Alle 8 Fragen von Walter

Sackware verstehen

Liebe Fachwerker ich würde gerne die Angaben auf Sackware (z.B. Kalkputze) besser verstehen. Kennt jemand eine Stelle, an der die wichtigsten Parameter erklärt werden? Hier ein Auszug von einem Hersteller: Druckfestigkeit = 2,5 N/mm² Wasseraufnahmekoeffizient w < 0,5 kg/m²·vh Kategorie der kapillaren Wasseraufnahme W 2 Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ = 25 Dynamischer E-Modul < 3000 N/mm² Festmörtelrohdichte ca. 1300 kg/m³ Ergiebigkeit ca. 750 l/to Wärmeleitfähigkeit ? = 1,00 W/mK Bemessung Brandverhalten A1 Festigkeitsklasse CS II Mörtelgruppe (DIN 18550) P I Putztyp Leichtputz Typ I Ich habe kurz gegoogelt und im Forum gesucht, bin aber auf keine Zusammenfassung gestossen. Schlimmstenfalls mache ich mich auf die Suche nach den einzelnen Werten. Vielen Dank im Voraus und liebe Grüsse, Walter ...

Ziergiebel erneuern - welches Holz?

Liebe Fachwerker, mein Ziergiebel fällt auseinander (siehe Bild) und muss komplett neu gemacht werden (nicht die Balken, nur die Verzierung). Jetzt stellt sich die Frage, welches Holz man für so etwas nimmt. Der Ziergiebel ist der Witterung voll ausgesetzt. Die Vorschläge bisher: a) Multiplexplatte wasserdicht (WA100) b) Siebdruckplatte glatt auf beiden Seiten c) Lärche/Douglasie Und dann stellt sich die Frage, wie die Kanten in allen Fällen am Besten versiegelt werden können. Wie immer bin ich sehr dankbar für eure Tipps und Meinungen, Viele Grüsse, Walter ...

Gästeklo dämmen

Liebe Fachwerkgemeinde, vor vielen Jahren ist ein Gästeklo auf einer Seite unseres Hauses angebaut worden. Wie man auf dem Bild sieht, ist die obere Hälfte der drei Aussenmauern deutlich kleiner - die Mauer ist hier nur ca. 20-25 cm. dick. Unten sind es eher 40 cm. Ich weiss nicht, warum man das so gemacht hat. Da ich jetzt aber die Fassade neu streichen will und auch Putz dabei ausbessern muss, wäre die Gelegenheit günstig im oberen Bereich eine Dämmung anzubringen und die Mauern gleich dick zu machen. Jetzt stellen sich zwei Fragen: a) ist das Unsinn, weil dann auch gleich der untere Teil gedämmt werden sollte? b) wie würde man die Dämmung ausführen? (Styrodur aufkleben? Holzfasermatten? spezielle Ziegel?) Ein neues Fenster käme natürlich auch rein. Für Tipps wäre ich sehr dankbar, Viele Grüsse, Walter ...

fehlendes Gewand an 2 Fenstern

Liebe Fachwerkgemeinde, alle Fenster in unserem alten Hof haben Sandsteingewänder, bis auf die zwei im Bild im 1. Stock. Keine Ahnung warum. Jemand hat dann vor vielen Jahren mit Farbe einen ähnlichen Rahmen hingemalt, damit es nicht so auffällt. Jetzt wollen wir die Fassade erneuern und es würde mich interessieren, ob es eine bessere Möglichkeit gibt. Ich geb's zu: ein Luxusproblem... Im Archiv habe ich einen Kommentar von Olaf gefunden, den ich so verstanden habe, dass man auch einfach mit etwas Putz eine Erhöhung machen könnte, und dann entsprechend einfärben. Hält das? Und gibt es Verblender, die man dafür nehmen könnte? Vielen Dank für Eure Hilfe! Grüsse, Walter ...

Die 3. Zerstörung

Ein netter Artikel, den ich gerade auf Telepolis gesehen habe zum Thema Aussendämmung mit Styropor. Interessant sind weniger die mittlerweile bekannten Probleme des Stoffes in Bezug auf das Verhalten bei Bränden oder die Wirtschaftlichkeit, sondern die Auswirkungen auf die Architektur der Städte. Die gleichen Fragen nach dem Stil bei Aussendämmung ("früher Jugendstil, heute Freistil") stellen sich auch bei einem angenommenen idealen Dämmstoff mit längerer Haltbarkeit. Vielleicht wäre es nützlich, die im Fachwerkbereich gemachten Erfahrungen mit Innendämmungen öfters auch bei Nicht-Fachwerk einzusetzen, um das originale Aussehen zu erhalten. Wobei man dabei sofort in die Zwickmühle kommt, dass manche Häuser vielleicht gar keine erhaltenswerte Fassade besitzen. Oder sind sie auch dann historisch und authentisch? Mir hat der Artikel inklusive Bilddokumente einfach gut gefallen, weil er zum Nachdenken nicht nur über technische Aspekte der Energiewende anregt. Anfügen möchte ich noch, dass ich selber Teile meines Hauses (Bruchstein) gedämmt und dadurch den Komfort erhöht habe (allerdings nicht die Fassade) und auch nicht der Meinung bin, dass Wirtschaftlichkeit das einzige Kriterium ist.... http://www.heise.de/tp/artikel/43/43679/1.html ...

