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Frage zu Sanierung

Hallo liebe Forengemeinde, ich lese hier schon seit einigen Jahren interessiert mit, jetzt bitte ich euch um eine kurze Einschätzung was die Sanierung meines Fachwerkhauses angeht. Situation: Bauernhaus, BJ. unbekannt (ca. 1850 ), Außenmaße 10,50 Meter x 7,50 Meter, einseitige Grenzbebauung, nicht unterkellert, EG ehemals Stall heute Nutzfläche, OG Wohnräume Deckenhöhe abgehängt 2 Meter, Deckenhöhe bis Balkenunterseite 2,06 Meter. DG zu ca. 3/4 ausgebaut ( 1953 ) Deckenhöhe hier 2,15 Meter wobei die Zimmer vom Flur aus jeweils über eine Stufe zu begehen sind, im Flur Deckenhöhe 2,25 Meter. Im Dachgeschoss ist die Decke auf den zwei Balken die über die gesamte Länge des Hause gehen aufgebaut, d.h. Balken laufen durch die Räume und sind verkleidet. Darüber ist ein nicht ausgebauter begehbarer Dachboden. Sanierung ist nötig da ein Schaden an einer Schwelle festgestellt wurde, die Elektrik veraltet ist, Fenster sind teilweise undicht, die Fassade bröckelt an machen Stellen, das Badezimmer muss erneuert werden und das Dach würde ich auch gerne Dämmen und in dem noch nicht ausgebauten Teil des DG ein weiteres Schlafzimmer errichten. Mein zusätzlicher Wunsch wäre es die Decken im OG zu erneuern ( teilweise leicht bauchig ) bzw. die Balken freizulegen und dadurch ein bisschen Raumhöhe zu gewinnen, neuer Bodenaufbau im DG auf den Deckenbalken des OG. Und wenn möglich würde ich im OG gern zur Gartenseite ein Fenster durch eine Balkontür ersetzen um einen direkten Austritt in den Garten schaffen zu können. In den letzten 2 Jahren hatte ich verschiedene "Experten" vom Gutachter über Architekten im Haus, Gutachter wollte oder konnte nichts dazu sagen, Architekt 1 wollte neues Holzständerhaus in die bestehende Hülle einbauen. Dann einen Sanierer als Generalunternehmer gefunden, er wollte den Dachstuhl komplett erneuern ( laut ihm nötig wenn das Dach gedämmt werden soll ), mit leichter Höherlegung der Geschossdecke zwischen OG und DG und das ganze ohne Baugenehmigung!!! Vor Auftragsunterzeichnung noch einen Architekten hinzugezogen zur Überprüfung des Vorhabens, dabei kam heraus, dass das Vorhaben natürlich nicht Genehmigungsfrei ist. Eine Baugenehmigung dafür wird nicht erteilt, lt. Aussage Landratsamt darf nicht tiefgreifend in die Statik eingegriffen werden, sonst verliert das Haus seinen Bestandsschutz. Mit Architekt 2 verschiedene Möglichkeiten durchgegangen, durch die Einschränkungen seitens des Landratsamtes will auch er nicht so richtig an das Projekt heran, er hat Schwierigkeiten den Umfang des Projektes abzuschätzen und hat keine Altbauerfahrung. Gerne würde ich das Haus erhalten und wäre auch bereit 200.000€ - 250.000€ für die Sanierung zu investieren, vielleicht kann der ein oder andere einschätzen ob so eine Sanierung in dem Budgetrahmen überhaupt möglich ist, oder vielleicht kann mir jemand einen in dieser Thematik erfahrenen Planer oder Zimmermann empfehlen. Das Haus steht ca. 40km südlich von Stuttgart. Vielen Dank im Voraus. Gruß Timo ...