider hat die jetzige Besitzerin kaum Infos was zu welchem Zeitpunkt und von Wem saniert worden ist. Wir starten also bei 0. BALKEN Bei der Kontrolle der Balken von Aussen ist mir aufgefallen das ein Sparren sowie zwei Balken auf der Rückseite des Hauses Morsch sind und getauscht werden müssen ansonsten habe ich keinerlei Feuchtigkeit oder Rückstände von Feuchtigkeit feststellen können. Ein befreundeter Dachdecker der gerade seinen Meister macht hat die Kosten hierfür mit ca. 3000€ beziffert. Das ist absolut ok, wirft jedoch eine Entscheidende Frage für mich auf: Wenn ich das gefache diesen Sommer entferne um die Balken zu tauschen, heisst das dann das ich quasi von aussen nach innen durschauen kann oder bleibt der innere Teil der Wand bestehen? Dahinter befindet sich die Küche und ich möchte diese ungern komplett abbauen müssen. Ich stelle mir ausserdem die Frage ob ich selber Kalkputz aus Sumpfkalk herstellen oder ein fertiges Produkt kaufen sollte. Es soll in erster Linie erstmal alles einfach gehen und auch wenn die selbstherstellung des Putzes wahrscheinlich zu einer höheren Qualität führt so würde ich erstmal die fertig Kauf Methode bevorzugen sofern gute Produkte auf dem Markt sind. Es stellt sich mir ausserdem die Frage wie das dann genau funktioniert. Wird der Putz einfach direkt mit einer Schicht auf die Backsteine aufgetragen und dann gestrichen?? Bevor ich jetzt noch mehr runterleiere und am Ende 5 oder 6 verschiedene Themen in einem Beitrag habe, lasse ich das ganze jetzt erstmal zur Diskussion offen denn zu diesem Thema kommt bestimmt noch die ein oder andere Frage auf. Ich danke im voraus für die zahlreichen und hilfreichen Antworten. ...