Alle 8 Fragen von Privater Bauherr

!Geklärt! (Zuerst Versotex oder Kalkmilch?)

Edit: Ist geklärt, steht in den Verarbeitungsrichtlinien, siehe meine zweite Antwort. Entschuldigung für den unnötigen Post. Ich lasse ihn drin, falls jemand nochmal danach sucht. === Liebe Fachleute, wir sanieren ein kleines Mittelganghaus in der Uckermark. In der WC-Ecke im Bad war mal ein Schornsteinzug von dem wir die vordere Hälfte abgetragen und beim Rest die Oberfläche soweit möglich mit der Flex abgeschliffen haben. Das Mauerwerk in der Nische soll sichtbar bleiben und mit Kalk gestrichen und nicht verschalt werden. Die Bausubstanz ist extrem schlecht, sehr viel Bruch und die Fugen viel Lehm und sehr viel Sand und extrem sandend. Alles lose habe ich schon entfernt. An anderen Stellen habe ich zum verfestigen der Fugen sehr gute Erfahrungen mit Kalkmilch aus gelöschtem Brandkalk gemacht. Das möchte ich hier auch machen, bevor ich die Steine neu verfuge (nicht an den paar Kalksandsteinen dazwischen stören, die hat der Maurer reingemacht bevor ich was sagen konnte, ich hoffe die fallen am Ende nicht mehr zu sehr auf, und das Loch muss ich auch noch zumauern). Hier muss aber auch noch Versotex drauf (einmal oder zweimal?) damit das trotz abfelxen nicht wieder durchschlägt. Meine Frage: Zuerst Versotex auf die Steine und dann die Kalkmilch, damit das Versotex besser eindringen kann? Oder zuerst die Kalkmilch in die Fugen und dann Versotex, weil die Kalkmilch nach dem Versotex nicht mehr eindringen kann? Herzlichen Dank für Euren Rat! ...

Fenster ohne Schaum mit Stopfhanf ? Laibung ausfugen +? max. breite Einbaufugen

Liebe Fachwerker, wir sanieren ein Bauernhaus vom Anfang des 20. Jahrhunderts und haben gerade unsere neuen Fenster und Haustüren bekommen (die alten waren leider nicht mehr mit vertretbarem Aufwand instand zu setzen). Die Absprache mit der Fensterfirma war, dass sie die Elemente einsetzen und außen mit Kompriband abdichten, so dass wir dann Zeit haben um innen den Glattstrich anbringen, mit Stopfhanf dämmen, die Dampffolie verkleben und verputzen zu können. Ausnahmsweise gab es dabei ein paar Probleme und ich habe ein paar Fragen zu denen ich für Euren Rat dankbar wäre: Es sind zwischen knapp 2 und max. knapp 7 cm Abstand zwischen den Rahmen und dem Laibungsmauerwerk. Der Putz wurde beim Ausbau entfernt, weil die neuen Fenster fast genau gleich breit sind wie die alten und wir sonst keinen Platz zum Dämmen gehabt hätten. Leider ist der Abstand gerade bei den Türen sehr groß (weil bei ihnen die alten Rahmen auf beiden Seiten 15 mm breiter waren). D.h. die Rahmen hängen tlw. mit recht großem Abstand an den Schrauben. Sie scheinen aber trotzdem fest zu sitzen. a) Kann ich das so lassen und mit Stopfhanf ausfüllen? Oder muss ich da irgendwann mit Problemen rechnen, weil die Rahmen nachgeben? Jetzt in den Spalt hinein anzuputzen wäre recht aufwändig und bringt wahrscheinlich auch nicht viel, da der Putz ja keine tragende Funktion hätte. Alles wieder auszubauen sehe ich mich nicht in der Lage. b) Muss ich das Mauerwerk Ausfugen bevor ich das mit Hanf stopfe? Größtenteils sind die Fugen mit max. 1 cm in Ordnung, stellenweise gibt es aber auch mehrere Zentimeter tiefe Taschen. Kann ich die auch einfach ausstopfen? Und muss ich dann warten, bis der Putz/Mörtel (aus)getrocknet ist (auch an den Ausbrüchen), bevor ich das mit Hanf stopfe oder ist das unproblematisch? Der Monteur hatte mich sehr davon zu überzeugen versucht, das doch alles von ihm mit Dämmschaum ausspritzen zu lassen (Würth / kein Billigzeug), dann wäre das alles dicht und fest, inkl. Fugen, Taschen und den Ausbrüche (leider ist die Bausubstanz sehr schlecht und beim Ausbau sind verschiedene Ecken ausgebrochen, die wir jetzt erst noch reparieren müssen) und ich müsste mir dann keine Gedanken und Mühe mehr machen. Beim Schaum sei es auch nicht so dramatisch, wenn das Kompriband nicht überall sauber abdichtet (wegen der Ausbrüche) und jetzt stellenweise doch Feuchtigkeit durch kommt, wohingegen der Stopfhanf auf keinen Fall nass werden dürfe (wobei mir von anderer Seite schon das Gegenteil gesagt wurde). Bilder folgen. Schöne Grüße & herzlichen Dank im voraus ...

