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Acryllack und Spachtelmasse radikal aus Fassade entfernen oder Schritt für Schritt?

Hallo, dies ist mein erster Post nach langem Mitlesen hier. Bin Miteigentüber eines mit-geerbten Fachwerkhauses aus dem Jahr 1756 geworden, bei dem meine größte Sorge gerade der Fassade gilt abseits der Schlagregenseite, die verschiefert ist. Im Sichtfachwerk gibt es zunehmend Risse in Fugen und Gefache, in Einzelfällen auch in den Balken (siehe Fotoausschnitt). Leider sind bei der ursprünglichen Sanierung 1985 die üblichen Problem-Materialien zur Anwendung gekommen sind (Acrylatfarbe auf Lehmgefache und auf einzelne ausgemauerte Gefache, Acryllack auf Eichenbalken, Rissspachtel,...). Bei einer Überarbeitung 2011 wurde zwar in einigen Bereichen der Altanstrich entfernt und durch Leinöl ersetzt, trotzdem aber auch wieder Risspachtel und Acryl-Fugenmasse verwendet. Dass das alles höchst problematisch ist, ist mir mittlerweile klar. Die Reaktionen der Handwerker sehr unterschiedlich und reichen bislang vom Vorschlag, einfach nochmal komplett Acrylfarbe drüberzustreichen *argh* bis zur kompletten Fassadensanierung. Wie würdet ihr prinzipiell in einem solchen Fall vorgehen? Erst genauere Messungen und Proben durchführen? Die Fassade schnellstmöglich komplett von Acryllack und Spachtelmasse befreien und mit Leinöl neu streichen, ggfs. morsches Holz dabei entfernen? Einzelne Stellen, an denen sich Risse bilden, als Problemstellen mit Priorität angehen und ansonsten bis zur nächsten Großsanierung warten? Wie viel Eile ist hier geboten, nachdem das ganze Problem ja offenbar schon seit 1985 existiert? Bin sehr gespannt auf Antworten zu diesem ersten Post von mir, nachdem ich lange nur (zum Lernen) mitgelesen habe. Vielen Dank schonmal fürs Lesen! ...