Innendämmung einer Lehmwand + Trockenbauvorsatzschale. geht das?


05.01.2016 ralle1988 | Erzgebirge 8 415

Guten Tag.
Ich habe ein 250 Jahre altes Fachwerkhaus. Ich saniere gerade ein Zimmer und und möchte die Außenwand von innen dämmen und mit einer vorsatzschale aus gipskarton verkleiden da an dieser wand mehrer Rohrleitungen aufputz verlegt sind. Die Außenwand ist eine 12cm starke Lehmwand.
Meine Fragen sind: Wie dämme ich am sinnvollsten ohne mir einen tauwasserschaden ins Haus zu holen?
Muss ich die vorsatzschale hinterlüften?
Brauche ich eine Dampfbremse / sperre?

Fachwerk-Innendämmung



Du findest unter diesem Stichwort jede Menge Beiträge.
Keine Hinterlüftung
Kapillaraktiven Dämmstoffe verwenden
Wasserführende Rohrleitungen an die Innenseite der Dämmung legen- anderenfalls können Sie einfrieren und haben große Wärmeverluste.

Trockenbauverkleidungen sind eher ungünstig und sollten zumindest vollflächig den kapillaraktiven Dämmstoff berühren.

Andreas Teich

Innendämmung


05.01.2016 Olaf aus Sachsen

dann eher das System - aber bitte fachkundig beraten lassen. Dazu an der Hersteller wenden: http://www.unger-diffutherm.de/udi-produkte-systeme/udi-wohlfuehl-energiespar-haus/produkte-fuer-innen/udiin-innendaemmung-in-lehmmoertel-geschwaemmt/

Innendämmung einer Lehmwand + Trockenbauvorsatzschale. geht das?


05.01.2016 ralle1988

Danke erstmal. Ich hab mich jetzt mal etwas belesen und wenn ich das richtig verstanden habe, ist es das Beste, wenn ich eine Holzfaserplatte innen an die Lehmwand flächig verklebe.da die wand dann eins mit der dämmung ist und es keinen Holraum gibt wo sich tauwasser bilden kann. Aber was ich noch nicht verstanden habe ist, warum man keine trockenbauwand davorstellen kann? Da auf der Wand auch ein dickes Abwasserrohr verlegt ist kann ich den Gipskarton nicht flächig an die Dämmung anlegen.

Fehler


05.01.2016 Olaf aus Sachsen

kann man meist nur 1x machen. Schau Dir dazu mal diesen Beitrag an: http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/244738$.cfm

Innendämmung


05.01.2016 Pope

Tauwasser kann sich nicht nur in Hohlräumen bilden bzw. genauer an den hohlraumbildenden Umfassungsflächen, sondern auch mitten im Wandaufbau und zwar dort, wo der Taupunkt erreicht wird. Dies ist erstmal auch nicht schlimm, solange die Durchfeuchtung in der Sommerperiode wieder austrocknen kann. Dafür benötigt es aber einen kapillaraktiven Wandaufbau, d.h. die Feuchtigkeit kann durch die feinen Röhrchen des Baumaterials (vereinfacht ausgedrückt) nach außen oder innen rauswandern und an der Oberfläche verdunsten. Steht jetzt innen eine Trockenbauwand vor der Innendämmung wird dieser kapillare Transport wieder unterbrochen. Kann es nicht umgesetzt werden, dass das Abwasserrohr leicht nach innen versetzt wird, um den Dämmungsaufbau noch dahinter zu bekommen? Vertretbar, wenn auch nicht schmuck anzusehen, könnte dann ein Koffer so klein wie möglich ums Rohr gebaut werden. Im übrigen wird oft bei der Innendämmung mit Unger-Diffutherm eine Wandheizung in Verbindung mit lehmputz empfohlen. Im Übrigen ist es sinnvoll, das gesamte Haus als System zu betrachten und energetisch zu bewerten. Wie sieht es mit einer Außendämmung aus? Ist der Schlagregenschutz gewährleistet? Denkmalschutz?

Installationen



Die übliche Verfahrensweise ist Rohrleitungen in einem Installationsschacht zu bündeln und dann zu verkoffern. Falls mal was kaputt geht oder was verändert wird kommt man leicht an die Leitungen, Defekte bleiben lokal begrenzt und sind einfacher zu finden. Die freien Wandflächen können dann leichter gedämmt werden und es gibt weniger Raumverlust.

Vorsatzschale


06.01.2016 ralle1988

Und wenn ich die innendämmung weglasse und nur eine trockenbauständerwand davor stelle? Da wir in den nächten jahren eh vorhaben die fasade zu machen und da lass ich die fasade außen mit holzfaserplatten dämmen und gegen schlagregen schützen. Wäre das immernoch problematisch mit der gipswand? Mfg

Vorsatzschale



In Ihrem Fall ja, denn ich glaube nicht das Sie es schaffen die Vorsatzschale diffusionsdicht hinzukriegen.