Randabstand Gipsfaserplatten

Hallo, wir bauen ein Dachgeschoss mit Gipsfaserplatten (Rigidur und Fermacell) aus (stumpfe Kante geklebt oder gespachtelt). Die Innenecken und Anschlüsse an Balken etc. wollen wir nicht mit Acryl sondern entweder mit Trennstreifen (Trennfix o.ä.) und Schattenfuge oder mit Fugendeckstreifen (Kurt o.ä.) machen. Die Platten sollen ja grundsätzlich mit 5 mm Randabstand montiert werden, egal ob gespachtelt oder geklebt. Meine Frage: Ich verstehe nicht, wozu man die 5 mm Abstand lassen soll, um diese dann nachher z.B. mit Trennstreifen zuzuspachteln, eine stauch- oder dehnbare Bewegungsfuge hat man dann doch genauso wenig, der Spachtel ist ja auch nicht flexibel. Könnte man die Platten dann nicht gleich in der Ecke stumpf zu stoßen? Danke & Grüße ...

Gipsfaser: Fugen spachteln oder kleben?

Liebe Fachleute, wir sanieren und bauen gerade ein altes Bauernhaus aus. Das Dach musste einschließlich Dachstuhl neu gemacht werden und soll nun mit Gipsfaser ausgebaut werden. Die Außenwände sind mit ESB (ähnl. OSB) verschalt und sollen mit Fermacell verkleidet werden, die Innenwände mit Rigidur H. * Was mich wundert, ist, das beide damit werben, dass die Platten 100%-ig schadstofffrei sind, aber gerade für die Verarbeitung im Dach und auf Holzständerwerk empfehlen, die Fugen zu kleben und nicht zu spachteln. Ich habe auch schon in verschiedenen Foren gelesen, dass man sich daran halten sollte, weil es bei den betreffenden mit gespachtelten Fuge auf Holzunterbau Risse gegeben hat. Ansonsten hätte ich auch gesagt, lieber 100% Gips und Zellulose und die Fugen auch mit Gips. Nun meine Fragen: Kann man bei Gipsfaserplatten auf Holzunterbau die Fugen auch spachteln (mit gerader Kante und Abstand nicht mit abgeflachter Kante)? Sollte man sich an die Empfehlung zu kleben halten und dabei keine Bedenken haben? Wir würden auch den green- bzw. natureline Kleber nehmen. Gibt es einen Grund den Standardkleber zu nehmen? Sind die geklebten Fugen haltbarer und ergeben die bessere Oberfläche? Viele Grüße & herzlichen Dank im voraus * ergab sich aus den Angeboten und der Beschaffung und ich würde auch gerne beide Produkte kennen lernen. Hinweise auf Unterschiede, Vor- und Nachteile willkommen! Bis jetzt konnte ich nur herausfinden, dass Rigidur H härter (und glatter) sein soll als Fermacell. Was wäre der Vorteil von Fermacell? ...

Gipsfaserplatten (Rigidur) auf nicht planem Holzständerwerk

Liebe Fachleute, wir sanieren und bauen gerade ein altes Bauernhaus aus. Das Dach musste leider einschließlich Dachstuhl neu gemacht werden. Das Ständerwerk für die Innenwände wurde dabei von den Zimmerleuten mitgemacht, ist recht massiv (KVH 12*12) und auch Teil der Statik des Dachstuhls. Leider ist es aber an vielen Stellen nicht plan. D.h. Vor- und Rücksprünge von bis zu einem halben Zentimeter, tlw. weil die Ständer nicht 100% gerade, d.h. leicht verzogen oder verdreht sind, oder Ecken rausschauen etc. * Deswegen meine Fragen: Wie problematisch ist es, wenn die Platten nicht überall 100% plan anliegen können? Sind die so steif (10mm doppelt beplankt), dass die einfach gerade bleiben, oder klingt das dann immer hohl oder ziehen sich die Platten ran oder brechen die im Zweifel? Ein bisschen Bewegung in der Wand fänden wir nicht schlimm, Risse und Kanten schon. Sowohl die original Rigidur- als auch Fermacell-Schrauben haben ja gerade Teil- und kein Vollgewinde, damit sich die Platten vollständig ranziehen. Wäre es in diesem Fall sinnvoller Gipsfaserschrauben mit Vollgewinde (von Fischer, Parco oder Spax) zu nehmen , damit die Platten auch wenn sie hohl liegen fixiert sind? Oder klingen die dann trotzdem hohl und es bleibt nicht als alles überstehende nachzuhobeln und alle Hohlstellen zu unterfüttern? Den Trockenbau wollen wir selber machen, ist aber Learning by Doing. D.h. aus Erfahrung können wir das nicht beurteilen, deswegen wären wir sehr dankbar für eine Einschätzung. Ich habe auch noch ein Frage zu Kleben oder Spachteln, schreibe ich aber extra. Grüße & herzlichen Dank im voraus * Ich bin mir nicht sicher, in wie weit das einfach schlechte Arbeit ist oder dem Material Holz geschuldet oder der Tatsache, das die das normalerweise für Lehmputz machen (wo man das wahrscheinlich ausgleichen kann), wogegen wir uns entschieden haben (allerdings bevor das Ständerwerk gebaut wurde, d.h. es war klar, dass das mit Trockenbau weiter ausgebaut werden soll und wurde dann auch auf dem 62,5er-Raster gemacht (mehr oder weniger)). ...

