Alle 3 Fragen von JK

Zelluloseflocken und Holzfaser

Hallo, ich habe alle scheinbar relevanten Forumsbeiträge die ich hier auf der Seite und anderswo zu dem Thema Innenwanddämmung mit Holzfaserplatten oder eingeblasener Zellulose gefunden habe gelesen. Ich hoffe das ich nichts offensichtliches übersehen habe. Meine daraus gewonnene Erkenntnis zu Holzfaser ohne Wandheizung ist das geringe stärken tendenziell vorzuziehen sind (Aussagen reichen von 4-6 oder 5-10 cm) und dass das UdiReco System in dieser Klasse ein gutes System sein soll. Dementsprechend ist UdiReco 10 cm (das zweitdünnste in deren Angebot) in der engen Auswahl für mich. Bei Zelluloseeinblasung sprechen Leute von Vorteilen bezüglich Feuchtigkeitsverhalten. Dem U-Wert-Berechnungsprogramm zufolge sind die Werte auch gut. Deshalb ist 10 (oder etwas weniger(?)) cm Zelluloseflocken die zweite Alternative. Es handelt sich um ein - FWH im Rhein-Main Gebiet; - mit Sichtfachwerk von außen, - ohne Wandheizung, - freie Luftzirkulation innen und außen, - Doppelverglasten Fenstern, - "NF1200 Claytec" Lehmsteinen, 14cm Eichenbalken, - Lehmputz als Ausgleich von Unebenheiten, - einer Wetterseite die sehr beschädigt war und saniert wurde. Laut U-Wert-Rechnerprogramm "Ubakus" hat die Holzfaserlösung den Vorteil der besseren Dämmung. Dies war meine ursprüngliche Präferenz. Allerdings zeigt die Seite für diese Lösung Taupunktprobleme an wenn ich eine Schicht (soll 4mm sein) des im System mit angebotenen und dampfbremsend wirkenden "UdiMultigrund" Mineralspachtels eingebe. Bei einer Stärke von 8mm sind die Werte im mittleren Bereich, aber die Zelluloselösung sieht deutlich besser aus. Dem Rechner zufolge sind aber "Vorteile von kapillaraktiven und sorptiven Baustoffen werden hier nicht berücksichtigt!" Meine Frage ist ob mich die Ergebnisse beunruhigen sollen und ich lieber die Zelluloselösung wählen soll, oder ob nicht berücksichtigte positive Faktoren wie der verbaute Lehm bewirken das die Holzfaserlösung doch sicher ist. Vielen Dank im Voraus! ...

Verfügung Backsteinscheune, Basaltgartenmauer, Basaltsockel

Hallo, Ich habe schon in den Foren hier entsprechendel recherchiert. Aufgrund der sehr verschiedenen Meinungen und teils sehr speziellen Sachverhalte bin ich aber etwas verunsichert und würde mich über eine kurze Bestätigung oder Korrektur sehr freuen. Das Haus ist ca 250 Jahre alt. Alle hier erwähnten Bauteile sind historisch. Da ich vermute das Sockel, Gartenmauer, und Scheune ursprünglich unverputzt waren und teilweise Mörtel, teilweise Zement oder was ähnlich hartes Material verwendet wurde, und der Putz in schlechtem Zustand war habe ich diesen entfernt. Der Dachüberstand ist vorhanden aber nicht sehr groß. Ein Bild von Sockel im noch nicht ganz fertig abgeklopften Zustand ist angehängt. Teilweise sind Steine locker, teilweise sind größere Lücken/Fugenspalte drin. Die Gartenmauer sieht ähnlich aus. Die hat kein Dach oder Schutz vor Regen. Die Scheune war nur teilweise verputzt und verliert stark an Fugenmaterial. 3 von 4 Seiten haben keinen Dachüberstand. Sie ist nicht beheizt. Ich möchte die Fugen ausbessern und alles unverputzt lassen. Aus finanziellen Gründen muss ich das selbst machen. Aus Forumsbeiträgen habe ich herausgelesen das der Sockel mit Kalkmörtel wie zb SP 50 oder mit NHL 5 verfugen sollte. Gemischt mit 0/4mm Sand. Das scheint mir die Mehrheitsmeinung hier zu sein. Zwei Leute in Beiträgen hatten auch zu Trasskalkmörtel geraten, aber ich tendiere aktuell aber eher zu den anderen erstgenannten Alternativen. Macht das so Sinn? Sollte ich für die Mauer etwas widerstandsfähigeres wie trassbasieres Material nehmen, da keine Trocknung durch Wärme und kein Dach vorhanden ist? Bei Backsteinwänden hatten einige Leute zu Trass-Kalk-Mörtel geraten. Allerdings wurde auch Kalkmörtel erwähnt. Was macht in meinen Fall mehr Sinn? Vielen Dank schon mal im voraus! :) Jan ...

Dampfdurchlässige Holzlasur auf Alkydharzbasis?

Hallo, Ich habe eine Frage zu Holzlasur an Fachwerkbalken bei einem Außenanstrich. Das Haus ist ca. 250 Jahre alt und die alte Farbe (abblätternd, wahrscheinlich acryl?) wird gerade abgeschliffen. Da Balkenteile saniert werden und ich eine homogene Farbe aller Holzteile auf dem Grundstück wünsche, ist Leinölfirnis oder ganz unbehandelt keine Option. Beim Vater hat an seinem Fachwerkhaus Bondex Lasur verwendet. Diese hat acrylharz als Bindemittel und andere chemische Inhaltsstoffe. Allerdings wird sie mit atmungsaktivität und mit Wasserdampfdurchlässigkeit beschrieben. An seinem Haus ist nach 10 Jahren auch ein eher "natürlicher" scheinender Abbauprozess zu beobachten bei dem die Holzbalken die Lasur graduell verlieren. Kein abblättern, keine chemische Hartnäckigkeit. Aufgrund der guten Optik (Farbton Nussbaum") und der in unseren Einschätzung nach guten Erfahrung ziehe ich diese Option in Betracht. Allerdings bin ich Amateur und bereit auch mehr Geld für Leinöl basierte Anstriche in die Hand zu nehmen wenn es signifikante Vorteile gibt. Ist meine Einschätzung der Bondex Lasur und die technische Beschreibung der Lasur fehlerhaft oder unvollständig? Gibt es starke Argumente gegen diesen Anstrich? Vielen Dank schon mal an alle die mir weiterhelfen! :) ...