Alle 5 Fragen von KBrie

Architekten beauftragen - Auftragsumfang

Guten Tag, ich habe ein altes Haus gekauft und komplett entkernt. Jetzt sollte ein neuer Dachstuhl kommen, gedämmt und eingedeckt werden. Nach grober Schätzung von Zimmermann und Dachdecker ca 35000 € . Ein 20 qm großer, angrenzender Anbau soll um 50 cm aufgemauert und mit einem Flachdach versehen werden. Das wird sicherlich etwas billiger Der Architekt verlangt nach Gebührenordnung für die Bauplanung, Ausschreibung und Überwachung 14000€. Begründung: Als Grundlage für die Gebührenberechnung werden vom ihm nicht die Kosten für das Dach (wofür ich 70000€ mit Sicherheitsspielraum vorgesehen hatte), sondern der von ihm geschätzte gesamte Sanierungsaufwand des Hauses in Höhe von 250000€ zugrunde gelegt (berechnet als Handwerkerleistung durch Fachfirmen, keine Eigenleistung): Begründung: Es ist entkernt, unbewohnbar und somit anders zu betrachten, braucht ein komplettes energetisches Konzept etc...... Im Kostenvoranschlag habe ich festgestellt dass er die zuerst besprochene Variante Flachdach berechnet hat, wenn das Satteldach kommt, wird das Architektenhonorar nochmal deutlich teurer, da er dann auf die Bausumme die Kosten für einen kompletten Dachbodenausbau aufschlagen wird. Kann mir bitte jemand sagen, ob seine Vorgehensweise üblich und die Berechnungsweise ok ist oder sollte ich nachverhandeln bzw. mich anderweitig umsehen? Vielen Dank für die Antworten ...

Neuer Dachstuhl bei massivem Schädlingsdruck

Guten Tag, ich muss den Dachstuhl (Satteldach) erneuern. Ich kann alle Balken wie eine Zwiebel abtragen, immer neue Mehlschichten kommen zutage. Da der Dachstuhl statisch sowieso zu schwach für eine Neueindeckung und Dämmung ausgelegt ist, riet ein Statiker angesichts der von ihm bestätigten massiven Schäden von der Sanierung ab, da sie finanziell mindestens einem Neubau gleich käme. Das Haus steht direkt am Rand eines Kiefernwaldes, der massiv vom Borkenkäfer befallen ist. Auch beim Nachbarn knabbern die Käfer weiter, obwohl der Dachstuhl vor wenigen Jahren saniert worden war. Meine Befürchtung ist, dass auch in einem neuen Dachstuhl jedes erreichbare Stück Holz sofort wieder das Interesse hungriger Insektenpopulationen findet. Eigentlich sollte es ein Kaltdach werden. Mein Vertrauen zu den örtlichen Handwerksbetrieben hat etwas gelitten, da diese zwar Hausbockbefall gesehen hatten, aber das Ausmaß nicht weiter beachteten("Nach der Neueindeckung machen Sie mal eine Thermobehandlung"). Daraufhin zog ich den Statiker hinzu. Jetzt die Frage: Wenn ich mit dem Architekten wg. des Bauantrags rede, worauf soll ich unbedingt achten? Alternative ist (da die Erdgeschossfläche ausreichend ist), ein Flach- oder Pultdach (Optik ade). Vielen Dank im Voraus und auch an die Verfasser der vielen Ratschläge, die mir bei anderen Themen sehr weitergeholfen haben ...

Dachstuhl neu oder sanieren?