(?Haus-)Schwamm an kammergetrocknetem Bauholz

Liebe Fachleute, ich habe heute beim lokalen Sägewerk Kanthölzer (kammergetrocknet) für einen Dielenunterbau geholt. Nun habe ich beim Entladen an einem Ende Schwamm entdeckt (siehe Bild). Ob das echter Hausschwamm oder irgendein anderer ist, kann man an dem Bild bestimmt nicht feststellen. Nachdem wir aber schon eine Hausschwammsanierung hinter uns haben, möchte ich mir keinen neuen einschleppen und zumal unter dem Boden jedes Risiko vermeiden. Was ich mich dswg. Frage, ist, falls das Hausschwamm ist, ob der von vor oder nach der Trocknung ist und wenn von vorher, dann abgetötet (ich gehe davon aus, dass die Trockenkammer heiß genug ist) und wie groß das Risiko ist. Kann mir jemand sagen, ob sowas öfter bei Bauholz vorkommt? D.h.: Reklamieren? Oder sofort aus dem Haus schaffen und verbrennen und alles was damit in Berührung gekommen ist auch (oder wenigstens mit Isopropanol tränken)? Oder ignorieren? Mir fehlt da die Erfahrung. Vielen Dank im voraus! ...

EPS mit Butylklebenband oder Orcon Classic kleben?

Das ist jetzt keine Frage zu historischen Baustoffen, aber ich habe beim Verlegen des Dielenbodens in unserem alten Bauernhaus ein spezielle Situation, wo ich verhindern muss, dass die Perlite unter dem Dielenboden durch eine Aussparung für eine spätere eventuelle externe Luftzufuhr für einen Kaminofen in den Keller rieselt. Ich wollte dazu als Vorbereitung unter den Dielen als Begrenzung einen Kasten aus einer Styroporplatte machen, dann kann ich den Boden drüberlegen noch zu lassen bis der Zugang benötigt wird. Als evtl. geeignete Kleber hätte ich Butylklebenband von Gefinex oder Orcon Classic da. Die sind ja beide lösemittelfrei und ich habe mich gefragt ob das nicht gehen müsste (auch wenn sie nicht dafür gedacht sind). Ich muss das morgen oder übermorgen machen und komme nicht mehr dazu Spezialkleber zu besorgen. Hat dazu jemand eine Meinung? Grüße & herzlichen Dank im voraus! ...

Gipskartonkoffer ohne Feuchtesperre unter Dielenboden

Liebe Fachleute, Ich habe eine Problemstelle, die ich nicht richtig einschätzen kann. In einer Ecke unseres alten Mittelganghaues geht die Abgasleitung der Therme nach oben und ist mit Gipskarton (Knauf Diamant) abgekoffert. Leider wurde dabei an den Stoßstellen die Feuchtetrennung zum Boden (Beton, unterkellert) und Aussenwänden (50 cm Ziegel, Süd- und Westseite) vergessen. Nun soll der Dielenboden rein und darunter eine Feuchtesperre aus Gefitas Gefinex, an den Rändern mit flexibler Dichtschlämme bis zur Horizontalsperre an den Wänden hochgezogen. Wie gesagt, der Koffer seht aber schon und hat direkten Kontakt zu Boden und Wänden, auch unterhalb der Horizontalsperre. Ich frage mich nun, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass das gut geht oder der GK irgendwann unter den Dielen gammelt und ob das bleiben kann oder ich da jetzt eine Trennfuge reinflexen und was dahinter schieben muss (was schwierig würde, zum einen wegen der Rohre und Kabel und um anderen weil die GK-Platte bis in die Betonaussparung reingeht). OK Boden wären etwa auf Höhe der Linie. Zu ist dann zu, wenn der Boden drin ist. Viele Grüße und herzlichen Dank für Eure fachkundige EInschätzung! Alexander ...