Alle 2 Fragen von Mathias

Tipps für Wahl der Trittschalldämmung

Vielleicht hat ja der ein oder andere von Euch einen kleinen Tipp parat, der mich in meiner Ratslosigkeit ein wenig erhellt :-) Ich brauche einen Anstoß für die Wahl der „richtigen“ Trittschalldämmung für Dreischichtparkett auf einer mit OSB 25mm beplankten Holzbalkendecke. Masse ist im Einschub vorhanden. Keine Fußbodenheizung, das Geschoß darunter ist beheizt, keine Feuchträume. Oberste Prio hat der Trittschallschutz für die Räume darunter. Leider bieten die natürlichen Produkte laut Datenblättern „nur“ 17-19 dB (zu Hanf sind leider gar keine Daten auffindbar), während z.B. die Schaumplaste-Produkte mit 23 dB ködern und dazu eine wesentlich bessere Gehschalldämpfung aufweisen sollen. Das ist mir schonmal alles zu kompromissbehaftet: entweder laut oder Chemie, na danke. Aufällig war mir dann aber noch eine 1,8mm-Platte, verkauft als „Haro Silent Bio“ oder „Repac Acoustic Board“, welche dafür aber nur sehr geringe Unebenheits-Ausgleichsfähigkeit haben soll. Dafür punktet sie mit guten Werten für Tritt- und Gehschall sowie auch Preis und Ökologie. Vielleicht hat jemand bereits Erfahrungen damit sammeln können? Eine weitere fixe Idee wäre nun, doppelt 2mm Kork zu verlegen oder 2mm Kork mit der Haro-/Repac-Platte darauf zu kombinieren. Wäre dies böse? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese ca. 4mm Gesamtdicke zu stark nachgeben würden, aber wer weiß? Oder lohnt das ganze Gedrisse nicht und es ist mit den grünen 5mm-Holzfaserplatten alles bestens erledigt? ...

Holzbalkendecke: Anschluss des Einschubs an Außenwand

Hallo, ich habe derzeit eine Holzbalkendecke in meiner Wohnung eines Mehrfamilienhaus von ca. 1895 zu sanieren. Vielleicht könnt Ihr mir in einem Detail weiter helfen. Ich behebe alle angetroffenen Schäden an den Lehmeinschüben: Absackungen, allerlei Löcher, Rieseln und auch Nachlässigkeiten am Bau, aber leider auch Sanierungsfehler der letzten Jahrzehnte. Ich versuche, den originalen Zustand so solide wie möglich wiederherzustellen und dabei die Fehler meiner Vorgänger zu vermeiden. Ist zwar viel Arbeit, aber es macht auch Spaß und ich meine, es lohnt sich. Meine Frage: Ein häufiger Mangel ist der Anschluss des Fehlbodens bzw. Einschubs an die Außenwände zwischen den Balkenauflagern. Hier ist häufig ein Spalt von vielleicht 2 bis 5 cm vorhanden, sodass Luftschall direkt von oben am Fehlboden vorbei auf die Decke der darunter liegenden Wohnung wirken kann. Das möchte ich natürlich gerne vermeiden. Fraglich ist für mich, ob dieser Spalt eine Funktion z.B. zur Luftzirkulation hat, oder ob ich diesen ebenso mit Lehm verschließen darf. Auf diese Frage habe ich bisher keine Antwort finden können. Die Decke ist sonst rundherum beheizt, darunter wird auch mit Kaminofen geheizt, die Decke wird also oft recht stark erwärmt. Freue mich auf Euer Feedback :) ...