Alle 2 Fragen von T4nk

Abdichtung Bruchsteinfundament

Guten Morgen zusammen, bereits in meiner vergangenen Frage habe ich mein neues Projekt kurz erläutert. Ein Einfamilienreihenendhaus aus teilweise Ziegelmauerwerk und Fachwerk. Nun aber zu einem speziellen Thema - der Abdichtung gegen Feuchtigkeit. Bevor ich mich an die Sanierung im inneren begebe, möchte ich außenrum alles trocken haben. Also kurz zur Situation: Mein Einfamilienhaus von ca. 1800 ist im Erdgeschoß zum größtenteil mit Ziegel und Bims gemauert. Teilweise noch aus Fachwerk. Daraus schließe ich, dass das Haus ursprünglich aus Fachwerk war und nach und nach über die Jahre aufgrund vorhandener Feuchteschäden vom Fachwerk in ein gemauertes Haus umgewandelt wurde. Nun steht eine Kernsanierung an. Die Feuchtigkeit habe ich im Erdgeschoß an den Innenwänden entdeckt. Hier löst sich der Putz. Darum habe ich außen zwei Suchschachtungen gemacht. Das Ergebnis sieht wie folgt aus: Das Haus steht auf einem Streifenfundament aus Bruchsteinen. Etwa 50-70cm tief. Darauf stehen die Ziegelsteine aus Außenwände. Teilweise sind bis zu zwei bituminöse Horizontalsperren vorhanden, die auch sichtlich noch Ihre Funktion erfüllen. Das Problem ist nun jedoch, dass das Außengelände aufgrund der Gegebenheiten (Straße, Fußweg, etc.) bis zu 50cm über dem Bruchsteinfundament liegt. Das bedeutet, dass das Wasser sich aufgrund des Gefälles zum Haus bewegt und die oberen Ziegelreihen erreicht und diese durchfeuchtet. M.M. nach ziehen Bruchsteine als solche kein Wasser. Also muss das Wasser von der Seite und damitdurch die Erdberührten Ziegel kommen. Einzige Lösung aus meiner Sicht ist nun das Haus außenrum (Reihenendhaus also nur drei Seiten) Seite für Seite (wegen Grundbuchgefahr) freizulegen bis etwa 30-50cm des Bruchsteinfundamentes sichtbar wird. Dieses zu Säubern, trocknen zu lassen und insgesamt hinterher mit einer Bitumenschicht bzw. Schwarzanstrich von außen abzudichten. Die Abdichtung aus zwei lagen Bitumen zzgl. Noppenbahn würde ich dann von ca. 30cm unter Oberkante der Bruchsteine bis etwa 20cm über OK Erdberührtem Bereich hinaus ausführen. Für möglicherweise immernoch vorhandenen Restfeuchte kommt innen ein Kalkputz an die Wand. Spricht hier etwas gegen? Um mir die Arbeit etwas einfacher zu machen würde ich die Bereiche die ich abdichten möchte, vorher noch mit Beton o.Ä. begradigen. D.H. Fugen der Bruchsteine ausfüllen, etc. Kann ich hier Zement nehmen oder zieht dieser mir dann möglicherweise Wasser in die Fugen? Über Antworten würde ich mich freuen Danke und Gruß Jan ...

Sanierung eines Fachwerkhauses - Kombination aus Luxus, Moderne und Charme

Hallo liebe Forumsgemeinde, ich möchte mich kurz vorstellen: Mein Name ist Jan, ich bin 27 Jahre alt und studierter Bauingenieur. Bevor nun aber direkt die Vorwürfe an meiner Fragestellung in dem Kopf des Ein oder anderen entstehen – ich bin im Straßenbau tätig?! Ein gutes Basiswissen, in Bezug auf Statik und Bauphysik, ist jedoch trotzdem vorhanden. Nun zum eigentlichen Thema: In kürze beginnt mein neues Projekt: Die Sanierung eines alten Fachwerkhauses von 1880. Dieses wird derzeit noch bewohnt. Es ist das zweite Projekt dieses Ausmaßes für mich. Das erste Objekt habe ich 2014 eigenständig kernsaniert. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, möchte nun aber in Bezug auf die Nachhaltigkeit, einiges anders machen: Kurz zum Konzept: Heruntergekommenes Fachwerk Haus finden, kaufen und (energetisch und modern) sanieren – anschließend vermieten. Zwei Aspekte sind mir wichtig: - 1. Priorität: Moderner und luxuriöser Sanierungstandard (Das übernimmt meine Kreativität und Erfahrung) - 2. Priorität: Energetisch nachhaltige Sanierung. (Hier benötige ich nun eure Hilfe) Das damalige Objekt bestand im Erdgeschoß aus Ziegeln, darüber aus Fachwerk. Damals habe ich von Grund auf alles erneuert – von der Bodenplatte bis zum Dachstuhl. Das Erdgeschoß hat außen WDV bekommen, das Obergeschoß sowie der Dachstuhl eine Dämmung aus Mineralwolle. ENEV-Werte habe ich damit annährend erreicht. Nun habe ich eine komplette Ausführung aus Fachwerk. Ich möchte nun eine (energetische) Ausbauweise finden, die meinen Vorstellungen am nächsten kommt. Ich würde gerne das gesamte Objekt mit einer Art zweiter Haut von innen versehen. Im Prinzip ein komplettes Traggerüst in das vorhandene Fachwerk integrieren. Ich verspreche mir davon: - Einen homogenen Aufbau in Bezug auf Wärmebrücken, Energieverluste etc. Bei o.g. erstem Objekt wurden verschiedene Materialien für die Dämmung verwendet (Um auch in Sachen Bauphysik den unterschiedlichen Materialen (unten Ziegel oben Fachwerk) gerecht zu werden. - Trivial: Stabile Zimmerwände. Alte Häuser besitzen keine geraden Wände. Somit muss ich, um den Aspekt der Moderne und des Luxus auszugreifen, alle Innenwände „begradigen“. - Zwei Fliegen mit einer Klatsche: Ich möchte aus eigener Sache heraus an der Hauswand zum Nachbarn hin eine Brandwand errichten. Meine Fragen lauten nun: 1) Konntet Ihr mir folgen ?? 2) Was haltet Ihr von der Idee, eine neue, innere Haut zu errichten? 3) Könnt Ihr mir einen Baustoff nennen, der sich aus Bauphysikalischer Sicht für meine Idee eignet. Am liebsten würde ich das Ganze mit einer 11,5er Bimswand ausmauern. Das funktioniert aber m.M. nach unter dem Aspekt des Tauwassers nicht. Alternative wäre die Verwendung von Holzfaserdämmplatten. Allerdings geht mir hierbei jeglicher statische Aspekt verloren. Ich würde mich über eure Ideen freuen! Danke & Gruß Jan ...