Verknüpfung der Hölzer Teil I / gerades Blatt


07.08.2004 Holzbau Eckardt † 2 5735

Bei Wandanschlüssen der Außen- und Innenwände werden die Schwellen- und Rähmverbindungen der in einer Ebene liegenden Hölzer durch die Überblattungen miteinander verbunden. Es sind also Vereinigungen zweier Hölzer im Winkel. Hiebei können beide Hölzer oben und unten ,,bündig" sein, oder das Holz, welches aufliegt, sprich getragen wird, kann schwächer sein als das jenige, welches trägt.


Beim geraden Blatt wird bei gleich dicken Hölzern in der gleichen Weise verfahren wie beim einfachen Blatt. Sind die Hölzer verschieden stark, dann schneidet man aus dem schwächeren Holz die Hälfte heraus und aus dem Trageholz dieselbe Dicke. Holznägel verhindern das Abheben oder Herausziehen.

Verknüpfung der Hölzer Teil II / Das Weißschwanzblatt


07.08.2004 Holzbau Eckardt †

Das Weißschwanzblatt (auch einseitiges schwalbenschwanzförmiges Blatt genannt) ist die beste Verbindung in bezug auf Sicherheit gegen Verschieben in horizontaler Richtung. Die Vernagelung fällt fort/hinfällig. Der Einschnitt beträgt 1/4 der Breite des Holzes. Stärkeres Einschneiden ist wegen der damit verbundenen Schwächung des Holzes unbedingt zu vermeiden. Diese Verbindung ist für Zugspannungen sehr gut geeignet. Übertragen die einbindenen Hölzer Lasten(Beispiel Rähm), dann brechen diese an der geschwächten Stelle leicht ab. Deshalb erhält Sie auf 2 bis 3cm Teife eine verdickung(Brust). Bleibt das Fachwerk sichtbar, so vermeidet man das Sichtbarwerden des Hirnholzes der einbindenden Hölzer durch verdeckte Überblattung.

Verknüpfung der Hölzer Teil III / Das doppelseitige Schwalbenschwanzblatt


07.08.2004 Holzbau Eckardt †

Wie das Weißschwanzblatt, ist das doppelseitige Schwalbenschwanzblatt eine der besten Verbindungen in bezug auf Sicherheit gegen Verschieben in horizontaler Richtung. Die Vernagelung fällt auch da weg. Der Einschnitt beträgt aber 1/6 der Breite des Holzes.