Erdbebenfester Mörtel durch Vulkanasche

Hallo zusammen, ich habe gerade den Artikel auf Spiegel.de zu Spezialmörtel für Römische Bauten gesehen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/roemischer-moertel-mit-vulkanasche-machte-gebaeude-erdbebenfest-a-1008737.html Eine interessante Ergänzung für die häufigen Diskussionen um Zusatzstoffe zum Kalk Mit weihnachtlichen Grüssen, Walter ...

Neuer Fassadenanstrich auf Bruchsteinwänden

Liebe Mitglieder von Fachwerk.de, nach drei Jahren Renovierung im Innern ist jetzt bald die Fassade dran. Das Haus hat Bruchsteinmauern (80-90cm) und ist mit einem eingefärbten Kalkputz verputzt. Der Sockel ist aber wohl ein Zementputz. Die Oberkante des Sockel dürfte der Decke des darunterliegenden Gewölbekellers entsprechen. Der Putz selber ist knapp 30 Jahre alt und platzt nur an wenigen Stellen ab. Wir hoffen, dass ein Anstrich reichen wird. Allerdings hat er einige Risse. Bevor ich eine Firma beauftrage hätte ich ein paar Fragen: - Macht es Sinn, den alten Putz nur zu überstreichen? - Müssen Risse im Putz unbedingt großflächig ausgekratzt und mit einem Netz repariert werden? Der Gutachter damals hat die Risse als nicht kritisch gesehen und es würde mich nicht groß stören, wenn sie nur gespachtelt/überstrichen würden. - wir werden von Mauerspinnen geplagt. Hat jemand Erfahrungen mit dem dafür vorgesehen Chemikalien als Zuschlag? - Die Gewänder der Fenster würde ich wieder in ihrer Naturfarbe herrichten und nicht streichen. - Als Farbe käme eine Kalkfarbe in Frage. Kann ich damit ein halbwegs sattes und warmes Gelb/Ocker erzeugen? Welche Pigmente sollte man nehmen? - Und last but not least: kennt jemand eine Firma in der Nähe von Freiburg/Breisach, die Erfahrung mit Kalkputz und Kalkfarbe aussen hat? Bin für jeden Tipp dankbar! Viele Grüsse, Walter ...

Beheizter Gewölbekeller und Fussboden darüber

Liebe Mitglieder des Fachwerkhaus-Forums, im Zuge der Sanierung der Küche in unserem Bruchsteinhaus habe ich zwei Schichten Fliesen entfernt. Die tiefere Schicht (Zementfliesen) ware wie üblich nur im Mörtelbett gelagert, und das wiederum auf Sand bzw. Bruchsteinen. Alles lose Material habe ich ausgegraben und den Boden begradigt (jetzt ca. 25 cm tief). Die Küche liegt zur Hälfte auf dem Gewölbekeller (12. Jahrhundert), die andere Hälfte ist nicht unterkellert. Alle Wände sind trocken, der Boden auch. Der bisherige Aufbau kannte keinerlei Dämmung oder Sperrschichten. Der Fussboden liegt ca. 1m über der Strasse. Bei den Überlegungen zum Aufbau des neuen Fussbodens (ob mit oder ohne FBH etc.) habe ich mir als Fundament eine Betonschicht, Abdichtung, Dämmung und Estrich/Fermacell vorgestellt, darauf Fliesen. Kondensat vom Gewölbekeller ist ja normalerweise nicht zu erwarten ausser - und da ist mir ein Satz von Herrn Böttcher aufgefallen - "der Keller wäre wärmer und feuchter als der Raum darüber". Nun wird unser Gewölbekeller tatsächlich beheizt, und zwar im Sommer durch die Überschusswärme aus der Solarthermie auf dem Dach. Zwei große Heizkörper im Keller werden dann durch eine Pumpe mit sehr heißem Wasser (90 Grad) aus der Therme gespeist. Das ist jetzt zwei Sommer lang passiert und ich bilde mir ein der Keller ist trockener geworden. Ich schätze, dass pro Sommersaison wohl so 100 Stunden Heizleistung zusammen kommen. Jetzt die Frage: kann das Aufheizen des Gewölbekellers zu einem Problem für den Fussboden darüber werden und wie sollter der Aufbau dann evtl. aussehen. Für Ideen und Tipps bin ich sehr dankbar, Viele Grüsse, Walter Kriha ...