Das Dach meines Hauses soll neu eingedeckt werden und wurde für die Angebotserstellung von mehreren Dachdeckern besichtigt. Überzeugt bin ich von den Auskünften nicht. Daher bitte ich um Hinweise, damit ich eine Orientierung habe, ob meine Überlegungen in die richtige Richtung gehen oder ich falsch liege, bzw. worauf ich bei den kommenden Gesprächen mit den Handwerkern ggf Architekt Wert legen soll. Das Haus hat einen unausgebauten Dachboden. Es handelt sich um ein 45° Satteldach mit doppelt stehendem Stuhl, ohne Kniestock, kein Überstand an Ortgang bzw. Traufe. Die Grundfläche des Hauses beträgt 9 x 8m. Sparren und Mittelpfetten müssen verstärkt und Windrispenbänder angebracht werden. Wg. der zukünftigen Fassadendämmung ist eine Verlängerung des Dachüberstands an Ortgang und Traufe erforderlich. Die Dachfläche beträgt dann ca. 120 qm. Geplant ist eine Neueindeckung mit einer Kombination aus Auf- und Zwischensparrendämm ung. Dachdecker + Zimmermann fanden Hinweise auf aktiven Schädlingsbefall und empfahlen eine Thermobehandlung des Dachstuhls. Sie prüften aber nicht bei der Angebotserstellung, ob die Balken in ihrer Substanz angegriffen sind, noch empfahlen sie, dieses durch einen Sachverständigen untersuchen zu lassen. Die Balken liegen frei, so dass es kein Problem darstellen würde. Ein Dachdecker meinte auf meine diesbezügliche Nachfrage, dass das Holz so astig sei, dass keine die Statik gefährdenden Schäden auftreten können. Ein Bekannter erlebte genau die gleiche Situation. Nach dem Abdecken stellte der Dachdecker –plötzlich ganz überrascht- so ausgedehnte Holzschäden fest, dass wegen der auszutauschenden Balken der Endpreis für die Neueindeckung 50% höher lag als der Kostenvoranschlag. Ich möchte gerne vorher wissen, was kommt. Zwischenzeitlich habe ich angefangen, die Balken abzubeilen und -schleifen und stellte fest, dass alle unter der Oberfläche von einer Holzmehlschicht, teils dünn, teils bis zu 2 cm dick, umgeben sind und das Holz darunter mit zahlreichen Fraßspuren versehen und z. T. weich ist – das genaue Ausmaß der Schäden festzustellen wird noch eine Weile dauern- dass mindestens ein Sparren bis zum Kern durchgefault ist und vielleicht ein Teil der Mittelpfette ersetzt werden muss. Was mache ich dort, wo sich Balken aufeinander stützen? Dort kann ich schlecht das weiche Holz/Holzmehl entfernen. Ist das egal? Ich wollte Mittelpfetten, Kehlbalken, Kopfbänder und Pfosten als Sichtbalken frei lassen. Aber die Optik der Balken hat durch hunderte von Reißzwecken, Nägeln und tiefe Kerben deutlich gelitten und durch die Verstärkung der Mittelpfetten wird sie zusätzlich beeinträchtigt. Daher überlege ich jetzt, ob ich lieber etwas mehr ausgebe und einen neuen Dachstuhl errichten lasse. Um eine Vorstellung davon zu kriegen, was die Preisdifferenz zwischen Sanierung des alten Dachstuhls und Neubau sein könnte, bitte ich um Hinweise, womit ich –grob geschätzt- zu rechnen habe. Diese Kostenfaktoren sind mir eingefallen: Alten Dachstuhl belassen: Sparrenverstärkung und Aufschieblinge 1700€ lt Kostenvoranschlag Thermobehandlung 3000 € lt. Internetrecherche – Stimmt das ca? Verstärkung von 2 Mittelpfetten ( je knapp 9 m) durch U-Träger oder zusätzliche Balken ???€ Unabhängiger Gutachter zur Begutachtung der Holzschäden und Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ???€ Austausch pro Sparren 10 x 14 cm ???€ Austausch 4 m Mittelpfette 14 x 14 cm ???€ Windrispenbänder ???€ Statiker 65€/h + MwSt Abriss des alten und Errichtung neuer Dachstuhl (ohne Fenster bzw. Gauben): Lt. Internet in der Größenordnung ca. 12-13000€. Klingt das realistisch? +Architekten-/Statikerhonorar – nach Gebührenordnung Habe ich zusätzliche Kostenfaktoren vergessen, die einen Unterschied bewirken? Außerdem überlege ich, ob ich den Fußboden im Dachboden entferne, um die Balkendecke auf Schäden untersuchen zu können. Ich konnte bisher nur an einer Stelle ein Stück Balken sehen. Das war intakt. Dazu eine Empfehlung? Vielen Dank im Voraus! ...

Wer hat Erfahrung mit Protegon?

Hallo, Braas wirbt mit seiner Infrarotstrahlung reflektierenden Dachpfanne. Da die Räume in meinem Dachgeschoss klein und niedrig sind, möchte ich einen bestmöglichen Wärmeschutz. Geplant sind eine 35mm Aufsparrenddämmung mit Holzfaserdämmplatte und eine 20 cm Zwischensparrendämmung mit Holzfaser oder Hanf. Hat jemand damit Erfahrung, ob die Mehrausgaben einer solchen Dacheindeckung es wert sind oder sind sie angesichts der Dämmung überflüssig? Vielen Dank vorab. ...

Frage zu Dachdämmung / Holzschädlinge

Hallo, für die Neueindeckung und Dämmung meines Daches (45 Grad Satteldach) bitte ich um Rat. Das Dach wird vollständig entkernt, so dass freie Zugänglichkeit gegeben ist. Vorgeschlagen wurde vom Dachdecker eine 35mm Holzfaseraufsparrendämmung und eine Holzfasereinblasdämmung, nachdem die Sparren von derzeit 14 auf 20 cm erhöht worden sind. Das Haus steht mitten in einem Kiefernwald, in dem deutliche Spuren durch Schädlingsbefall erkennbar sind. Ein hoher Befallsdruck wird dauerhaft bestehen bleiben. Beim Entfernen der Innenverkleidung fand ich an einigen Stellen Holzmehl, ob der Befall aktiv ist, kann ich nicht sagen. Das Holz ist trocken, kein Hinweis auf Pilzbefall. Lt. Dachdecker müsse kein Holz ausgetauscht werden, aber eine Thermobehandlung durchgeführt werden. Nach Lektüre diverser Veröffentlichungen (Dank u.a. an Herrn Wiessner für seine für Laien verständlichen Artikel) kann ich diesen Rat nachvollziehen, zumal die Sparren dauerhaft hinter der Dämmung verschwinden werden. Kann jemand eine Firma empfehlen, die im Spreewald tätig ist? Muss ich bei der Sparrenverstärkung bzw. Neueindeckung des Daches darauf achten, dass besser Holz einer bestimmten Sorte oder mit spezieller Behandlung verwendet wird? Ich finde keine eindeutige Aussage, ob die Holzfasereinblasdämmung vor dem Befall durch Holzschädlinge gefeit ist, der letzten Thread hier, ob Holz oder Hanf diesbezüglich sicherer ist, ist einige Jahre alt. Gibt es dazu neue Erkenntnisse? Ein Produzent von Holzfaserdämmung, den ich angeschrieben habe, antwortet nicht. Ggf. würde ich auf Hanf ausweichen. Vielen Dank vorab! P.S. Einen Statiker habe ich schon beauftragt. ...